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Workshop "Der Wahnsinn der Kultur"

Das Gießener Graduiertenkolleg lädt am 4./5. November 2011 zum Workshop "Der Wahnsinn der Kultur: Transkulturelle Techniken und mediale Ereignisse des Wahnsinns zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert" ein.

Flyer Workshop Wahnsinn der Kultur.jpg
  • Das Workshop-Programm zum Download als pdf.
  • Ankündigung/Call for Papers zum Download als pdf und doc.
  • Organisation/Kontakt: marian.kaiser@germanistik.uni-giessen.de
In Kooperation mit dem GCSC wird Prof. Dr. Waltraud Ernst (Oxford Brookes) im Rahmen des Workshops am Freitag, den 4. November 2011 einen Vortrag zum Thema "Madness, Culture and Locality" halten. Beginn ist um 19 Uhr s.t. im Rektorenzimmer des Uni-Hauptgebäudes.

 

Der Wahnsinn der Kultur: Transkulturelle Techniken und mediale Ereignisse des Wahnsinns zwischen dem 19. und dem 20. Jahrhundert

Wer oder was auf welche Weise an einem bestimmten Ort zu einer bestimmten Zeit als wahnsinnig erscheint oder begriffen wird, ist nicht zuletzt abhängig von den jeweiligen Kultur- und Medientechniken der Her- und Darstellung dieses Wahnsinns. Seine spezifischen Sichtbarkeiten und Sagbarkeiten sind so zeitlich und örtlich variabel wie die Techniken, die ihn verzeichnen und notieren, ihn abbilden, anschreiben, aussagen, berechnen, ein- und umschließen. Um 1900 entwerfen neue Techniken neue Formen des Wahnsinns und schließen ihn an ebenso neue Diskurse, Institutionen, Praktiken und Architekturen an. Zur gleichen Zeit wird das Wissen vom Menschen und seinem Wahnsinn in kolonialen Situationen zur internationalen und transkulturellen Angelegenheit: Asiatische, afrikanische und amerikanische Körper werden zunehmend von psychiatrischen und psychiatrisierenden Notationssystemen, Architekturen und Schreibakten erfasst, während sich in Europa Diskurse der Kultur wie der jeweiligen Kulturen mit solchen der Psychiatrie und des Wahnsinns überkreuzen.

Der erste Teil des Workshops setzt entsprechend bei den ‚europäischen‘ und damit vor allem neuen klinisch-psychiatrischen Techniken und Medien des Wahnsinns im ausgehenden 19. Jahrhundert ein. Im zweiten Teil soll der Blick von den epistemischen Verfasstheiten und Umbrüchen in der Zeit dann auf die Differenzen der verschiedenen Orte und Situationen des Wahnsinns gerichtet werden, um Fragen nach der Situiertheit, der Kultur und, vor allem anderen, der Kolonialisierung des Wahnsinns zu stellen.

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Vernetzt mit:

gcsc

 

ZMI

 

 SFB Erinnerungskulturen

 

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Redaktion
05.11.2011 18:35
 

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