Funke, Ronald M.A.
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28318 | ronald.funke@gmail.com | Wissenschaftlicher Mitarbeiter
Biographie
ProjektskizzeDie Transformation der Religion und das Fernsehen, 1960-1980 Innerhalb des DFG-Projektes "Transformation der Religion in der Moderne" untersucht das Dissertationsprojekt "Das Fernsehen und die Transformation der Religion, 1960-1980" die öffentlichen Darstellungen von Kirche und Religion im Fernsehen der Bundesrepublik und deren Auswirkungen auf die religiösen Wandlungsprozesse. Transformation wird dabei als bewusste Abgrenzung zum Begriff Säkularisierung gewählt, da Kirche und Religion im 20. Jahrhundert keinen Bedeutungsverlust, sondern einen Bedeutungswandel erlebt haben. Im Blickfeld stehen sowohl die Großkirchen als auch medial beachtete andere Formen von Religiosität. Der Untersuchungszeitraum wird grob durch zwei institutionsgeschichtliche Zäsuren eingegrenzt. Nämlich die gesellschaftlichen und innerkirchlichen Diskussionen um die Pläne des so genannten "Adenauer-Fernsehens" ab etwa 1960 und des Privatfernsehens ab etwa 1980. Der Fernseher wirkte in dieser Zeit nicht nur als "Fenster zur Welt", sondern auch als "Teleskop auf die Kirchen". Denn wesentliche innerkirchliche Diskussionen, Konflikte und Transformationsprozesse wurden zumeist nicht im persönlichen Umfeld oder der eigenen Gemeinde wahrgenommen, sondern über den Umweg der medialen Darstellung rezipiert. Selbst- und Fremdinszenierungen von Kirche und Religion in Reportagen und Fernsehberichten sowie fiktionalen Spielserien sollen jedoch nicht als wahrheitsgetreue Abbildung der Transformation gelesen werden. Stattdessen wird untersucht, wie die Wandlungsprozesse im Fernsehen dargestellt und dabei geordnet, konnotiert und gedeutet wurden. Daneben fragt die Untersuchung auch nach den gesellschaftlichen und kirchlichen Reaktionen auf eben jene medialen Sinnstiftungskonstruktionen und mögliche Rückwirkungen auf das Fernsehen. Denn die Kirchen waren und sind nicht nur passive Objekte, sondern durch eigene Produktionsgesellschaften, kirchliche Fernsehredaktionen und -beauftragte sowie einflussreiche Vertreter in den Rundfunkgremien zugleich aktive Akteure der medialen Darstellung.
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