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Das Forschungsprofil des IfK

Neben der Lehre stellt die Forschung einen wichtigen Schwerpunkt innerhalb der akademischen Tätigkeit dar. Im Folgenden finden Sie eine Zusammenfassung des aktuellen und international ausgerichteten Forschungsspektrums, das am Institut für Kunstpädagogik vertreten ist. Die Forschungsprofile der einzelnen Lehrenden sind unter der Rubrik "Personal" unter dem Namen der jeweiligen Dozenten abrufbar.


Fachwissenschaft

Die Professur für Kunstgeschichte hat ihren Forschungsschwerpunkt im Bereich der Kunst- und Bildproduktion des 19. bis 21. Jahrhunderts. Besonderes Interesse gilt dabei der französischen Kunst des 19. Jahrhunderts, dem politischen Bild und Bildgebrauch in der Zeit um 1800 sowie – bezogen auf die Kunst des späten 20. und frühen 21. Jahrhunderts – den interkulturellen Austauschprozessen zwischen Europa, den Vereinigten Staaten und Ostasien.

Weitere Forschungsschwerpunkte im Bereich der Fachwissenschaft stellen die Themenkomplexe Kunst in Film, Fernsehen und den Neuen Medien, rekonstruktive Tendenzen, amerikanische Kunst nach 1945, Gegenwartskunst und Untersuchungen zur Schnittstelle zwischen Kunstgeschichte und Psychoanalyse dar. Innerhalb des Masters Kunstpädagogik ist die Fachwissenschaft zudem für eine Vertiefung im Bereich Ausstellungskonzeption und -vermittlung verantwortlich, die u.a. in der interdisziplinären Kooperation „Bildungspartnerschaft“ zwischen der Justus-Liebig-Universität Gießen und der Schirn Kunsthalle Frankfurt zum Ausdruck kommt.


Fachdidaktik

Die Forschungsschwerpunkte der Professur für Kunstpädagogik sind in den Bereichen Theorie der künstlerischen Bildung und Theorie und Praxis des künstlerischen Projekts angesiedelt. Im Fokus stehen dabei sowohl kulturelle, gesellschaftliche und bildungstheoretische Bedingungen und Herausforderungen einer künstlerischen Bildung als auch philosophische und psychologische Zugänge zu Merkmalen künstlerischen Denkens und den Erkenntnisleistungen der Kunst. Fragen zu künstlerischen, pädagogischen und didaktischen Aspekten des künstlerischen Projektes als Praxis künstlerischer Bildung werden von empirischen Forschungen in Schulen und Hochschulen ergänzt.

Die Didaktik am IfK zeichnet sich zudem durch aktuelle und vergangene Forschungsprojekte in den Gebieten Kunstpädagogik und digitale Medien sowie zu genderspezifischen Aspekten in jugendkulturellen Medienphänomenen aus. Die Erforschung weiblicher Computerspiel-Kulturen und medialen Fankulturen gehört ebenso zum didaktischen Profil wie Untersuchungen zu grundlegenden Fragen des Faches, etwa zum Verhältnis von Bildwissenschaft und Didaktik oder zur Internationalisierung der deutschen Kunstpädagogik. Letztere wird besonders durch das internationale Comenius-Forschungsprojekt „Images & Identity“ vorangetrieben, welches sich mit der Fragestellung beschäftigt, inwieweit die Auseinandersetzung mit Gegenwartskunst zur Reflexion über Identität bei Einheimischen und Migranten in Ländern der Europäischen Union beitragen kann.



Fachpraxis

Architektur- und raumbezogene Malerei, bildnerische Konzepte zum Thema Natur und Konstruktion, die Wechselwirkung von Malerei und Fotografie, architektonische Spurensuche in Gegenwart und Vergangenheit mit den Mitteln traditioneller Malerei und Reflexionen zur Naturerfahrung in graphischen und malerischen Darstellungen gehören ebenso zur Professur für Kunstpraxis wie Farbuntersuchungen nach historischen Vorbildern und Forschungen zur architektonischen Skulptur und der Theorie des Zeichnens. 

Einen Schwerpunkt der künstlerischen Ausbildung bildet die Arbeit in Projekten. Dabei handelt es sich sowohl um Projekte mit formalen Problemstellungen als auch um themenorientierte künstlerische Projekte. Auf letzteren liegt ein Schwerpunkt der künstlerischen und kunstpädagogischen Forschungs- und Entwicklungsarbeit im Institut. Themenstellungen aus Kultur und Gesellschaft veranlassen eine mehrperspektivische inhaltliche Auseinandersetzung. In der Verzahnung von Wissen und Gestaltung werden künstlerische Transformationen erarbeitet, in denen je individuelle Positionen zum Thema zum Ausdruck kommen. Multimedialität als adäquate Medienwahl sowie in der Kontextualität unterschiedlicher Medien spielt hierbei eine signifikante Rolle.

Die fiktive und gegenständliche skulpturale Arbeit erfährt auch in großformatigen zeichnerischen Projekten und im Bereich der architektonischen Skulptur eine besondere Aufmerksamkeit. Ein weiterer Schwerpunkt wird daneben von der Gastprofessur Kunst gebildet, die den Fokus ihrer künstlerischen Arbeit in Skulpturen, Installationen und Objekten, Zeichnungen und Fotografien auf die Untersuchung von alltäglichen Räumen und Gegenständen aus dem urbanen und medialen Kontext legt.

Das Profil der Fachpraxis wird ergänzt durch die kontinuierliche Forschung und Weiterentwicklung von theoretischen und praktischen Modellen zum Einsatz der ästhetischen Erfahrung in der Förderschule und in der Grundschulpädagogik.



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