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Grabungsbericht 2002

Bericht über die Grabungskampagne vom 8.8. bis 14.9.2002 auf der Akropolis von Perge
berichtperge2002.pdf berichtperge2002.pdf (2107Kb, 04.04.2008)


Gliederung

Grabungsmaßnahmen

Unter der Gesamtleitung der Ausgrabungen von Perge durch H. Abbasoglu und zeitlich parallel dazu wurden folgende Maßnahmen durchgeführt, die teils unmittelbare Fragen der Kampagne 2001 klären, teils weitere Erkenntnisse im Rahmen der Gesamtfragestellung zur Genese der pamphylischen Kultur und der damit verbundenen Akkulturationsprozesse erbringen sollten.
Neben verschiedenen Grabungsmaßnahmen, die sich wiederum auf Fläche 1 konzentrierten, wurden durch H. Brückner (Geoarchäologie Universität Marburg) mehrere Bohrungen vorgenommen, die auf der Akropolis punktuelle Fragen klären und östlich von Perge Hinweise auf die Lage des antiken Hafens erbringen sollten. Des weiteren wurde die Analyse von Tierknochen durch M. Fabis (Archäozoologie Universität Nitra) fortgesetzt, um ein Bild des Fleischverzehrs bzw. der Tierhaltung für das 7. und 6. Jh.v.Chr. im Bereich der "archaischen" Häuser (F1/27.28.30.33.37.38.39.40) und im Sakralbereich (F1/10.14.15) in Ergänzung zu der Analyse des Knochenmaterials aus dem Bothros (F1/41) vom 4.-2. Jh.v.Chr. zu erhalten.

An dieser Kampagne haben neben den Genannten D. Kelterbaum (Geoarchäologie Marburg), N. Eschbach, M. Recke, U. Theisen, F. Weimer (alle Klassische Archäologie Gießen), H. Öztürk, T. Sen (beide Klassische Archäologie Istanbul) und der Unterzeichnete teilgenommen. An besonderen Ereignissen sind zwei Regenstürme (1.9. und 5.9.) und ein Feuer (29.8.) zu verzeichnen, die die Arbeit zum Teil erheblich beeinträchtigten.
Das Feuer vernichtete den Bewuchs der gesamten Weststadt von Perge und der Akropolis, verursachte dort aber keine weiteren Schäden. Die beiden Regenstürme, vor allem der zweite, rissen die beiden Cardaks aus ihren Verankerungen, zerstörten den einen völlig, beschädigten einen Teil des Materials (Tisch, Stuhl etc.), setzten alle Teilflächen unter Wasser, rissen teilweise die Profile ein und verschlammten einige Teilflächen, die erst nach mehreren Tagen nach dem Abtrocknen wieder freigelegt werden konnten.

Wolfram Martini

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Redaktion
04.04.2008 12:59
 

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