Die Systemisch Aktivierte
Resistenz (SAR) ist ein neues Pflanzenschutzprinzip, das auf einer biologischen
oder chemischen Aktivierung des pflanzeneigenen Abwehrpotentials gegenüber
biotischen und abiotischen Schadfaktoren basiert. Ziel des Teilprojekts
ist die Charakterisierung neuer Gene, die in der Gerste bei der Ausprägung
der SAR nach chemischer Aktivierung gegenüber dem Mehltaupilz beteiligt
sind. Die Charakterisierung dieser Gene ist Voraussetzung für ein
genaues Verständnis der SAR und damit für ihre optimierte breite
Anwendung. Als weitere Konsequenz dieser Arbeit werden heute nicht verfügbare
Getreide-spezifische SAR Gene bzw. Promotoren bereitgestellt, die u. a.
zur Erstellung von transgenen Pflanzen mit SAR Reporterfunktion verwendet
werden können. Diese Pflanzen stellen aus heutiger Sicht ein optimales
Werkzeug für eine detaillierte, gewebespezifische Analyse des Resistenzstatus
unter verschiedenartigen biotischen und abiotischen Bedingungen dar. Unter
dem Gesichtspunkt der erwünschten verstärkten Anwendung der SAR
Technologie ist zusätzlich die systematische Analyse der Effizienz
von SAR bzw. der neuen SAR Gene gegenüber anderen ökonomisch
relevanten Krankheitserregern wie Pseudocercosporella und Pyricularia geplant.
| Kontakt: Institut für Phytopathologie und Angewandte Zoologie JLU Gießen Heinrich-Buff-Ring 26-32 35392 Gießen Tel.: ++49 641 99 37493 o. 37490 Fax: ++49 641 99 37499 E-Mail: Karl-Heinz.Kogel@agrar.uni-giessen.de E-Mail:Gregor.Langen@agrar.uni-giessen.de http://www.uni-giessen.de/ipaz |