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Veranstaltungen

"Lebenswelt – Gewaltökonomie – Herrschaftsinstrument: Was bedeutet 'Militär' in der Frühen Neuzeit?" – Konferenz in Potsdam

Vom 13. bis zum 15. März fand in Potsdam die internationale Konferenz "Lebenswelt – Gewaltökonomie – Herrschaftsinstrument: Was bedeutet 'Militär' in der Frühen Neuzeit?" statt.

Im Rahmen der Veranstaltung moderierte Herr Prof. Dr. Horst Carl die Sektion II und Frau Daria Starčenko hielt einen Vortrag über die Kosakische Gewalt- und Beuteökonomie des 17. Jahrhunderts in der Schwarzmeerregion, der anschließend von Herrn Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg kommentiert wurde.

 

Workshop "Religion und Gewaltgemeinschaften"

Der Workshop fand am 18. und 19. Februar 2013 im Alexander-von-Humboldt-Haus der Justus-Liebig-Unviersität Gießen in der Rathenaustraße 24A, 35394 Gießen statt.

Der Zusammenhang von Religion und Gewalt wurde in den vergangenen Jahren von unterschiedlichen Disziplinen intensiv diskutiert. Gewaltgruppen wurden dagegen kaum in den Blick genommen. Im Rahmen des Workshops widmet sich die Forschergruppe der Rolle von Religion und Konfession für Gewaltgemeinschaften. Jenseits von pauschalen Etikettierungen als "religiöse Gewaltgruppen" soll dabei die Relevanz von Religion als kollektive Identitäts- und Handlungsressource diskutiert und ihr Stellenwert für das Agieren dieser Gruppen bestimmt werden.

In welchen Situationen spielten Religion und Konfession tatsächlich eine Rolle für Gewaltgemeinschaften und wann waren sie eher marginal? Unter welchen Bedingungen traten sie als religiös homogene Verbände auf und was bedeutete dies für ihr Funktionieren? Wurde das Gewalthandeln in der Gruppe von religiösen Praktiken begleitet? Welche Bedeutung hatte Religion in der Sinnstiftung und (De-)Legitimation solcher Gruppen? Welche Auswirkungen konnte eine religiöse Legitimierung auf kriegerische Praktiken haben? In welchem Maße waren Gewaltgemeinschaften in Religionskriege verwickelt und traten als Ausführende von religiösen Konflikten in der Gesellschaft auf? Mit diesen und vielen weiteren Fragen befassten sich die Vorträge des Workshops "Religion und Gewaltgemeinschaften". 

 

Programm

Montag, 18. Februar 2013

 

Hans-Jürgen Bömelburg (Gießen)

Eröffnung des Workshops und Einführung in die Thematik

 

Hans Gerhard Kippenberg (Bremen)

Wenn religiöse Gemeinschaften in der globalisierten Welt gewalttätig werden


Panel I: Wahrnehmung und Darstellung von Gewaltgemeinschaften

 

Dagmar Schlüter (Heidelberg)

Pagane Gewaltgemeinschaften? Die Funktion von Gewalt in der Darstellung von Heiden

 

Cora Dietl (Gießen)

"Viele Stiere umgeben mich, Büffel von Baschan umringen mich / Sie sperren gegen mich ihren Rachen auf, reißende, brüllende Löwen" (Ps 22,2,13f.) – Die Wahrnehmung anderer Religionsgemeinschaften als Gewaltgemeinschaften im Märtyrerspiel der Frühen Neuzeit

 

Horst Carl (Gießen)

Söldner im Konfessionskrieg − Anmerkungen zur konfessionellen (Nicht-)Identität von Söldnern in der Frühen Neuzeit

 

Stephanie Zehnle (Kassel)

Vom Berg Sinai in die afrikanische Savanne. Herkunftsmythen und Sendungsbewusstsein der Dschihadisten von Sokoto (1800–1850)

 

Dienstag, 19. Februar 2013


Panel II: Religiöse Homogenität und Heterogenität

 

Mariusz Kaczka (Gießen)

Religion und soldatische Gewaltgemeinschaften in Polen-Litauen in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts

 

Andreas Helmedach (Bochum)

Hass zwischen den Religionen als Antrieb für Gewalt. Beispiel westlicher Balkanraum im 17. und 18. Jahrhundert


Panel III: Religion und Ordnungsvorstellungen von Gewaltgemeinschaften

 

Vadim Popov (Gießen)

Von Räubern zu Glaubenskriegern und zurück. Die Lisowczycy auf der Suche nach einem Modus Vivendi

 

Alper Başer (Afyonkarahisar)

Conflicting Legitimacies in the Triangle of Noghay Horde, Crimean Khanate and Ottoman Empire

 

Natalia Królikowska (Warschau)

Controlled Violence? The Idea and Practice of Holy War in the Crimean Khanate Abschlussdiskussion und -kommentar 

 

Hans-Jürgen Bömelburg (Gießen)

Abschlussdiskussion und -kommentar 

 

Internationaler Workshop "Söldnerlandschaften"

Am 15. und 16. November 2012 fand an der Universität Bern ein internationaler Workshop mit dem Thema "Söldnerlandschaften – Frühneuzeitliche Gewaltmärkte im Vergleich (15.–18. Jh.)" statt.

Im Zeitalter der asymmetrischen Kriege hat die Solddienstproblematik eine neue Aktualität gewonnen. Das bereits in der Antike betriebene Geschäft mit Söldnern erlebte im Verlauf der frühen Neuzeit seine eigentliche Blüte. Grosse Söldnerheere prägten nunmehr das Bild der Kriegsschauplätze zwischen dem 15. und 18. Jahrhundert. Die gesellschaftlichen, ökonomischen, kulturellen und herrschaftlichen Implikationen dieses Gewaltmarkts sind infolgedessen ein wichtiges Thema für die Geschichte der frühen Neuzeit. Der wissenschaftliche Diskurs wird dabei allerdings stark von nationalen Narrativen dominiert. In einer vergleichenden, transnationalen Perspektive wurde deshalb die Frage, warum sich im Verlauf der frühen Neuzeit bestimmte geographische Räume zu erfolgreichen Absatzmärkten für Söldner entwickelt haben, von ausgewiesenen Fachleuten erörtert und diskutiert.

 

Programm 

Donnerstag 15. November 2012

 

Philippe Rogger (Bern), Benjamin Hitz (Luzern), Nathalie Büsser (Zürich)

Begrüßung und Einführung

 

Sektion I: Militärunternehmer und ihr Umfeld: Gewaltmärkte, Akteure, Netzwerke

 

Heinrich Lang (Bamberg)

Kriegsunternehmer und kapitalisierter Krieg: Condottien, Kaufmannbankeris und Regierungen als Akteure auf Gewaltmärkten in Italien (1350–1550)

 

Reinhard Baumann

Süddeutschland als Gewaltmarkt (ca. 1485 – ca. 1600)

 

Jean Steinauer (Fribourg)

Fribourg face au marché européen du mercenariat


Freitag 16. November 2012


Sektion II: Söldnerhandel zwischen Ethnisierung und Globalisierung

 

Uwe Tresp (Potsdam)

Böhmen als Söldnermarkt / "Böhmen" als Söldnertypus im späten Mittelalter

 

Holger Th. Gräf (Marburg)

HETRINA-online – eine Datenbank zur Untersuchung des hessischen "Soldatenhandels" zur Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges

 

Horst Carl (Gießen)

Krieger von der europäischen Peripherie: Iren, Finnen und Kroaten im Dreissigjährigen Krieg

 

Marian Füssel (Göttingen)

Kosaken, Sepoys und Panduren. Ethnische Söldnerverbände im 18. Jahrhundert zwischen Sicherheit und Stigma

 

Sektion III: Anreiz und Zwang: Söldner als Migranten

 

Benjamin Hitz (Luzern)

Eidgenössische Söldner: Wer ging eigentlich und weshalb? Annäherung an die Hauptakteure des Luzerner Solddienstes anhand von Kompanielisten und der Armenliste von 1590

 

Patricia Bobak (Gießen)

"Des Söldners fette Beute?" Zum Wandel der Kriegsökonomie zwischen Rhein und Maas um 1600

 

Stefan Xenakis (Gießen)

"Sye solten des handelss mussig sein und betrachten dass sye burger werent" – Loyalitätskonflikte bei oberdeutschen Söldnern des frühen 16. Jahrhunderts

 

Ludolf W. G. Pelizaeus (Mainz)

Gewaltexport zwischen "Ausschaffung" von Straftätern, Soldatenhandel und obrigkeitlichen Interessen an der Wende vom 17. zum 18. Jahrhundert

 

Michael Sikora (Münster)

Zusammenfassung und Schlussdiskussion   

 

Workshop "Materialität und Gewaltgemeinschaften"

Der Workshop fand am 4. und 5. Oktober 2012 im Gustav-Krüger-Saal im Hauptgebäude der Justus-Liebig-Universität Gießen in der Ludwigstraße 23, 35390 Gießen statt.

Für die Forschergruppe ist die Definition von Gewalt als körperliche Gewalt eine grundlegende Prämisse. Zum einen spielt die Physis eine wesentliche Rolle für die Annäherung an die konkrete und körperlich ausgeübte Gewalt. Zum anderen ist der Umgang mit Körperlichkeit und Dingen gerade für Gruppen auch abseits der Gewaltausübung von hohem Stellenwert, denn auch gemeinsame Rituale sind durch und mit Waffen, Schmuck, Tanz und Festmahl stark materiell gebunden. Durch den Fokus auf Materialität rückt die Gewaltsituation selbst in den Blick. Dynamiken, Praktiken und Kategorien von Art und Intensität der Gewalt können so verglichen werden. Die Anwendung möglicher methodischer Zugänge wurde gemeinsam diskutiert. Die Annäherung an historische Gewaltsituationen erfordert genaue Fragestellungen an Abläufe: Wer wendet Gewalt an? Richtet sie sich gegen Körper oder Dinge? Welche Verletzungen werden mit welcher Absicht zugefügt? Die Funktionsweise der Waffe gibt zudem Raumwahrnehmungen vor, indem sie die Distanz bestimmt, aus der man den Gegner angreift. Wie hängen die Verwendungsweisen von Speeren, Messern und Feuerwaffen mit der Raumwahrnehmung in der Gewaltsituation zusammen? Mit diesen und vielen weiteren Fragen befassten sich die Vorträge des Workshops "Materialität und Gewaltgemeinschaften".

 

Programm

Donnerstag, 4. Oktober 2012

 

Winfried Speitkamp

Einführung 

 

Hans-Ulrich Wiemer / Guido M. Berndt 

Die Mittel kriegerischer Gewalt. Waffen, Ausrüstung und militärische Organisation gotischer Kriegergruppen 

 

Niklot Krohn

Zwischen Statussymbol und Schädelspalter. Das Schwert der Merowingerzeit

 

Mathis Prange

Waffen, die nicht töten  Häuser, die nicht schützen. Gewaltpraktiken im spätmittelalterlichen England

 

Stephan Selzer

Das spätmittelalterliche Rittertum als Gewaltgemeinschaft. Zur Verankerung von Gewaltfähigkeit in Bildern, Zeichen und Objekten 

 

Sharon Bäcker-Wilke / Florian Grafl

Die Kneipe als Gewaltort. Zur Materialität städtischer Gewalt in der Zwischenkriegszeit 


Freitag, 5. Oktober 2012

 

Stefan Xenakis

Pracht und Verletzung. Wie Landsknechte ihren Körper präsentierten 

 

Andreas Helmedach

Zur Materialität der Gewalt im westlichen Balkanraum im 17. und 18. Jahrhundert 

 

Stephanie Zehnle

Fressen oder gefressen werden? Kannibalismus und Krieg im vorkolonialen Afrika 

 

Christine Hardung / Trutz von Trotha

Der Krieg hat viele Stimmen. Materiale Dimensionen von Kommunikation in Krieg und Razzia der Nama-Oorlam im südwestlichen Namibia des 19. Jahrhunderts

 

Susanne Kuß

Materialität in den deutschen Kolonialkriegen in Afrika (19041908)

 

Michael Riekenberg

Kommentar


Schlussworte

 

International Medieval Congress "Rules to follow (or not)"

Vom 9. bis 12. Juli 2012 fand an der Universität Leeds der International Medieval Congress mit dem Thema "Rules to follow (or not)" statt. 

Frau Prof. Dr. Dietl leitete im Rahmen der Veranstaltung die Sektion "Gewalt und Regeln/Violence and Rules".

Beim International Medieval Congress 2012 wurden ausgehend von den Fragestellungen der Forschergruppe sieben Sektionen ausgerichtet, die sich mit dem Verhältnis von Gewalt und Regeln befassten, wie es in mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Literatur beschrieben und in historischen Dokumenten der Zeit bis ca. 1550 fassbar wird. Das Programm gliederte sich in die Untersektionen "Gewalt und Regeln" (Fiktionale Gewaltgemeinschaften, Gewalt gegen Traditionen) und "Regeln der Gewalt" (Räume politischer Gewalt, Rhetorik der Gewalt, heroische Gewalt, "Nachbarschaftliche" Gewalt, Performanz und Organisation des gewaltsamen Tods). Gewalt wird dabei als eine Form der nonverbalen Kommunikation verstanden, die wie jede Kommunikation auf konventionalisierten Regeln beruht. Untersucht wurden zudem literarische und rhetorische Regeln des Umgangs mit (kollektiv verübter) Gewalt. Ziel der sieben Sektionen und des geplanten Tagungsbands war es, die besonderen Grammatiken der (gemeinschaftlich verübten) Gewalt sowie der Formierung, Organisation und Auflösung von Gewaltgemeinschaften im Mittelalter und in der Frühen Neuzeit zu identifizieren und ihre Abhängigkeit von Faktoren wie Zeitkontext, Region, Handlungsraum, Religion und Kultur zu bestimmen. Besondere Beachtung fand in den Untersuchungen die Literatur als Mittel, Motor, Gegenstand oder Reflexionsfläche von Gewalt ebenso wie von Regeln.

 

Programm

Gewalt und Regeln I: Fiktionale Gewaltgemeinschaften

 

Sonja Feldmann

The Formation and Dissolution of Violent Communities in Heinrich von Veldeke’s Eneasroman

 

Anna-Lena Liebermann

Der Ritter im Baum – Wahnsinn als Auslöser für Gewalt am Beispiel des Rappoltsteiner Parzifal

 

Ann-Sophie Staiger

Verkehrte Ordnung. Kaiser, Gott und Räuber – Eine Gewaltgemeinschaft im Kampf gegen die Gewalt

 

Gewalt und Regeln II: Gewalt gegen Traditionen

 

Winfried Frey

Der Kampf der Reformatoren gegen die baalistischen Pfaffen in der Grafschaft Nassau-Weilburg in der Zeit des Interims

 

Cora Dietl

Erasmus, Reuchlin und Ulrich von Hutten als anti-dogmatische Gewaltgemeinschaft im Fastnachtspiel

 

Aneta Bialecka

Against Horse Racing: Entertainment and Violence in Late Medieval Southern Germany

 

Gewalt und Regeln III: Heroische Gewalt in der Östlichen und Westlichen Welt

 

Yuko Tagaya

Which Should be Obeyed: The Imperial Law or a Lord’s Command? – A Special Japanese Conflict of Rules to Follow

 

Konrad Meisig

Ancient Warrior Ethics and Their Transformation in Middle Indic Heroic Epics and Chronicles

 

Jaroslaw Wenta

At the Threshold of Hell: Northern Crusaders on the Way to Satan’s Dominion

 

Regeln der Gewalt I: Raume politischer Gewalt

 

Mathis Prange

Areas open to violence? – The borders of North England in the late Middle Ages

 

Tom Lambert

Legal Rules and Feud Narratives: An Anglo-Saxon Case-Study

 

Katherine Hikes Terrell

Forging the Past: John Hardyng and Anglo-Scottish Relations

 

Regeln der Gewalt II: Rhetorik der Gewalt

 

Marco Mora

Ripped bodies, pierced heels and burned houses – manifestations of violence in Norse saga literature

 

Silvan Wagner

"Marengewalt". Violence as a Means of Communications Used for the Dissolution of Communities of Violence

 

Gabriel Viehhauser

Darstellung der Regeln von Gewalt und Regeln der Darstellung von Gewalt. Gewaltausbrüche im "gattungsfreien Raum" des meisterlichen Erzähllieds

 

Regeln der Gewalt III: "Nachbarschaftliche" Gewalt

 

Andreas Helmedach

You know each other. Rules of Violence and Their Violation among Ottomans and Venetians

 

Andras F. Balogh

Die Unsicherheit der Türkenbekämpfer – Gewalt, Regeln und Weltentwurfe in den deutschsprachigen Türkenflugschriften des 16. Jahrhunderts

 

Sergei A. Kozlov

More Than Enemy: The Rules of Nomad’s Descriptions in the Byzantine Literature of the Epoch the First Pecheneg Incursions into Byzantium

 

Regeln der Gewalt IV: Performanz und Organisation des gewaltsamen Tods des Individuums

in der Spätantike

 

Guido M. Berndt

Murder in the Palace: Violent Eliminations of Political Opponents in Late Antiquity

 

Ralph Mathisen

Beasts, Burning, and Beheading: Show Executions in Late Antiquity

 

Roland Steinacher

Military Carriers and their Violent Ends in the 5th and 6th Centuries

  

Workshop: Generations of Violence – Age Groups, Generation Gaps and the Significance of Violence

Am 7. Juni 2012 fand am Herder-Institut in Marburg der Workshop "Generations of Violence – Age Groups, Generation Gaps and the Significance of Violence" statt. Es handelte sich um eine Kooperation der Forschergruppe "Gewaltgemeinschaften" mit dem Centre for Historical Research and Documentation on War and Contemporary Society (Brussels), dem UCD Centre for War Studies (Dublin), dem NIOD Instituut voor Oorlogs-, Holocaust- en Genocidestudies (Amsterdam) und dem EUCOWAS network (European Cooperation on War Studies).

There is no doubt that this diachronically and transculturally extending relation between "generations" on the one hand and "group violence" on the other opens new avenues for current and future research. Therefore, during the conference we tackled two general questions, namely: What common points, dependencies, and relations can be established between collective experiences, milieus, self-representations, etc. ascribed to a given generation or age group and the establishment, evolution and activities of "communities of violence"? How can this particular connection help in the development of some key-concepts, which are currently being elaborated within studies dealing with violence as a social phenomenon in general and the Gewaltgemeinschaften research group in specific?

 

Programm

Donnerstag, 7. Juni 2012


P. Haslinger

Opening

 

Panel I  A. Vrints  

 

S. Reif

"There was Considerable Friction between the Young Dandies [...] and the Elders [...]". Generational Conflict & Violence in 19th Century Eastern Africa

 

T. Libel

The Greatest Generation? The Failure of IDF's Second Intifada Commanders in the Second Lebanon War

 

R. van Doorslaer

Comment

Discussion  

 

Panel II F. Lenger

 

F. Grafl

Forms of Violence and Generations of Perpetrators in Barcelona during the First Half of the 20th Century

 

S. Dölling

Generation "Volkstumskampf"

 

V. Petronis

Fathers and Sons: Generational Aspect in Early Lithuanian Right-Wing Movement (1918–1927)

 

R. Gerwarth

Comment

Discussion

 

P. Haslinger

Summary and General Discussion "Generations of Violence" 

 

Freitag, 8. Juni 2012

 

The Herder Institute and its collections – guided tour (optional)

 

Vortrag "Mobile polnisch-litauische Söldnerverbände zwischen Moskau und dem Rhein: Die 'Lisowczycy' – Beutepraktiken, Selbstverständnis und Zuschreibungen einer Gewaltgemeinschaft (1606–1630)"

Im Rahmen des Kolloqiums Frühe Neuzeit hat Herr Vadim Popov am 21. Mai 2012 einen Vortrag zum Thema "Mobile polnisch-litauische Söldnerverbände zwischen Moskau und dem Rhein: Die 'Lisowczycy' – Beutepraktiken, Selbstverständnis und Zuschreibungen einer Gewaltgemeinschaft (16061630)" gehalten.

Der Vortrag begann um 18.00 Uhr.

Veranstaltungsort war der Raum C 113 im Philosophikum I in der Otto-Behaghel-Straße.

 

Workshop: Mobile Kriegergruppen in Europa und Afrika

Am 13. und 14. April 2012 fand an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg ein Workshop mit dem Thema: "Mobile Kriegertruppen in Europa und Afrika. Transkulturelle Perspektiven" statt.

Der Workshop brachte Phänomene zusammen, die sonst getrennt betrachtet werden: Kriegergruppen im spätantiken Mittelmeerraum auf der einen Seite, neuzeitliche Kriegsherren und ihre Gefolgschaften in Afrika auf der anderen. Trotz der zeitlichen und räumlichen Entfernung weisen diese Phänomene typologische Gemeinsamkeiten auf: Es handelt sich um eine besondere Form jener Personenverbände, die nach dem Konzept der Forschergruppe als "Gewaltgemeinschaften" kategorisiert werden. Die für die Betrachtung ausgewählten Gruppen zeichnen sich durch ein hohes Maß an Mobilität aus, der ihre Kampfesweise, aber auch ihre Sozialverfassung prägt. Plötzliches, unerwartetes Auftauchen und Zuschlagen sichert ihren Erfolg. Die Zusammensetzungen der Gruppen sind hoher Fluktuation unterworfen, viele verschwinden ebenso rasch, wie sie aufgetaucht sind. Ihre Anführer sehen sich mit einem ständigen Konkurrenzkampf um die Loyalität ihrer Gefolgschaft konfrontiert sowie mit einem dauerhaften Bedarf an Versorgungs- und Prestigegütern, der nicht allein durch Produktion in der Gruppe selbst befriedigt werden kann. Unterschiedliche Beschaffungsstrategien, die eine stetige Mobilität der Kriegergruppen zur Voraussetzung haben (Raub- und Beutezuge, Marodieren etc.), kommen zur Anwendung.  Aus der Sicht "staatlicher" oder imperialer Machte wandern sie zwischen "Zivilisation" und "Wildnis" (Barbaricum). 

 

Programm

Freitag, 13. April 2012

 

Hans-Ulrich Wiemer

Einführung in den Workshop

 

Sektion I:        Kriegergruppen der Spätantike und des Frühmittelalters I

 

Stefanie Dick

Die Schlacht von Adrianopel – Mobilität, Militarisierung und Hierarchiebildung bei den Goten

 

Guido M. Berndt

Aktionsradien gotischer Kriegergruppen

 

Timo Stickler

Das römische Reich als Gefahr für den Zusammenhalt der hunnischen Kriegerkoalition

 

Samstag, 14. April 2012

 

Sektion II:      Kriegergruppen der Spätantike und des Frühmittelalters II

 

Florin Curta

Avar Blitzkrieg, Slavic and Bulgar Raiders, and Roman Special Ops: Mobile Warriors in the Sixth-century Balkans

 

David Jäger

Plündern in Gallien im 6. Jahrhundert. Mobilität als konstruktiver und destruktiver Aspekt der merowingischen "Herrschaft" 

 

Philipp von Rummel

Kriegergruppen im spätantiken Nordafrika

 

Sektion III:     Afrikanische Kriegergruppen der Neuzeit

 

Stephanie Zehnle

Unter weißer Flagge. Mobilität und Dschihad in der Hausaregion (Westafrika), 1750–1850 

 

Christine Hardung / Trutz von Trotha

Formen vorkolonialer Kriegergruppen im südlichen Afrika: Krieg, Jagd oder Wie man von einander lernen kann

 

Georg Klute

Nomadische Kriegsführung und die "Kultur des Krieges" bei den Tuareg

 

Brigitte Reinwald

Kommentar zu Sektion III.


Abschlussdiskussion & Fazit

 

"Drittes Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte" mit dem Thema: "Gewaltmenschen – Menschengewalt"

Am 5. November 2011 fand im Jugend- und Kulturzentrum Mon Ami  das "Dritte Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte" mit dem Thema: "Gewaltmenschen – Menschengewalt" statt.

Herr Prof. Dr. Carl leitete im Rahmen der Veranstaltung die Sektion Fremde (als) Gewaltgemeinschaften. Zur Realität und Wahrnehmung fremder Gewaltkulturen“.

 

Programm

Samstag,  5. November 2011

Nach dem Vorbild einer Initiative der französischen Partnerstadt Blois geht es dem "Weimarer Rendez-vous mit der Geschichte" darum, historische Themen im Dialog zwischen internationalen Experten und interessierten Bürgern zu erörtern. Das dritte Geschichtsfest in Weimar im November 2011 widmete sich unter dem Titel "Gewaltmenschen – Menschengewalt" einem Themenkomplex, der sich mit den vielfaltigen Facetten des Faszinosums "Gewalt" und seiner Bedeutung für die menschliche Gesellschaft auseinandersetzte. Im Rahmen von rund 20 Podiumsdiskussionen und Vorträgen, aber auch einer Filmreihe und kulturellen Abenden wurden Spannungen zwischen Freiheit und Gewalt, Schönheit und Gewalt, 'legitimer' und 'illegitimer' Gewalt ausgelotet und die Beziehung zwischen Medien und Gewalt, zwischen Sprache, Literatur und Gewalt, zwischen Gewalt und Versöhnung dargestellt und diskutiert. In einer Zeitreise durch mehrere Jahrhunderte der Gewaltgeschichte(n) erörterte das aus wissenschaftlichen Mitarbeitern/-innen der Forschergruppe zusammengesetzte Podium unter Leitung von Horst Carl Aspekte des vielschichtigen Themas "Fremdheit und Gewalt" anhand von Söldnergruppen des Dreißigjährigen Krieges, Kosaken in Osteuropa, Kriegergemeinschaften in Afrika und Straßengangs in europäischen Metropolen des 20. Jahrhunderts.

 

Florian Grafl

Als "Al Capone" nach Spanien kam – Zur Wirkung ausländischer Gewaltakteure in Barcelona während der Zwischenkriegszeit

 

Sascha Reif

Fremdheit als Bedrohung und das Eigene im Fremden: Ostafrika im 19. Jahrhundert

 

Daria Starčenko

Einheimische Fremde? Polnisch-litauische Kosaken als Gewaltakteure in einem multikonfessionellen Raum (ausgehendes 16. und 17. Jahrhundert)

 

Patricia Bobak

Gekommen um zu bleiben. Fremdheit und Gewaltverhalten frühneuzeitlicher Söldner im Spannungsfeld von Distanz und Nähe

 

Workshop "Fehdehandeln und Fehdegruppen im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa"

Am 26. und 27. September 2011 fand an der Justus-Liebig-Universität Gießen ein Workshop mit dem Thema: "Fehdehandeln und Fehdegruppen im spätmittelalterlichen und frühneuzeitlichen Europa" statt.

Die Fehdeführung im engeren Sinne gilt als besonders charakteristisch für das römisch-deutsche Reich, das nicht nur ein gewohnheitsrechtlich verankertes Rachehandeln kannte, sondern auch ein "rechtlich anerkanntes und geregeltes Verfahren zur individuellen Rechtsdurchsetzung mit Waffengewalt" (Arno Buschmann). In anderen europäischen Ländern wie etwa dem Königreich Frankreich wurde eigenmächtige Gewaltausübung bereits früher obrigkeitlich unterbunden. Doch auch dort, wo Fehde verboten war, gab es weiterhin Formen von Eigengewalt, die in ihrer Erscheinungsform und in ihrer Funktion Fehden in manchen Zügen ähnelten. Die Vorträge des Workshops fragten nach der Funktion solcher Eigengewalt, nach den Konstellationen, in denen sie zum Einsatz kam, nach den Regeln, die möglicherweise beachtet werden mussten, nach den Grenzen der Gewalt und insbesondere nach den Trägergruppen des Gewalthandelns. Die von den Vortragenden ausgewählten Beispiele erlaubten einen Vergleich von verschiedenen Regionen und Epochen.

 

Programm

Montag, 26. September 2011

 

Christine Reinle

Einführung

 

Mathis Prange

Das englisch-schottische Grenzgebiet im Spätmittelalter – der 'raid' im Kontext der königlichen Politik

 

Andreas Klein

Sozialstruktur auf einem Gewaltmarkt: Border Reiver im englisch-schottischen Grenzland im 16. Jahrhundert

 

Jackson Armstrong

Kommentar

 

Peter Hesse

Gewalt im englischen Spätmittelalter. Das Beispiel der Familie Percy

 

Jean-Philippe Juchs

Kommentar

 

Horst Carl

Fehderechtliche Wurzeln des modernen Kriegsrechts

 

Dienstag, 27. September 2011

 

Daria Starčenko 

Fehdeähnliche Konflikte an der polnisch-litauischen frontier: Zu Formen kollektiver Gewalt im ausgehenden 16. Jahrhundert

 

Istvan Tringli 

Mittäter oder Anstifter? Die Rolle der Helfer bei Fehdehandlungen im spätmittelalterlichen Ungarn

 

Andreas Helmedach 

Kommentar

 

Sascha Reif 

Fehde in Ostafrika? Kollektive Gewaltpraktiken in vorkolonialen Gemeinschaften

 

Jörg Rogge 

Kommentar zum Workshop

 

Jahrestagung der AG "Frühe Neuzeit" zum Thema "Sicherheit in der Frühen Neuzeit"

Am 15. bis 17. September 2011 fand an der Philipps-Universität Marburg die Jahrestagung der AG "Frühe Neuzeit" zu dem Thema: "Sicherheit in der Frühen Neuzeit" statt.

Herr Prof. Dr. Bömelburg und Herr Prof. Dr. Carl leiteten die Sektion Sicherheit vor Gewalt – Sicherheit durch Gewalt.

Thema der Sektion, zu der neben den beiden Sektionsleitern Marian Füssel (Göttingen) und Bernd Klesmann (Paris) Vorträge beisteuerten, war das paradoxe bzw. dialektische Verhältnis von Gewalt und Sicherheit:

 

Programm

Freitag, 16. September 2011

 

Horst Carl 

Einleitung – Landfriedenswahrung vor und durch Gewaltgemeinschaften

 

Hans-Jürgen Bömelburg 

Sicherheit ohne Landfrieden. Sicherheits- und Gewaltgemeinschaften in Polen-Litauen

 

Marian Füssel 

Die Politik der Unsicherheit. Sicherheit, Gewalt und Expansion in den britischen Kolonien im Siebenjährigen Krieg

 

Bernd Klesmann 

Sicherheit im Namen der Nation: "Garde nationale" und "Commune" in Paris, 1789–1794

 

 Ringvorlesung "Gewaltgemeinschaften" (26. April – 5. Juli 2011)

Im Sommersemester 2011 veranstaltete die Forschergruppe "Gewaltgemeinschaften" eine öffentliche Ringvorlesung. Die Teilprojektleiter stellten dabei ihre Forschung vor. Die Ringvorlesung fand immer dienstags, 18 Uhr c.t. im Biologischen Hörsaal der Justus-Liebig-Universität Gießen im Hauptgebäude, Ludwigstraße 23, statt.

Beginn war am 26. April mit dem Vortrag von Prof. Dr. Hans-Ulrich Wiemer zum Thema "Vom warlord zum König in Italien - Theoderich der Große und seine Goten".

Den Flyer zur Veranstaltungsreihe finden Sie bei Interesse unter dem Menüpunkt "Downloads" auf der rechten Menüseite.

 

Die Termine der Vorlesung im Detail:

 

26. April 2011

Hans-Ulrich Wiemer

Vom warlord zum König in Italien – Theoderich der Große und seine Goten

 

3. Mai 2011

Christine Reinle / Peter Hesse

Logik der Gewalt. Der Norden Englands im 15. Jahrhundert

 

10. Mai 2011

Cora Dietl

Höfisch – heroisch – gewalttätig. Ritterliche Gewaltgemeinschaften in der mittelalterlichen Literatur

 

17. Mai 2011

Horst Carl

Lohn der Gewalt. Söldner in der Frühen Neuzeit

 

24. Mai 2011

Hans-Jürgen Bömelburg

Grenzen der Gewalt? Staatsbürgergesellschaften und Gewaltgemeinschaften in Polen-Litauen

 

7. Juni 2011

Winfried Speitkamp

Die Ehre der Krieger. Gewaltgemeinschaften im vorkolonialen Ostafrika

 

14. Juni 2011

Markus Koller / Andreas Helmedach

Räuber im Grenzland – Gewaltgemeinschaften im westlichen Balkanraum

 

21. Juni 2011

Friedrich Lenger / Sharon Bäcker / Florian Grafl 

Die Territorialität der Gewalt. Städtische Gewaltgemeinschaften in Barcelona, Berlin und Wien in der Zwischenkriegszeit

 

28. Juni 2011

Trutz von Trotha / Christine Hardung

Gewaltgemeinschaft und Kriegergesellschaft. Zwei Formen der Ordnung von Gewalt am Beispiel des vorkolonialen Namibia

 

5. Juli 2011

Peter Haslinger

Krieg, Systemkonsolidierung und Gewaltformen in Ostmitteleuropa 19141939

 

Workshop in Florenz

Am 30. und 31. Mai 2011 veranstaltete die Forschergruppe "Gewaltgemeinschaften" gemeinsam mit dem European University Institute den Workshop "Practices and communities of violence from the 16th to the 20th century" in Florenz.

Unter der folgenden Adresse finden Sie den genauen Ablauf der Tagung und weitere Informationen:

 http://www.eui.eu/SeminarsAndEvents/Index.aspx?eventid=64019

 

 

Gewaltgemeinschaften in der Europäischen Zwischenkriegszeit (Internationaler Workshop)

Am 26. Januar 2011 fand im Alexander-von-Humboldt-Haus, Rathenaustraße 24 A, 35394 Gießen von 14–18 Uhr der internationale Workshop "Gewaltgemeinschaften in der Europäischen Zwischenkriegszeit" statt.

Der Workshop sah vor, die Projektbearbeiter in direkten Dialog mit eingeladenen Experten aus dem In- und Ausland zu bringen. Als Kommentatoren nahmen Prof. Dr. Sven Reichardt (Konstanz), Prof. Dr. Dirk Schumann (Göttingen), PD Dr. Reiner Tosstorff (Mainz) und Prof. Dr. Robert Gewarth (Dublin) teil. Im Anschluss an die Präsentationen wurde die Debatte durch die Kommentare der auswärtigen Experten eröffnet. Das Plenum diskutierte einerseits die Perspektive der Zwischenergebnisse. Daran knüpfte sich die Frage an, welche unterschiedlichen Gewaltformen die Teilprojekte konkret behandeln und wie sich gesellschaftliche Veränderungen (z. B. Arbeitslosigkeit, Weltwirtschaftskrise, Konkurrenz mit anderen Gruppierungen) auf die Struktur der Gemeinschaften und ihr Gewalthandeln auswirkten. Andererseits stand neben der physischen Gewalttätigkeit der Gruppen auch ihre Einordnung und Funktionsweise innerhalb ihres sozialen Rahmens im Fokus. So wurde diskutiert, welche Rolle politische Ideologien als Motivation für das gewalttätige Handeln der Gruppen spielten. 

 

Programm

Friedrich Lenger

Begrüßung und Einführung

 

Florian Grafl

Städtische Gewalt in Barcelona nach dem Pistolerismo

 

Sharon Bäcker

Revierkämpfe? Kooperation und Dynamik zwischen Gewaltgemeinschaften in Berlin 1928–1933

 

Vytautas Petronis

Société grise – an attempt of societal reconstruction of the Lithuanian profascist paramilitary organization "Iron Wolf" (late 1920s) 

 

Kommentare von Reiner Tosstorff, Sven Reichardt, Dirk Schumann und Robert Gerwarth

Diskussion

 

Peter Haslinger

Schlusswort

 

Workshop "Beutepraktiken"

28.–29. Oktober 2010
Gästehaus der Justus-Liebig-Universität Gießen

(Alexander-von-Humboldt-Haus, Rathenaustraße 24 A, 35394 Gießen)

Im Rahmen des Workshops "Beutepraktiken" ging es um die Frage, welche Rolle Beute und Beutepraktiken epochen- und kulturübergreifend für Gewaltgemeinschaften spielten. Wie manifestiert sich Gewalt in der Gruppe oder Gewalt gegen andere? Welche Beute wird wie und von wem verteilt? Und  was bedeutet dies für Zusammenhalt oder Auflösung von Gemeinschaften?

 

Programm

Donnerstag, 28. Oktober 2010

 

Theoretische und methodische Perspektiven

 

Hans-Jürgen Bömelburg und Horst Carl

Einführung

 

Michael Jucker

Die List mit der Liste. Mittelalterliche Beuteökonomien und deren Repräsentationen als methodische Herausforderung

 

Cora Dietl

Beute, Gabe und "Souvenir": (Raub-)Güter und ihre Wirkung auf die (fiktive) Gemeinschaft im "Herzog Ernst" (Red. B) 

 

Christoph Krampe

Beute durch Seeräuber. Rechtsfragen seit der Antike

 

Till Förster

Beute und Gemeinsinn: Rebellen-Gouvernanz im Norden der Côte d’Ivoir

 

Öffentlicher Abendvortrag im Konzertsaal des Rathauses

Mischa Meier

Alarich – die Tragödien Roms und des Eroberers

 

Freitag, 29. Oktober 2010


Beutepraktiken in Kriegergemeinschaften

 

Guido M. Berndt

Beute, Schutzgeld und Subsidien. Formen der Aneignung materieller Güter in gotischen Kriegergruppen

 

Stefan Xenakis

Wessen Beute? Beispiele für Beuteansprüche und Beuteverteilung in Süddeutschland an der Wende zur Neuzeit

 

Daria Starčenko

"…als sich die Kosaken ihrem beschämenden Raubdurst hingaben" – Beutepraktiken und Beuteverteilung bei polnisch-litauischen Kosaken am Beispiel der Khotin-Kampagne 1621

 

Beutepraktiken der Peripherie

 

Andreas Helmedach

Beute im Alltag des Grenzraums: Dalmatien, Bosnien und die Herzegowina im 17. und 18. Jahrhundert

 

Stephanie Zehnle

Die Macht der Dinge. Beute und Gewalt in Ostafrika im 19. Jahrhundert

 

Hans-Jürgen Bömelburg und Horst Carl

Fazit

 

 

Conference: "Violence and Societies in East Central Europe, 17th to 20th century"

October 1416, 2010
Vilnius

Conference address:

Lithuanian Institute of History, Kražių st. 5, LT-01108 Vilnius, Lithuania

Contact person:

Dr. Vytautas Petronis, Herder-Institut e.V., Gisonenweg 5-7, D-35037 Marburg/Lahn, Germany, Phone: +49 06421 184 168, Email: vytautas.petronis@herder-institut.de

Die Präsentationen befassten sich unter anderem mit so unterschiedlichen Themen wie den kosakischen Militärgemeinschaften und -verbänden im frühen Polnisch-Litauischen Commonwealth und dem Antisemitismus und antijüdischen Pogromen vor und nach dem Ersten Weltkrieg, mit Gewalt im Rahmen von Bürgerkriegen und Unabhängigkeitskriegen, Unterdrückung und Gewalttätigkeit im spätsozialistischen Ostmitteleuropa und der dortigen Rolle der Todesstrafe. Die beiden keynote speeches wurden von Hans H. Bass (Universität der angewandten Wissenschaften Bremen) und Anu-Mai Koll (Södertörn University Stockholm) gehalten. Beide Vorträge erweiterten den theoretischen und räumlichen Rahmen der Konferenz: Bass vertiefte die Frage nach der Verbindung von Gewalt, Hungersnot und Wirtschaftstheorie, Koll befasste sich vergleichend mit der Entwicklung von rechtsradikalen paramilitärischen Organisationen der Zwischenkriegszeit in den baltischen Regionen.

 

Programme

Thursday, October 14, 2010

 

1st Keynote Speaker: H. H. Bass

Quiet violence, violent excesses. The dynamics of violence in the mid-19th century subsistence crisis in Prussia

 

Panel I (Chair P. Haslinger)

 

M. Kaczka

Groups Using Force in 17th  Century Polish-Lithuanian Commonwealth

 

V. Petronis

Forms of Societal Coercion: Case of the Lithuanian Paramilitary Organisation 'Iron Wolf' (Late 1920s)

 

Panel II (Chair A. Lawaty)

 

D. Starčenko

The Cossack Uprising in 1637/38. Perception and Construction of Violence in Selected Contemporary Sources

 

M. Chvojka

Between Revolution and Stability. The Uprising in Galicia of 1846 and the Habsburg Province Moravia-Silesia

 

Panel III (Chair V. Petronis)

 

A. Miņins

Manifestations of Civil War on the Territory of Latvia 19181920

 

T. Minnik

Terror And Repressions During the Estonian War Of Independence 1918–1919

 

W. Dornik

The 1918 Occupation of the Ukraine by the Central Powers

 

Panel IV (Chair D. Staliūnas)

 

T. Buchen

Anti-Jewish Violence: Dynamics and Representations of the Galician "anti-Semitic Excesses" of 1889

 

K. Richter

"Horrible Were the Avengers, but the Jews Were Horrible, too". Nationalistic Contemporaries Interpret the Pogrom of Dusetos (1905)

 

Friday, October 15, 2010

 

Panel V (Chair A. Lawaty)

 

E. Reder

Pogroms in Poland 1918–20 und 1945/46 in Comparison

 

S. Žemaitytė / L. Venclauskas

From Word to Act: Anti-Semitic Rhetoric Infl uence on Jews and Lithuanians Everyday Relationship in 4th Decade of 20th Century

 

Panel VI (Chair H. Bass)

 

F. Grafl

Urban Violence in Barcelona in the Interwar Years

 

Ž. Mikailienė

The Hippie Movement in Soviet Lithuania: The Tension Between Official and Unofficial Youth Culture and State Violence 

 

2nd Keynote Speaker: A.-M. Kõll

Violence in the Baltic sea region: The question of paramilitary groups 19171945

 

Panel VII (Chair TBA)

 

E. Gioielli

The Terror at Home: Mistresses, Maids, and "Domestic" Politics in Hungary, 19191921

 

M. Becker

German Judges in Occupied Poland During the Second World War

 

D. Brewing

In the Shadow of Auschwitz: Mass Crimes Against Ethnic Poles, 19391945

  

Panel VIII (Chair V. Petronis)

 

V. Ivanauskas

Local Intellectuals, Soviet Indoctrination and "National" Question: Participation, Escape or Resistance

 

P. Kolar

Capital Punishment and State Sovereignty in Late Socialism

 

I. Paslavičiūtė

Violence in Post-Stalinist Everyday Life: Case Studies of the Petitions to the Central Committee of the Lithuanian Communist Party between 1953 and 1964

 

Saturday, October 16, 2010


Panel IX (Chair V. Petronis)

 

S. Zehnle

The Materiality of Violence in 19th Century East Africa

 

G. Brumane

Violence as Part of Political Agitation: the Example of Political Poster in Latvia, 1920–1934

 

Panel X (Chair TBA)

 

E. Kernbauer

Violence, Memory and Narration in the Works of Deimantas Narkevičius

 

A. Griffante

War, Self-Perception and the Nation. Some Refl ections on Personal Diaries in Lithuania During World War 

Closure

 

"Gewalt und Gewaltgemeinschaften in der Geschichte"

Öffentliche Vortragsreihe im Sommersemester 2010

 

Die Termine der Vorlesung im Detail:

 

21. April 2010

Martin Zimmermann

Die Konstituierung von Gewaltgemeinschaften durch mediale Repräsentation in der Antike

 

12. Mai 2010

Horst Brunner

Gewalt und Gewaltgemeinschaften in der deutschen Literatur um 1400

 

19. Mai 2010

Martin Kintzinger

Brigands. Gewaltformationen im französischen Spätmittelalter

 

26. Mai 2010

David Gaunt

Tribal feuds, massacres and genocide. The cultures of inter-ethnic violence in Eastern Anatolia and Northern Mesopotamia 18501920

 

9. Juni 2010

Maurus Reinkowski

Der Verlust imperialer Routine. Radikalisierung und Gewalt in spätosmanischer Zeit

 

16. Juni 2010

Ralf Pröve

Violentia und Potestas. Formen von Gewalt in frühneuzeitlichen Lebenswelten

 

23. Juni 2010

Peter Imbusch

Radikale Gemeinschaften, Radikalisierungsprozesse und gewaltorientierte Lebenswelten

 

30. Juni 2010

Robert Frost

The Death of Military Culture? The Citizen Army and the Military Failure of the Polish-Lithuanian Commonwealth 16481717

 

7. Juli 2010

Elísio Macamo

Tradierte Routinen im Bürgerkrieg in Mosambik (19761992) 

Schrift: groß | normal | klein
Forschergruppe Gewaltgemeinschaften

Forschergruppe Gewaltgemeinschaften
Historisches Institut
Otto-Behaghel-Str. 10 C
35394 Gießen


Tel.: 0049-641-99-28170

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