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Wissenschaftliches Netzwerk "Das osmanische Europa"

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In den Nationalhistoriographien südosteuropäischer Staaten sowie in der Mehrzahl historischer Studien angelsächsischer und westeuropäischer Provenienz wird die Geschichte Südosteuropas primär nur aus der Perspektive einer wissenschaftlichen Disziplin und häufig auch mit einer bestimmten politisch-ideologischen Zielvorgabe geschrieben. Diesen immer noch stark ausgeprägten Tendenzen in der Geschichtsschreibung über die osmanische Herrschaft in Südosteuropa, die ihren Widerhall auch in den gegenwärtigen politischen und gesellschaftlichen Diskussionen in den einzelnen Staaten finden, möchte das Netzwerk "Das osmanische Europa - Methoden und Perspektiven der Frühneuzeitforschung zu Südosteuropa" entgegenwirken und einen auf einer breiten Quellenbasis beruhenden multiperspektivischen und interdisziplinären Zugang zur frühneuzeitlichen Geschichte Südosteuropas unter besonderer Berücksichtigung der osmanischen Epoche erarbeiten. Das Ergebnis soll in einer Sammelmonographie nicht nur der wissenschaftlichen Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden.

 

Mitglieder des Netzwerkes   

° Prof. Dr. Markus Koller, Justus-Liebig-Universität/Giessen (Sprecher)

Wahrnehmung und Erfassung eines Raumes an der Peripherie des Osmanischen Reiches – Osmanisch-Ungarn im 17. Jahrhundert

° Prof. Dr. Suraiya Faroqhi, Bilgi University/ Istanbul (beratendes Mitglied)

° Prof. Dr. Oliver Schmitt, Universität Wien (beratendes Mitglied)

° Dr. Meinolf Arens, München

Das frühneuzeitliche Krimkhanat zwischen Orient und Okzident (mit Denise Klein)

° Dennis Dierks, MA, Jena

Historiographiegeschichte Bosniens in der Neuzeit

° Dr. Neriman Ersoy-Hacısalihoğlu, Istanbul

Die Hafenstadt Varna im Ost-West Handel (18./19. Jhr.)

° Dr. Andreas Helmedach, Berlin

Gewalt im europäischen Teil des Osmanischen Reiches (17./18. Jhr.)

° Denise Klein, MA, München

Das frühneuzeitliche Krimkhanat zwischen Orient und Okzident (mit Dr. Meinolf Arens)

° Dr. Ralf Müller, Leipzig

Prosopographie der Reisenden ins Osmanische Reich

° Konrad Petrovszky, MA, Berlin

Orthodoxe Geschichtsschreibung und ihre Modelle im osmanischen  Südosteuropa (16.-17. Jhr.)

° Nicolas Pissis, Dipl. Phil., München

Russland in den politischen Vorstellungen der griechischen Kulturwelt (1645-1725)

° Dr. Mihailo Popović, Wien

Tabula Imperii Byzantini, Makedonien (nördlicher Teil)

° Dr. Stefan Rohdewald, Passau

Nationale religiöse Erinnerungsfiguren der orthodoxen Südslawen bis 1945

° Dr. Norbert Spannenberger, Leipzig

Transimperiale Interaktion und Herrschertransformation im osmanisch-habsburgischen Grenzraum (1650-1703)

° Daniel Ursprung, MA, Zürich

Die ländliche Gesellschaft der Walachei und der Moldau im 17. Jahrhundert


Termine:

1. Arbeitstreffen: 28. - 29. November 2008 in Gießen

"Zeitentwürfe im osmanischen Südosteuropa. Zwischen Selbstwahrnehmung und sekundärer Beschriebung"

2. Arbeitstreffen: 25.-27. Juni 2009 in Passau

"Zugänge zu Religion und Kultur im Osmanischen Europa"

3. Arbeitstreffen: 3. - 5. Dezember 2009 in Leipzig

"Staat, Herrschaft und Gewalt im osmanischen Europa (16. - 18. Jh.)"

4. Arbeitstreffen: 1. - 3. Juli 2010 in Wien

"Das osmanische Europa - Lebensraum, Wirtschaftsraum, Grenzraum"

 

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Osteuropa

Osteuropäische Geschichte
Philosophikum I 10 D
Tel.: 0049-641-99-28251

Aktuelles
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Redaktion
18.09.2010 18:31
 

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