DGFF [Kongress-Logo]
   Home > DGFF07 > Deutsch > Programm  
Allgemeines
Programm
• Informationen
• Sektionen
• Plenarvorträge
• Arbeitsgruppen
• Nachwuchstagung
Uni-Logo mit Wappen

AGs 1-11:

Arbeitsgruppen

Die Deutsche Gesellschaft für Fremdsprachenforschung und die Justus-Liebig-Universität Gießen laden Sie ganz herzlich zur aktiven Teilnahme und an einer der elf Arbeitsgruppen ein. Wenn Sie an einer Arbeitsgruppe teilnehmen möchten, nehmen Sie bitte mit den jeweiligen AG-Leitern Kontakt auf.


[Programm der AGs] (Stand: 27.09.2007)


 

AG 1:

Über Interkomprehension zur Mehrsprachigkeit
(Peter Doyé und Franz-Joseph Meißner)
(Programm)

Haus B, 1. Stock, Raum B 128

AG 2:

Fremdsprachenunterricht und Sprachenpolitik nach 1945

(Joachim Appel, Werner Hüllen und Friederike Klippel)

Haus C, Erdgeschoss, Raum C 3

AG 3:

Übergänge - Neuanfänge, Brücken oder Brüche
(Karin Vogt und Lars Schmelter)

(Programm)

Haus B, 4. Stock, Raum B 409

 

AG 4:

Lernerkorpora und Lernersprachenanalyse
(Christiane Brand und Maik Walter)

Haus B, 4. Stock, Raum B 410

AG 5:

Fremdsprachenlernen in der Hauptschule
(Heiner Böttger und Werner Kieweg)

Haus B, 4. Stock, Raum B 428

AG 6:

Leistungseinschätzung im Fremdsprachenunterricht der Grundschule
(Anette Claus, Karin Drese und Ulrich Reyher)

Haus B, 4. Stock, Raum B 440

AG 7:

Lehr- und Lernprozesse im Kontext 'distanter' Sprachen
(Andreas Guder und Adelheid Hu)
(Programm)
Haus F, Erdgeschoss, Raum F 5

AG 8:

Curriculare Veränderungen in der Lehrerbildung: Chancen,
Herausforderungen, Perspektiven
(Rita Kupetz und Christiane Lütge)

(Programm)
Haus E, Erdgeschoss, Raum E 6

 

AG 9:

Methodenkombination: Möglichkeiten und Grenzen der
Zusammenführung qualitativer und quantitativer Verfahren in der
empirischen Fremdsprachenforschung
(Michael Schart und Johannes Eckerth)
(Programm)
Haus G, Erdgeschoss, Raum G 26

AG 10:

Formelle und informelle Sprachtests
(Maike Engelhardt und Markus Kötter)

Haus C, Erdgeschoss, Raum C 27

AG 11:

Funktion und Zukunft von Lehrwerken für den Fremdsprachenunterricht
(Otfried Börner und Christoph Edelhoff)

Haus G, Erdgeschoss, Raum G 25

AG 12:
(FS Sek 3)

Literaturunterricht, Kompetenzen und Bildung
(Lothar Bredella, Britta Freitag, Wolfgang Hallet)

(Programm)
Haus G, Erdgeschoss, Raum G 27/28

AG 13:

Nachwuchs Fremdsprachenforschung
(Frances Ann Kimes-Link und Torben Schmidt)

(Programm)
Haus C, Erdgeschoss, Raum C 29

   

 

AG 1

 

 

ÜBER INTERKOMPREHENSION ZUR MEHRSPRACHIGKEIT

 

(Peter Doyé und Franz-Joseph Meißner)

 

 

Die Notwendigkeit einer Erziehung zur Mehrsprachigkeit und das aus ihr resultierende Erfordernis zur Erarbeitung von Gesamtsprachencurricula sind heute unbestritten (Meißner & Reinfried 1998; Hufeisen & Lütjeharms 2005).

Aufbauend auf den diesbezüglichen Überlegungen und Erkenntnissen (z.B. auf dem Fremdsprachendidaktiker-Kongress 2003) sollen in dieser AG neuere Entwicklungen in der Mehrsprachigkeitsdidaktik erörtert werden. Der Schwerpunkt soll dabei auf der Interkomprehension liegen.

 

Der Weg zur Mehrsprachigkeit über die Befähigung zur Interkomprehension wird zur Zeit international intensiv diskutiert (z.B. im Guide des Europarats 2006). Im romanischen Süden und im skandinavischen Norden gängige Praxis, kann dieser Weg auch das schulische Sprachenlernen hierzulande befruchten.

Die inzwischen entwickelte Interkomprehensionsmethode knüpft konsequent an das Vorwissen an, das seit Ausubel (1968) als das große Kapital des Lerners gilt. Die Interkomprehensionsdidaktik  führt verschiedene Wissensdomänen zusammen: linguale Transferbasen, außersprachliches Wissen, transferierbare Erfahrungen in der didaktischen Steuerung. Ihr Kern besteht darin, dass sie vorhandenes und neues Wissen konsequent miteinander vernetzt. Sie baut prinzipiell auf die eigene mentale Aktivität der Lerner und initiiert die von der Pädagogischen Psychologie als wesentlich erkannten Prozesse: Problemerkennung – Eingrenzung – Lösung – Überprüfung – Festigung bzw. Korrektur.

 

Im Tertiärsprachenunterricht hat sich Interkomprehension nicht nur als ein praktikabler Weg zum raschen Erwerb rezeptiver Kompetenz in mehreren nahverwandten Sprachen erwiesen, sondern auch als wirkungsvolle Strategie zur Erzeugung von Sprachlernbewusstheit. Dies erklärt auch die Attraktivität der Interkomprehensionsmethode für die Theorie ganz unterschiedlicher Lernkontexte, von der Primarstufe bis hin zum Sprachenlernen von Erwachsenen. Transversal greift sie auf die Praxen der einzelzielsprachlichen Methodiken zu und befördert so die Entwicklung einer integrativen Mehrsprachigkeitsdidaktik (Krumm 2005). Zahlreiche europäische Forscherinnen und Forscher, Lehrerinnen und Lehrer arbeiten bereits an der Weiterentwicklung der Methode. Die AG soll diesen Entwicklungen ein Forum bieten und die bildungspolitischen und sprachenpädagogischen Konsequenzen erörtern.

Ausubel, D. (1968): Educational Psychology. New York: Holt, Rinehart & Winston.

Béaccom J.-C. & Byram, M. (2006): Guide for the Development of Language Education Policies in Europe. Strasbourg: Council of Europe.

Doyé, P. (2005): Intercomprehension. Strasbourg: Council of Europe.

Hufeisen, B. & Lutjeharms, L. (Hrsg.) (2005): Gesamtsprachencurriculum. Integrierte Sprachdidaktik. Common Curriculum. Tübingen: Narr.

Meißner, F.-J. & Reinfried, M. (Hrsg.) (1998): Mehrsprachigkeitsdidaktik. Konzepte, Analysen, Lehrerfahrungen mit romanischen Fremdsprachen. Tübingen: Narr.

Krumm, H.-J. (2005): Von der additiven zur curricularen Mehrsprachigkeit. In: Hufeisen & Lutjeharms, 27-36.

 

 

 

 

Kontakt:

Prof. em. Peter Doyé

Blumenstr. 23

38162 Cremlingen
e-mail: p.doye@tu-bs.de

 

Prof. Dr. Franz-Joseph Meißner

Universität Gießen
Institut für Romanistik

Karl-Glöckner-Straße 21 G
35394 Giessen
Raum: G 116
Tel. : +49 641 - 99-31190
Fax: +49 641 - 99-31319
email:
Franz-Joseph.Meissner@sprachen.uni-giessen.de

 

Veranstaltungsort:
Haus B, 1. Stock, Raum B 128


Zeitlicher Ablauf der Arbeitsgruppe 1

Donnerstag, 4. Oktober 2007:
16:30 – 17:00 Todor Shopov: Attitude in Intercomprehension
17:00 – 17:30 Marcus Bär: Die Förderung von Lernkompetenz durch Interkomprehension
17:30 – 18:00 Britta Hufeisen: EuroComGerm


Freitag, 5. Oktober 2007:
16:30 – 17:00 Grit Mehlhorn: Zur Rolle der Aussprache bei der Interkomprehension
17:00 – 17:30 Ursula Behr: Sprachenübergreifendes Lernen und Leistungseinschätzung
17:30 – 18:00 Christian Ollivier: Aufgabenorientierte Interkomprehensionsdidaktik

AG 2

 

 

FREMDSPRACHENUNTERRICHT UND

SPRACHENPOLITIK NACH 1945

 

(Joachim Appel, Werner Hüllen und Friederike Klippel)

 

 

 

Die Geschichte des Fremdsprachenunterrichts in Deutschland nach dem 2. Weltkrieg ist durch verschiedene Phasen und Entwicklungsschübe gekennzeichnet: die Besatzungszeit, die 50er Jahre, die Einführung von Englischunterricht an Hauptschulen in den 60er Jahren sowie die 'Kommunikative Wende' in den 70er-Jahren. Viele dieser Entwicklungsschübe wurden durch bildungs- und sprachenpolitische Initiativen (u.a. des Europarates) angestoßen. Dies gilt auch für heutige Entwicklungen wie den gemeinsamen Referenzrahmen und den Frühbeginn.


Die AG setzt sich zum Ziel, eine historische und sprachenpolitische Perspektive auf die Fremdsprachendidaktik nach 1945 zu entwickeln und lädt Beiträge zu allen Aspekten dieses Zeitraums ein.

 


Kontakt:


Prof. Dr. Joachim Appel
Pädagogische Hochschule Ludwigburg
Reuteallee 46
71634 Ludwigsburg
07141-140 355

jo.appel@t-online.de

 

Die Arbeitsgruppe beschäftigt sich in einem ersten Teil (Do 4.10. 16.30-18.00) mit folgenden Beiträgen:

Helmut Sauer: "Adolf Grimme als Mitbegründer von “Englisch für alle” und Englischdidaktik als Hochschuldisziplin und die volks/hauptschulgemäße Arbeitsweise. Ein Neubeginn."

Alfija Fefilowa: "Das Menschenbild und das Sprachenbild unter den Bedingungen der Globalisierung."

F.-J. Meissner: "Gibt es spezifische Entwicklungen in der Didaktik und Methodik im Unterricht romanischer Sprachen nach 1945?"


In einem zweiten Teil (Freitag 5.10. 16.30-18.00) werden anhand einer Reihe von Thesen Entwicklungen der Fremdsprachendidaktik nach 1945 diskutiert.

 

AG 3

 

 

ÜBERGÄNGE – NEUANFÄNGE, BRÜCKEN ODER BRÜCHE

 

(Karin Vogt und Lars Schmelter)

 

 

In den letzten Jahren haben Veränderungen in Bereichen der institutionellen (Aus-)Bildung erhebliche Auswirkungen auf den Bereich des Lehrens und Lernens von Sprachen gehabt und eine Vielzahl neuer Übergänge geschaffen: Übergänge zwischen Schulstufen und ‑formen, Übergänge zwischen Sprach- und Sachfächern, Übergänge zwischen den Lehr-Lern-Kontexten und realen Anwendungssituationen und nicht zuletzt Übergänge zwischen alten und neuen Curricula.

Für die Personen, die von einer Konstellation in eine andere übergehen, sind Übergänge immer auch mit besonderen Herausforderungen verbunden. Übergänge werden von den Betroffenen als Neuanfang, Brücke oder auch als schmerzhafter Bruch empfunden.

 

        Welche Herausforderungen sind dies im Einzelnen? Wie werden sie von den Betroffenen wahrgenommen und welchen Einfluss haben die Übergänge mittel- und unmittelbar auf den Verlauf und die Ergebnisse des Lehrens und Lernens von fremden Sprachen?

        Wie können Übergänge so gestaltet werden, dass sie als Brücken zwischen unterschiedlichen Stationen fungieren und nicht Brüche in den fremdsprachlichen Lehr-Lern-Prozessen provozieren (z.B. beim Übergang von der Grund- in die weiterführende Schule)?

        Wie stellen Stationen an den Scharnierstellen sicher, dass Ergebnisse der vorangegangenen Lehr-Lern-Prozesse im weiteren Verlauf berücksichtigt werden können? Welche Vorgehensweisen und Instrumente stehen ihnen hierbei zur Verfügung?

 

Die AG will Raum bieten, sich mit den Möglichkeiten und Schwierigkeiten, die sich aus den neuen institutionellen, curricularen und organisatorischen Bedingungen ergeben, zu beschäftigen. In der AG sollen die Perspektiven der verschiedenen Akteure (Betroffene wie Lernende, Lehrende, Eltern; Arbeitgeber als „Abnehmer“ sowie Institutionen (Lehrerbildungsinstitutionen, Behörden, internationale Organisationen, Schulen / Schulstufen)) zunächst an Hand von Posterpräsentationen beleuchtet und anschließend in Kleingruppen diskutiert werden. Die Ergebnisse sollen abschließend zusammengeführt werden. Die Thesenpapiere der Beiträger werden den Teilnehmern der AG bereits vorab auf der Kongresswebseite zugänglich gemacht.

Kontakt:

 

Juniorprofessor Dr. Lars Schmelter

Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Europalehramt

Bismarckstraße 10

76133 Karlsruhe

Tel.: 0721 / 925-5211

 

E-Mail: lars.schmelter@ph-karlsruhe.de

 

Prof. Dr. Karin Vogt

Pädagogische Hochschule Karlsruhe

Institut für Fremdsprachen und Sprachlernforschung, Abt. Englisch

Bismarckstraße 10

76133 Karlsruhe

Tel.: 0721 / 925-4714

Fax: 0721 / 925-4640

E-Mail: vogt@ph-karlsruhe.de

 

Veranstaltungsort:

Haus B, 4. Stock, Raum B 409

AG 4

 

 

LERNERKORPORA UND LERNERSPRACHENANALYSE

 

(Christiane Brand und Maik Walter)

 

 

 

Lernerkorpora haben sich in den letzten Jahren zur wichtigsten Ressource in der modernen Lernersprachenanalyse entwickelt. Eine korpusbasierte Beschreibung von Lernersprachen ermöglicht eine empirisch fundierte Erfassung eines bestimmten Sprachstandes in der L2, erlaubt aber darüber hinaus auch den Vergleich verschiedener Lernersprachen (bezüglich der L1 und des Sprachniveaus in der L2).

In der AG sollen vor allem mögliche Synergie-Effekte, die aus einer gemeinsamen Analyse von Korpuslinguistik und Fremdsprachenerwerbsforschung resultieren, diskutiert werden. Von besonderem Interesse sind dabei die folgenden vier Forschungsgebiete:

 

  • korpusbasierte Lernersprachenanalysen und deren sprachdidaktische Konsequenzen,
  • der Einsatz von Lernerkorpora im Fremdsprachenunterricht (z.B. im Sinne des data-driven learning),
  • die Kompilation von Lernerkorpora (die Erstellung, die Architektur und das Design von Lernerkorpora),
  • die Standardisierung und Annotierung von Lernerkorpora.

 

Im Rahmen der AG sind TeilnehmerInnen aller fremdsprachlicher Philologien willkommen, die Interesse an den Fragestellungen der Korpuslinguistik, der Zweitsprachenerwerbstheorie und der Fremdsprachendidaktik haben.

 

Für jeden der maximal 4 Beiträge ist eine Vortragsdauer von 20 Minuten vorgesehen, an die sich Fragen und Diskussion anschließen. Eine gemeinsame Veröffentlichung der Beiträge ist geplant. Wir bitten um Abstracts mit Vorschlägen für Beiträge bis zum 01.03.2007. Jedes Abstract sollte die folgenden Angaben enthalten:

 

- Name(n) des/der Vortragenden,

- institutionelle Anbindung (affiliation),

- Adresse und E-Mailadresse,

- Titel des Vortrags,

- bis zu 150 Wörter zum Thema des Vortrags.

 

Bitte senden Sie die Abstracts an die folgende E-Mailadresse: Christiane.Brand@anglistik.uni-giessen.de

 

Kontakt:

 

Christiane Brand

Maik Walter

Abteilung für Englische Sprachwissenschaft

Institut für Anglistik

Justus Liebig-Universität Giessen

Otto-Behaghel-Str. 10B, 35394 Giessen

Christiane.Brand@anglistik.uni-giessen.de

 

Studiengebiet Deutsch als Fremdsprache

Institut für Deutsche und Niederländische Philologie

Freie Universität Berlin

Habelschwerdter Allee 45, 14195 Berlin

maik@zedat.fu-berlin.de

 

Veranstaltungsort:

Haus B, 4. Stock, Raum B 410

 

Zeitlicher Ablauf der Arbeitsgruppe 4

Donnerstag, 4. Oktober 2007:
16:30 – 17:15 Anke Lüdeling & Victoria Oketch Olouch: Multilingualität und Lernerkorpora
17:15 – 18:00 Annette Schaupp; Ulrich Heid & Elisa Corino: Metadaten für Lernerkorpora: Typen – Architektur – Abfragemöglichkeiten, am Beispiel des VALICO-Korpus

Freitag, 5. Oktober 2007:
16:30 – 17:15 Hagen Hirschmann: Wortschreibungsfehler bei fortgeschrittenen Lernenden des Deutschen als Fremdsprache
17:15 – 18:00 Sandra Götz: How fluent are advanced German learners of English? A corpus-based pilot study on performance phenomena in native and non-native speech



AG 5

 

 

FREMDSPRACHENLERNEN IN DER HAUPTSCHULE

 

(Heiner Böttger und Werner Kieweg)

 

 

Fremdsprachenunterricht ist für die Hauptschule konstituierend:  Ohne jede Fremdsprache im Fächerkanon wäre sie keine weiterführende Schule, faktisch ist sie dies in vielen Bundesländern wohl schon lange nicht mehr.

Es ist seit langem eine der großen Aufgaben der Fremdsprachendidaktik, neue Unterrichtskonzeptionen für diesen Bereich zu entwickeln, die Aus-, Fort- und Weiterbildung der Fremdsprachenlehrkräfte zu stärken und zusammen mit den Schulbuchverlagen wirklich geeignetes Lehr- und Lernmaterial zur Verfügung zu stellen. Aufgrund der negativen Entwicklung in den letzten Jahren ist eine konkrete, offensive und konstruktive Reaktion der Fremdsprachendidaktik nicht mehr aufschiebbar.

Die katastrophale Situation des Fremdsprachenunterrichts an der Hauptschule manifestiert sich aktuell in den bedauerlich, aber vorhersagbar schlechten Ergebnissen der Leistungstests innerhalb der DESI-Studie (Deutsch-englische Schülerleistungen international).

Eine Auswahl der Erkenntnisse:

 

  • Lediglich jeder dritte Neuntklässler in deutschen Hauptschulen versteht so gut Englisch, wie es die Bildungsstandards für Hauptschüler voraussetzen.
  • Das Schülerpotenzial, meist schon mit erheblichen Misserfolgsbibliografien belastet, wird viel zu oft von Lehrkräften unterrichtet, die wenig Kontakt zum englischen Sprachraum haben und zusätzlich in der Mehrheit fachfremd unterrichten.
  • Die englischen Sprechanteile der Schüler sind außerordentlich gering, vor allem im Vergleich zu denen der Lehrer.
  • Bilingualer Sachfachunterricht ist ein Erfolgsmodell für RS und GY, an der Hauptschule wurden/werden Versuche eingestellt.
  • In bildungsnahen Elternhäusern findet die Auseinandersetzung mit Fremdsprachen statt, die Möglichkeiten mit Sprache umzugehen ist eng gebunden an die sozialen Verhältnisse.

 

Die Arbeitsgruppe Fremdsprachenunterricht in der Hauptschule wird an den wichtigsten Brennpunkten der Thematik auf der Basis der Studie diskutieren und hat zum Ziel, Vorschläge bzw. Leitlinien oder auch ev. Ansätze zu Konzeptionen zu entwickeln, die geeignet sind, der gegenwärtigen Situation entgegenzusteuern.

 

Erwartungen an die TeilnehmerInnen:

Erwartet wird eine aktive, ergebnisorientierte Teilnahme. Aktuelle Informationen zur Situation in den Bundesländern der TeilnehmerInnen sind erwünscht.

 

Kontakt:

 

Prof. Dr. Heiner Böttger

Lehrstuhl für die Didaktik der englischen Sprache und Literatur (Vertretung)

Erziehungswissenschaftliche Fakultät

Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg

Regensburger Str. 160 D-90478 Nürnberg

Tel.: +49 911 5302 553

Fax.: +49 911 5302 749

eMail: hrboettg@ewf.uni-erlangen.de

Veranstaltungsort: 

Haus B, 4. Stock, Raum B 428

 

 

AG 6

 

 

LEISTUNGSEINSCHÄTZUNG IM FREMDSPRACHENUNTERRICHT DER GRUNDSCHULE

 

(Anette Claus, Karin Drese und Ulrich Reyher)

 

 

 

Das Thema „Leistungseinschätzung im Fremdsprachenunterricht der Grundschule“ wurde lange Zeit kaum thematisiert und in den Schulen teils sogar tabuisiert. Einzelne Forschungsprojekte setzten sich damit auseinander, doch blieb das Thema lange Zeit unbeachtet. Erst durch die allgemeinen bildungspolitischen Entwicklungen der letzten Jahre ist dieses Thema in Deutschland zum großen Diskussions- und Forschungsgegenstand geworden. So führte die flächendeckende Einführung des ergebnisorientierten Fremdsprachenunterrichts in der Grundschule zwangsläufig dazu, dass über die Festlegung der zu erwartenden Ergebnisse gesprochen wurde. In diesem Zusammenhang entstanden verschiedene Kompetenzmodelle und Standards. Im Zuge der allgemeinen Standarddiskussion kam es außerdem zu einem Nachdenken über die Diagnose und Beurteilung der Kompetenzen, denn: Leistung wird nicht mehr als gegeben hingenommen, sondern soll überprüfbar sein.

 

Einige Länder haben sich im Rahmen dieser Entwicklungen für ein Portfolio entschieden. Die Lerner können auf dieser Grundlage ihren eigenen Lernprozess, sowie ihr Können und Wissen reflektieren und dokumentieren. Gerade für den Übergang ergeben sich hier interessante Perspektiven.

Neben dieser Form von Selbstbeurteilung spielt in vielen Ländern die Leistungseinschätzung durch die Lehrkraft eine maßgebliche Rolle, nicht zuletzt, weil in einigen Bundesländern der Fremdsprachenunterricht in der Grundschule benotet wird. In diesem Kontext entstehen für Praktiker und Forscher zahlreiche Fragen: Wie kann eine kindgemäße, den Ansätzen und Prinzipien des grundschulgemäßen Fremdsprachenunterrichts entsprechende Leistungsbeurteilung gestaltet werden? Welche Fertigkeiten müssen hierbei in den Mittelpunkt gerückt werden? Welche Aufgaben sind zur Leistungsbeurteilung sinnvoll? Welche Formen der Leistungseinschätzung sind in der Komplexität des Unterrichtsalltages – insbesondere für die Sprechkompetenz – praktikabel? Sind die vorliegenden Kompetenzmodelle aussagekräftig und realistisch?

Außerdem sieht sich die Aus- und Fortbildung vor die Aufgabe gestellt, Leistungseinschätzung im Fremdsprachenunterricht der Grundschule zu thematisieren. Dabei geht es neben der Beschäftigung mit den oben genannten Aspekten um die Entwicklung bzw. Förderung der diagnostischen Kompetenz der Lehrkräfte. Bereits erprobte Fortbildungsreihen haben dabei ergeben, dass insbesondere der Einsatz von auf Video dokumentierten konkreten Unterrichtsbeispielen sowie das Konzept der Handlungsforschungsprojekte effektiv ist.

 

Der Fokus dieser AG liegt auf der Leistungseinschätzung durch die Grundschullehrkraft im Rahmen ihrer täglichen Unterrichtsarbeit. Im ersten Teil geht es darum, zu klären, welche Ansprüche eine kindgerechte und den Prinzipien des frühen Fremdsprachenunterrichts gemäße Leistungseinschätzung erfüllen sollte. Aspekte wie Gewichtung der Fertigkeiten, Aufgabenauswahl und Praktikabilität können u.a in diesen Zusammenhang erörtert werden. Grundlage dafür sind praxiserprobte Unterrichtsverfahren der Teilnehmer und der Leiterinnen, die präsentiert und diskutiert werden.

Im zweiten Teil geht es um die Aus- und Fortbildung der Grundschullehrkräfte. Welche Inhalte müssen thematisiert werden? Wie kann dies umgesetzt werden? Welche Möglichkeiten bietet in diesem Zusammenhang der Einsatz von Medien? Wiederum sind praxiserprobte Präsentationen, gerne auch mit medialer Darstellung, erwünscht, die Anlass zum Meinungsaustausch geben können.

 

Bitte schicken Sie uns eine kurze Darstellung Ihres Beitrages und der gewünschten Medien vorab. Wir werden nach Eingang der Abstracts über die methodische Gestaltung der AG entscheiden und Ihnen dann bestimmte Formen der Präsentation sowie deren Umfang vorschlagen.

 

Kontakt:

 

Anette.Claus@anglistik.uni-giessen.de

Karin.Drese@anglistik.uni-giessen.de

auggraeser@aol.com

Veranstaltungsort:
Haus B, 4. Stock, Raum B 440

 

 

AG 7

 

 

LEHR- UND LERNPROZESSE IM KONTEXT

'DISTANTER' SPRACHEN

 

(Andreas Guder und Adelheid Hu)

 

 

 

Als „distante Fremdsprachen“ bezeichnen wir Sprachen, deren linguistische und/oder kulturelle Dimensionen sich wesentlich von der Muttersprache des Betrachters unterscheiden. Die wichtigsten distanten Fremdsprachen sind aus deutscher Perspektive Arabisch, Türkisch, Chinesisch und Japanisch, daneben alle weiteren afrikanischen und asiatischen Sprachen, in linguistischer Dimension auch Finnisch oder Ungarisch. Diese in Europa selten unterrichteten Sprachen stellen Lehrer und Lerner vor Aufgaben, die von der auf der Vermittlung „affiner“ Fremdsprachen basierenden Methodik des Lehrens und Lernens von Fremdsprachen bisher unzureichend behandelt werden.

Neben Fragen nach der Didaktisierung nicht-indoeuropäischer Grammatik und nicht primär phonographischer Schriftsysteme (Chinesisch und Japanisch) können und sollen in dieser Arbeitsgruppe auch pragmalinguistisch und transkulturell orientierte Fragestellungen nach den Rahmenbedingungen einer kommunikativen Didaktik für distante Fremdsprachen und  -kulturen diskutiert werden, in denen beispielsweise die kulturspezifische Bedingtheit bestimmter Sprechhandlungen, der Status von Schriftlichkeit oder die Rolle des Nicht-Muttersprachlers im Kontext der jeweiligen Fremdkultur berücksichtigt wird.

 

Kontakt:

 

guder@zedat.fu-berlin.de

 

hu@erzwiss.uni-hamburg.de

Veranstaltungsort:
Haus F, Erdgeschoss, Raum F 5

 

Zeitlicher Ablauf der Arbeitsgruppe 7


Donnerstag, 4. Oktober 2007:
16:30 – 16:40 Andreas Guder & Adelheid Hu: Einführung in die Arbeit der AG
16:40 – 17:00 Andreas Guder: Was sind distante Fremdsprachen? – Ein Definitionsversuch
17:00 – 17:20 Bernard Allanic: The image of China in the Chinese as foreign language textbooks
17:20 – 17:40 Sebastian Vötter: Kulturelles Lernen im Rahmen asienwissenschaftlicher Studiengänge: Chancen – Herausforderungen – Perspektiven
17:40 – 18:00 Margarete Prüch: Stadt – Land – Fluss. Spielerisch Chinesisch lernen und Landeskunde vermitteln (Ein Projekt der Jahrgangsstufe 12 der Internatsschule Schloss Hansenberg)


Freitag, 5. Oktober 2007:
16:30 – 16:50 Barbara Hennig: “There is nothing about the lessons that could surprise me.” Zur Motivation Hongkong-chinesischer Universitätsstudenten beim Erlernen von Deutsch als Drittsprache
16:50 – 17:10 Simone Müller: Chinesisch als Fremdsprache an deutschen Schulen
17:10 – 17:30 Signe Ptaszynski: Learning to read Chinese in Denmark
17:30 – 18:00 Andreas Guder & Adelheid Hu: Abschlussdiskussion; Bündelung von Forschungsfragen

AG 8

 

 

CURRICULARE VERÄNDERUNGEN IN DER LEHRERBILDUNG: CHANCEN, HERAUSFORDERUNGEN, PERSPEKTIVEN

 

(Rita Kupetz und Christiane Lütge)

 

 

Im Rahmen der größten Hochschulreform der letzten Jahrzehnte findet derzeit an den deutschen Universitäten ein Totalumbau aller Studiengänge statt mit dem Ziel stärkerer Internationalisierung, besserer Vergleichbarkeit und größerer Transparenz. Die Einführung der Bachelor- und Masterprogramme in den Lehramtsstudiengängen führt zu strukturellen Veränderungen, die weitreichende Konsequenzen auch für die fremdsprachlichen Fachdidaktiken aufwerfen.

Zudem werden im Zusammenhang mit dem Europäischen Referenzrahmen Aspekte inhaltlicher Standardisierung zunehmend wichtiger, was langfristig nicht ohne Auswirkungen auf die Ausbildung zukünftiger Lehrkräfte bleiben kann.

Die AG versteht sich als Forum, auf dem erste Ergebnisse und Erfahrungsberichte zur Einführung gestufter Studiengänge in der Lehrerbildung präsentiert werden können, sowie als Plattform für den Austausch über curriculare Entwicklungen, die insbesondere für die fremdsprachlichen Fachdidaktiken von Bedeutung sind.

Hier sollen sowohl Fragen nach Unstimmigkeiten und möglichen negativen oder positiven Konsequenzen thematisiert werden als auch allgemein die Chancen, Herausforderungen und langfristigen Perspektiven für die fremdsprachendidaktische Ausbildung in den Lehramtsstudiengängen in den Blick genommen werden.

 

Mögliche Aspekte:

 

  • Welche Veränderungen ergeben sich inhaltlich und strukturell für die fremdsprachlichen Fachdidaktiken durch die modularisierten Studiengänge und die Arbeit mit den Kerncurricula?
  • Befördern oder behindern modularisierte Studiengänge eine sinnvoll strukturierte Lehrerbildung? Gibt es – weiterhin – eher wenig Berührungspunkte zwischen erster und zweiter Phase? Was wären – im Rahmen der Modularisierung – Ansatzpunkte, um beide Phasen besser zu koordinieren? Was sind die strukturellen Probleme, die dies verhindern? Werden diese etwa noch verschärft durch die Abschaffung des Staatsexamens und durch die Autonomie der Hochschulen hinsichtlich der neuen Abschlüsse?
  • Führt die gegenwärtige Entwicklung zu einer stärkeren Vereinheitlichung in der Lehrerausbildung? Führen strukturelle und curriculare Veränderungen zu einer Homogenisierung und Standardisierung bereits in der Ausbildung? Bleibt dabei noch Raum für individuelle Profilbildung? Welche Chancen und Herausforderungen ergeben sich daraus für die Fremdsprachendidaktiken?
  • Oder werden Unterschiede in der Lehrerausbildung zwischen den Bundesländern und sogar zwischen einzelnen Universitäten noch weiter verstärkt trotz europäischer Transfer-Kreditpunkte – ganz im Widerspruch zur eigentlichen Zielsetzung von Bologna?
  • Welche anderen Probleme oder Chancen, Herausforderungen und Perspektiven ergeben sich durch strukturelle und curriculare Veränderungen in der Lehrerbildung? Welche Auswirkungen ergeben sich speziell im Hinblick auf die Fremdsprachendidaktiken?

 

 

Adressatenkreis:

Alle an der Lehrerausbildung beteiligten oder interessierten Personen, insbesondere erste und zweite Phase (universitäre Fachdidaktiker, Studienseminarleiter, Fachleiter)

 

Kontakt:

 

 

Prof. Dr. Rita Kupetz
Englisches Seminar
Didaktik des Englischen
Universität Hannover
Königsworther Platz 1
30167 Hannover
e-mail: Rita.Kupetz@web.de

 

Dr. Christiane Lütge, StR´in
Wissenschaftliche Mitarbeiterin (Postdoc)
Universität Bremen
Fachbereich 10, Fremdsprachendidaktik Englisch
Postfach 330 440
28334 Bremen
e-mail: christiane@luetge.de

 

 

 


Veranstaltungsort:
Haus E, Erdgeschoss, Raum E 6


Zeitlicher Ablauf der Arbeitsgruppe 8

Donnerstag, 4. Oktober 2007:
16:30 – 16:45 Rita Kupetz & Christiane Lütge: Einleitung, Vorstellung der Ergebnisse des Fragebogens, der im Frühsommer 2007 an die AG-TeilnehmerInnen verschickt worden ist
16:45 – 17:00 Michael Byram: Impulsreferat (zur Situation in Großbritannien)
17:00 – 17:30 Barbara Hinger: Das Innsbrucker Modell der Fremdsprachendidaktik - IMoF
17:30 – 17:45 Bernd Rüschoff: Impulsreferat (Lehrerbildung im Umbruch)
17:45 – 18:00 Diskussionsbeiträge aus dem Plenum: Positiva/Negativa der Veränderungen in der Lehrerbildung


Freitag, 5. Oktober 2007:
16:30 – 16:45 Doris Teske: Das Leipziger Modell (Kurzvorstellung)
16:45 – 17:00 Brigita Kosevski Puljic: Die Reform der Lehrerbildung vom Aspekt der Theorie-Praxis-Verzahnung
17:00 – 17:20 Isabel Martin; Andreas Eul & Heike Bäcker: Fremdsprachliche Bildung für Grundschullehramtsstudierende in den neuen BA-/MA-Studiengängen in Koblenz, Rheinland-Pfalz
17:20 – 17:40 Laurenz Volkmann: Das Jenaer Modell der Lehrerbildung – eine Lösung der Theorie-Praxis-Problematik bei der Lehramtsausbildung?
17:40 – 18:00 Rita Kupetz & Christiane Lütge: Zusammenfassung, offene Fragen, Perspektiven


 AG 9

 

 

METHODENKOMBINATION: MÖGLICHKEITEN UND GRENZEN DER ZUSAMMENFÜHRUNG QUALITATIVER UND QUANTITATIVER VERFAHREN IN DER EMPIRISCHEN FREMDSPRACHENFORSCHUNG

 

(Michael Schart und Johannes Eckerth)

 

 

 

Nach einer Epoche heftiger, teilweise ideologisch eingefärbter Diskussionen über die Angemessenheit qualitativer und quantitativer Verfahren in der Fremdsprachenforschung wird dieser methodologische Disput inzwischen sehr viel nüchterner geführt. Zunehmend setzt sich die Erkenntnis durch, dass die Frage nach der Angemessenheit eines methodologischen Vorgehens nur im Lichte der jeweiligen Fragestellung innerhalb eines konkreten Forschungsprojektes entschieden werden kann. Weil jede Methode zu einer je eigenen Perspektive auf den Forschungsgegenstand führt, greift die Dichotomie 'qualitativ' vs. 'quantitativ' zu kurz. Stattdessen sollten hinsichtlich der inhaltlichen Aspekte Datenform und Datenqualität sowie der prozeduralen Aspekte Datenerhebung, Datenauswertung und Datenintertpretation genauer unterschieden werden.

Eine solchermaßen differenzierte Betrachtung schafft die Voraussetzungen dafür, innerhalb eines Forschungsdesigns quantitative und qualitative Daten und Verfahren zusammenzuführen. Wie diese Verknüpfung gestaltet werden kann und welche Möglichkeiten oder spezifischen Probleme sich aus ihr ergeben, ist das zentrale Thema der Arbeitsgruppe. Anhand laufender und abgeschlossener Forschungsprojekte werden die Potentiale und Schwierigkeiten der Daten- und Methodentriangulation erörtert. Die Beitragenden werden das Zusammenwirken qualitativer und quantitativer Verfahren unter den Aspekten 'Fragestellung - Forschungsdesign - Instrumente - Daten - Ergebnisse - Interpretationen – methodologische Schlussfolgerungen ' diskutieren.

Da die Arbeitsgruppe auch und gerade problematische Aspekte der Daten- und Methodenzusammenführung thematisieren möchte, sind ausdrücklich Studien willkommen, bei denen die angestrebten Ziele nicht oder nur teilweise erreicht werden konnten.

 

 

Kontakt:

 

 

Michael Schart, Ph.D.
Associate Professor

Keio University Tokyo
Faculty of Law/ German Area Studies
Hiyoshi 4-1-1
Yokohama
223-8521

m.schart@gmx.net

 

Johannes Eckerth, Ph.D.
Assistant Professor of Applied Linguistics

Portland State University

Department of Applied Linguistics

PO Box 751 
Portland, OR  97207

eckerthj@pdx.edu

 

 

Veranstaltungsort:
Haus G, Erdgeschoss, Raum G 26


In der AG 9 „Methodenkombination: Möglichkeiten und Grenzen der Zusammenfüh-rung qualitativer und quantitativer Verfahren in der empirischen Fremdsprachenfor-schung“ werden u.a. auch zwei Posterpräsentationen (siehe auch S. 242 ff.) vorgestellt:

Zeitlicher Ablauf der Arbeitsgruppe 9

Donnerstag, 4. Oktober 2007:

16:30 – 16:40 Michael Schart & Johannes Eckerth: Einführung in die Arbeit der AG
16:40 – 17:00 Sabine Hoffmann: Motivation beim Erlernen der Tertiärsprache Deutsch
17:00 – 17:20 Makiko Hoshii: Entwicklung der Lernersprache und des Kommunka-tionsverhaltens japanischer Deutschlernender in
Kleingruppenunterricht
17:20 – 17:40 Silvia G. Pesce: Quantifizierung von qualitativen Daten, geht das? Ein Versuch anhand von Prozessdaten des Spanischen als Fremdsprache
17:40 – 18:00 Diskussion


Freitag, 5. Oktober 2007:

16:30 – 16:50 Katja Schmidt: Potentiale und Probleme der Methodentriangulation bei der Erforschung fachsprachlicher Diskurskompetenz im bilingualen Sachfachunterricht
16:50 – 17:10 Gabriela Marques: Interaktives Online-Fremdsprachenlernen mit interkulturellem Fokus
17:10 – 17:30 Alexander Fefilow: Von kommunikativ bedingten Kognitien zum verbalen Ausdruck
17:30 – 18:00 Abschlussdiskussion

AG 10

 

 

FORMELLE UND INFORMELLE SPRACHTESTS

 

(Maike Engelhardt und Markus Kötter)

 

 

 

Das Messen von Sprachkompetenzen kann theoretisch mit einer nahezu unerschöpflichen Fülle von Instrumenten durchgeführt werden. Praktisch gesehen wird diese Vielfalt jedoch u.a. durch folgende Parameter begrenzt:

 

·         Anlass und Ziel (Jahrgangsstufentest, Abschlussprofil, Übergangsprofil, Zentralabitur, Placement Test, Fremdsprachenzertifizierung im beruflichen Umfeld...);

·         Testsituation (standardisierte, formelle vs. informelle Verfahren);

·         Folgen des Tests (high stakes vs. low stakes testing);

·         die spezifische Kompetenz, die gemessen werden soll (syntaktisch, lexikalisch, pragmatisch, interkulturell) und der Grad ihrer Ausprägung (emergent, fossilisiert);

·         das Niveau, auf dem operiert wird (früher (Fremd)sprachenunterricht, Sekundarstufe, tertiärer Sektor einschl. Fremdsprachenzertifikate und Lehrer(aus)bildung);

·         die Vertrautheit von Tester und Proband mit dem gewählten Verfahren;

·         Testerstellung und -durchführung

 

Ziel dieser AG ist es, der Frage nachzugehen, welche spezifischen Implikationen sich aus diesen Parametern für ausgewählte konkrete Situationen ergeben (z.B. Übergangsempfehlungen der Grundschullehrkräfte, Portfolios, der Umgang mit (Bildungs-) Standards, die Validität des Zentralabiturs, Placement-Tests an Hochschulen, etc.), und wie praktisch damit umgegangen werden kann.

 

Eingeladen zur Teilnahme an dieser AG sind zum einen WissenschaftlerInnen, die sich aktuell selbst (z.B. im Rahmen einer wissenschaftlichen Arbeit) mit diesem Problemfeld auseinandersetzen und aus ihrer und über ihre Arbeit berichten möchten, zum anderen erfahrene Testersteller und -durchführer aus allen oben erwähnten Kontexten, die an einem Erfahrungsaustausch über Hürden, Grenzen und Ziele formeller und informeller Sprachtests interessiert sind.

 

Am Ende der AG soll eine Sammlung erprobter Testverfahren entstehen, die in ihrem entsprechenden Umfeld als erfolgreich zu bezeichnen sind, und damit als Beispiele für die Entwicklung und Durchführung neuer Tests dienen können.

 

Kontakt:

           

MEngelhardt@lmu.de

 

kotterm@uni-muenster.de

 

Veranstaltungsort:
Haus C, Erdgeschoss, Raum C 27

 

AG 11

 

 

FUNKTION UND ZUKUNFT VON LEHRWERKEN FÜR DEN FREMDSPRACHENUNTERRICHT

 

(Otfried Börner und Christoph Edelhoff)

 

 

Der Radius dieser AG umfasst die Bereiche Schule (Grundschule, Schulformen der Sekundarstufe I und II; berufliche Schulen) und Erwachsenenbildung.
Sie berücksichtigt die Sprachen Englisch, Französisch und DaF.

Adressaten sind: Fachdidaktiker, Lehrwerkforscher, Lehrwerknutzer, Lehrwerkgutachter, Genehmigungsbehörden, Lehrwerkmacher (Autoren, Berater, Verlagsredakteure).

Ziel dieser AG ist eine Standortbestimmung von Funktionen und Wirkweisen von Lehrwerken (Lehr-/Lernmaterialien) in der gewordenen, gegenwärtigen und zukünftigen Dimension, unter Berücksichtigung sowohl des unterrichtsleitenden, lernerbezogenen, lehrerbildenden als auch des materiellen/medialen und zukunftsorientierten Aspekts. Dabei darf weder die faktisch herrschende Rolle als konkretes Curriculum noch ihre Veränderung durch gesellschaftliche, national-internationale und mediale Entwicklung außer Acht gelassen werden.

Im ersten Block der AG sollen folgende Aspekte erörtert werden:
1. Bestandsaufnahme, 2. Funktion von Lehrwerken, 3. das Verhältnis von Vorgaben zu Lehrwerken, 4. alte und neue Formate, 5. Funktion und Rolle von Lehrwerkerstellung.

Im zweiten Block der AG ist ein Streitgespräch zwischen Vertretern unterschiedlicher Interessengruppen geplant.

Kontakt:

 

Dr. phil. h.c. Christoph Edelhoff, StD a.D., Vorsitzender

THE ENGLISH ACADEMY

beim Bildungshaus Schulbuchverlage Westermann

Schroedel Diesterweg Schöningh Winklers GmbH

Wilh.-Vesper-Str. 27

D-34393 Grebenstein

Tel. 05674 6423

Fax: 05674 6430

Mail: edelhoff@the-english-academy.de

Veranstaltungsort:
Haus G, Erdgeschoss, Raum G 25



[1] Edelhoff, Ch. 1999. „Lehrwerke und Autonomie“, in: Edelhoff, Ch., Weskamp, R.  (Hrsg.): Autonomes Fremdsprachenlernen. Ismaning: Hueber (= Forum Sprache), S. 63-78.

 

AG 12

 

 

LITERATURUNTERRICHT, KOMPETENZEN UND BILDUNG
(Fortsetzung der Sektion 3)

 

(Lothar Bredella, Britta Freitag, Wolfgang Hallet)

 

 


Der Fremdsprachenunterricht will Schülerinnen und Schüler auf die sprachliche Be-wältigung zukünftiger Lebenssituationen vorbereiten. Das ist eine legitime Begrün-dung für die Bedeutung des Fremdsprachenunterrichts, aber sie steht in Gefahr, diesen und den mit ihm verbundenen Bildungsauftrag erheblich zu verkürzen. Bedenklich ist ein solcher Ansatz auch deshalb, weil er verhindert, dass literarische Texte einen ori-ginären Platz im Fremdsprachenunterricht erhalten, obwohl sie aus unterschiedlichen Gründen gerade für den Fremdsprachenunterricht wichtig sind. Sie sind in erhebli-chem Maße am Erwerb von Kompetenzen im Lesen, Sprechen und Schreiben beteiligt, fördern die kognitiven, affektiven, evaluativen Fähigkeiten der Lernenden und regen zur Reflexion über Verstehensprozesse und zum interkulturellen Verstehen an. Der Fremdsprachenunterricht darf sich daher nicht nur an den weitgehend ritualisierten Alltagserfahrungen, wie nach dem Weg fragen und eine Speisekarte lesen, orientieren, sondern muss auch literarische Texte, die außergewöhnliche und existenziell bedeut-same Erfahrungen darstellen, berücksichtigen. Wir bitten daher um Beiträge, die auf-zeigen, was im Umgang mit literarischen Texten im Unterricht geleistet werden kann.
Wir haben ferner die Begriffe Kompetenz und Bildung in den Titel unserer Sektion gesetzt, um auf eine Spannung in der gegenwärtigen Bildungspolitik hinzuweisen, in der der Begriff der Kompetenz den der Bildung verdrängen könnte. Da wir glauben, dass für den Literaturunterricht sowohl der Begriff der Kompetenz als auch der der Bildung wichtig sind, wollen wir das Verhältnis der beiden Begriffe beim Umgang mit literarischen Texten klären.


Kontakt:
Lothar.Bredella@anglistik.uni-giessen.de
Britta.N.Freitag@anglistik.uni-giessen.de
Wolfgang.Hallet@anglistik.uni-giessen.de

Veranstaltungsort:
Haus G, Erdgeschoss, Raum G 27/28


Zeitlicher Ablauf der Arbeitsgruppe 12:

Donnerstag, 4. Oktober 2007:
16:30 – 17:00 Jan Hollm: Literaturdidaktik im Englischunterricht der Sekundarstufe I im Spannungsfeld von Bildung und Kompetenzerwerb
17:00 – 17:30 Anke Stöver-Blahak: Besser sprechen durch 'Loreley' und 'Mondnacht'. Ein neuer Weg zur Verbesserung der Mündlichen Kommunikationsfähigkeit von ausländischen Studierenden
17:30 – 18:00 Maria Eisenmann: Hörverstehen am Beispiel der radio plays The War of The Worlds von Orson Welles


Freitag, 5. Oktober 2007:
16:30 – 17:00 Janice Bland: What are little boys made of? What are little girls made of? Can children learn to trust and enjoy their own interpretive response?
17:00 – 17:30 Julia Spethmann: Schule und Bildung in den Harry Potter-Romanen – ein Thema für den Fremdsprachenunterricht
17:30 – 18:00 Christian Minuth: Unglückliche Kindheit als literarisches Thema und möglicher Unterrichtgegenstand im Französischunterricht

AG 13

 

 

NACHWUCHS FREMDSPRACHENFORSCHUNG
(Fortsetzung der Sektion 3)

 

(Frances Ann Kimes & Torben Schmidt )

 

 

Die AG „Nachwuchs Fremdsprachenforschung“ stellt eine Verknüpfung mit der vierten Arbeitstagung für den wissenschaftlichen Nachwuchs dar und dient als Diskussionsforum für diejenigen Nachwuchswissenschaftler, die ihre Projekte im Rahmen einer Posterpräsentation vorgestellt haben und diese zusätzlich mit anderen Nachwuchswissenschaftlern und Kollegen diskutieren möchten.


Kontakt:
Frances.A.Kimes@anglistik.uni-giessen.de
mail@torbenschmidt.de

Veranstaltungsort:
Haus C, Erdgeschoss, Raum C 29


Zeitlicher Ablauf der Arbeitsgruppe 13:

Donnerstag, 4. Oktober 2007:
16:30 – 16:50 Marja Köhl: “still not received” oder “typisch Newbie!!” – Beschwerdeverhalten im elektronischen Sprachgebrauch
16:50 – 17:10 Eva Platten: Internetgestützte Schreibprozesse im Bereich Deutsch als Fremdsprache: Gemeinsames Schreiben und Lernen im Wiki-Web
17:10 – 17:30 Carola Hecke: Der Einsatz von Bildern im Fremdsprachenunterricht
17:30 – 17:50 Kristina Peuschel: Audioproduktionen in der Fremdsprache Deutsch: sprachliche Produkte und Sprachlernprozesse in Radiopro-jekten erwachsener DaF/DaZ-Lernender


Freitag, 5. Oktober 2007:
16:30 – 16:50 Gesa Franziska Meyer: Kooperatives Lehren Lernen: Ein Training für Fremdsprachenlehrer
16:50 – 17:10 Anke Wiesmann: Fremdverstehen durch Literatur
17:10 – 17:30 Michael Müller: Möglichkeiten zur Vermittlung interkultureller Kompetenzen im bilingualen Unterricht mittels unterschiedlicher Aufgabenvarianten
17:30 – 17:50 Frank-Ulrich Nädler: Sprachlernbewusstheit – Rekonstruktionen zum individuellen fremdsprachlichen Lernen

 

Suche
Anmeldung
English Pages
Abstracts Französisch
Druckversion
400 Jahre-Logo


sponsored by:

Klett Verlag

Diesterweg Verlag

Friedrich Verlage

Justus-Liebig-Universität Gießen, Ludwigstraße 23, 35390 Gießen
Telefon: +49 641 99 0; Fax: +49 641 99 12259, Pressestelle, Impressum
Infos, Korrekturen und Anregungen bitte an: webmaster@hrz.uni-giessen.de
Konzeption + Realisierung: HRZ

[<]    [.]    [^]    [>]

Letzte Änderung am 11.09.2007 von SG


[.] [..]