Mobbing am Arbeitsplatz - das ist mehr als schlechtes Betriebsklima, schlimmer als gelegentlich ungerechte Wir möchten mit diesem Artikel vor allem Mobbing-Betroffene erreichen, ihnen helfen, einen Weg aus ihrer Wir appellieren auch an die Kolleginnen und Kollegen, Mobbing-Betroffene tatkräftig zu unterstützen, sich aber Wir wollen Mut machen, nicht vor diesem riesigen
Problemdruck zu verzagen, sondern am Arbeitsplatz für ein solidarisches Miteinander einzutreten. Jede und jeder einzelne kann hierzu beitragen. |
In den letzten Jahren hat der Mobbing-Begriff eine starke Verbreitung in unserer Alltagssprache erfahren. Er ist Der Begriff Mobbing leitet sich aus dem englischen Wort "Mob" ab und bedeutet so viel wie
"zusammengerotteter Pöbel (haufen)" oder "lärmend über jemanden herfallen, anpöbeln, angreifen, attackieren". Er wird vor allem dazu verwendet, um ein Phänomen zu beschreiben, das durch den
schwedischen Arzt und Psychologen Heinz Leymann in den letzten sieben Jahren starkes öffentliches Interesse erfahren hat.
Mobbing ist ein neuer Begriff für ein altes "Übel". Ursprünglich wurde er von dem Verhaltensforscher Mittlerweile ist damit
"Psychoterror am Arbeitsplatz" gemeint. Das bedeutet nicht, daß die im folgenden beschriebenen Handlungen auf das Arbeitsleben beschränkt sind.
Mobbing kann immer auftreten, wo Menschen über längere Zeit (Monate und Jahre) in Gruppen Zu Psychoterror am Arbeitsplatz fallen vielen sicherlich spontan eine ganze Reihe von Begriffen ein. Wie zum Der gemeinsame Nenner dieser Begriffe ist, daß es sich um Verhaltensweisen handelt, bei denen eine - oder Um den Begriff Mobbing von den anderen Begriffen abzugrenzen, beziehen wir uns auf die Definition des "Der Begriff Mobbing beschreibt schikanöses Handeln einer oder mehrerer Personen, das gegen eine Die schikanösen Handlungen werden meistens über einen längeren Zeitraum hin wiederholt. Sie implizieren grundsätzlich die Täter-Absicht, das (die) Opfer bzw. sein (ihr) Ansehen zu schädigen und
gegebenenfalls aus seiner (ihrer) Position zu vertreiben. Aber auch ohne Schikaneabsicht des Täters können dessen 'normale' Handlungen von sensiblen Personen mißverstanden und als Mobbing empfunden werden." Auch Angehörige bestimmter Gruppen können Opfer von Mobbing-Handlungen sein. Die Parole "Ausländer raus" ist ein typisches Beispiel dafür. An späterer Stelle wird Mobbing gegen Wichtig ist, daß Mobbing keineeinmalige
Handlung ist, sondern das die gleichen oder auch unterschiedliche Handlungen sich über einen längeren Zeitraum wiederholen.
Der Mobbingexperte Professor Heinz Leymann spricht dann von Mobbing, wenn eine oder mehrere von 45 |
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Angriffe auf die Möglichkeit, sich mitzuteilen: |
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oDer/die Vorgesetzte schränkt die Möglichkeit ein, sich zu äußern |
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Angriffe auf soziale Beziehungen: |
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oMan spricht nicht mehr mit dem/der Betroffenen |
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Angriffe auf das soziale Ansehen: |
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oEswird schlecht über die Betroffenen gesprochen |
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Angriffe auf die Qualität der Berufs- und Lebenssituation: |
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oEs werden keineArbeitsaufgaben zugewiesen |
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Angriffe auf die Gesundheit: |
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oZwang zu gesundheitsschädlichen Arbeiten |
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Zur Verbreitung von Mobbing in der Arbeitswelt gibt es sehr unterschiedliche Untersuchungsergebnisse. Mobbing kann überall vorkommen, in der Werkstatt, im Labor und im Büro. In Angestelltenberufen wird
Die Betroffenen sind durchschnittlich fünfzehn Monate dem Psychoterror am Arbeitsplatz ausgesetzt. |
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Das deutsche Rechtssystem enthält keine ausdrücklichen Hinweise darauf, daß Mobbing strafbar ist oder die Betroffenen zivilrechtliche Schritte in die Wege leiten können. Jeder Mensch
hat jedoch im Grundgesetz verankerte Rechte, die bei genauerem Hinsehen auch als Schutz vor Mobbing gesehen werden können. Besonders hervorzuheben sind folgende Artikel im Grundgesetz: Artikel 1 Artikel 2 (2) Jeder hat das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit. Die Freiheit der Person ist unverletzlich.
(...) Artikel 3 (2) Männer und Frauen sind gleichberechtigt. (3) Niemand darf wegen seines Geschlechts, seiner Abstammung, seiner
Rasse, seiner Sprache, seiner Heimat und Herkunft, seines Glaubens, seiner religiösen oder politischen Anschauungen benachteiligt oder bevorzugt werden. Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. (...) Damit den Betroffenen diese Grundrechte auch in der Praxis zugute kommen, ist es notwendig, daß sie sich selbst oder mit Hilfe des Personalrates und/oder eines Rechtsanwaltes an die Strafverfolgungsbehörden wenden. Bei
Die im Anhang beigefügte Tabelle listet eine Reihe von Tatbeständen aus dem Strafgesetzbuch auf, die Auch das hessische Personalvertretungsgesetz enthält neben Mitwirkungs- und Mitbestimmungsrechten des Personalsrats eine Reihe von Schutzrechten, die den gemobbten Kollegen und Kolleginnen
eine rechtliche |
Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz ist mittlerweile in den Industriestaaten als ernstzunehmendes Problem Monika Holzbecher und ihre Mitautorinnen (Studie des Bundesministeriums für Jugend, Familie,
Frauen und Gesundheit, 1990) definieren: "Sexuelle Belästigung kann also nur in Bezug auf die Auswirkungen definiert werden, die der jeweilige Übergriff auf die betroffene Frau und die Arbeitsatmosphäre unter
den übrigen Beschäftigten hat. Verhaltensweisen, die als belästigend empfunden werden, enthalten vier wesentliche Komponenten:
- Das Bedürfnis der Frau nach Distanz und Selbstbestimmung im Berufsalltag wird übergangen. - Sexistisches Verhalten zwingt die Frau in eine unterlegene Position, die sie als herabwürdigend und verletzend empfindet. - Der Betroffenen stehen oft keine Verhaltensmuster zur Verfügung, mit denen sie adäquat und zufriedenstellend reagieren kann.
- Aus der Belästigungssituation kann sich eine Betroffene häufig nicht befreien, ohne negative
Wenn Frauen so etwas erleben, ist es für sie sehr belastend. Untersuchungen zeigen, daß fast jede zweite Frau an
Dabei sind einmalige sexuelle Belästigungen oder Übergriffe eher die Ausnahme, oft werden die Betroffenen Durch eine klare Haltung des Arbeitgebers, sexuelle Belästigung im Betrieb nicht zu dulden (z. B. durch eine Betriebsvereinbarung) kann sie geächtet und geahndet werden. Dies verhindert
auch, daß die betroffenen Frauen
Auch Männer sind in Einzelfällen sexueller Belästigung am Arbeitsplatz ausgesetzt. |
Am Anfang eines typischen Mobbing-Verlaufs steht immer ein Konflikt. Im Berufsalltag sind Konflikte, wie auch im Privatleben, an der Tagesordnung.
Es handelt sich dabei meistens um Probleme, deren Lösung innerhalb der Bewältigungsmöglichkeiten aller Plötzlich geht es nicht mehr darum, inhaltliche Differenzen zu beheben, sondern in der Person des anderen die
Nun befindet sich der (zugespitzte) Konflikt auf einem sehr schmalen Grat, von dem er leicht in den typischen Mobbing-Verlauf abrutschen kann. Was mit einfachen Streitereien oder mit Unverschämtheiten gegen die
Betroffenen begann, wird zunehmend systematischer. Anfangs ist die betroffene Person durchaus gleichstark oder sogar noch überlegen. Im Verlauf des Aus einer Auseinandersetzung mit anfänglich wenigen Beteiligten entsteht eine Situation, in der ganze
Um den "Normalzustand" wiederherzustellen wird so lange gegen den Kollegen oder die Kollegin vorgegangen, Das folgende Verlaufsmodell eines Mobbing-Prozesses von Prof. Leymann unterscheidet vier Phasen: |
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Die Gemobbten erleben die ungerechtfertigten Beschuldigungen ihrer Arbeitsumwelt als massive Kränkungen Die psychosomatischen Beschwerden haben stark zugenommen und sind nun behandlungsbedürftig. Erste krankheitsbedingte
Fehlzeiten treten auf. Nach Erreichen der viertenPhase hat sich die Situation dramatisch zugespitzt. Die betroffene Person ist den beruflichen und sozialen Anforderungen nicht mehr gewachsen. Eine
Weiterbeschäftigung am derzeitigen Arbeitsplatz ist oft auch bei objektiver Betrachtung nicht mehr möglich. Viele Schwächen, die bisher nur unterstellt wurden, sind mittlerweile als Folge der Mobbing-Attacken tatsächlich zu
beobachten. Spätestens jetzt muß sich der Arbeitgeber mit der gemobbten Person auseinandersetzen. Die Frage, ob sie unverschuldet oder durch eigenes Verschulden in ihre mißliche Lage kam, wird an dieser
In ihrer völligen Verzweiflung und der Angst vor Verlust ihrer wirtschaftlichen Existenz kommt es teilweise zu Als letzten Strohhalm suchen die Betroffenen in dieser Spätphase professionelle Hilfe (Personalrat, Mobbing-Beratungs-Stellen, Rechtsanwälte, Fachärzte und Psychologen).
Die gesundheitliche Verfassung der Betroffenen hat sich rapide verschlechtert. Viele der akuten psycho- Es kommt häufig zu Selbsttötungsgedanken und teilweise auch zu
-versuchen. Die Angst vor dem Arbeitsplatz, den Kolleginnen und Kollegen und Vorgesetzten weitet sich zu einem allgemeinen Angstzustand aus.
Andauernde Persönlichkeitsveränderungen und eine lebenslange Behandlung mit Psychopharmaka können so das |
Es findet unter Kollegen und Kolleginnen statt, geht von Vorgesetzten gegen Untergebene - teilweise gemeinsam Die Mobber und Mobberinnen sind im einzelnen: |
- zu 44 % Kollegen / Kolleginnen |
Führungskräfte sind maßgeblich am Mobbinggeschehen beteiligt.
37 % aller bekannt gewordenen Mobbingfälle sind durch Vorgesetzte verursacht worden und in 10 % aller Fälle Erfahrungen von Praktikern aus
der Mobbingberatung gehen sogar von einer viel höheren Beteiligungsrate der Vorgesetzten aus (bis zu 80 %). Was sind die Gründe, daß Vorgesetzte einerseits ihre Fürsorgepflicht gegenüber den Mitarbeitern und
Ein Erklärungsansatz geht davon aus, daß Mobbing ein Fehlverständnis von Führungsverhalten zugrunde liegt. Das Herausgreifen von Untergebenen
für Mobbinghandlungen kann auch eine Möglichkeit sein, um eigene Unzulänglichkeiten zu kaschieren. Der/die Gemobbte fungiert dann als Sündenbock.
Auch das direkte Weitergeben von "Druck von oben" wird von Vorgesetzten angewendet, um eigene
Häufig sind Ängste ein zentrales Motiv, wenn Vorgesetzte typische Mobbinghandlungen als Notlösung einsetzen, Berndt Zuschlag hat aus seiner
intensiven Auseinandersetzung mit der Mobbing-Problematik folgende möglichen Ängste von Führungskräften in Bezug auf Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen herausgefunden: Wenn Mobbing von oben nach unten erfolgt, dann sollte nicht nur der Schaden gesehen werden, der dem Für viele Beteiligte ist es ein Tabu, offen in Erwägung zu ziehen, daß Mobbing auch als personalwirtschaftliches Instrument zum Personalabbau
eingesetzt werden kann. Ist ein/e Mitarbeiter/in lange genug dem Psychoterror am Arbeitsplatz ausgesetzt und weiß sich innerbetrieblich |
Mobbing unter Kollegen und Kolleginnen ist die häufigste Form von Feindseligkeiten am Arbeitsplatz (44 %). Es lassen sich meistens drei verschiedene Varianten beobachten: |
1. Einzelne Kollegen und Kolleginnen gegeneinander |
2. Gruppen von Kollegen und Kolleginnen gegeneinander |
3. Eine Gruppe von Kollegen und Kolleginnen gegen eine/n einzelnen Kollegen oder Kollegin |
Aus wissenschaftlichen Untersuchungen geht hervor, daß ein Drittel der Befragten lediglich von einer Person gemobbt wurden. Etwa 40 % der Gemobbten wurden von zwei bis
vier Kollegen und Kolleginnen schikaniert und 27 % von vier und mehr Personen. Das zeigt, daß die Betroffenen sich in der Mehrzahl der Fälle gegen eine "Übermacht" von Angreifern und Angreiferinnen zur Wehr
setzen müssen. Aber auch die Mobbing-Handlungen einzelner werden von den Gemobbten häufig als Ausgeliefertsein empfunden, da die anderen Kollegen und Kolleginnen die Ereignisse (schweigend) mittragen.
Durch ihre Passivität werden sie zu "Möglichmachern". Der Mobber oder die Mobberin erleben den ausbleibenden Protest als Ermunterung weiterzumachen. Die Motive der Kollegen und Kolleginnen, einzelne aus ihrer
Mitte auszugrenzen, müssen auch unter besonderer Berücksichtigung der derzeitigen Arbeitsmarktsituation gesehen werden. Bei mehr als vier Millionen Arbeitslosen (befristete Stellen und ABM-Maßnahmen sind darin noch nicht enthalten)
ist für viele die Erhaltung des eigenen Arbeitsplatzes wie ein täglicher Überlebenskampf. Daraus entstehen Ängste und Verhaltensweisen, die sich teilweise unbegründet gegen die Kollegen und Kolleginnen richten.
Die folgenden Mobbingmotive lassen sich als Existenzsicherungsmaßnahmen interpretieren:
Besonders wenn mehrere Kollegen und Kolleginnen oder sogar die ganze Abteilung einen einzelnen mobben, sollte man überlegen, welche Funktion dies für die Gruppe der Mobber und Mobberinnen hat. Es ist eine alte
politische Technik, durch die Schaffung und anschließende Bekämpfung eines äußeren Feindes scheinbar eine innere Befriedung zu erreichen. Übertragen auf Arbeitsgruppen bedeutet das, daß soziale Spannungen vorliegen und
der/die Gemobbte durch Ausgrenzung zum "äußeren Feind" abgestempelt wird. Er/sie erfüllt eine Stabilisierungsfunktion für die Gruppe. Die innere Harmonie der Arbeitsgruppe bleibt anscheinend gewahrt. Somit
sind die Betroffenen lediglich "Symptomträger", nicht aber Ursache dieser Spannungen. Das bedeutet auch, daß Hilfsangebote, die ausschließlich auf die Betroffenen abzielen, versagen. Denn eine Stärkung und
Wiedereingliederung des/der Gemobbten führt dazu, daß die Gruppe ein neues Feindbild braucht. Mobbing unter Kollegen und Kolleginnen dient dann dazu, die betroffene Person als Ersatzobjekt für die eigentlich gemeinten
Vorgesetzten zu nutzen oder als Entlastungsventil für Aggressionen. Die wahren Auslöser der Aggressionen sind in diesem Falle Unzulänglichkeiten oder Ungerechtigkeiten in den Arbeitsbedingungen
(z. B. ständige Unterbesetzung der Abteilung, veraltete Ausstattung der Arbeitsplätze usw.), den Personalentscheidungen (z. B. externe Bewerber werden bei Aufstiegschancen innerhalb der Abteilung häufig erfahrenen internen vorgezogen) oder der Bezahlung (z. B. keine Gehaltserhöhungen seit Jahren).
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Platz 1 Hinter dem Rücken wird schlecht über jemanden gesprochen |
Was sind die Merkmale von Randgruppen und Minderheiten am Arbeitsplatz? Allen gemeinsam ist, daß sie anders sind als die Mehrheit der Arbeitsgruppe. Dieses Anderssein kann
beispielsweise äußerlich erkennbar sein. Es kann auch an der Sprache festgemacht werden. Wenn die Kollegen und Kolleginnen einen bestimmten Dialekt sprechen und der oder die Neue einen anderen oder sogar Hochdeutsch
spricht, kann das schon die Weichen für späteres Mobbing stellen. Auch die allen bekannte religiöse oder politische Einstellung, bzw. reale oder vermutete sexuelle Neigung (z. B. Homosexualität) kann dazu führen, daß
jemand ausgegrenzt wird. Berndt Zuschlag hat eine Reihe von Merkmalen zusammengetragen, die zur Ausgrenzung im Alltag herangezogen werden. Einige sollen an dieser Stelle wiedergegeben werden, um deren Vielfalt und
Beliebigkeit aufzuzeigen. Sie sind erschreckend und sollten jeden nachdenklich stimmen. Irgend ein Merkmal hat jeder von uns, das am derzeitigen Arbeitsplatz wie eine Zeitbombe tickt und bei Bekanntwerden in einer
harmlosen Auseinandersetzung mit Kollegen und Kolleginnen zur Abwertung herangezogen werden kann. Merkmale von Kollegen und Kolleginnen die zur Ausgrenzung herangezogen werden können:
- Menschen mit ansteckenden Krankheiten (z. B. HIV-Infizierte) Allerdings wird nicht jede Person automatisch zum Gemobbten, wenn sie eines der genannten Merkmale (die Liste läßt sich selbstverständlich verlängern) aufweist. Erst die
Arbeitsbedingungen in der Gruppe und die Bereitschaft eines einzelnen oder mehrerer zu Mobbing-Handlungen setzen den Prozeß der Ausgrenzung und Abwertung in Gang.
Weshalb werden bevorzugt Angehörige von Randgruppen und Minderheiten an ihren Arbeitsplätzen gemobbt? Aus der Sozialpsychologie ist bekannt, daß die Zugehörigkeit zu einer Gruppe und deren Zusammenhalt für das
Selbstwertgefühl von Menschen sehr wichtig ist. Daraus ergeben sich mehrere Prinzipien des Miteinanders.
Jede Gruppe achtet darauf, daß abweichende Meinungen und Haltungen nur in enggefaßten Grenzen vorkommen. Wenn dies nicht möglich ist, wird der oder die Andersdenkende über kurz oder lang herausgeekelt. Ein weiteres Prinzip
ist die Notwendigkeit einer eindeutigen Rang- und Hackordnung, durch die Aggressionen in der Gruppe reguliert und kanalisiert werden. Am besten eignet sich dafür jene Person, die sich am eindeutigsten von der Mehrheit der Gruppe unterscheidet.
Drittens braucht jede Gruppe zur Festigung des Zusammenhalts einen gemeinsamen Gegner, gegen den man kämpft (oder den man mobbt!). Das vierte Prinzip
des Gruppenverhaltens besagt, wenn sich die Gruppe von innen oder außen bedroht fühlt (z. B. durch Massenarbeitslosigkeit) und je größer die dabei entstehende Angst ist (vor Verlust der Arbeit), um so extremer und rücksichtsloser geht die Gruppe gegen das Andere, das Fremde inner- und außerhalb der Gruppe vor.
So hat Professor Leymann beobachtet, daß Behinderte fünfmal häufiger von Mobbing betroffen sind als nichtbehinderte Kollegen und Kolleginnen. Sicherlich wird sich jeder aus eigenen Erfahrungen im
Berufsleben an Situationen erinnern, die nach den beschriebenen Gruppenprinzipien abliefen und weiterhin ablaufen. |
Die über Monate und Jahre andauernden Feindseligkeiten der Mobber und Mobberinnen führen bei den Gemobbten zu verschiedenen gesundheitlichen Beschwerden. Aus der Streßforschung
ist seit langem bekannt, daß Belastungsfaktoren, sogenannte Stressoren (Beispiele in der Tabelle), denen der Mensch über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist, zu starken körperlichen und seelischen Streßreaktionen führen.
Besonders die Zahl der psychosomatischen Beschwerden hat aufgrund von Dauerstreß in den letzten Jahrzehnten stark zugenommen. Mobbing ist in diesem Zusammenhang ein bedeutender Belastungsfaktor, der zusätzlich neben
den anderen täglichen Belastungen das berühmte "Faß zum Überlaufen" bringt. |
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(Quelle: Corazza, DaimleEst u.a.; Kursbuch Gesundheit, Köln, 1990) Möglicherweise lange
unbemerkt, kommt es dann zu weiteren gesundheitlichen Störungen und Beschwerden, die bei den Betroffenen schon in der Frühphase des Mobbing auftreten: - Schlafstörungen Professor Leymann stellte bei seinen Untersuchungen folgende Symptome bei den Betroffenen am häufigsten fest: Kopfschmerzen 51 % schnell reizbar 41 % |
Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben, daß es mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zu körperlichen Erkrankungen kommt, wenn verschiedene psychische Belastungen, wie Mobbing (gemeinsam/
überlappend) auftreten, die den Menschen in seinem Alltagsleben deutlich treffen. Es handelt sich dabei um Ereignisse, die zwar "normal" im Sinne der Häufigkeit des Auftretens sind, die aber den einzelnen
subjektiv außerordentlich beeinträchtigen können. Wie stark der Belastungswert der einzelnen äußeren Ereignisse ist, hängt entscheidend von der inneren subjektiven Bewertung ab. In der folgenden Tabelle
sind einige wichtige Ereignisse aufgeführt und ihr relativer Stellenwert angegeben, wie er vom Durchschnitt aller Betroffenen erlebt wird. Sie selbst sollen in diesem Test Ihre ganz persönliche Bewertung abgeben, die keinesfalls
mit der allgemeinen Einschätzung identisch sein muß. Sie bewerten bitte jedes Ereignis einzeln mit einem Punktwert zwischen 0 und 100. 100 Punkte
bedeuten dabei eine maximale, gerade noch aushaltbare Belastung. Die gesamte Punktzahl muß nicht zusammen
eine Summe von 100 ergeben. Sie können die einzelnen Punkte mehrmals vergeben, also zum Beispiel zweimal 70 Punkte usw. Fügen Sie noch zusätzliche Zeilen ein, in die Sie Ereignisse eintragen können, die für Sie
persönlich wichtig, aber nicht in dieser Aufzählung enthalten sind. |
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(Quelle: Holmes/Rahe, 1967) |
Als langfristige Folgen von Mobbing kann es neben den körperlichen bzw. psychosomatischen Beschwerden auch zu psychischen Beeinträchtigungen und Erkrankungen kommen.
Die häufigsten psychischen Beschwerden von Gemobbten: - Konzentrationsprobleme, Gedächtnisstörungen (Quelle: Berndt Zuschlag) Im Einzelfall reagiert jeder Mensch anders auf die gleiche psychische Belastung (siehe auch Streßtest).
Aus verschiedenen Untersuchungen ist mittlerweile bekannt, daß es durch Mobbing bei den Betroffenen häufig zu Angstzuständen kommt. Diese gelten anfangs nur der Konfrontation mit den Mobbern und Mobberinnen und können sich im Laufe
der Zeit zu generellen Angstzuständen ausweiten. Viele der Betroffenen ziehen sich in dieser Situation innerlich mehr und mehr zurück. Diese Selbstisolation und starke Selbstwertzweifel, über die Gemobbte oft
berichten, münden dann vielfach in eine Depression. Manchmal bäumen sie sich mit einer für Außenstehende fanatisch erscheinenden Rechthaberei gegen ihr Schicksal auf. Es kann dann passieren, daß die
allmählichen Persönlichkeitsveränderungen der Betroffenen als Anlaß genommen werden, sie als Querulanten und psychisch gestört abzustempeln. Die Selbstzweifel der Gemobbten werden dadurch noch verstärkt.
Selbsttötungsgedanken sind nicht selten die Folge. |
Angesichts von Gefühlen der Leere und Hoffnungslosigkeit und des zunehmenden Unvermögens, irgendwelche Freuden an kleinen Begebenheiten des Alltags zu erfahren, steigt die Bereitschaft der
Gemobbten, zu Suchtmitteln zu greifen. Dadurch wird das Leid für die Betroffenen kurzfristig erträglicher. Besonders häufig wird Alkohol als "Problemlöser" eingesetzt. Untersuchungen ergaben, daß
52 %
aller Berufstätigen gelegentlich Alkohol am Arbeitsplatz trinken (11 % sogar täglich oder fast täglich). 37 % der Befragten gaben als Grund für den Alkoholkonsum an, daß sie Alkohol am Arbeitsplatz zur Problembewältigung in Belastungssituationen verwenden.
Das heißt nicht, daß Mobbing die Hauptursache für die Entwicklung einer Alkoholabhängigkeit darstellt. Alkoholmißbrauch ist jedoch einer von mehreren ungeeigneten Bewältigungsversuchen, um mit zu hohen
psychischen Belastungen (wie Mobbing) am Arbeitsplatz fertigzuwerden. Auch Rauchen wird bei starkem Streß am Arbeitsplatz zur Bewältigung eingesetzt. 17 %
der Mitarbeiter bzw. Mitarbeiterinnen an gering belastenden, aber 25 % an hochbelastenden Arbeitsplätzen sind Raucher und Raucherinnen. Um die leistungsmindernden Folgen von Mobbing zu kompensieren, greifen
immer mehr Menschen zu Medikamenten. Insgesamt 1,4 Millionen Bundesbürger und Bundesbürgerinnen sind medikamentenabhängig. Vor allem zur Bekämpfung von Angstzuständen, Gefühlen der Niedergeschlagenheit und
Schlafstörungen verschreiben Ärzte Beruhigungsmittel und Schlafmittel. Besonders gefährlich sind dabei Medikamente, die Wirkstoffe aus der Gruppe der Benzodiazepine (z. B. Valium) enthalten. Allein von diesem Wirkstoff sind ca.
850.000 Menschen in Deutschland abhängig. Diese aufgezählten Süchte sind die häufigsten, die im Zusammenhang mit Mobbing eine Rolle spielen. Dies bedeutet jedoch nicht, daß bei anderen Formen von Suchtverhalten (z. B.
Eßsucht) Mobbing keine mitverursachenden Anteile haben kann. |
All die bisher aufgeführten Folgen von Mobbing für die Betroffenen wirken sich natürlich auch in der Familie, im Freundes- und Bekanntenkreis aus.
Die Existenzängste der Gemobbten übertragen sich oft auf den Ehepartner und die Kinder. Schulversagen der Kinder und körperliche bzw. seelische Symptome - wie bei den Betroffenen selbst - treten gehäuft in der Familie
auf. Die Gereiztheit und Aggressionsbereitschaft - schon bei geringfügigen Anlässen - überfordert auf Dauer meistens das private Umfeld. Freundschaften gehen zu Bruch. Soziale Aktivitäten außer Haus
bleiben wegen Antriebslosigkeit der Gemobbten, oder weil sie sich rechthaberisch mit allen überwerfen (z. B. in Vereinen), auf der Strecke. Am Ende stehen die Betroffenen teilweise völlig vereinsamt ohne Familie, Freunde und Arbeit
da. |
Die Rechnung für die systematischen Feindseligkeiten am Arbeitsplatz zahlen wir alle: Die Gemobbten, die Mobber und Mobberinnen, die zuschauenden Kollegen und Kolleginnen und
Vorgesetzten, der Arbeitgeber, die Gesellschaft. Der Preis, den die Betroffenen bezahlen müssen, wurde ausführlich dargestellt. Die Mobber und Mobberinnen gehen auch nicht als Gewinner aus den Ereignissen
hervor. Sie haben für die Zukunft den Ruf, bei Konflikten "über Leichen zu gehen". Das erzeugt in der Arbeitsgruppe eine Atmosphäre der Angst, wer als nächstes als Zielscheibe der Schikanen dient. Mißtrauen
und gegenseitiges Belauern lähmen die Arbeitsfreude und Kreativität aller. Die daraus entstehenden Produktivitätsverluste durch "Dienst nach Vorschrift" bzw. "innere Kündigung", Fehlzeiten der Betroffenen oder
Einarbeitung neuer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (wegen Selbstkündigung oder Arbeitsunfähigkeit der Gemobbten) - um nur einige Punkte zu nennen - zahlt der Arbeitgeber.
Vorsichtige Schätzungen von Experten gehen davon aus, daß den Unternehmen Kosten in Höhe von30.000 bis 100.000 DM pro Jahr und gemobbter Person entstehen.
Andere Hochrechnungen gehen von einem gesamtwirtschaftlichen Schaden von 100 Milliarden DM in Deutschland
aus. Darin sind auch die Kosten enthalten, die von der Gesellschaft getragen werden müssen. (wie z. B. höhere Renten- und Krankenversicherungsbeiträge wegen zunehmenden Frühverrentungen und steigenden Behandlungskosten). Selbst in den Fällen, wo Mobbing von Arbeitgebern oder Vorgesetzten als strategisches Instrument zum Personalabbau genutzt oder toleriert wird, ist zu vermuten, daß durch die Vergiftung des Betriebsklimas auch bei den
verbleibenden Beschäftigten viel Motivation zerstört wird, die den Kostenvorteil der Personaleinsparung durch Produktivitäts- und Kreativitätsverlust aufhebt. Macht man sich all diese Facetten von Mobbing bewußt, muß
man erkennen, daß esletztlich keine Nutznießer dieser Handlungen gibt. Es gibt nur Verlierer. |
Zunächst hat jeder Mensch, ob gemobbt oder nicht gemobbt, die Selbstverantwortung, sich aktiv um die Erhaltung seines seelischen und körperlichen Wohlbefindens zu kümmern.
Das kann auch bedeuten, die eigenen Einstellungen zu hinterfragen. Manchmal können diese mobbingfördernd sein. Einige Beispiele zur Verdeutlichung: "Ich muß von allen Menschen immer gemocht werden.
Konflikte dürfen nicht offen angesprochen werden. Keiner versteht mich. Ich darf keine Schwäche zeigen, muß immer stark sein, ... " Mit der Einstellung, von allen immer "geliebt" zu werden, stehen die
Betreffenden vor dem Problem, daß jede ablehnende Handlung (siehe: Die 45 Mobbinghandlungen) einer Katastrophe gleichkommt. Kommt dazu, daß Schwächen nicht gezeigt oder Konflikte nicht offen angesprochen werden dürfen, ziehen sie
sich innerlich enttäuscht zurück. Die Gegenseite kann dann das Schweigen beliebig deuten. Die Ratgeber, die in der Literaturliste angegeben sind, richten sich vor allem an Betroffene, die noch ganz am Anfang des
Mobbingprozesses stehen. Sie sind dafür geeignet, das eigene Verhalten in Konfliktsituationen kritisch unter die Lupe zu nehmen und neueBewältigungsstrategienzu erlernen. In
Streßbewältigungs- und Mobbingseminaren können solche Strategien in Rollenspielen eingeübt werden. Die Scheu vor neuen Reaktionen gegenüber Arbeitskollegen/innen (aber auch im Privatleben!) kann so leichter überwunden werden. Gerade dann, wenn der ursprüngliche Konflikt noch nachvollziehbar ist, besteht die realistische Chance, sich durch Gespräche mit dem einzelnen Mobber oder der Mobberin wieder zu versöhnen.
Schweigt man und frißt den Groll in sich hinein, kann es nur schlechter werden. Wenn der "Mobbingkarren" schon festgefahren ist, sich im Bewußtsein der Gemobbten Hoffnungslosigkeit festgesetzt hat und
körperliche und seelische Beschwerden schon stark ausgeprägt sind, dann ist dringend professionelle Hilfe erforderlich. Gemobbte sollten sich nicht ihrer psychischen Verletzungen schämen, die ihnen ihre Arbeitsumgebung
zugefügt hat. Jeder Mensch würde mit psychosomatischen und psychischen Symptomen reagieren, wenn ihm lange genug auf der "Seele herumgetrampelt" worden wäre. Diese Hilfsangebote können beispielsweise darin bestehen, in Beratungsgesprächen mit
Psychologen/Psychologinnen und anderen qualifizierten Experten und Expertinnen einen Menschen zu haben, der zuhört und sie in ihrem Leiden versteht. Entspannungsverfahren haben sich bei der Linderung der körperlichen
und seelischen Beschwerden sehr gut bewährt. Sie sind allerdings kein Ersatz für die Beseitigung der Ursachen oder die Notwendigkeit einer Psychotherapie. Besonders geeignet sind das Autogene Training und die
Progressive Muskelentspannung. Ebenso eignet sich aktiver Sport, um die Spannungszustände zu lindern. |
Empfinden sie die Situation als unfair und gemein, entsteht meistens der Impuls zu helfen. Gleichzeitig haben sie Angst davor, selbst
zu Gemobbten zu werden, wenn es ihnen nicht gelingt, die Feindseligkeiten zu beenden. Fakt ist: Schuldig machen sie sich auf jeden Fall, wenn sie gar nichts unternehmen. Denn durch Zuschauen bestärken sie die Mobber
stillschweigend in der Rechtmäßigkeit ihres Tuns. Sie sind zu "Möglichmachern" geworden. Aus der Sozialpsychologie ist bekannt, daß beim Beobachten von Not- und Gefahrensituationen
typische Gedankenmuster ablaufen. Diese tragen dazu bei, daß man, ohne Schuldgefühle zu haben, untätig zuschaut. Jeder denkt: Fatalerweise laufen diese Gedanken
bei vielen Menschen in gleicher oder ähnlicher Weise ab. Die Folgen sind immer die gleichen. Die Gemobbten werden weiter schikaniert. Ist einem dieser Sachverhalt einmal klar geworden, gibt es keine Entschuldigung mehr für
untätiges Zuschauen. Selbstverständlich gehört viel Zivilcourage dazu, allein gegen mehrere Mobber oder Mobberinnen oder Schikanen der Vorgesetzten vorzugehen. Es hat sich bewährt, in Einzelgesprächen im
Kollegenkreis die eigene Betroffenheit zum Ausdruck zu bringen und den anderen nach seiner/ihrer Sicht der Dinge zu fragen. Solange man den anderen nicht in die Enge treibt (z. B. "Was treiben Sie mit Herrn W. für ein mieses
Spiel!" statt besser "Ich habe das Gefühl, Herr W. wird von den meisten in der Abteilung geschnitten. Haben Sie eine Idee, woran das liegt?"), besteht die Chance, in kleinen Schritten ein Problembewußtsein unter den
Kollegen und Kolleginnen zu schaffen. Ist man sich unsicher, selbst in der geschilderten Weise aktiv zu werden, kann man wenigstens den Betriebsrat oder je nach Einzelfall auch Vorgesetzte informieren. Das hat entgegen
weitverbreiteter Meinung nichts mit "Denunziantentum" oder "Radfahrerei" zu tun. Es ist im Gegenteil ein mutiges und soziales Verhalten gegenüber den Gemobbten. Wer sich ausführlicher über
sinnvolles Verhalten in Konfliktsituationen informieren möchte, kann sich anhand der Literaturliste geeignete Bücher besorgen. Empfehlenswert, nicht nur für den Beruf, sondern auch die eigene Lebenszufriedenheit, ist die Teilnahme
an einem Seminar zum Thema "Konfliktvorbeugung im Gespräch" oder ähnlich lautenden Seminaren, in denen es um das Miteinander von Menschen in schwierigen Situationen geht. Diese Seminare werden von Gewerkschaften,
kirchlichen Verbänden, Volkshochschulen und anderen Bildungsträgern als Bildungsurlaub oder in Wochenendseminaren bzw. in Abendkursen angeboten. Selbstverständlich können auch jene Kollegen und Kolleginnen, die sich
unsicher sind, ob sie manchmal selbst mobben, von solchen Veranstaltungen profitieren. |
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Literatur für Betroffene und Kollegen/innen zu beziehen über DGB-Bundesvorstand, Düsseldorf, Tel: 0211 430 13 47
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Auf eine Auflistung (außerbetrieblicher) örtlicher Anlauf- und Beratungsstellen für Mobbing-Betroffene wurde an dieser Stelle verzichtet, da die Herausgeberin weder die
Aktualität des Adressenmaterials noch die Qualität der angebotenen Beratung garantieren kann. Ein paar allgemeine Hinweise, wie man eine örtliche Anlaufstelle ausfindig machen kann:
Beschäftigte der Justus-Liebig-Universität
Gießen können sich immer an Ihren Personalrat wenden. Eine weitere gute Anlaufstelle sind
die Ortsniederlassungen der Krankenkassen, es lohnt sich oft, nicht nur bei derjenigen, bei der man selber versichert ist, sondern auch bei anderen nachzufragen.
Ausgehend von seelsorgerischen Aufgaben bieten auch die Kirchen häufig kompetente Beratung oder vermitteln solche.
Quelle: Mobbingbroschüre der IG Metall
zuletzt geändert am 14. Dezember 2004 |