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2010 Sommersemester
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN
KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE
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Stand 16.07.2010
ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN
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KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE - Vorlesung
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- Prof. Dr. Anja Klöckner
Einführung in die römische Archäologie [ Kommentar | StudIP] Do 12-14, A 5
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK | BA | BA-KdA | L3
Kommentar: In der Vorlesung soll ein grundlegender Überblick über die Epochen, die Chronologie, den geographischen Raum und die zentralen Gegenstände der römischen Antike von republikanischer Zeit bis in die Spätantike geboten werden. Im Vordergrund steht dabei der Zeitraum von der späten Republik bis in die mittlere Kaiserzeit, besonderes Augenmerk gilt der Architektur und der Plastik. Ziel und Vorlesung ist es, zum einen solides Grundwissen der wichtigsten Sachgebiete der Klassischen Archäologie und damit einen Orientierungsrahmen für spätere speziellere Lehrinhalte zu vermitteln, zum anderen in die zentralen Fragestellungen und Forschungsanliegen des Faches einzuführen. Die Vorlesung ist Teil des Basismoduls „Griechische Welt“ des altertumswissenschaftlichen Bakalaureus-Studiengangs (BA) „Kultur der Antike“ und wird mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Literatur:
T. Hölscher, Römische Bildsprache als semantisches System (1987)
| H. von Hesberg, Römische Archäologie und Kunstgeschichte, in: F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie (1997) 601-654
| B. Andreae, Die römische Kunst (1999)
| T. Hölscher, Klassische Archäologie. Grundwissen (2002)
| P. Stewart, Roman Art (2004)
| P. Schollmeyer, Römische Plastik: Eine Einführung (2005)
- Prof. Dr. Anja Klöckner
Rom unter Augustus [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, A 5
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | BA-KdA | MA-GuK-Hf-1Hf | MA-GuK-Hf-2E | MA-HgB
Kommentar: Unter der Regierung des Augustus verändert nicht nur die Stadt Rom ihr Erscheinungsbild in radikaler Weise, auch das konkrete Lebensumfeld ihrer Bewohner unterlag einem grundlegenden Wandel. Anhand ausgewählter Beispiele der materiellen Kultur dieser Zeit will die Vorlesung ein Bild der römischen Gesellschaft dieser Epoche vermitteln . Literatur:
GALINSKY, G. K., Augustan Culture. An Interpretive Introduction, Princeton 1996
ders., The Cambridge companion to the age of Augustus, Cambridge 2005
| HÖLSCHER, T., Römische Bildsprache als semantisches System, Abh. d. Heidelb. Akad. d.Wiss.. Philos.-hist. Kl. 1987/2
| SIMON, E., Augustus. Kunst und Leben in Rom um die Zeitenwende, München 1986
| ZANKER, P., Augustus und die Macht der Bilder, München 1987
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Archäologie Vorlesung
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE - Übung
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- Thomas Becker - Steve Boedecker M. A.
Praktische Übung 'Geoinformationssysteme/Kartierung' mit öffentlicher Ergebnispräsentation [ Kommentar] Blockveranstaltung. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA-KdA | L3 | MA-AL | MA-HgB
Kommentar: Die Übung dient der praktischen Anwendung der in der begleitenden Veranstaltung ‚Geoinformationssysteme’ erworbenen Kenntnisse. Die Ergebnisse der Übung werden in einer öffentlichen Präsentation vorgestellt.
| Blockseminar in der ersten Septemberhälfte, genauer Termin und Ort werden noch bekanntgegeben
- Dr. Ute Klatt
Die Trajanssäule [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | BA-KdA
Literatur:
K. Lehmann-Hartleben, Die Trajanssäule (Berlin - Leipzig 1926)
| F. Lepper - Sh. Frere, Trajan's Column. A new edition of the Cichorius plates. Introduction, commentary and notes (Gloucester - New Hampshire 1988)
| W. Gauer, Untersuchungen zur Trajanssäule. Erster Teil, Darstellungsprogramm und künstlerischer Entwurf (Berlin 1977)
| S. Settis (Hrsg.), La colonna Traiana (Torino 1988)
| G. Webster, The Roman Army in the first and second centuries A.D. (London 1969)
| D. Richter, Das römische Heer auf der Trajanssäule. Propaganda und Realität. Waffen und Ausrüstung. Marsch, Arbeit und Kampf (Mannheim - Möhnesee 2004)
- Prof. Dr. Anja Klöckner - Prof. Dr. Peter von Möllendorff
Kulturgeschichte des antiken Sizilien [ Kommentar | StudIP] Di 12-14, G 25
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | BA-KdA | MA-AL | MA-GuK-Hf-2E | MA-HgB
Kommentar: Die Übung dient der Vorbereitung der Exkursion nach Sizilien und ist für alle Exkursionsteilnehmer verpflichtend (Lehramts-, BA- und Magisterstudiengänge), steht aber auch anderen Interessierten offen. Mit übergreifenden Fragestellungen zur Kulturgeschichte, Architektur und Topographie Siziliens sowie zur Sizilien betreffenden antiken Literatur bietet die Veranstaltung eine Synopse zur Kunst und Kultur dieser Insel von der griechischen Kolonisation bis in die römische Kaiserzeit. | Zu Beginn des Semesters wird ein Reader zur griechischen Literatur mit Sizilienbezug vorliegen. Literatur:
H. Hellenkemper, Die neue Welt der Griechen. Antike Kunst aus Unteritalien und Sizilien. Kat. Ausst. Köln (1998)
| D. Mertens, Städte und Bauten der Westgriechen (2006)
| G. Pugliese Caratelli (Hrsg.), The Western Greeks. Kat. Ausst. Venedig (1996)
- PD Dr. habil. Simone Michel - Freifrau von Dungern
Magie in der Antike [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: Fr, 25.06.2010, 13-18; Sa, 26.06.2010, 12-18; Fr, 09.07.2010, 13-18; Sa, 10.07.2010, 13-18
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Ikonographische, literarische sowie historische Zeugnisse des antiken Zauberwesens werden analysiert, wobei der Focus vorrangig auf das klassische Athen gerichtet wird. | Mythologisch bekannte Zauberinnen werden "portraitiert" und der Magier-Beruf charakterisiert (Aufgaben, soziale Stellung). Historische Bezeugungen magischer Praktiken werden vorgestellt (Zauberpuppen, Defixiones, Papyri, Amulette) und mit literarischen Zeugnissen verglichen, wobei insbesondere der Liebeszauber im Vordergrund stehen soll (Terminologie, Definition, praktische Ausübung). Schließlich kann die von klassischer Zeit bis in die nachchristlichen Jahrhunderte zu belegende (heimliche) Realität der magischen Praxis gesellschaftlichen Normen und Wertvorstellungen gegenübergestellt werden. Literatur:
G. Luck, Magie und andere Geheimlehren in der Antike (1990).
| C.A. Faraone - D. Obbink (Hrsg.), Magika Hiera. Ancient Greek Magic and Religion (1991).
| J.G. Gager, Curse tablets and binding spells from the ancient world (1992).
| R. Daniel - F. Maltomini, Supplementum Magicum I- II. Abhandlungen der Rheinisch-Westfälischen Akademie. Sonderreihe Papyrologica Coloniensia XVI 1.2 (1990- 1992).
| R. Kotansky, Greek Magical Amulets. The Inscribed Gold, Silver, Copper, and Bronze Lamellae, Part I: Published Texts of Known Provenance, Papyrologica Coloniensia XXII 1 (1994).
| M. Meyer - P. Mirecki (Ed.), Ancient Magic and Ritual Power. Religions in the Greco Roman World 129 (1995).
| F. Graf, Gottesnähe und Schadenzauber. Die Magie in der griechisch-römischen Antike (1996).
| B. Ankarloo - S. Clark (Ed.), Witchcraft and Magic in Europe. Vol. 2. Ancient Greece and Rome (1999).
| S. Michel, Die Magischen Gemmen. Zauberformeln und magische Bilder auf geschnittenen Steinen der Antike und Neuzeit ( 2004).
| I. Petrovic, Von den Toren des Hades zu den Hallen des Olymp. Artemiskult bei Theokrit und Kallimachos (2007). Internet: www.focus.at/archiv/tuczay_magie1.html | www.focus.at/archiv/tuczay_magie2.html | de.wikipedia.org/wiki/Magie
- Dipl. geogr. Adam Plata
Einführung "Geoinformationssysteme" [ Kommentar] Di 18.15-19.45, 117 (Schloßgasse)
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA-KdA | L3 | MA-AL | MA-HgB
Kommentar: Einführung in vektororientierte Geographische Informationssysteme (GIS) am Beispiel von ArcGIS 9.2. Die Lehrveranstaltung behandelt einige theoretische Grundlagen vektororientierter GIS. Der überwiegende Teil der Veranstaltung konzentriert sich auf grundlegende Kenntnisse in der praktischen Anwendung des Softwarepakets ArcGIS 9.2. | Folgende Punkte werden behandelt:
- Aufbau von ArcGIS mit den Komponenten ArcCatalog, ArcMap und ArcToolbox,
- Benutzeroberfläche von ArcCatalog,
- Daten anzeigen und verwalten mit dem ArcCatalog,
- Benutzeroberfläche von ArcMap,
- Zeichenvorschriften erstellen mit ArcMap
- Beschriftungen erstellen mit ArcMap
- Kartenelemente in das Layout einfügen,
- Georeferenzierung,
- Digitaliserungsfunktionen,
- Tabellenerstellung und -bearbeitung,
- Datenselektion,
- grundlegende GIS-Analysen,
- Einführung in die Benutzung einer "Personal Geodatabase"
- Abschlussübung
Literatur:
ArcInfo 9 - Using ArcGIS Desktop, ESRI, 2009. (Die Literatur wird den Teilnehmern zu Beginn der Veranstaltung zur Verfügung gestellt.)
- Dr. des. Michaela Stark
Die Göttin und die Stadt. Die Akropolis von Athen als Beispiel für Geschlechterdiskurse im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. [ Kommentar] Do 10-12, G 333
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | BA-KdA
Kommentar: Die überwältigende Masse der Weihgeschenke archaischer Zeit stellt junge Mädchen dar. Adressantin solcher Votive ist die jungfräuliche Stadtgöttin Athena, die durch ihre Wehrhaftigkeit und kriegerische Ikonographie vom kanonischen Frauenbild abweicht. Auch andere wichtige Bildzeugnisse, mit denen sich die Stadt Athen in klassischer Zeit repräsentiert, stellen das Bild der Göttin in den Mittelpunkt. | Anhand der statuarischen Weihgaben und des architektonischen Bildschmucks des wichtigsten Heiligtums Athens sollen Geschlechterrollen in Religion und sakralem Raum und ihre gesellschaftspolitische Relevanz untersucht werden. | Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung stehen die intensive Beschäftigung mit den statuarischen Denkmälern auf der Akropolis und deren stilistische und ikonographische Einordnung. Literatur:
L. Schneider - C. Höcker. Die Akropolis von Athen. Eine Kunst- und Kulturgeschichte. (Darmstadt 2001)
| W. Martini, Die archaische Plastik der Griechen (Darmstadt 1990)
| J. Neils, Goddess and polis. The Panathenaic festival in ancient Athens (Hanover 1992)
| K. Karakasi, Archaische Koren (München 2001)
| C. M. Keesling, The Votive Statues of the Athenian Acropolis (2003)
| M. Meyer/N. Brüggemann, Kore und Kouros. Weihgaben für die Götter (2007)
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Archäologie Übung
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE - Seminar
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- Prof. Dr. Anja Klöckner
Neue Funde und Forschungen [ Kommentar | StudIP] Mo 18-20, G 333
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | MA-GuK-Hf-1Hf | MA-GuK-Hf-2E | MA-HgB
- Dr. Ulrike Theisen
Monumente des Triumphs [ Kommentar | StudIP] Fr 10-12, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | BA-KdA | MA-GuK-Hf-1Hf | MA-GuK-Hf-2E | MA-HgB
Kommentar: Die Triumphrepräsentation der iulisch-claudischen Kaiser orientiert sich stark an den Bildprogrammen des Octavian bzw. des späteren Kaiser Augustus. Nach Abkehr von der Formensprache republikanischer Zeit werden in der Folge die Darstellungen von virtus, clementia, iustitia und pietas zu Leitbildern, um den Herrschaftsanspruch und die dynastischen Bestrebungen des Augustus zu legitimieren. Die eindrücklichste Manifestation der Prinzipatsikonographie stellt das Ausstattungsprogramm des Forum Augustum in Rom dar. Wie tragfähig dieses übergeordnete Bezugssystem ist, zeigt die Adaption von Ausstattungs- und Aussagesequenzen in italischen Städten und den Provinzen. Anhand der Foren von Pompeji und Mérida werden exemplarisch staatliche und private Bauprojekte vorgestellt, die verdeutlichen, dass das ikonographisch wie ideologisch komplexe System des Augustus auch unter Kaiser Claudius immer noch dazu angetan war, den jeweiligen Herrschaftsanspruch zu formulieren. Literatur:
ESCHEBACH, L. 1993. Gebäudeverzeichnis und Stadtplan der antiken Stadt Pompeji. Köln, Weimar, Wien.
| HOFTER, M. (Hrsg.) 1988. Kaiser Augustus und die verlorene Republik (Ausstellungskatalog Berlin). Mainz.
| KÖB, I. 2000. Rom - ein Stadtzentrum im Wandel. Untersuchungen zur Funktion und Nutzung des Forum Romanum und der Kaiserfora in der Kaiserzeit. Diss. Hamburg.
| LUMMEL, P. 1991. 'Zielgruppen' römischer Staatskunst. Die Münzen der Kaiser Augustus bis Trajan und die trajanischen Staatsreliefs. München.
| MAU, A. 1896. "Die Statuen des Forums von Pompeji", RM 11. 150 - 156.
| ROEHMER, M. 1997. Der Bogen als Staatsmonument: zur politischen Bedeutung der römischen Ehrenbögen des 1. Jhs.n.Chr.. München.
| RÜPKE, J. 1990. Domi militiae. Die religiöse Konstruktion des Krieges in Rom. Diss. Stuttgart.
| SPANNAGEL, M. 1999. Exemplaria Principis. Untersuchungen zu Entstehung und Ausstattung des Augustus-Forums. Heidelberg.
| TRILLMICH, W. 1990 "Colonia Augusta Emerita, die Hauptstadt von Lusitanien". Trillmich, W., Zanker, P. (Hgg.), Stadtbild und Ideologie. Die Monumentalisierung hispanischer Städte zwischen Republik und Kaiserzeit (Kolloquium Madrid 19.-23. Oktober 1987) München. 299-302.
TRILLMICH, W. u.a. (Hg.). 1993. Hispania Antiqua. Denkmäler der Römerzeit. Mainz.
TRILLMICH, W. 1994. "Aspekte der Augustus-Nachfolge des Kaisers Claudius", Strocka, V. M. (Hg.). Die Regierungszeit des Kaisers Claudius (Kongr. Freiburg 1991). Mainz.
TRILLMICH, W. 1995. "Gestalt und Ausstattung des Marmorforums in Mérida", Madrider Mitteilungen 36. 269-291.
TRILLMICH, W. 1996. "Eine Wiederholung der Aeneas-Gruppe vom Forum Augustum samt ihrer Inschrift in Mérida", RM 103. 128–133.
| WALLAT, K. 1987. Die Ostseite des Forums von Pompeji. Frankfurt am Main. WEBER, E. (Hg.) 2004 (zuerst 1970). Res Gestae Divi Augusti. Meine Taten. Düsseldorf. ZANKER, P. 1968. Forum Augustum. Das Bildprogramm, Tübingen. ZANKER, P. 1972. Forum Romanum. Die Neugestaltung durch Augustus, Tübingen. ZANKER, P. 1988. Pompeji. Mainz. \intbl\yts15 ZANKER, P. 19902. Augustus und die Macht der Bilder. München.
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Archäologie Seminar
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE - Hauptseminar
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- Prof. Dr. Norbert Eschbach
Materielle Kultur im früheisenzeitlichen Griechenland [ Kommentar | StudIP] Fr 10-12, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert
Literatur:
J. N. Coldstream, Geometric Greece. New York (1977).
.
| J. N. Coldstream, Greek Geometric Pottery. A Survey of Ten Local
Styles and their Chronology (1968).
| R. Garland, The Greek Way of Death. Ithaca, N.Y. (1985).
| S. Langdon (Hrsg.), From Pasture to Polis: Art in the Age of Homer.
Exhibition catalogue. Columbia (1993).
| B. Schweitzer, Die geometrische Kunst Griechenlands (1966).
| A. Snodgrass, The Dark Ages of Greece (1971)
| J. Whitley, Styles and Society in Dark Ages Greece. The Changing
Face of a Pre-literate Society 1100-700 BC. (1991)
- Dr. Mathias Recke
Kyprische Keramik (mit Exkursion) [ Kommentar | StudIP] Mi 14-16, G 333
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert
Kommentar: Ausgehend von der aktuellen Ausstellung "Kult-Tisch. Kyprische Kermaik im Kontext" und anhand des dort versammelten Materials werden die verschiedenen keramischen Gattungen, die auf der Insel Zypern von der Frühbronzezeit bis in den Hellenismus vertreten sind, studiert: Da anhand von Originalen unmittelbar mit der Keramik gearbeitet werden kann, bietet das Seminar die Möglichkeit, spezifische Charakteristika der verschiedenen Waren kennen zu lernen, die sich anhand von Photographien und Zeichnungen nicht vermitteln lassen. Dazu gehören u.a. Beobachtungen zur Oberflächengestaltung und Fertigungstechniken. Ein gemeinsamer Besuch der Zypern-Ausstellung in Hildesheim wird das Seminar abrunden und die erarbeiteten Merkmale der keramischen Kultur vor dem umfassenderen Hintergrund der materiellen Kultur des kyprischen Archäologie verorten.
| Absprache der Termine in der ersten Sitzung, da das Seminar über weite Strecken als Blockveranstaltung im Wallenfels’schen Haus stattfinden wird Literatur:
K. Nys – M. Recke, Kult-Tisch. Kyprische Keramik im Kontext. (Gießen 2010)
| M. Yon, Manuel de Céramique Chypriote I. Problèmes, Historiques, Vocabulaire, Méthode (Lyon 1976)
| C. M. Adelman, Cypro-Geometric Pottery: Refinements in classification (Göteborg 1976)
| P. M. Bikai, The Phoenician Pottery of Cyprus (Nikosia 1987)
| D. Frankel, Middle Cypriote White Painted Pottery. An Analytical Study of the Decoration (Göteborg 1974)
| Grundlegend die Publikationen der Swedish Cyprus Expedition (SCE):
| P. Dikaios, J. R. Stewart, The Stone Age and the Early Bronze Age in Cyprus. SCE IV:1A (Lund 1962).Ausgrabungsberichte im RDAC.
| P. Åström, The Middle Cypriote Bronze Age. SCE IV:1B (Lund 1972).
| P. Åström, The Late Cypriote Bronze Age. Architecture and Pottery. SCE IV:1C (Lund 1972).
| E. Gjerstad, The Cypro-Geometric, Cypro-Archaic and Cypro-Classical Periods. SCE IV:2 (Stockholm 1948).
| O. Vessberg – A. Westholm, The Hellenistic and Roman Periods. SCE IV:3 (Lund 1956).
| Materialsammlungen im Corpus of Cypriot Antiquities (CCA) in der Reihe SIMA (Studies in
Mediterranean Archaeology); Ausgrabungsberichte im RDAC.
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Archäologie Hauptseminar
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE - Exkursion
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- Prof. Dr. Anja Klöckner - Prof. Dr. Peter von Möllendorff
Exkursion 'Sizilien' [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung. Termine: Sa, 18.09.2010 - Sa, 02.10.2010
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | BA-KdA | MA-AL | MA-GuK-Hf-2E | MA-HgB
Kommentar: Die Exkursion findet voraussichtlich in der 2. Septemberhälfte 2010 statt. Der genaue Termin wird noch bekanntgegeben. | Die Exkursion führt zu den wichtigsten antiken Stätten und Antikenmuseen Siziliens: u. a. Catania, Syrakus, Agrigent, Selinunt, Segesta und Palermo. Geschult werden soll die Fähigkeit zur reflektierten Auseinandersetzung mit Befunden, archäologischen Denkmälern und originalen Kunstwerken in ihrer besonderen, nur vor Ort und durch Autopsie erfahrbaren Qualität. Zugleich ist damit die Gelegenheit geboten, antike Texte, die in und / oder über Sizilien verfaßt wurden, in ihren genuinen Zusammenhang zu stellen.Die Exkursion ist Teil des Vertiefungsmoduls Exkursion in den BA-Studiengängen KdA und GuK, aber auch für Lehramtsstudierenden (Latein / Griechisch) sowie für Studierende im Magisterstudiengang Klassische Archäologie offen. Zur Vorbereitung muß die Exkursionsübung ‚Sizilien’ besucht und ein Leistungsnachweis (Referat) erbracht werden.
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Archäologie Exkursion
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE ARCHÄOLOGIE - Sprachkurs
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- Dr. Theodora Dimitroulia-Kohlhaas
Lektüre und Interpretation neugriechischer Literatur [ Kommentar | StudIP] Mi 18-20, C 29
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Inhalte: Bearbeiten verschiedener Textsorten und Themen aus Literatur und Lyrik, Presse, Geschichte, Kunst, Landeskunde und Kultur. | Ziele | Förderung der Sprachbeherrschung, Erwerben eines breiten Spektrums von Kenntnissen über Land, Gesellschaft, Geschichte, Kultur und aktuelles Leben. | Teilnahmevoraussetzungen | Sprachkurse Neugriechisch I, II oder entsprechende Sprachkenntnisse
- Dr. Theodora Dimitroulia-Kohlhaas
Neugriechisch II [ Kommentar | StudIP] Mi 14-16, C 29
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Der Kurs ist die Fortsetzung des im vergangenen Semesters angefangenen SK I. Es ist für alle gedacht, die den Anfängerkurs im WiSe 2008-09 besucht haben; auch Einsteiger mit entsprechendem Niveau sind willkommen. Literatur:
Ta nea ellinika gia xenous Aristoteles Universität Thessaloniki 2005 . ISBN: 960-231-037-5. (Τα νέα ελληνικά για ξένους, Θεσσαλονίκη 2005 Αριστοτέλειο Πανεπιστήμιο – Ιδρυμα Μανόλη Τριανταφυλλίδη). (Wir beginnen ab Kapitel 7.)
- Dr. Theodora Dimitroulia-Kohlhaas
Neugriechisch IV [ Kommentar | StudIP] Mi 16-18, C 29
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Der Kurs baut auf den drei vergangenen Sprachkursen auf. | Studierende mit entsprechenden Kenntnissen können einsteigen. Literatur:
Mathimata Ellinikon – endatiki methodos, University Studio Press Thessaloniki 2001 ISBN: 960-12-0765-1. (Μαθήματα Ελληνικών, μέθοδος εντατικής διδασκαλίας) (Wir beginnen ab Kapitel 8)
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Archäologie Sprachkurs
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KLASSISCHE PHILOLOGIE
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE PHILOLOGIE - Vorlesung
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- Dr. Vera Binder
Einführung in die römische Literatur [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, E 6
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK | BA | BA-KdA | L3
Kommentar: Im Rahmen des Moduls Römische Welt vermittelt die Vorlesung Grundwissen zur antiken römischen Literatur. In einem chronologischen Durchgang von der republikanischen Zeit bis zur Spätantike sollen (unter anderem übergreifender Leitthemen wie etwa "Griechenland und Rom", "otium und Bildung") zeit-, gattungs- und autorenspezifische Besonderheiten deutlich gemacht sowie die Präsentationsformen und Rezeptionsräume römischer Literatur beleuchtet werden. | Eine Textsammlung wird rechtzeitig zu Beginn des Sommersemesters als pdf-Datei zur Verfügung gestellt werden. Literatur:
M. v. Albrecht (Hrsg.), Die römische Literatur in Text und Darstellung, Band 1-5, Stuttgart 1985-1991 (Reclam).
| M. Fuhrmann, Geschichte der römischen Literatur, Stuttgart 2005 (ISBN 978-3150176580) (Anschaffung erforderlich, Lektüre wird für die Klausur vorausgesetzt)
| G. Conte, Latin Literature: A History, Baltimore 1994 (ISBN 978-0801862533) (Anschaffung nicht akut für die Veranstaltung erforderlich, aber mittelfristig nachdrücklich empfohlen)
| M. v. Albrecht (ed.), Die römische Literatur in Text und Darstellung, Band 1-5, Stuttgart 1985-1991(ISBN 978-3150300107) (nützliche Anthologie)
| M. v. Albrecht, Geschichte der römischen Literatur von Andronicus bis Boëthius: Mit Berücksichtigung ihrer Bedeutung für die Neuzeit, 2 Bd., München 4 1997 (ISBN 978-3423300995) (Umfassende Literaturgeschichte, für Studierende auch als Nachschlagewerk geeignet)
- Prof. Dr. Helmut Krasser
Elegie [ Kommentar | StudIP] Mi 18-20, A 5
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | BA-KdA | L3
Kommentar: Anhand ausgewählter Beispiele, die von der frühgriechischen Lyrik (u.a.. Archilochos, Solon) über den Hellenismus (u.a. Kallimachos) bis in die augusteische Zeit (Tibull, Properz, Ovid) reichen, sollen Zielsetzungen und Probleme einer Klassifikation von Texten nach Gattungen in den Blick genommen werden. Einen besonderen Schwerpunkt wird im Rahmen der Vorlesung die römische Liebeselegie und ihre literarischen Transformationsprozesse bilden. Ein Reader wird zur Verfügung gestellt. | Die mündliche Modulprüfung wird im Zeitraum vom 13-15.10 2010 durchgeführt.
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Philologie Vorlesung
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE PHILOLOGIE - Übung
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- Mario Baumann
Griechische Sprachübungen I [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, D 109
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Basierend auf Vorkenntnissen im Umfang des Graecums wird in diesem Kurs die aktive Beherrschung zentraler Teile der griechischen Grammatik erarbeitet. Im Vordergrund stehen: aktive Wortschatzarbeit, Erweiterung der Kenntnisse der Formenlehre (insbes. unregelmäßige Verben) sowie folgende Bereiche der Syntax: einfacher Satz, Infinitiv, Partizip, Konditionalsatz (damit verbunden Einführung in den Gebrauch der Modi). Gearbeitet wird in erster Linie auf dem Niveau von Einzelsätzen, im Vordergrund steht die Übersetzung aus dem Deutschen ins Griechische. | Von den Teilnehmern wird neben regelmäßiger Teilnahme die laufende Bearbeitung von Hausaufgaben erwartet, für die Sie im Rahmen der Einteilung Ihrer Arbeitswoche unbedingt einige Zeit einplanen sollten. Literatur:
Eduard Bornemann, Ernst Risch: Griechische Grammatik, Diesterweg (bitte anschaffen)
| Hermann Menge: Repetitorium der griechischen Syntax, WB Darmstadt (bitte anschaffen)
| Hans Zinsmeister: Griechische Laut- und Formenlehre (Anschaffung fakultativ)
- Mario Baumann
Trojaausstellung: Planung und Vorbereitung [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, G 25
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA-KdA | L3
Kommentar: Gegenstand dieser Übung ist die konkrete Vorbereitung der Ausstellung zum Troja-Stoff, die im Sommer 2010 stattfinden wird und deren Ausrichtung das Ziel dieses Projekt- und Präsentationsmoduls darstellt. Vorbereitung bedeutet dabei zum einen die Konzeptionierung der Ausstellung im Detail, sowohl was die einzelnen Inhalte als auch was deren Präsentation angeht; dabei werden wir eng an die beiden anderen Veranstaltungen des Moduls und die dort erarbeiteten inhaltlichen wie vermittlungstechnischen Grundlagen anschließen. Zum anderen ist es die Aufgabe dieser Übung, die eigentliche Herstellung der Präsentationsmedien - vorgesehen sind Schautafeln, Bildprojektion und Audiopräsentation - und die Installation am Ausstellungsort, der Antikensammlung im Wallenfels’schen Haus, zu organisieren und aus fachlich-philologischer Sicht zu begleiten. | Zur näheren Information findet am 10.2.10 um 12 Uhr eine Vorbesprechung in der Bibliothek der Klassischen Philologie statt.
- Dr. Vera Binder
Demosthenes, Rede über den Kranz [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, D 209
Studiengänge: nichtmodularisiert | L3
Kommentar: Demosthenes begegnet uns - wie Cicero - in einer Doppelexistenz als (superb erfolgreicher und sprachlich Maßstäbe setzender) Autor und als (letztlich gescheiterter und gewaltsam zu Tode gekommener) Politiker. In dieser Lektüreübung soll eine seiner bekanntesten Reden, die sogenannte Kranzrede, die nicht zuletzt eine umfassende Rechtfertigung seines politischen Programms darstellt, gelesen werden. Dabei soll auch der Frage nach Möglichkeiten, diesen komplexen Text im Schulunterricht zu behandeln, nachgegangen werden. | Maßgeblich ist die kritische Ausgabe von M. Dilts, Band I, Oxford 2002 (Oxford Classical Texts). Zur ersten Sitzung sollte der Text der Rede jedem Teilnehmer in Kopie vorliegen. Literatur:
H. Yunis, Demosthenes, On the crown, Cambridge 2001 (Edition, englische Übersetzung, Kommentar)
| S. Usher, Greek orators : V, On the crown, Warminster 1993 (englische Übersetzung, Kommentar)
| G. A. Lehmann, Demosthenes von Athen, München 2004 (Biographie)
| M. H. Hansen, Die athenische Demokratie im Zeitalter des Demosthenes : Struktur, Prinzipien und Selbstverständnis, Berlin 1995 (Zum historischen Hintergrund)
| I. Worthington (ed.), Demosthenes : statesman and orator, London 2000. (Neuester Sammelband)
| H. Yunis, Politics as Literature: Demosthenes and the Burden of Athenian Past, in: E. Carawan (ed.), Oxford Readings in the Attic Orators, Oxford 2007, S. 371 - 390 (Guter Ausgangspunkt zum Verständnis der Herausforderungen, die diese Rede an Demosthenes stellte)
- Dr. Vera Binder
Einführung in die Methoden und Arbeitsmittel der Klassischen Philologie [ Kommentar | StudIP] Do 8-10, C 30
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | BA-KdA | L3
Kommentar: In dieser Übung sollen die wesentlichen Methoden und Arbeitsinstrumente der Klassischen Philologie vorgestellt werden und an ausgewählten Fragen erprobt, angewandt und eingesetzt werden; sowohl lateinische Sprachkenntnisse als auch Grundkenntnisse im (Alt-)Griechischen sind zwingend erforderlich. | Das sehr empfehlenswerte Skript einer Kollegin von der Universität Wuppertal wird als pdf-Datei zum Semesterbeginn zur Verfügung gestellt werden. Literatur:
P. Riemer - M. Weißenberger - B. Zimmermann, Einführung in das Studium der Latinistik, München 1998 (ISBN 978-3406440519) (Anschaffung für Studenten des Faches Latein empfohlen)
| P. Riemer - M. Weißenberger - B. Zimmermann, Einführung in das Studium der Gräzistik, München 2000 (ISBN 978-3406466298) (Anschaffung für Studenten des Faches Griechisch empfohlen)
| F. Graf (ed.), Einleitung in die lateinische Philologie, Stuttgart 1997
| H.-G. Nesselrath (ed.), Einleitung in die griechische Philologie, Stuttgart 1997
- Dr. Vera Binder
Griechische Sprachübungen III [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, D 209
Studiengänge: nichtmodularisiert | L3
Kommentar: In dieser Übung soll erneut der aktive gebrauch des (Alt-)Griechischen eingeübt werden, auch unter der Zielsetzung des Entwerfens von Schulklausuren zu spezifischen Bereichen der Grammatik; griechischer Referenztext ist Demosthenes' Kranzrede. Literatur:
H. Menge - A. Thierfelder - J. Wiesner, Repetitorium der griechischen Syntax, Darmstadt 10 1999 (ISBN 978-3534230426)
- Dr. Vera Binder
Lateinische Sprachübungen III [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, G 25
Studiengänge: nichtmodularisiert | L3
Kommentar: In dieser Übung sollen nochmals etliche ausgewählte Kapitel der lateinischen Grammatik in ihrer aktiven Beherrschung eingeübt und insbesondere das Übersetzen ins Lateinische erprobt werden, auch unter dem Aspekt der Gestaltung von Klausuren. Literatur:
H. Menge - T. Burkard - M. Schauer, Lehrbuch der lateinischen Syntax und Semantik, Darmstadt 4 2009 (ISBN 978-3534230006) (dem Gedanken an eine Anschaffung sollten höhere Semester trotz des beträchtlichen Preises allmählich nähertreten)
| C. Meißner - C. Meckelnborg, Lateinische Phraseologie, Darmstadt 3 2008 (ISBN 978-3534223633 ) (Anschaffung, sofern noch nicht erfolgt, empfohlen)
- Timothy Hörl M. A.
Präsentationstechnik (medienprakt. Übung zur Troja-Ausstellung) [ Kommentar | StudIP] Mo 8-10, Ort: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | L3
Kommentar: In dieser Übung zur Präsentationstechnik beschäftigen wir uns vorranging mit den Themen Bildbearbeitung und Layout. Der Gegenstand des Kurses ist die technische Umsetzung und Produktion der Troja-Ausstellung, die im Sommer 2010 stattfinden wird und deren Ausrichtung das Ziel dieses Projekt- und Präsentationsmoduls darstellt. Nach der Einführung in die Grundlagen der Bildbearbeitung und der Diskussion grundlegender Gestaltungsregeln insbesondere für grossformatige Präsentationsaushänge werden wir in die eigentliche Produktionsphase übergehen und nach einer Einarbeitung in entsprechende Software das Ausstellungsmaterial erstellen.
| Zur näheren Information findet am 10.2.10 um 12 Uhr eine Vorbesprechung in der Bibliothek der Klassischen Philologie statt.
- Prof. Dr. Helmut Krasser
Der Trojastoff und seine Rezeption in der antiken Literatur [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, G 25
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA-KdA | L3
Kommentar: Die Veranstaltung dient der Vorbereitung einer auf den Trojastoff bezogenen Ausstellung. Anhand ausgewählter Texte sollen die wichtigsten Stationen der antiken Rezeptionsgeschichte der Erzählung von Troja erschlossen werden. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Aspekten von Gattung und Medialität sowie dem Verhältnis der Texte und ihrer Form zu spezifischen kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen. Die hier erarbeiteten Informationen sollen für eine Tafelpräsentation aufbereitet werden. Die genauen Modalitäten werden in einer Vorbesprechung am 10.2. 2010 um 12 Uhr geklärt.
- Prof. Dr. Helmut Krasser
Properz / Kallimachos [ Kommentar | StudIP] Mo 14-16, G 26
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | BA-KdA | L3
Kommentar: Im Rahmen der Übung soll mit der aitiologischen Elegie ein spezifischer Teilbereich des elegischen Gattungssystems näher beleuchtet werden. Im Mittelpunkt steht dabei das vierte Buch der Elegien des Properz. Properz nimmt dabei programmatisch Bezug auf die aitiologische Dichtung des Kallimachos, dessen Aitiadaher ebenfalls in exemplarischen Analysen Berücksichtigung finden werden. | Neben den spezifischen aitiologischen Darstellungstechniken und Fragen der Intertextualität, sollen dabei insbesondere auch die kulturellen und gesellschaftlichen Rahmenbedingungen für aitiologische Dichtung in den Blick genommen werden. | Zur ersten Sitzung ist Properz 4, 1 vorzubereiten. Literatur:
Textausgabe Properz: Sexti Properti libri elegiarum IV, ed. P. FEDELI, Stuttgart/Leipzig 1994 ( 2. Aufl.)
| Textausgabe Kallimachos: Kallimachos Werke (gr. u. dt.), herausgegeben und übersetzt von Markus Asper, Darmstadt 2004
- Kai Rupprecht
Ovid, Amores [ Kommentar | StudIP] Di 18-20, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | L3
Kommentar: Der Gegenstand dieser Lektüreübung ist das erste Hauptwerk des Ovid, die in dem Jahrzehnt nach 25 v. Chr. entstandenen, uns in ihrer Überarbeitung durch den Dichter vorliegenden Amores: "Liebesgedichte", in denen er viele Facetten dieses (fiktiven?) Gefühles beleuchtet und u.a. die Liebe zu einer Frau namens Corinna besungen wird. | Hier findet die Tradition der römischen Liebeselegie, an u.a. Gallus, Properz und Tibull (aber auch an Catull) anknüpfend, einen weiteren Höhepunkt, jedoch auch ein gewisses Ende. Virtuoser Umgang mit verschiedenen antiken Gattungen paart sich mit der Ironisierung und Parodie von literarischen und gesellschaftlichen Konventionen. | Neben der Lektüre ausgesuchter Gedichte in einer ein(!)sprachigen Ausgabe (s.u.) wird auch eine détaillierte Einführung in die lateinische Metrik und die Arbeit mit textkritischen Apparaten im Fokus der Veranstaltung liegen. Rege Mitarbeit und umfassende Vorbereitung der Sitzungspensa wird vorausgesetzt. Literatur:
P. Ovidi Nasonis Amores, Medicamina Faciei Femineae, Ars Amatoria, Remedia Amoris. Edidit brevique adnotatione critica instruxit Edward J. Kenney. Oxford 1961 (wird in StudIP bereit gestellt)
| P. Ovidi Nasonis Amorum Libri tres. Erklärt von Paul Brandt. Leipzig 1911
| Ovid: Amores. Ed. by J.C. McKeown. Vol. I: Text and Prolegomena. Liverpool 1987 (Arca 20); Vol. II: A Commentary on Book One. Leeds 1989 (Arca 22)
| Ovid's Amores. Book One. Ed. with Translation and Running Commentary by John A. Barsby. Oxford 1973
| Ovid: The second book of Amores. Ed. with translation and commentary by Joan Booth. Warminster 1991
| Francis Cairns, Generic Composition in Greek and Roman Poetry, Edinburgh 1972 (2. Auflage 2008) dd
- Julia Schäfer-Schmitt M. A.
Fachdidaktische Themen und Fragen des Mittelstufenunterrichts [ Kommentar] Mi 16-18, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Die Veranstaltung richtet sich an die Lehramtsstudenten aller Semester und bietet die Gelegenheit zur Beschäftigung mit Fragestellungen aus dem Bereich der Lateinischen Fachdidaktik (vor allem in Hinblick auf den Mittelstufenunterricht).
- Prof. Dr. Peter von Möllendorff
Lysias [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, D 209
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Von dem außerordentlich umfangreichen Redencorpus des wohl bedeutendsten attischen Prozeßlogographen Lysias sind uns nur 35 Reden erhalten, von denen zudem einige in ihrer Echtheit umstritten sind. Ziel des Kurses ist es, einen Überblick über das erhaltene Werk zu gewinnen; daher werden einige der kürzeren Reden vollständig, aus anderen signifikante Ausschnitte gelesen werden. Ein vollständiges Programm wird zu Semesterbeginn vorgelegt. Ich empfehle zur Vorbereitung die Lektüre der Lysias-Abhandlung des Dionysios v. Halikarnaß, die die ausführlichste antike Würdigung dieses Redners darstellt. | Kläger und Beklagte in einem attischen Gerichtsverfahren der klassischen Zeit mußten ihre Darlegungen ohne Anwalt selbst vortragen. Lysias für seine Mandanten geschriebene Reden bestechen durch ihre sachliche Klarheit, hinter der dennoch stets der Charakter des jeweiligen Sprechers sichtbar wird. | Wer bereits in der vorlesungsfreien Zeit mit der vorbereitenden Lektüre beginnen möchte, kann sich die erste Rede (Verteidigung der Tötung des Eratosthenes) vornehmen. Literatur:
Lysiae Orationes, ed.C.Hude, Oxford 11912 (seither in Nachdrucken bis 1985) ((empfohlene Textausgabe))
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Philologie Übung
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE PHILOLOGIE - Proseminar
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- Dr. Chr. Oemisch
Themistokles [ Kommentar] Diese Lehrveranstaltung ist für das WS 2010/11 vorgesehen.
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | BA-KdA | L2L5 | L3
Literatur:
Wolfgang Blösel, Themistokles bei Herodot: Spiegel Athens im 5. Jh. Studien zur Geschichte und historiographischen Konstruktion des griechischen Freiheitskampfes 480 v. Chr., Stuttgart 2004
| Johannes Papastravrou, Themistokles, Darmstadt 1978
| Hartmut Leppin, Einführung in die Alte Geschichte, München 2005
| Eckard Wirbelauer, Antike, München 2004
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Philologie Proseminar
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE PHILOLOGIE - Seminar
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- Prof. Dr. Peter von Möllendorff
Tibull [ Kommentar | StudIP] Mo 12-14, G 26
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | BA-KdA | L3
Kommentar: Die beiden Elegienbücher des 19 v. C. mit knapp 35 Jahren jung verstorbenen Albius Tibullus (Buch I und II des ihm zugeschriebenen Gedichtecorpus) sollen im Rahmen dieses Seminars vollständig gelesen und interpretiert werden. Die Frage nach Tibulls spezifischer poetischer Technik schließt die Betrachtung des sozial-, gattungs- und geistesgeschichtlichen Hintergrundes ein. | Anders als die beiden anderen Klassiker des Dreigestirns der römischen Liebeselegie, Properz und Ovid, haben Tibulls Elegien das Liebesverhältnis des lyrischen Ichs zu mehreren erotischen Partnern, zwei puellae namens Delia und Nemesis, außerdem einem Knaben, Marathus, zum Gegenstand. Aber auch der gewählte elegische Chronotop fällt aus der Reihe: Nicht die Stadt Rom, sondern eine idyllische Landgegend wird zum bevorzugten Ort der träumerischen Liebesreflexion in einfacher, aber assoziationsreicher Sprache und oft komplexer Gedankenfügung. Quintilian hielt ihn für den kunstreichsten der drei Elegiker. Literatur:
Tibullus, ed. Georg Luck, Stuttgart (Teubner) 1988 (Textausgabe)
| Tibullus: Elegies. Introduction, Text, Translation and Notes, ed. Guy Lee, Leeds 31990 (alternative Textausgabe)
| Christoff Neumeister, Tibull. Einführung in sein Werk, Heidelberg 1986
| Fritz-Heiner Mutschler, Die poetische Kunst Tibulls, Frankfurt a. M. u.a. 1985
| Francis Cairns, Tibullus: A Hellenistic Poet At Rome, Cambridge 1979
| Niklas Holzberg, Die römische Liebeselegie, Darmstadt 2009 (4., erg. Aufl.)
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Philologie Seminar
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE PHILOLOGIE - Tutorium
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Philologie Tutorium
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - KLASSISCHE PHILOLOGIE - Sprachkurs
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- Dr. Vera Binder
Griechisch zur Graecumsvorbereitung (Klausurenkurs) [ Kommentar] Zeit: siehe Aushang, Ort: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Dieser Kurs soll den Kurs Griechisch II aus dem Sommersemester ergänzen und noch einen Beitrag zur Wiederholung wichtiger Grammatikkapitel und zur Gewinnung von Übersetzungs- und Prüfungsroutine leisten. Es werden Platon-Texte, wie sie auch in der Graecums-Prüfung des Schulamts gestellt werden könnten, als 3-stündige Probeklausuren gestellt und ausführlich besprochen. | Dieser Kurs richtet sich insbesondere an die Teilnehmer des Kurses Griechisch II, steht aber auch anderen Interessenten offen. Da es sich hier um ein Zusatzangebot handelt, in dem keine Credit Points zu gewinnen sind, ist die Teilnahme vollkommen freiwillig; es ist jederzeit möglich, auch nur zu einzelnen Terminen zu erscheinen. | Eine Woche ganztägig (6 Stunden pro Tag); der genaue Termin richtet sich nach der Prüfungsplanung des Schulamts und wird zu gegebener Zeit bekanntgegeben. Literatur:
Materialien werden als pdf-Dateien zur Verfügung gestellt.
- Dr. Vera Binder
Vorbereitungskurs Graecum II [ Kommentar | StudIP] Mi 7.30-10; Do 14-16, C 27
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Dieser Kurs setzt den "Vorbereitungskurs Griechisch I" aus dem Wintersemester 2009/10 fort; er stützt sich zunächst auf das letzte Viertel des Lehrbuchs "Kantharos" von W. Elliger u. a. (Klett-Verlag); spätestens ab der zweiten Semesterhälfte werden wir Originaltexte insbesondere aus den frühen und mittleren Dialogen Platons lesen. Die entsprechenden Materialien werden dann jeweils als pdf-Dateien in StudIP zur Verfügung gestellt werden. | Bereits hier sie auf den Klausurenkurs zur unmittelbaren Prüfungsvorbereitung aufmerksam gemacht; er wird kompakt in den Semesterferien abgehalten, wobei der Termin erst dann festgelegt werden kann, wenn die Prüfungstermine des Schulamts feststehen. Literatur:
W. Elliger u. a. , Kantharos (Lehrbuch), Klett-Verlag, (ISBN 978-3126701006)
| K. Lahmer, Grammateion. Griechische Lerngrammatik - kurzgefaßt, Klett-Verlag (ISBN 978-3126701709)
| A. Kaegi, Repetitionstabellen zur kurzgefassten griechischen Schulgrammatik (ISBN 978-3615702112) (bitte anschaffen)
| W. Gemoll, Griechisch-Deutsches Schul- und Handwörterbuch, Oldenbourg Schulbuchverlag (ISBN 978-3637002340) (bitte anschaffen)
- Franziska Edler
Vorbereitungskurs Latinum I, Kurs B [ Kommentar | StudIP] Mi 16-19; Fr 14-17, E 6
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Als Textgrundlage wird zu Semesterbeginn ein Reader zur Verfügung gestellt.
| Kursbeginn: siehe Aushang
- Daniela Franz
Vorbereitungskurs Latinum I, Kurs B [ Kommentar | StudIP] Mo 7.30-10; Fr 7.30-10, E 6
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Als Textgrundlage wird zu Semesterbeginn ein Reader zur Verfügung gestellt.
| Der Termin der ersten Sitzung steht noch nicht fest. Bitte beachten Sie die Aushänge im Institut. Ausgefallene Sitzungen werden in Blockveranstaltungen nachgeholt.
- Christine Netzler
Vorbereitungskurs Latinum I, Kurs B [ Kommentar | StudIP] Di 16-19; Do 14-17, E 6
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Als Textgrundlage wird zu Semesterbeginn ein Reader zur Verfügung gestellt.
- Christine Sacher
Vorbereitungskurs Latinum I, Kurs B [ Kommentar | StudIP] Di 7.30-10; Do 7.30-10, C 27
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Als Textgrundlage wird zu Semesterbeginn ein Reader zur Verfügung gestellt.
- Dr. des. Michaela Stark
Kompaktkurs Latein zur Latinumsvorbereitung (Klausurenkurs) [ Kommentar] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar:
| Voraussichtlich Anfang/Mitte September. Termin wird noch bekannt gegeben.
- Katharina Weil
Vorbereitungskurs Latinum I / Basismodul Lateinische Sprache I [ Kommentar | StudIP] Mo 7.30-10; Fr 7.30-10, C 27
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Für den Kurs wird das Lehrbuch "Cursus Brevis" von Gerhard Fink und Friedrich Maier (Bamberg 2000, Buchner-Verlag) zugrundegelegt (Anschaffung erforderlich). Statt der dazugehörigen Begleitgrammatik wird eine hauseigene von Meike Rühl verwendet; sie kann zum Selbstkostenpreis im Sekretariat bei Frau Kozy (Phil. I, Raum D 9) erworben werden
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→ Inhalt
→ Altertumswissenschaften Klassische Philologie Sprachkurs
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EVANGELISCHE THEOLOGIE
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Evangelische Theologie - Vorlesung
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- Prof. Dr. Frank Thomas Brinkmann
Einführung in die Religionspädagogik [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, A 109 (Phil II)
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: "Wer sich mit der Religionspädagogik ernsthaft befasst - und dies sei einmal für Studierende der Ev. Theologie bzw. der Ev. Religion angenommen -, wird einfach zu der Erkenntnis kommen müssen, dass es definitiv nicht um eine reine pragmatisch focussierte Anwendungswissenschaft geht, sondern um…" (Abbruch des Zitats. Es soll spannend bleiben!) | Worum geht es in der Religionspädagogik (eigentlich)? Um Theorien religiöser Erziehung, Methoden theologischer Belehrung, Tipps lebenspraktischer Weisung? Geht es um Religionsunterricht für Kinder, Jugendliche, Erwachsene? Was hat das Ganze überhaupt mit Bildung, auch mit religiöser Bildung, zu tun, und was mit (religiöser) Entwicklung - wenn es die überhaupt gibt? Was haben Religion und Bildung gemeinsam (oder auch nicht)? | Die Vorlesung will die wichtigsten Fragen stellen und zu beantworten suchen. Eine kurze "Geschichte der RP" wird erzählt, aber auch einige wichtige Wesensbestimmungen - z.B. von "Religiosität" oder "Glaube(n)" - vorgenommen. Bildungs- und Entwicklungstheorien sollen diskutiert werden, und am Ende gilt es, die wichtigsten Schnittstellen und Berührungspunkte von RP und den weiteren theologischen Disziplinen, aber auch nichttheologischer Wissenschaften und Diskurse zu umreißen.
- Prof. Dr. Ute E. Eisen
Das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte als erste große Geschichte des Christentums [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, H 205
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte bilden ein zusammenhängendes Erzählwerk. Kein anderes Evangelium greift so weit in der Erzählung der Geschichte Jesu aus - allein hier wird die Himmelfahrt Jesu erzählt. Das zweite Buch, die Apostelgeschichte, erzählt diese erneut (und anders!) und schildert anschließend Jesu Auftrag, das Evangelium "bis ans Ende der Erde" (Apg 1,8) zu verkündigen. Die Umsetzung folgt in den übrigen 27 Kapiteln des Buches. Neben Petrus ist vor allem Paulus der Protagonist. Der Erzähler gibt vor, diesen streckenweise begleitet zu haben (vgl. die sog. Wir-Passagen). Paulus gelangt schließlich als Gefangener nach Rom. Über sein Ende erfahren die LeserInnen bis auf dunkle Andeutungen nichts, obwohl der Verfasser darüber informiert gewesen sein muss. | Das lukanische Doppelwerk wirft zahlreiche Fragen auf, die in dieser Vorlesung diskutiert werden sollen. Vor allem werden große Themen dieses umfangreichen Erzählwerkes nachgezeichnet und interpretiert, wie etwa die spektakuläre Geburtsgeschichte Jesu und ihre Hintergründe, der Reisebericht des Lukasevangeliums, die vielfältigen Mahlszenen, die Kapitalprozesse Jesu im Lukasevangelium und des Paulus in der Apostelgeschichte, die Parallelen aufweisen, die kommunistische Gütergemeinschaft der Jerusalemer Gemeinde, die große Apostelversammlung zur Heidenmission, das sehr eigene Paulusporträt der Apostelgeschichte und vieles mehr. Literatur:
Michael Wolter, Das Lukasevangelium (HNT 5), Tübingen 2008.
| Robert Tannehill, The Narrative Unity of Luke-Acts. A literary Interpretation, 2 vols., Minneapolis 1991/1994.
- Prof. Dr. Ute E. Eisen
Einführung in das Neue Testament [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, B 030 (Phil II)
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Ziel dieser Vorlesung ist es, in die Literatur und Theologie des Neuen Testaments einzuführen und einen Überblick über die Geschichte des frühen Christentums zu geben. Die Vorlesung dient der Vermittlung von Grund- und Überblickswissen, wie es für die Studiengänge im Fach Evangelische Religion zum Examen vorausgesetzt wird. | Als Vorbereitung ist die Lektüre des Neuen Testaments begleitet vom Studium einer Bibelkunde empfohlen (Martin Rösel/Klaus Michael Bull, Elektronische Bibelkunde [Elektronische Ressource]: Altes Testament mit Apokryphen, Neues Testament und Apostolische Väter. Interaktive Lernsoftware, aktual. Neuauflage Stuttgart 2006).
| offen für 10 Referenzfachstudierende AB und BFK Literatur:
Ebner, Martin (Hg.), Einleitung in das Neue Testament (Kohlhammer-Studienbücher Theologie 6), Stuttgart 2008
| Theißen, Gerd: Das Neue Testament, München 2006,3
| Ders. / Merz, Annette: Der historische Jesus. Ein Lehrbuch, 3., durchges. und um Literaturnachtr. erg. Auflage, Göttingen 2001
| Wischmeyer, Oda (Hg.): Paulus. Leben - Umwelt - Werk - Briefe (UTB 2767), Tübingen
- PD Dr. Rochus Leonhardt
Einführung in die Systematische Theologie [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, H 205
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Systematische Theologie - so kann, wie etwa die Hauptwerke von Paul Tillich oder Wolfhart Pannenberg zeigen, der Titel eines Buches lauten; so kann auch ein Universitätslehrstuhl benannt sein, der damit eine Einzeldisziplin der Theologie repräsentiert. Die Vorlesung bietet einen groben Überblick (einschließlich exemplarischer Vertiefungen) über all das, was in der deutschsprachigen evangelischen Theologie unter dem Ausdruck ‚Systematische Theologie‘ verhandelt wird. Dabei wird ein besonderer Akzent auf der Nachzeichnung der Transformationsprozesse liegen, die den europäischen Protestantismus seit der Reformation in verschiedenen Schüben geprägt, herausgefordert und verändert haben.
| Offen für 10 Referenzfachstudierende AB und BFK Literatur:
Rochus Leonhardt, Grundinformation Dogmatik. Ein Lehr- und Arbeitsbuch für das Studium der Theologie, 4. Auflage Göttingen 2009 (UTB 2214).
- Prof. Dr. Athina Lexutt
Geschichte des christlichen Mönchtums [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, H 205
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Klöster - nie waren sie so wertvoll wie heute. Könnte man jedenfalls meinen, wenn man den Run der letzten Jahre auf Klöster, Meditation und stille Tage beobachtet, der vor allem von ausgebrannten und sinnsuchenden Frauen und Männern aus den Vorstandsetagen und Managerebenen ausgeht. Die Oasen der Ruhe versprechen Selbstfindung und innere Freiheit. Wo kein Handy klingelt und kein Fernseher auf dem Zimmer zum Zappen auf 9Live einlädt, keine statistischen Kurven auf Computerbildschirmen aufleuchten und keine überlaufende Emailbox angeklickt werden kann, da sind Frieden und Seelebaumelnlassen plötzlich in greifbare Nähe gerückt. Klöster, Mönchtum und Orden sind aber nicht nur ein Phänomen, das in der Gegenwart anziehend wirkt, sondern immer schon ging eine gewisse Faszination von ihnen aus, und immer waren sie in bestimmter Hinsicht ein Spiegel der gesellschaftlichen Zustände. Diesem `immer schon‘ wollen wir in dieser Vorlesung nachgehen, indem wir die zentralen Kapitel der Ge¬schichte des christlichen Mönchtums aufschlagen und Licht- und Schattenseiten dieser Lebensform genau unter die Lupe nehmen.
| offen für 10 Referenzfachstudierende AB und BFK
| Anmeldung bis 01.04.
- Prof. h.c. Dr. habil. Eckhard von Nordheim
Die Geschichte der Prophetie II:
vom babylonischen Exil bis in die Zeit Jesu [ Kommentar | StudIP] Do 12-14, H 205
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Der 2. Teil der Vorlesung behandelt streikbedingt auch noch Propheten der vorexilischen Zeit und fährt dann fort mit der Prophetie im babylonischen Exil und nach der Rückkehr aus dem Exil in Israel. Daran anschließend kommen prophetische Schriften aus der zwischentestamentlichen Zeit bis hin zur Entstehung des Neuen Testamentes in den Blick. | Der 2. Teil der Vorlesung kann unabhängig vom 1.Teil besucht werden. Der Besuch des 1.Teils ist nicht Bedingung für den Besuch des 2. Teils. Literatur:
Begleitende Literatur wird während der Vorlesung genannt.
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→ Inhalt
→ Evangelische Theologie Vorlesung
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Evangelische Theologie - Übung
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- Heinz-Jürgen Deuster
Arbeiten mit rpi-virtuell für Lehrer [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, H 209
Studiengänge: nichtmodularisiert | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Mittels der Internetplattform der EKD, rpi-virtuell, soll ein neues Werkzeug für Lehrer getestet werden (Lernwege), mit dem man komplette Unterrichtssequenzen mit didaktischen Anweisungen, Methoden als Stationen erarbeitet und die Schüler diese in Lerntagebüchern online oder ausgedruckt bearbeiten können.
- Heinz-Jürgen Deuster
Arbeiten mit rpi-virtuell für Referenzfachstudierende [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, H 209
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Ziel soll die Erarbeitung und Präsentation eines Themas mittels den Möglichkeiten dieser Plattform sein und ihre unterrichtliche Nutzbarkeit getestet werden
- Heinz-Jürgen Deuster
"Das Handy ist meine Seele" Handynutzung im RU [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, H 209
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: "Das Handy ist meine Seele”. Dieses Zitat einer Jugendlichen zeigt, dass das Handy für die heranwachsende Generation eine ganz andere Bedeutung hat wie für uns Ältere. Über das Handy als Statussymbol, als Objekt für den Austausch z.B. gewaltverherrlichender Bilder oder Filme oder als Medium digitalen Mobbings hinaus, sollen in dieser Übung Chancen und Risiken für einen Einsatz im Unterricht besprochen werden und anhand eines Produktes (z.B. Handy-clip) zu einem religiösen Thema erarbeitet werden.
- Heinz-Jürgen Deuster
Online Videos (z. B. bei youtube) als Unterrichtsgegenstand? [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, H 209
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Im Internet werden täglich tausende von kurzen Filmen eingestellt. Darunter gibt es einige, die unterrichtlich verwertbar sind. Es sollten solche gefunden, in UE eingebaut und didaktisch aufgearbeitet werden.
- Heinz-Jürgen Deuster
Unterrichtsversuche in der zweiten Klasse [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, Ort: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | L1 | L2L5 | L3
Kommentar:
| alternativ Fr 8-10 bei Interesse (siehe Aushang)
- Christian Heimbach
Die Bedeutung von Religion für Bildung und Förderung in der Kindheit [ Kommentar | StudIP] Mo 12-14, H 210
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar:
| Übung für Referenzfachstudierende AB und BFK
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→ Inhalt
→ Evangelische Theologie Übung
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Evangelische Theologie - Einführungsseminar
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- Gabriel Brand
Einführung in die Dogmatik [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, H 205
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Dogmatik ist christliche Deutung menschlichen Lebens mit Gott (Dietrich Korsch). Im Proseminar soll es darum gehen, diese These im Durchgang durch einen dogmatischen Entwurf auf das christliche Gottes- und Menschenbild und darauf bezogene Fragestellungen nach Glaube, Bibel, Kirche usw. hin zu entfalten. Im Gespräch sollen dabei entscheidende Problemkonstellationen der Theologiegeschichte rekonstruiert und auf ihre Deuteleistung im Hinblick auf das Selbst-, Welt- und Gottesverständnis des christlichen Glaubens heute befragt werden. | Dogmatik ist christliche Deutung menschlichen Lebens mit Gott (Dietrich Korsch). Im Proseminar soll es darum gehen, diese These im Durchgang durch einen dogmatischen Entwurf auf das christliche Gottes- und Menschenbild und darauf bezogene Fragestellungen nach Glaube, Bibel, Kirche usw. hin zu entfalten. Im Gespräch sollen dabei entscheidende Problemkonstellationen der Theologiegeschichte rekonstruiert und auf ihre Deuteleistung im Hinblick auf das Selbst-, Welt- und Gottesverständnis des christlichen Glaubens heute befragt werden. Literatur:
Dietrich Korsch, Dogmatik im Grundriss. Eine Einführung in die christliche Deutung menschlichen Lebens mit Gott (UTB 2155), Tübingen 2000.
| Rochus Leonhardt, Grundinformation Dogmatik. Ein Lehr- und Arbeitsbuch für das Studium der Theologie (UTB 2214), 4., durchges. Aufl., Göttingen 2009.
| Ausgewählte Texte in einem Reader. Internet:
- Prof. Dr. Frank Thomas Brinkmann
Was ein Christlein müsst wissen - was heute noch geglaubt sein soll. Katechismen einst und jetzt [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, H 205
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Die Reformatoren und ihre Gefährten haben gewusst, dass das Volk ein gut verständliches Büchlein braucht, in dem geschrieben steht, was Glauben - und was zu glauben ist. Bis heute sind solche Katechismen im Gebrauch und werden gern von älteren Generationen im binnenkirchlichen Leben gefordert und zitiert. Andererseits hat auch die gegenwärtige Gesellschaft ihre Katechismen entwickelt, freilich ohne sie als solche zu bezeichnen: "Ich will so bleiben, wie ich bin - Du darfst!", lautet ein Bekenntnissatz aus der Werbung, und er ist gleichsam zu einem Symbol des zeitgenössischen Individuums geworden. Glaubt der moderne Mensch wirklich, dass er "bleiben darf", wie er ist, dass der Tag mit einem Diebels fröhlich verläuft und am Ende sowieso "alles gut" wird, wie Nina Ruge verkündet? | Anders gesagt: Einst wurden Katechismen verfasst, um Christinnen und Christen anschaulich zu machen und zu erklären, was sie glauben sollen - und was das "Geglaubte" eigentlich bedeutet. Solche Katechismen konnten ihren Ansatz bei der kirchlichen Lehre nehmen, aber auch eine (kritische) Zusammenstellung dessen sein, was so ganz lebendig in der Volksfrömmigkeit vorhanden war. Aber wie sähe nun ein Katechismus der medialen Moderne aus, und zwar genau aus dieser doppelten Perspektive? In welche Richtung müsste die kirchliche Lehre "modern" medialisiert werden, und was finden wir eigentlich in den Medien und medial vermittelten Stories der Gegenwartskultur für "Glaubenslehren"? | Wir werden uns in diesem Seminar folgerichtig mit "klassischen und traditionellen Katechismen" (Luthers Katechismus, Heidelberger Katechismus) befassen, aber auch nach Kriterien fragen, die bei der Konzeption eines zeitgenössischen Katechismus zur Beachtung stehen. Insofern werden die ersten Sitzungen der Veranstaltungsreihe deutlich an einer Textarbeit ausgerichtet sein, während sich die letzten Zusammenkünfte eher auf theologisch reflektierte experimentelle und kreative Einheiten stützen. | Alle Studierende, die an dieser Veranstaltung teilnehmen, sollten die zwei genannten Katechismen (LK, HK) besitzen.
- N. N.
Einführung in die exegetischen Methoden des Neuen Testaments [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, H 215
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Literatur:
Grundlegende Literatur: Wird in der ersten Sitzung bekannt gegeben. Zu den Sitzungen bitter immer eine Bibel mitbringen. Griechischkundige: Nestle/ Aland, Novum Testamentum Graece 27. Aufl.
- Dr. Christian Noack
Einführung in die Exegese des Neuen Testaments [ Kommentar | StudIP] Mi 16-18, H 215
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Ziel des Proseminars ist es, die TeilnehmerInnen mit den grundlegenden Arbeitsschritten wissenschaftlicher Bibelinterpretation vertraut zu machen und ihren Blick für die Vielfalt von Textsorten und sprachlichen Ausdrucksweisen zu schärfen, mit denen die frühen Christen ihren Glauben formulierten. Literatur:
Das Arbeitsbuch "Exegese des Neuen Testaments. Ein Arbeitsbuch für Lehre und Praxis" von Martin Ebner und Bernhard Heininger (Schöningh UTB 2677, ISBN 3-8252-2677-8), das in anschaulicher und zugleich differenzierter Weise in den neuesten Stand der Methoden einführt - sowohl in literaturwissenschaftliche (synchrone) Methoden wie z.B. Aktantenanalyse, Narratologie oder Textpragmatik, als auch in historische (diachrone) Methoden wie z.B. Literarkritik, Überlieferungsgeschichte oder Redaktionskritik.
| Eine Bibelübersetzung: Lutherbibel, Einheitsübersetzung oder Elberfelder Bibel.
- Dr. Volkmar Ortmann
Die Anfänge des Papsttums [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, H 215
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: "Gott ist überall, außer in Rom, da hat er einen Stellvertreter." Der Kalauer bringt auf den Punkt, was die Faszination und Umstrittenheit des Papsttums ausmacht: Die Zusage an Petrus, Fels der Kirche zu sein (vgl. Mt 16,18), hat bei seinen Nachfolgern den Anschein erweckt, selbst Eckstein der Kirche zu sein, was wiederum für Protestanten Stein des Anstoßes war und ist. | Das Proseminar behandelt Grundlegendes: methodisch die Arbeitsweisen der Kirchengeschichte, inhaltlich die Anfänge des römischen Papsttums bis zu Gregor I. (der Große, Papst von 590 bis 604). | Unter anderem geht es um die Fragen: War Petrus in Rom, und was hat es mit seinem Grab auf sich? Welche Rolle spielte die Nachfolge des Petrus und welche Bedeutung hatten seine Nachfolger in der frühen Christenheit? Wie entwickelte sich aus diesen Anfängen das Papstamt. | Diese Aspekte sind eng verbunden mit der Inkulturation des Christentums in die hellenistisch-römische Welt und in das Imperium Romanum. Und natürlich kommt man bei der Beschäftigung mit Petrus auch an Paulus nicht vorbei. Literatur:
Denzler, Georg, Das Papsttum. Geschichte und Gegenwart. München 1997 (Beck’sche Reihe 2065)
| Greschat, Martin (Hg.), Gestalten der Kirchengeschichte. Bd. 11: Das Papsttum I. Von den Anfängen bis zum den Päpsten in Avignon. Stuttgart u.a. 1983
| Schimmelpfennig, Bernhard, Das Papsttum. Grundzüge seiner Geschichte von der Antike bis zur Renaissance. Darmstadt 1984 (Grundzüge 56)
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→ Inhalt
→ Evangelische Theologie Einführungsseminar
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Evangelische Theologie - Seminar
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- Dr. Hans Biesenbach
Methoden der unterrichtlichen Vermittlung biblischer Texte [ Kommentar | StudIP] Mi 12-14, H 205
Studiengänge: nichtmodularisiert | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Kennenlernen und Einüben verschiedener Methoden zur Vermittlung biblischer Texte und zum In-Beziehung-Setzen: u.a. Erzählen, Arbeit mit (eigenen und fremden) Bildern, Interaktionsübungen, Textarbeit, Pantomime/Standbild ...
| max. 20 Teilnehmer
| Anmeldung bis zum 01.04.2010 im Institut. Literatur:
Keine als Voraussetzung; einschlägiges wird von Fall zu Fall benannt.
- Prof. Dr. Frank Thomas Brinkmann
"Der Vater der Praktischen Theologie" Ausgewählte Texte aus dem Schaffen Daniel Friedrich Ernst Schleiermachers [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, H 210
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher gilt in mancherlei Hinsicht als Gründer oder Vater moderner Theologie, sei es aus systematisch-theologischer Perspektive oder im Blick auf Religionspädagogik bzw. Praktische Theologie. Mit seinen "Reden über die Religion", der "Kurzen Darstellung des Theologischen Studiums (…)" und der "Glaubenslehre" hat er Meilensteine gesetzt, aber auch kleinere Schriften, Predigten, Briefe etc. verdienen größte Wertschätzung. Das Seminar will Schleiermacher die gebotene Aufmerksamkeit zukommen lassen, indem es den geistes- und theologiegeschichtlichen Hintergrund diskutiert, ausgewählte Passagen aus seinen Schriften liest und interpretiert - und nach dem Ertrag dieses großen Konzepts für die gegenwärtige Theologie fragt. | Es besteht die Möglichkeit, dieses Seminar am Ende mit der parallel stattfindenden kirchengeschichtlichen Veranstaltung zu Schleiermacher von Frau Prof. Dr. Lexutt zusammenzubringen, um einen Austausch der unterschiedlichen Deutungen und Perspektiven zu ermöglichen.
- Heinz-Jürgen Deuster
Fachdidaktisches Blockseminar [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Kombinierte Übung für die Module P1 und P2 voraussichtlich Sa 12.06. von 9-15 Uhr
| Termin wird im April per Aushang bekannt gegeben
- Heinz-Jürgen Deuster
Kino statt Kirche - Zur sinngewährenden Kraft populärer zeitgenössischer Filme [ Kommentar | StudIP] Di 16-20, H 205. vierzehntägig
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Mittels ausgesuchter populärer Filme soll deren theologischer Grundgedanke erarbeitet, bearbeitet und an Beispielen gezeigt werden. Ziel ist die Präsentation eigener Beispiele, in denen der theologische Grundgehalt dargestellt wird.
- Prof. Dr. Ute E. Eisen - Prof. Dr. Beinhauer-Köhler
Göttinnen des (alten) Orient und ihr Einfluss auf die biblische und islamische Theologie [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Termine. Termine: Do, 22.04.2010, 16-18 (Konstituierende Sitzung; Ort: HRZ 23 (Videokonferenzraum)); Fr, 4.6.2010, 12-18 (Ort: H 205); Sa, 5.6.2010, 10-18 (Ort: H 205); 2.7.2010 - 3.7.2010 (Ort: Uni Frankfurt)
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
- Prof. Dr. Ute E. Eisen - Prof. Dr. Frank Thomas Brinkmann
Interdisziplinäres Seminar
Gottesbegegnung(en) in Schrift und Film [ Kommentar | StudIP] Mo 13-16, H 205
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Gott begegnen? Davon erzählt die Bibel, davon erzählen Filme - beide jedoch vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen medialen Kultur. Manche filmischen Erzählungen greifen auf biblische Vorlagen und Motive zurück, manche tun dies nicht. Zumindest nicht explizit, bisweilen auch wenig eineindeutig. Und was macht eigentlich die Bibel - oder eben auch: das Kino - überhaupt zum Ort der Gottesbegegnung? | Solche Fragen und Verhältnisklärungen bestimmen den Fokus dieses Seminars, das zunächst biblisch-narrative und theologisch-spekulative Modelle von "Gottesbegegnung" (Offenbarung) diskutiert, um sodann ausgewählte Filme auf ihre Bezüge zu "traditionellen" und "(Post-)modernen" Religionskulturen hin zu analysieren und im Blick auf Religionsproduktivität (Ermöglichung von Gottesbegegnung) zu interpretieren. | Im Ergebnis verfolgen wir ein doppeltes Ziel: Zum Einen wollen wir den Dialog biblischer und aktueller Sinnhorizonte mit exegetischen und rezeptions- sowie medienästhetischen Perspektiven abgleichen; zum anderen gilt es, überhaupt zu fragen, was der theologisch verantwortete Sinn einer Rede von "Gottesbegegnungen" sein kann. Literatur:
Robert Jewett, Saint Paul at the Movies. The Apostle's Dialogue with American Culture, Louisville 1993
| Ders., Saint Paul Returns to the Movies. Triumph over Shame, Grand Rapids 1999
| Ammon, M. / Gottwald, E. (Hg.), Kino und Kirche im Dialog, Göttingen 1996
| Kuhn, M. / Hahn, J.G. / Hoekstra, H. (Hg.), Hinter den Augen ein eigenes Bild. Film und Spiritualität, Zürich 1991
| May, John / Bird, Michael, Religion in Film, Knoxville (University of Tennessee Press), 1982
- Prof. Dr. Erhard S. Gerstenberger
Gebete und Lieder im Alten Testament (Psalmengattungen) [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, H 210
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Im Psalter und in anderen alttestamentlichen Buechern sind Gebete und Lieder Altisraels überliefert, die bis in unsere Zeit hinein Bibelleser und Gemeinden, auch Schulklassen! bewegen können. Es sind Texte aus unterschiedlichen Epochen und Lebenssituationen mit elementaren Aussagen und Fragen zu Glaubenshaltung und Lebensgestaltung. | In der Vorlesung sollen die Verschiedenen Gattungen (Textsorten) der Psalmen an Hand von mehreren Übersetzungen herausgearbeitet und mit der heutigen Lebenswirklichkeit verglichen werden. Es handelt sich vor allem um "Klage und Bitte des Einzelnen und der Gemeinde", "Lob- und Danklieder" und "Predigt und Unterweisung". Eine gegenwarts- und praxisbezogene Auslegung wird angestrebt. Literatur:
Hermann Gunkel und Joachim Begrich, Einleitung in die Psalmen (1933, Nachdruck 1967ff)
| Klaus Seybold, Die Psalmen. Eine Einführung (2. Aufl. 1991)
| E.S. Gerstenberger, Psalms, vol. 1 (1988), vol. 2 (2001)
- Christian Heimbach
Glaube - die Freiheit des Menschen [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, H 210
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Grundfragen der Dogmatik sollen im Seminar mit den existenziellen Glaubensfragen der Studierenden konfrontiert und reflektiert werden. Von daher wird im Seminar viel Raum vorhanden sein, auch ganz persönliche Glaubensfragen zu diskutieren. Ziel der Veranstaltung könnte sein, eine Einheit von theologischem Fachwissen und persönlicher Spiritualität bei den TeilnerInnen zu entwickeln. Literatur:
Peter Kliemann, Glaube ist menschlich: Argumente für die Torheit vom Kreuz, Stuttgart: Calwer Verl, 2001
| Dietrich Bonhoeffer, Nachfolge, Gütersloh: Gütersloher Verlagshaus, 2002
- PD Dr. Rochus Leonhardt
Politische Ethik im deutschen Protestantismus des 20. Jahrhunderts [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, H 210
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die Frage, wie das Verhältnis von Politik und Religion gestaltet werden soll, steht seit einigen Jahren weltweit (wieder) auf der Tagesordnung. Der deutsche Protestantismus des 20. Jahrhunderts hat, was diese Frage angeht, eine höchst ambivalente Geschichte, die in der Veranstaltung in Grundzügen nachvollzogen wird. Dabei kommen vier unterschiedliche Aspekte zur Geltung: 1. Die konservativ-lutherische Ordnungsethik der Weimarer Zeit (mit ihrer Affinität zum Nationalsozialismus); 2. der Linksbarthianismus der westdeutschen Nachkriegszeit (mit seiner Sympathie für sozialrevolutionäre Praxis); 3. der lange Weg zu einer theologisch begründeten Anerkennung der durch das Grundgesetz repräsentierten politischen Ordnung; 4. die kirchliche und theologische Auseinandersetzung mit der Situation des real existierenden Sozialismus in der DDR. Literatur:
Wird im Seminar bekannt gegeben.
- PD Dr. Rochus Leonhardt
Thomas von Aquin: Texte aus der „Summa Theologiae“ [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, H 215
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Thomas von Aquin (1224-1274) gilt mit Recht als der wichtigste Theologe des Mittelalters. Nicht zuletzt wegen seiner Bedeutung für den modernen und gegenwärtigen Katholizismus ist sein Denken nicht nur von historischem, sondern auch von systematischem Interesse. Die Veranstaltung möchte anhand der Lektüre exemplarischer Texte einen Einblick in die komplexe und faszinierende Gedankenwelt eines Theologen geben, der gerade seit dem 20. Jahrhundert auch zahlreiche evangelische Forscher angeregt hat. Literatur:
Thomas von Aquin, Die doctrina christiana als Wissenschaft. Berühmte Traktate und kleinere Schriften. Aus dem Lateinischen und herausgegeben von Wilhelm Metz, Frankfurt am Main 2009: Verlag der Weltreligionen (38.00 EUR; um Anschaffung wird gebeten).
- Prof. Dr. Athina Lexutt
Luther und Rom [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, H 205
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Der Papst in Rom ist reizend. Meint: eine Reizfigur. Er polarisiert und provoziert. Und gleich-zeitig kann keiner die Massen so begeistern wie der Herr in Weiß mit den roten Schuhen. Das ist heute ein Phänomen. Und das war es im 16. Jahrhundert schon genauso. Luthers Profil in Leben und Lehre ist kaum denkbar ohne die konkrete Auseinandersetzung mit Rom und seinem geistlichen Oberhaupt: Luthers anfängliches Bemühen um einen Schulterschluss mit dem Papst im Kampf gegen eine falsche kirchliche Praxis; seine Enttäuschung darüber, dass dieser sich als Feind des Evangeliums erwies; sein Kampf gegen den daraufhin von ihm als Antichristen titulierten römischen Bischof - das sind Facetten dieses Verhältnisses. Und eben diesen Facetten wollen wir im Seminar durch gründliches Quellenstudium nachgehen. Um das 16. Jahrhundert besser zu verstehen. Und um die Frage zu beantworten, wie heute ein Verhältnis zwischen Protestantismus und Rom gestaltet werden kann.
- Prof. Dr. Athina Lexutt
Schleiermacher: Reden über die Religion [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, H 205
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher gehört zweifellos zu den bedeutendsten Gestalten des nachreformatorischen Protestantismus, denn er hat mit verschiedenen Aussagen und Begriffs-definitionen die Weichen gestellt für eine an Reformation wie an neuzeitlichen Bedingungen orientierte evangelische Theologie. Er gilt vielen als Kirchenvater der Neuzeit, und in jüngerer Zeit scheint an dieser modernen Ikone kaum noch ein Weg vorbeizuführen. Insbesondere dann, wenn man daran interessiert ist, ‘Theologie‘und ‘Religion‘ zu verstehen und danach zu fragen, was man eigentlich unterrichtet, wenn man ‘Religion‘ unterrichtet. Oder daran, was ‘Religion‘ in einer Gesellschaft bedeutet, die von sich behauptet, dass in ihr ‘Religion‘ eine wenn überhaupt, dann untergeordnete Rolle spielt. Wir wollen uns Schleiermacher und seinem Religionsbegriff nähern, indem wir eines seiner bedeutendsten Werke miteinander lesen und diskutieren: `Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern'. Der Text ist in irgendeiner Variante (Reclam ist die günstigste) anzuschaffen.
- Dr. Heinz Volker Mantey
Kirche und Staat - ein spannungsvolles Verhältnis im Verlauf der Kirchengeschichtet [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Termine. Termine: Mo, 12.4.2010, 12-14 (Vorbesprechung; Ort: H 209); 8.5.2010, 10-18 (Ort: H 205); 9.5.2010, 10-18 (Ort: H 205); 26.6.2010, 10-18 (Ort: H 205); 27.6.2010, 10-18 (Ort: H 205)
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
- Dr. Uta Schmidt
David & Co [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, H 215
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die Erzählungen über David gehören zu den bekannten Geschichten des Alten Testaments. Im Alten Testament und im Neuen Testament haben sie eine tiefe Spur hinterlassen. Über die Jahrhunderte haben sie Motive für die bildende Kunst geboten. Sie sind in Literatur und Film aufgenommen worden, sind in fast jeder Kinderbibel vertreten und finden sich in vielen Lehrplänen. | Im Seminar werden wir zentrale Texte aus den Überlieferungen über David behandeln, z.B. über David und seinen Rivalen Saul sowie dessen Kinder Jonatan und Michal; über David und seine Frauen, Michal und Batseba, seine Kinder Tamar, Absalom und Salomo. Wir werden unterschiedliche exegetische Zugänge zu diesen Texten kennenlernen und uns mit der Umsetzung dieses bekannten Stoffs in unterschiedlichen Feldern (z.B. Literatur, Kunst, Film, Schule) auseinandersetzen. | Durch die Beschäftigung mit "David & Co." können die TeilnehmerInnen mit diesem Teil der biblischen Überlieferung vertraut werden (und vielleicht auch ihre Freude an diesen spannenden und vielseitigen Erzählungen haben). Literatur:
Literaturhinweise: 1 Sam 16 - 1 Kön 2 z.B. in der Bibel in gerechter Sprache, der Neuen Zürcher Bibel oder der Lutherbibel.
| Für einen ersten Überblick: z.B. Art. "David", in: RGG4 2 (1999), 593-600; Fischer, Alexander: Art. "David", WiBiLex 2009, www.wibilex.de/stichwort/david; Müllner, Ilse: Die Samuelbücher. Frauen im Zentrum der Geschichte Israels, in: Schottroff, Luise und Wacker, Marie-Theres (Hg.): Kompendium Feministische Bibelauslegung, Gütersloh 1998, 114-129; Art. "David", in: TRE 8 (1981), 378-388.
| Literatur zum Seminar wird in der ersten Sitzung genannt.
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→ Inhalt
→ Evangelische Theologie Seminar
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Evangelische Theologie - Oberseminar
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- Prof. Dr. Frank Thomas Brinkmann
Theologie - im Wald der Fiktionen [ Kommentar | StudIP] Mo 18-22, H 210. vierzehntägig
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar:
| Am Ende war alles nur eine Geschichte… Aber die Zuschauer weinten. So sehr waren sie mitgerissen worden, abgedriftet in den Strudel der Phantasien und Wünsche, in den Bann gezogen von der Kraft des Erdachten - dass sie letztlich beinah geglaubt hatten, Teil der Erzählung zu sein. Dabei probieren wir doch alle … Geschichten an wie Kleider (Max Frisch), immer auf der Suche nach unserer eigenen. Bleibt die große Frage: Wer schreibt unsere Lebensgeschichte denn nun wirklich?Für die einen ist es Duplo, für die anderen die längste Praline der Welt. Die Bedeutung einer Erzählung ist die, die wir ihr geben. Und was ist mit der biblischen Geschichte - und mit all den anderen, mit deren Hilfe wir unser Leben … deuten und verstehen?
| Die praktisch-theologische Sozietät, die sich schon im Wintersemester unter dieser aphoristischen Kurzbeschreibung eingefunden hat, will ihren Fragen weiter intensiv nachgehen: Filme, Comics, Romane und Zeitschriften werden nach wie vor unsere Primärmedien sein, doch auch Fachliteratur nehmen wir gelegentlich (selbstverständlich) zur Hand. Immerhin gilt es, eine "Theologie des Lebens" zu diskutieren.
| Der Arbeitskreis drängt auf Nachwuchs und (Horizont-)Erweiterung. Kluge, interessierte Köpfe und nette, engagierte Menschen sind jederzeit willkommen, melden sich aber bitte bei Prof. Dr. Brinkmann an.
- Prof. Dr. Ute E. Eisen - PD Dr. Rochus Leonhardt
Gott denken in Antike und Gegenwart
Lektüre klassischer Texte der Theologiegeschichte (Reimarus, Schleiermacher, Strauß u.a.) [ Kommentar | StudIP] Mo 18-20, H 205. vierzehntägig, Erste Sitzung: 19.04.2010
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Das übergreifende Thema in diesem Sommersemester ist die Rückfrage nach dem ‚historischen Jesus‘. In der Aufklärungszeit kam diese Frage auf die Agenda der Theologiegeschichte und wurde bis in die Gegenwart auf vielfältige Weise beantwortet. Im Dialog von neutestamentlicher Wissenschaft und systematischer Theologie sollen auch Auswirkungen dieser Fragestellung auf gegenwärtige christologische Entwürfe bedacht werden. Darüber hinaus bietet das Oberseminar den TeilnehmerInnen die Möglichkeit, eigene Arbeiten vorzustellen, weitere aktuelle Forschungs- und Methodenprobleme der Theologie zu diskutieren sowie sich mit den Vorträgen auswärtiger GastwissenschaftlerInnen kritisch auseinanderzusetzen. Literatur:
Reimarus, Hermann Samuel: Apologie oder Schutzschrift für die vernünftigen Verehrer Gottes, 2 Bde., Frankfurt am Main 1972.
| Strauß, David Friedrich: Das Leben Jesu. Für das deutsche Volk bearbeitet von David Friedrich Strauß, Leipzig 1964.
| Schleiermacher, Friedrich: Das Leben Jesu. Vorlesungen an der Universität Berlin im Jahr 1832/ gehalten von Friedrich Schleiermacher, aus Schleiermacher's handschriftlichem Nachlasse und Nachschriften seiner Zuhörer, hg. von K. A. Rütenik, Berlin 1864 (= Friedrich Schleiermacher's sämmtliche Werke, 1. Abteilung: Zur Theologie, Band 6).
| Schweitzer, Albert, Die Geschichte der Leben-Jesu-Forschung (1906), Tübingen 91984 (Nachdruck der 7. Auflage 1966)
- Prof. Dr. Athina Lexutt - Dr. Volkmar Ortmann
Philipp Melanchthons Beitrag zum reformatorischen Bildungsprogramm [ Kommentar | StudIP] Mo 18-20, H 215
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3 | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Innerhalb der Reformationsdekade, die langfristig auf das große Reformationsjubiläum 2017 vorbereiten soll, steht das Jahr 2010 im Zeichen des Themas ‘Reformation und Bildung‘, denn einer der hervorragendsten Köpfe der Reformation, Philipp Melanchthon, feiert 450. Geburtstag, und er ist derjenige unter den Reformatoren, die sich sehr ausführlich und grundsätzlich mit Bildung beschäftigt und hier Praktisches geleistet haben. Guter Grund, sich mit ihm und seinem Bildungsprogramm etwas ausführlicher auseinanderzusetzen und zentrale Texte aus seiner Feder zu diesem Thema zu analysieren und zu diskutieren. Gleichzeitig soll der Frage nachgegangen werden, welchen Zusammenhang es zwischen Religion und Bildung gibt und was dies für die aktuellen Bildungsdiskussionen bedeutet.
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→ Evangelische Theologie Oberseminar
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Evangelische Theologie - Tutorium
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→ Inhalt
→ Evangelische Theologie Tutorium
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Evangelische Theologie - Praktikum
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- Heinz-Jürgen Deuster
Praktikumsnachbereitung [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | L1 | L2L5 | L3
Kommentar:
| Blockpraktikum in Schönberg von Fr -So (Termin siehe Aushang)
- Heinz-Jürgen Deuster
Praktikumsvorbereitung [ Kommentar | StudIP] Mi 14-16, H 210
Studiengänge: nichtmodularisiert | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Vorbereitung auf das Praktikum nach den Sommerferien (Besuch und Nachbereitung erfolgt durch einen anderen Betreuer)
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→ Inhalt
→ Evangelische Theologie Praktikum
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Evangelische Theologie - Sprachkurs
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- Elisabeth Bittner
Hebräisch II [ Kommentar | StudIP] Do 8-10, H 210
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Die hebräische Sprache bildet die Grundvoraussetzung, um die biblischen Texte und damit die Welt des Alten Testaments besser verstehen zu können. | Anhand ausgewählter Bibeltexte sollen die im letzten Semester erworbenen Kenntnisse vertieft und erweitert werden, sowie der Umgang mit den notwendigen Hilfsmitteln eingeübt und ein Einblick in die Geschichte des Volkes Israel gewonnen werden. | Willkommen sind nicht nur die Teilnehmer des letzten Kurses, sondern alle, die bereits erste Kenntnisse dieser Sprache aufweisen und diese ausbauen wollen. | Am Ende des Semesters wird ein Zertifikat über den erreichten Leistungsstand ausgestellt. Auskünfte über Möglichkeiten zu einem weitergehenden Abschluss (Hebraicum) werden im Rahmen des Kurses erteilt.
- Roland Richter
Bibelgriechisch II [ Kommentar | StudIP] Fr 16-18, H 215
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Der Kurs setzt die Veranstaltung des Wintersemesters fort. Voraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme an "Bibelgriechisch I". Neben der 2stündigen Sitzung sind wöchentlich mehrere Stunden für Hausaufgaben einzuplanen. Um das Arbeitspensum während der Vorlesungszeit zu verringern, findet in der Woche nach Ostern - also noch vor Vorlesungsbeginn - eine Blockveranstaltung statt.
| Osterblock: Di 06.04. - Sa 10.04.2010 ganztägig
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→ Inhalt
→ Evangelische Theologie Sprachkurs
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GESCHICHTE
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VORLESUNG
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GESCHICHTE - VORLESUNG - Alte Geschichte
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- PD Dr. Elke Stein-Hölkeskamp
Die athenische Demokratie [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, A 2
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | BA-KdA | L2L5 | L3
Kommentar: In der Zeit zwischen Solon und Perikles entwickelte sich in Athen die erste Demokratie der Weltgeschichte. Es bildete sich eine Staatsform heraus, in der alle Bürger in einmaliger Weise direkt und dauernd an der politischen Willensbildung beteiligt waren. Ziel der Vorlesung ist es, die Grundlagen dieser politischen Kultur aufzuzeigen. Dabei sollen nicht nur Institutionen und Verfahren, die Gesellschaft und ihre Gliederung thematisiert werden, sondern auch die spezifischen Ausprägungen des kulturellen Lebens einbezogen werden: Kunst und Architektur, Theater und Fest, Philosophie und Geschichtsschreibung. Literatur:
J. Bleicken, Die athenische Demokratie, Paderborn etc. 4. Aufl. 1995
| Chr. Meier, Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte, München 1995
| P. Funke, Athen in klassischer Zeit, München 2. Aufl. 2003
| W. Nippel, Antike oder moderne Freiheit? Die Begründung der Demokratie in Athen und in der Neuzeit, Frankfurt 2008
- PD Dr. Elke Stein-Hölkeskamp
Einführung in die römische Geschichte [ Kommentar | StudIP] Mo 14-16, A 4
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK | BA | BA-KdA | L2L5 | L3
Kommentar: Überblick über die römische Geschichte von der Frühzeit bis zur Spätantike. Neben der Ereignisgeschichte liegen die Schwerpunkte auf der Verfassung der Republik, dem Entstehen und Funktionieren des Prinzipats und der Neuorganisation des Reiches unter Diokletian und Konstantin dem Großen. Literatur:
Klaus Bringmann, Römische Geschichte (2006)
| Gehrke, Hans-Joachim - Schneider, Helmuth, Geschichte der Antike (2006)
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→ Inhalt
→ Geschichte Vorlesung Alte Geschichte
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GESCHICHTE - VORLESUNG - Mittelalterliche Geschichte
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- PD Dr. Michael Rothmann
Marktkonzepte im europäischen Mittelalter [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, R 303 (Rathenaustr. 8)
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
- Prof. Dr. Stefan Tebruck
Die Christianisierung Europas [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, A 2
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Mission und Christianisierung haben in den rund acht Jahrhunderten zwischen dem Untergang des Weströmischen Reiches und dem Beginn des Spätmittelalters das Gesicht des werdenden Europa wesentlich mitgeprägt. Der Prozess der Christianisierung zeigt sich dabei als außerordentlich vielschichtiger, alle Bereiche des Lebens erfassender Vorgang: politische Ordnungen, soziale Verfassung und geistige Kultur werden vom Christentum bestimmt, das sich in der mittelalterlichen Kirche eine institutionalisierte Form gibt, die symbiotisch mit "Staat" und "Gesellschaft" verbunden ist. Die Vorlesung wird eine Einführung in die Geschichte dieser früh- und hochmittelalterlichen Entwicklungen geben, in deren Verlauf sich nicht nur die entstehende europäische Gesellschaft veränderte, sondern auch das Christentum selbst einen komplexen Inkulturationsprozess durchlief. Literatur:
Angenendt, Arnold: Geschichte der Religiosität im Mittelalter, 2. Aufl., Darmstadt 2000, ND 2009.
| Ders., Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400-900, 3. Aufl., Stuttgart/ Berlin/ Köln 2001.
| Bischöfe, Mönche, Kaiser (642-1054), hg. von Gilbert Dagron, Pierre Riché und André Vauchez. Deutsche Ausgabe bearb. und hg. von Egon Boshof (Die Geschichte des Christentums, Band 4), Freiburg/ Basel/ Wien 1994, ND 2007.
| Padberg, Lutz E. von: Die Christianisierung Europas im Mittelalter, Stuttgart 1998.
| Ders.: Christianisierung im Mittelalter, Darmstadt 2006.
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→ Inhalt
→ Geschichte Vorlesung Mittelalterliche Geschichte
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GESCHICHTE - VORLESUNG - Neuere Geschichte
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- Apl. Prof. Dr. Frank Becker
Europäische Machtpolitik im Zeitalter des Imperialismus [ Kommentar | StudIP] Mi 14-16, A 5
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Nach der Auflösung des Wiener Systems durch den Krimkrieg (1853-56) begann ein neues Zeitalter in der Geschichte der Beziehungen zwischen den europäischen Mächten. Nicht länger durch ein konzertiertes Mächtegleichgewicht, sondern durch frei gewählte und oftmals geheim geschlossene Bündnisse sollten die Interessen der Staaten gewahrt werden. Die einzelnen Bündnisse ergänzten sich zu einem Bündnissystem, wobei die Veränderung eines einzelnen Elements die Veränderung des gesamten Systems nach sich zog. Die internationale Politik stellte sich für die Verantwortlichen, um Bismarcks berühmtes Wort zu variieren, also als ein Jonglieren mit vielen Bällen dar, das stets in der Gefahr schwebte, durch den Verlust eines Balles das gesamte Spiel zu zerstören. Vor diesem konzeptionellen Hintergrund soll in der Vorlesung die Geschichte der europäischen Machtpolitik zwischen dem Krimkrieg und der Zeit zwischen den Weltkriegen erörtert werden. Literatur:
Hildebrand, Das vergangene Reich. Deutsche Außenpolitik von Bismarck bis Hitler, Berlin 1999
| Eric J. Hobsbawm, Das imperiale Zeitalter 1815-1914, Frankfurt a. M. 2004
| Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts, München 4. Aufl. 2009
| Gregor Schöllgen, Das Zeitalter des Imperialismus, München 4. Aufl. 2000
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
Polen-Litauen (1386-1795) [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, A 3
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Behandelt wird die politische, sozioökonomische und kulturelle Geschichte des polnisch-litauischen Reichsverbands zwischen der Personalunion (1386) und den Teilungen Polen-Litauens (1795) in vergleichender europäischer Perspektive. Auf Polen-Litauen als Vorgängerstaat berufen sich heute neben Polen und Litauen auch Weißrussland und die Ukraine. Vor dem Hintergrund eines neuen Forschungsinteresses an dem - neben dem Alten Reich - größten mitteleuropäischen Herrschaftsverband wird die Verfassungsentwicklung beschrieben und werden politische Schlüsselereignisse eingeordnet. Im Zentrum stehen folgende Fragen: 1) Kommunikation und staatliche Integration, Zentrum und Peripherie: Mit welchen Mitteln und bis zu welchem Grade gelang es auf einer kommunikativ schlecht erschlossenen Fläche von fast 1.000.000 km² dennoch eine Integration und Stabilität herbeizuführen. | 2) Multigreligiosität und Konfessionalisierung: Polen-Litauen ist einerseits von Anfang an ein multireligiöser Verband (Abweichung vom klassischen abendländischen Paradigma in Mittelalter und früher Neuzeit!), im 16. Jahhundert ein Fluchtpunkt von Glaubensflüchtlingen, andererseits kommt es auch hier zu Prozessen einer Spätkonfessionalisierung gerade im 17. und 18. Jahrhundert. Schließlich ist Polen-Litauen das unbestrittene Zentrum der europäischen Judenheit. Wie kann diese Spannung analytisch gefasst werden und was sind Forschungsfragen? | 3) Modernität und Rückständigkeit: Polen-Litauen gilt - übrigens auch in erheblichen Teilen der älteren deutschen Frühneuzeitforschung! - als terra incognita und tendenziell unterentwickelter, rückständiger Herrschaftsverband. Wie ist diese - bereits im 18. jahrhundert entstandene - Wahrnehmung mit der Modernität der monarchia mixta-Konzeptionen und avancierten Republikanismus-Konzepten zu verbinden, die zeitgleich entwickelt wurden? | 4) Nationskonstrukionen und deren Reichweite: Polen-Litauen zeichnet sich politisch und kulturell durch die Konkurenz unterschiedlicher Nationskonzepte aus: Eine polnische (Adels-)Nation stand neben einer litauischen Nation, nachweisbar ist eine frühneuzeitliche republikanische preußische Nation, deren Entwicklung im 18. Jahrhundert abbrach, sowie seit dem 17. Jahrhundert eine ruthenische (= ukrainische) Nation. Wie koexistierten diese Nationskonzepte miteinander? Kann man - wie manchmal in der Forschung geschehen - von einer Staatsbürgergesellschaft sprechen, die aktuell manchmal mit der EU parallelisiert wird? Literatur:
Lübcke, Christian, Müller, Michael G., Jaworski, Rudolf: Eine kleine Geschichte Polens. Frankfurt a.M. 2000 (forschungsnahe Einführung)
| Bömelburg, Hans-Jürgen: Frühneuzeitliche Nationen im östlichen Europa. Das polnische Geschichtsdenken und die Reichweite einer humanistischen Nationalgeschichte (1500-1700). Wiesbaden 2006.
| Frost, Robert I.: The northern wars. War, state, and society in northeastern Europe, 1558-1721. Harlow ²2005. (Gesellschafts- und Militärgeschichte)
| Frick, D., Rohdewald, S. (Hg.): Litauen und Ruthenien. Studien zu einer transkulturellen Kommunikationsregion (15.-18. Jahrhundert). Lithuania and Ruthenia. Studies of a Transcultural Communication Zone (15th-18th Centuries). Wiesbaden 2007 (Geschichte der östlichen Hälfte Polen-Litauens)
| Niendorf, Mathias: Das Großfürstentum Litauen. Studien zur Nationsbildung in der Frühen Neuzeit (1569-1795). Wiesbaden 2006 (beste Darstellung zum Gftm. Litauen)
| Hundert, Gershon D.: Jews in Poland-Lithuania in the eighteenth century. A genealogy of modernity. Berkeley, Los Angeles 2004 (beste Synthese jüdischer Geschichte)
| Fiszman, S. (Hg.): Constitution and Reform in Eighteenth-Century Poland. The Constitution of 3 May 1791. Bloomington, Indianapolis 1997 (Sammelband mit wichtigen Beiträgen v.a. zum 18. Jahrhundert)
| (Einzige analytische Darstellung zu den Teilungen in westlichen Sprachen)
- Prof. Dr. Thomas Bohn
Geschichte der Sowjetunion [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, A 3
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Inspiriert durch die sog. Archivrevolution konzentrierte sich die historische Forschung nach der Auflösung der Sowjetunion zunächst ganz auf das Phänomen des Stalinismus. Zweifelsohne artete der unter Stalin unternommene Versuch, den "Sozialismus in einem Land" zu errichten, in eine Diktatur aus, die unzähligen Menschen das Leben kostete. Wie die Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, greift das Erklärungsangebot der Totalitarismusthese zu kurz. In diesem Sinne sollen das Herrschafts- und Gesellschaftssystem der Sowjetunion aus sozialhistorischer und kulturgeschichtlicher Perspektive neu beleuchtet werden. Dabei werden die Besonderheiten des Stalinismus, der Entstalinisierung und der Perestrojka thematisiert. Als roter Faden dient die These: Die Geschichte der Sowjetunion ist die Geschichte eines Landes, das der Urbanisierung unterliegt. | Die Vorlesung schließt mit einer Klausur. Literatur:
Die Sowjetunion. Von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. Bd. 1: Staat und Partei. Hrsg. v. Helmut Altrichter. Bd. 2: Wirtschaft und Gesellschaft. Hrsg. v. Helmut Altrichter und Heiko Haumann. München 1986-1987 (dtv dokumente).
| Handbuch der Geschichte Russlands. Bd. 3: 1856-1945. Von den autokratischen Reformen zum Sowjetstaat. Hrsg. v. Gottfried Schramm. 2 Hlbbde. Stuttgart 1983-1992. Bd. 5: 1945-1991. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Hrsg. v. Stefan Plaggenborg. 2 Teilbde. Stuttgart 2002-2003.
| Hildermeier, Manfred: Die Sowjetunion 1917-1991. München 2001 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 31).
| Plaggenborg, Stefan: Experiment Moderne. Der sowjetische Weg. Frankfurt am Main/New York 2006.
- Prof. Dr. Horst Carl
Frühe Neuzeit global. Die Verwandlung der Welt 1500-1800 [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, A 3
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Globalgeschichte ist aktuell einer der besonders innovativen und dynamischen Bereiche innerhalb der Geschichtswissenschaften, doch ist dieses Konzept bislang vor allem für das 19. und 20. Jahrhundert erprobt. Die Vorlesung möchte skizzieren, wie sich entsprechende Ansätze auch für die Frühe Neuzeit fruchtbar machen lassen. Im Zentrum wird dabei die Frage stehen, ob die überkommene eurozentrische Perspektive einer Geschichte der europäischen Expansion für die Frühe Neuzeit noch angemessen ist. Literatur:
Reinhard, Wolfgang : Geschichte der europäischen Expansion, Bd. 1: Die alte Welt bis 1818, 1983; Bd. 2: Die neue Welt, 1985.
| Osterhammel, Jürgen: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, 3. Aufl. 2009.
| Pelizaeus, Ludolph, Der Kolonialismus. Eine Geschichte der europäischen Expansion, 2008.
| Eberhard Schmitt (Hg.), Das Leben in den Kolonien (Dokumente zur Geschichte der Europäischen Expansion 5), 2003
- PD Dr. Alexander Jendorff
Die Frühe Neuzeit als Epoche des Wandels [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, A 5
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Frühe Neuzeit gilt als Epoche spezifischen Wandels hin zur Moderne, in der das Phänomen der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen zu beobachten ist. Daher verfügt sie über ganz eigene Merkmale, die sie vom Mittelalter und von der Moderne trennen. Diese Spezifika herauszuarbeiten und den Begriff des Wandels zu problematisieren, wird das Anliegen der Veranstaltung sein. Was änderte sich zwischen dem ausgehenden 15. und dem beginnenden 19. Jahrhundert und welchen Grad besaß der attestierbare Wandel, auf welchen Feldern fand Wandel statt und inwiefern stellte er einen radikalen bzw. fundamentalen Umbruch oder nur temporäre bzw. graduelle Veränderung dar? Anders ausgedrückt: Wie mittelalterlich war die Frühe Neuzeit und inwiefern war sie modern? Was macht sie zur 'Frühen' Neuzeit oder ist sie schlicht die Vor-Moderne? Relevant erscheinen solche Fragen nicht nur aus genuin fachwissenschaftlicher, sondern gerade auch fachdidaktischer Perspektive. Hierzu werden die Themengebiete Herrschaft, Religion, Wirtschaft, Mentalitäten und Bevölkerungsentwicklung exemplarisch behandelt und in einen europäischen Gesamtkontext gestellt. Literatur:
Michael Erbe, Frühe Neuzeit, Stuttgart 2007
| Thomas Brady et al. (ed.), Handbook of European History, 1400-1600, Leiden et al. 1994
| Helmut Neuhaus, Die Frühe Neuzeit als Epoche, München 2009
| Heinz Schilling, Aufbruch und Krise, Berlin 1994
| Heinz Schilling, Höfe und Allianzen, Berlin 1994
| Anette Völker-Rasor, Frühe Neuzeit, München 2009
- Prof. Dr. Markus Koller
Südosteuropa in der Vor- und Frühmoderne [ Kommentar | StudIP] Mo 14-16, A 3
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die Vorlesung richtet den Blick auf die politischen und kulturellen Entwicklungen in Südosteuropa vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Diese Periode der südosteuropäischen Geschichte wird meist im Kontext der sog. Orientalischen Frage interpretiert, worunter die in dieser Zeit fast permanent andauernde Krisensituation verstanden wird, die durch die militärische Schwäche des Osmanischen Reiches und die Rivalitäten unter den europäischen Staaten heraufbeschworen worden war. Es war gleichzeitig auch der Zeitraum, in dem die in West- und Mitteleuropa entstandenen Ideen von Nation und Volk in Südosteuropa politische Wirkungsmacht erlangten, indem sie zu Nations- und Nationalstaatsbildungen führten. Vor dem Hintergrund solcher Transferprozesse werden in der Vorlesung auch die politischen und kulturellen Verflechtungen mit Westeuropa und Russland aufgezeigt werden. Literatur:
M.S. Anderson, The Eastern Question, 1774-1923. A Study in international Relations. New York 1983.
- PD Dr. Rainer Liedtke
Europäisch-jüdische Geschichte, 1492-1870 [ Kommentar | StudIP] Fr 10-12, A 5
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte der Juden in Europa zwischen der dem Abschluss der "Reconquista" auf der iberischen Halbinsel und den 1870er Jahren, als die Juden in fast allen europäischen Ländern die politische Gleichberechtigung erhielten. Die Veranstaltung verbindet eine grob chronologisch geordnete Darstellung mit thematischen Schwerpunkten und geht dabei auf die politische Geschichte der Minderheit wie auch ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung ein. Zwar werden zum Teil auch innerjüdische Prozesse und Strukturen beleuchtet, aber im Wesentlichen wird die jüdische Geschichte als integraler Bestandteil der europäischen Geschichte betrachtet. Im folgenden Semester wird es einen thematischen Anschluss mit einer Vorlesung zur europäisch-jüdischen Geschichte von 1870 bis zur Gegenwart geben. Literatur:
Uri Kaufmann, Kleine Geschichte der Juden in Europa, Berlin 2003
| Jeremy Cohen / Moshe Rosman (Hg.) Rethinking European Jewish History, Oxford 2009
| Stefan Litt, Geschichte der Juden Mitteleuropas, Darmstadt 2009
| Jonathan Karp, The Politics of Jewish Commerce. Economic Thought and Emancipation in Europe, 1638 - 1848, Cambridge 2008
- Prof. Dr. Dirk van Laak
Pioniere und Potentaten. Persönlichkeiten in der Zeitgeschichte [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, A 4
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Einstein oder Hitler? Wer hat die Geschichte stärker geprägt? Und wie ermisst man historische "Größe"? Die Vorlesung verfolgt zweierlei Ziele: Zum einen möchte sie auf die eine oder andere Weise hervorstechende Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts porträtieren und auf ihre Bedeutung für die Zeitgeschichte eingehen. Das umfasst sowohl Pioniere als auch Potentaten, also Personen der Politik-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte, die durch ihre "Leistungen" in die Geschichte eingegangen sind (erfolgreiche Wissenschaftler, Visionäre, Vorkämpfer usw.), aber auch solche, deren "Fehlleistungen" im Gedächtnis geblieben sind (Diktatoren, Attentäter, "Gescheiterte" usw. ). | Neben dieser Aufschlüsselung der jüngsten Geschichte über ihr "Personal" möchte die Vorlesung aber auch danach fragen, wie der Faktor "Persönlichkeit" von der Geschichtswissenschaft überhaupt einzuschätzen ist, wie sie eingeordnet und "bewertet" wurden. Insofern soll auf einer zweiten Ebene danach gefragt werden, wie "menschlich" uns Geschichte gegenübertritt, wie wir Personen erinnern oder verdammen und wie geschichtliche Strukturen immer wieder "personalisiert" werden. Literatur:
Hans-Peter Schwarz: Das Gesicht des Jahrhunderts. Monster, Retter und Mediokritäten, München 2001
- PD Dr. habil. Martin Wrede
Heilig, römisch, deutsch? Das Alte Reich im Alten Europa, 16.-18. Jh. [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, R 303 (Rathenaustr. 8)
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Das "neue Bild vom Alten Reich" ist inzwischen über dreißig Jahre alt. Es zeigt das schwer faßbare Gebilde als ein leidlich funktionierendes Forum der deutschen Nation, emotionalen Bezugspunkt und Grundlage deutscher Staatlichkeit. Ob dieses "Reich" ein "Staat" war ist in der neuesten Forschung umstritten, "Staat machen" konnte man mit ihm allemal. Das Reich gewährleistet im Inneren Frieden durch Recht, nach außen Verteidigungsfähigkeit. Es ermöglichte der deutschen Gesellschaft eine vergleichsweise pluralistische Entwicklung, d.h. sowohl Einheit wie Vielfalt. | Die Vorlesung führt ein in Strukturen und Konjunkturen des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation in der Frühen Neuzeit. Sie fragt nach seinen Leistungen wie nach seinen Defiziten. Sie versucht dafür den Bogen zu spannen von der Epoche der sog. Reichsreform, Ende des 15. Jhs. bis zum Zusammenbruch des Reiches in den napoleonischen Kriegen. Literatur:
Aretin, Karl Otmar von, Das Alte Reich 1648 - 1806, 4 Bände, München 1993-2000.
| Schmidt, Georg, Geschichte des Alten Reiches: Staat und Nation in der Frühen Neuzeit 1495 - 1806, München 1999.
| Stollberg-Rillinger, Barbara, Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Vom Ende des Mittelalters bis 1806, 4. durchgesehene Auflage, München 2009.
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→ Inhalt
→ Geschichte Vorlesung Neuere Geschichte
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GESCHICHTE - VORLESUNG - Didaktik der Geschichte
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- Prof. Dr. Vadim Oswalt
Wie man Geschichte (an-) ordnen kann - Historische Methodik und Geschichtsunterricht [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, A 5
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Stärker noch als in anderen Fächern stellt sich beim historischen Lernen die Frage der Beziehung von Fachmethodik und Lehr- Lernprozessen. Ausgehend von dieser Fragestellung widmet sich die Vorlesung den methodischen Möglichkeiten zur Gruppierung und Gliederung von Geschichte. Dabei geht es um die Frage, was von Konzepten wie Dauer und Wandel u.ä. oder Operationen wie Erklären und Verstehen etc. implizit in Lernprozessen vorkommen muss oder welche geschichtsmethodische Kompetenz Schülerinnen und Schüler explizit aufbauen müssen. | Die theoretischen Aspekte werden dabei auf konkrete Unterrichtsstunden und Lehrplaneinheiten bezogen. Literatur:
Bergmann, Klaus u. a. (Hrsg.), Handbuch der Geschichtsdidaktik, 5. überarb. Aufl. Seelze 1997.
| Mayer, Ulrich u.a. (Hrsg.), Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach 2004.
| Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben (studip)
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→ Inhalt
→ Geschichte Vorlesung Didaktik der Geschichte
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ÜBUNG
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GESCHICHTE - ÜBUNG - Alte Geschichte
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- Dr. Mehran A. Nickbakht
Lateinische Inschriften [ Kommentar | StudIP] Fr 12-14, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | BA-KdA
Kommentar: Wenn Römer ihre Angehörigen bestatteten oder Wohltäter ehrten, wenn sie Gelübde an die Götter ablegten oder den Kaiser verehrten, wenn sie ein Gebäude einweihten oder Dekrete erließen, meißelten sie ihre Botschaften oftmals in Stein oder Bronze, um sie dauerhaft zu erhalten. Anhand der gemeinsamen Lektüre ausgewählter Inschriften in der Originalsprache sollen Wesen und Sprache dieser Quellengattung studiert sowie der Erkenntnisgewinn für den Althistoriker erörtert werden. Literatur:
Leonhard Schumacher (Hg.), Römische Inschriften: lateinisch/deutsch, Stuttgart 2001 (Reclams Universal-Bibliothek 8512)
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→ Inhalt
→ Geschichte Übung Alte Geschichte
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GESCHICHTE - ÜBUNG - Mittelalterliche Geschichte
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- Prof. Dr. Daniel Bagi
Die Ungarnchronik des Heinrich von Mügeln [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Übung hat vor, den in Mittelhochdeutsch verfasste Chronik des Heinrich von Mügeln über die Geschichte Ungarns näher kennenzulernen. | Die Übung hat zum Ziele den Lebensweg des Autors zu behandeln, seine Aufenthaltsorte (Thüringen, Prag, Visegrád) zu bearbeiten, und anhand spezifischer Textpassagen des Werkes seine künstlerische Fähigkeiten besser kennenzulernen. Literatur:
Jörg Henning: Chronologie der Werke Heinrichs von Mügeln. Hamburger Philologische Studien, Bd. 27, Hamburg 1972.
| Christof Huber: Karl IV. im Instanzensystem von Heinrichs von Mügeln " Der Meide Kranz" . Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (103) 1981, 63-91.
| Norbert Kersken: Geschichtsschreibung im Europa der " nationes" : nationalgeschichtliche Gesamtdarstellungen im Mittelalter, Münstersche Historische Forschungen Bd. 8, Köln 1995. 680-684.
- Guido M. Berndt
Probleme fränkischer Herrschaftsnachfolge - Merowinger und Karolinger [ Kommentar | StudIP] Do 8-12, D 315. vierzehntägig
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Herrschaftswechsel stellen kritische Momente der fränkischen Geschichte dar. In dieser Übung werden Quellen der merowingischen sowie karolingischen Epoche gelesen und analysiert, die Auskunft über die in der Regel konfliktträchtigen Übertragungen von Macht von einer Generation zur nächsten geben können. Ein besonderes Augenmerk gilt dabei dem Dynastiewechsel des Jahres 751 und der daraus schließlich resultierenden Herrschaft Karls des Großen. Literatur:
M. Becher/ J. Jarnut (Hg.): Der Dynastiewechsel von 751. Vorgeschichte, Legitimationsstrategien und Erinnerung, Münster 2004.
| M. Becher: Merowinger und Karolinger, Darmstadt 2009.
| P. Riché: Die Welt der Karolinger, Stuttgart (3. Aufl.) 2009.
| H. K. Schulze: Vom Reich der Franken zum Land der Deutschen. Merowinger und Karolinger, Berlin 1998.
- Dr. des. Julia Eulenstein
Quellenkundliche Übung: Klöster und Orden im Mittelalter [ Kommentar] Do 10-12, F 6
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Frömmigkeit und das individuelle Streben nach einem gottgefälligen Leben hatten in der mittelalterlichen Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Überall im mittelalterlichen Reich wurden Klöster für Frauen und Männer gegründet, die steigende Mitgliederzahlen verzeichnen konnten. War ein Eintritt ins Kloster bzw. in einem Orden vor allem Ausdruck von Religiosität oder lassen sich heute noch andere Motive für die Wahl dieses Lebensweges nachweisen? | In der Übung werden Aspekte des Themenfeldes Klöster und Orden im Mittelalter auf Basis von unterschiedlichen Quellengattungen untersucht, wichtige historische Grundbegriffe erläutert sowie grundlegende Techniken des historischen Arbeitens vermittelt. Ein thematischer Schwerpunkt wird auf der Betrachtung von Doppelklöstern, Frauenklöstern und religiösen Frauengemeinschaften liegen. Literatur:
Angenendt, Arnold: Grundformen der Frömmigkeit im Mittelalter (Enzyklopädie Deutscher Geschichte Bd. 68), München 2003
| Gleba, Gudrun: Klöster und Orden im Mittelalter (Geschichte Kompakt Mittelalter), Darmstadt 2002
| Grundmann, Herbert: Religiöse Bewegungen im Mittelalter. Untersuchungen über die geschichtlichen Zusammenhänge zwischen der Ketzerei, den Bettelorden und der religiösen Frauenbewegung im 12. und 13. Jahrhundert und über die geschichtlichen Grundlagen der deutschen Mystik, Berlin 1935
- Dr. Steffen Krieb
Was ist Kulturgeschichte? Geschichte, Möglichkeiten und Grenzen eines Forschungsansatzes [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, C 29
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Zahl von Büchern mit Titeln nach dem Muster "Eine Kulturgeschichte des…"ist nahezu unüberschaubar. Mittlerweile gibt es Kulturgeschichten so unterschiedlicher Gegenstände wie des Fensters, des Menschenversuchs im 20. Jahrhunderts, des Klimas, des Zuckers und der Nacht. Umfang und Vielfalt der Ergebnisse des "cultural turn", der die Geschichtswissenschaft in den vergangenen zwanzig Jahren verstärkt erfasst hat, legen den Eindruck einer gewissen Beliebigkeit nahe. Allerdings wurde die historiographische Produktion neuer Kulturgeschichten von einer theoretischen Reflexion begleitet, die an eine vergleichbare Konjunktur der Kultur in der deutschen Geschichtswissenschaft um 1900 anknüpfen kann. | In der Übung sollen die wichtigsten Positionen der "alten" und "neuen" Kulturgeschichte gemeinsam erarbeitet, herausragende Beispiele ihrer praktischen Umsetzung von den Teilnehmern präsentiert und anschließend in einem Essay diskutiert werden. Daraus resultiert die Notwendigkeit zur Bewältigung eines umfangreichen Lektürepensums. Der epochale Schwerpunkt der vorzustellenden Werke liegt auf der Vormoderne, insbesondere der Geschichte des Mittelalters. Literatur:
Peter Burke, Was ist Kulturgeschichte, Frankfurt a.M. 2005
| Ute Daniel, Kompendium Kulturgeschichte: Theorien, Praxis, Schlüsselwörter, 5. Auflage, Frankfurt a.M. 2006.
| Michael Maurer, Kulturgeschichte: eine Einführung, Köln 2008.
- Andreas Willershausen
Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, C 29. Erste Sitzung: 21.04.2010
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
- Andreas Willershausen
Quellenübung zur Mittelalterlichen Geschichte [ Kommentar | StudIP] Fr 8-10, C 29. Erste Sitzung: 23.04.2010
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
- Apl. Prof. Dr. Herbert Zielinski
Einführung in die Paläographie [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, D 109
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Texte in alten Schriften müssen nicht nur gelesen werden, Schriften sind auch Zeugnisse der Kultur- und Zivilisationsgeschichte. Seit der Antike diente die Schriftgestalt zudem als Legitimations- und Ausgrenzungsmittel, um Macht und Sonderstellung der Schriftträger zu visualisieren. Schriften besaßen in diesem Sinne eine visuelle Botschaft, bei der die Lesbarkeit häufig zweitrangig war. | Die Übung behandelt in lockerer Folge wichtige Schriften des lateinischen Europas von der Spätantike bis in die Neuzeit. Literatur:
Peter Rück, Anmutung durch Schrift. Zur Aussage der Schriftgestalt, in: Fachgebiet Historische Hilfswissenschaften. Ausgewählte Aufsätze zum 65. Geb. von Peter Rück. Marburg 2000, S. 113-115. (Kopie liegt in der Akte bei der Aufsicht.)
| Bernhard Bischoff, Paläographie des römischen Altertums und des abendländischen Mittelalters, 2. Aufl. Berlin 1986.
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→ Inhalt
→ Geschichte Übung Mittelalterliche Geschichte
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GESCHICHTE - ÜBUNG - Neuere Geschichte
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- Apl. Prof. Dr. Frank Becker
Die Biografie als historiografisches Genre [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, C 113
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Das klassische Genre der Biografie verzeichnet in den letzten Jahren eine neue Konjunktur. Die Kritik von Sozial- und Strukturgeschichte, die Biografie überbetone die Rolle des Individuums, scheint an Wirkungskraft verloren zu haben. Oder sind neue Theorien und Methoden des biografischen Arbeitens entstanden, welche eine überzeugende Vermittlung von Individuellem und Strukturellem ermöglichen? Vor dem Hintergrund dieser Frage sollen in der Veranstaltung theoretische Texte besprochen und exemplarisch neuere Biografien gelesen und diskutiert werden. Literatur:
Etzemüller, Die Form "Biografie" als Modus der Geschichtsschreibung. Überlegungen zum Thema Biografie und Nationalsozialismus, in: Michael Ruck / Karl Heinrich Pohl (Hg.), Regionen im Nationalsozialismus, Bielefeld 2003, S. 71-90
| Christian Klein (Hg.), Handbuch Biographie. Methoden, Traditionen, Theorien, Stuttgart 2009; Themenheft - Biografie- von GWU 60 (2009), H. 10
- Apl. Prof. Dr. Frank Becker
Studenten und Universitäten im 19. Jahrhundert [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, C 113
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Die Veranstaltung will die verschiedenen Dimensionen universitären und studentischen Lebens im 19. Jahrhundert beleuchten. Dazu gehören Aspekte der Wissenschaftsgeschichte ebenso wie das politische Engagement von Professoren und Studenten; die soziale Lage der Akademiker genauso wie das gesellige Leben der Studenten, das im Verbindungswesen seinen sinnfälligsten Ausdruck fand. Darüber hinaus sollen auch die Rolle der Kategorie Geschlecht und die Ursachen der besonderen Affinität der Studenten zum Militärischen beleuchtet werden. Literatur:
Hartmut Boockmann, Wissen und Widerstand. Geschichte der deutschen Universität, Berlin 1999
| Konrad H. Jarausch, Deutsche Studenten 1800-1970, Frankfurt a. M. 1984
| Klaus Ries, Wort und Tat. Das politische Professorentum der Universität Jena im frühen 19. Jahrhundert, Stuttgart 2007
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
Baltische Geschichte: Eine europäische Region in ihren internationalen Verknüpfungen und ihren Quellen (mit Exkursion in das Archiv des Herder-Instituts Marburg) [ Kommentar] Diese Lehrveranstaltung ist für das WS 2010/11 vorgesehen.
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Literatur:
Ralph Tuchtenhagen, Geschichte der Baltischen Länder. München 2. Aufl. 2009. (Basislektüre)
| Ralph Tuchtenhagen, Zentralstaat und Provinz im frühneuzeitlichen Nordosteuropa. Wiesbaden 2008.
| Riga und der Ostseeraum. Von der Gründung 1201 bis in die frühe Neuzeit. Hg. v. Ilgvars Misans u. Horst Wernicke. Marburg 2005.
| Sonja Neitmann, Von der Grafschaft Mark nach Livland: Ritterbrüder aus Westfalen im livländischen Deutschen Orden. Köln 1993.
| Nordosteuropa als Geschichtsregion |Beiträge des III. Internationalen Symposiums zur Deutschen Kultur und Geschichte im Europäischen Nordosten vom 20. - 22. September 2001 in Tallinn (Estland). Hg. v. Jörg Hackmann. Helsinki 2006.
| Jörg Hackmann, Ethnos oder Region? |Probleme der baltischen Historiographie im 20. Jahrhundert, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 50 (2001), S. 531-556.
| Nordost-Archiv. Zeitschrift für Regionalgeschichte. N.F. Jg. 1(1992) ff.
| Zigmantas Kiaupa: Geschichte des Baltikums. Tallinn 2002. Internet: www.vifanord.de/ (Virtuelle Fachbibliothek auch für die Baltischen Staaten)
- Sabine Dworog M. A.
Die kulturelle Wende in der Geschichtswissenschaft [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, R 302 (Rathenaustr. 8)
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: "Vergangenheit" und "Geschichte" sind nicht dasselbe. "Geschichte" ist immer bereits eine Interpretation der Vergangenheit und kann zwischen Personen mit unterschiedlichen Erkenntnisinteressen und Zugängen zur Vergangenheit kontrovers diskutiert werden. Jedoch kommen die historischen Interpretationen der Vergangenheit nicht zufällig zustande: Wie Geschichte geschrieben werden kann oder sollte, war stets die Schlüsselfrage in der wissenschaftlichen Auseinandersetzung im Fach. | Die Übung beschäftigt sich mit unterschiedlichen geschichtswissenschaftlichen Herangehensweisen seit der Etablierung der Historiographie als Wissenschaft im 19. Jahrhundert. Ein Schwerpunkt liegt auf der "kulturellen Wende", einer methodischen und thematischen Öffnung der Geschichtswissenschaft, die seit Mitte der 1990er Jahre diskutiert wird und die Geschichtsschreibung seitdem nachhaltig beeinflusst hat. Literatur:
Ute Daniel: Kompendium Kulturgeschichte. Theorien, Praxis, Schlüsselwörter, Frankfurt a.M. 2001.
| Hans-Jürgen Goertz (Hg.): Geschichte. Ein Grundkurs, 3. rev. und erw. Aufl., Reinbek bei Hamburg 2007.
| Wolfgang Hardtwig (Hg.): Über das Studium der Geschichte, München 1990.
| Silvia Serena Tschopp: Die Neue Kulturgeschichte - eine (Zwischen-)Bilanz, in: Historische Zeitschrift 289, 3 (2009), S. 573-605.
- Rayk Einax M. A.
"Tauwetter" und Entstalinisierung. Die Sowjetunion 1953-1964. [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Ära Chruschtschow steht gemeinhin für das Ende des stalinistischen Terrors sowie für umwälzende politische, wirtschaftliche und soziale Reformen in der UdSSR und Osteuropa. Darüber hinaus leitete der umtriebige Partei- und Staatsführer das sogenannte "Tauwetter" in Kunst und Literatur ein. | Die Übung beleuchtet anhand ausgesuchter Quellen - vorzugsweise in gedruckter Form - die Jahre 1953 bis 1964. Die Lektüre soll Anfängern eine Einführung in das quellengestützte und vor allem quellenkritische historische Arbeiten bieten. Russischkenntnisse sind willkommen, aber kein Muss. Literatur:
Handbuch der Geschichte Russlands. Bd. 6: Hoffmann, Peter: Einführung in Literatur, Quellen und Hilfsmittel. Stuttgart 2004.
| Talbott, Strobe (Hrsg.): Chruschtschow erinnert sich. Reinbek 1971.
| Die Geheimrede Chruschtschows. Berlin 1990.
| Filtzer, Donald: The Khrushchev-Era. De-Stalinisation and the Limits of Reform in the USSR, 1953-1964. Basingstoke u. a. 1993. Dt.: Die Chruschtschow-Ära. Entstalinisierung und die Grenzen der Reform in der UdSSR, 1953-1964. Mainz 1995.
- Christoph Hilgert M. A. - Florian Schnürer M. A.
Von der "Fußlümmelei" zur "schönsten Nebensache der Welt": Kulturgeschichte des Fußballs im 19. und 20. Jahrhundert [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: 16.04.2010, 16-18; 11.06.2010, 16-20; 12.06.2010, 10-14; 18.06.2010, 16-20; 19.06.2010, 10-14; 25.06.2010, 16-20; 26.06.2010, 10-14
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Fußball scheint heute mehr als nur ein Spiel zu sein. Der Sport ist ein Thema in Talkshows, Kulturschaffende outen sich als Fans, Sitzungen von Bankmanagern und hochrangigen Politikern werden für die Fernsehübertragung wichtiger Spiele unterbrochen oder verlegt. Er ist ein Massenpektakel geworden, das jedes Wochenende Millionen von Menschen in die Stadien zieht. Wie aber hat sich Fußball zu dem entwickelt, was er heute ist? Was sagt ein solches Spiel über Erinnerungskulturen oder das Verhältnis der Geschlechter in Gesellschaften? Welche gesellschaftlichen Schichten praktizierten diesen Sport überhaupt im Laufe des 19. und 20. Jahrhunderts? Diese und weitere Fragen sollen im Mittelpunkt der Übung stehen, die Fußball als transkulturelles und transnationales Phänomen begreifbar machten möchte. Literatur:
Fabian Brändle/Christian Koller, Goal! Kultur- und Sozialgeschichte des modernen Fussballs, Zürich 2002.
| Christiane Eisenberg (Hg.), Fußball, soccer, calcio. Ein englischer Sport auf seinem Weg um die Welt, München 1999.
| Markwart Herzog (Hg.), Fußball als Kulturphänomen. Kunst – Kult – Kommerz, Stuttgart 2002.
- Dr. des. Thomas Kailer
"Alle Menschen sind dort gleich". Deutsche Amerika-Auswanderung, 1848-1953 [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, G 26
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Ob auf der Suche nach politischer oder religiöser Freiheit, nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit und nach Erfolg: Amerika, die Vereinigten Staaten, erschien manchem Europäer als das "irdische Paradies". Ebenfalls gemeinsam hatte viele Auswander, dass sich Freiheit und Erfolg eben nicht immer gleich nach der Ankunft im "gelobten Land" einstellten: Hatten sie die teilweise rigiden Auswanderungsbestimmungen erfüllt, den mitunter schwierigen Abschied von der Heimat überstanden, Geld für den Transport auf- und diesen dann hinter sich gebracht, waren sie den Betrügern entronnen, die die orientierungslosen Neuankömmlinge ausnutzten, und hatten sie schließlich in den Städten des Ostens genug Geld verdient, um sich vielleicht eine bescheidene Farm an der "frontier", der Grenze zum unerschlossenen Westen, leisten zu können - dann fing die Arbeit auf dem eigenen Land eigentlich erst richtig an. | Doch nicht alle strebten nach Landbesitz, der als Grundlage für Wohlstand galt: Viele blieben in den aufstrebenden Städten und Industriezentren und waren dort Teil des Heeres der Industriearbeiter. So allerdings, konfrontiert mit der Freiheit der Unternehmer "to hire and fire", hatten sie sich "Freiheit" nicht vorgestellt. Der Kapitalismus amerikanischer Prägung bot dem Einzelnen ungeahnte Chancen; die Risiken waren jedoch nicht minder zahlreich, und manche Biographie erlebte einen herben Bruch, Rückwanderung inklusive. | Die Übung führt anhand ausgewählter Texte in die Sozial- und Kulturgeschichte der deutschen Amerikaauswanderung im fraglichen Zeitraum ein. Neben allgemeinen Aspekten zum Themenkomplex "Auswanderung" sollen die politische Auswanderung nach 1848, die wirtschaftlich bedingte "proletarische Massenauswanderung" im 19. Jahrhundert, die Situation der German-Americans im Ersten Weltkrieg, Emigration und Exil während des Nationalsozialismus sowie die Amerikaauswanderung (nicht zuletzt deutscher Heimatvertriebener) nach dem Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen.
| Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt. Literatur:
Bade, Klaus J.: Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. München 2002.
| Bade, Klaus J. (Hg.): Auswanderer - Wanderarbeiter - Gastarbeiter. Bevölkerung, Arbeitsmarkt und Wanderung in Deutschland seit der Mitte des 19. Jahrhunderts. 2 Bde., 2. Aufl., Ostfildern 1984.
| Kleinschmidt, Harald: Menschen in Bewegung. Inhalte und Ziele der historischen Migrationsforschung. Göttingen 2002.
| Trommler, Frank/Shore, Elliott (Hg.): Deutsch-amerikanische Begegnungen. Konflikt und Kooperation im 19. und 20. Jahrhundert. Stuttgart, München 2001.
| Trommler, Frank (Hg.): Amerika und die Deutschen. Bestandsaufnahme einer 300jährigen Geschichte. Opladen 1986.
- Dr. des. Thomas Kailer
"Jetzt ist die Zeit und Stunde da!" - Quellen zur deutschen Amerika-Auswanderung, 1848-1953. [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, G 26
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Ob auf der Suche nach politischer oder religiöser Freiheit, nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit und nach Erfolg: Amerika, die Vereinigten Staaten, erschien manchem Europäer als das "irdische Paradies". Ebenfalls gemeinsam hatte viele Auswander, dass sich Freiheit und Erfolg eben nicht immer gleich nach der Ankunft im "gelobten Land" einstellten: Hatten sie die teilweise rigiden Auswanderungsbestimmungen erfüllt, den mitunter schwierigen Abschied von der Heimat überstanden, Geld für den Transport auf- und diesen dann hinter sich gebracht, waren sie den Betrügern entronnen, die die orientierungslosen Neuankömmlinge ausnutzten, und hatten sie schließlich in den Städten des Ostens genug Geld verdient, um sich vielleicht eine bescheidene Farm an der "frontier", der Grenze zum unerschlossenen Westen, leisten zu können - dann fing die Arbeit auf dem eigenen Land eigentlich erst richtig an. | Vor allem die Briefe der Auswanderer an die Daheimgebliebenen benennen ihre Auswanderungsmotivationen, sie spiegeln ihren Alltag, ihre Schwierigkeiten und ihre Erfolge, sie zeugen von der Integration und der Bewahrung der kulturellen Identität der Deutsch-Amerikaner. Auswanderer-Briefe sind daher eine wirtschafts-, sozial- und mentalitätsgeschichtliche Quellengattung ersten Ranges. | Daneben gibt es natürlich eine Fülle anderer Quellen: Die Übung führt anhand ausgewählter Quellen in die Geschichte der deutschen Amerika-Auswanderung im fraglichen Zeitraum ein. Neben den Auswanderer-Briefen sollen z.B. Ratgeber für Auswanderungswillige, publizistische Reaktionen auf die Auswanderung in Deutschland, Passagierlisten, Lieder, autobiographische Zeugnisse, us-amerikanische Immigrationsgesetze und vieles mehr sollen in der Übung quellenkritisch analysiert werden. | Inhaltlich stehen neben allgemeinen Aspekten zum Themenkomplex "Auswanderung" die politische Auswanderung nach 1848, die Auswanderungswellen infolge wirtschaftlicher Krisen in der Mitte des 19. Jahrhunderts und in den 1880er Jahren, die Zeit nach dem Ersten Weltkrieg, die erzwungene Auswanderung jüdischer Deutscher während des Nationalsozialismus sowie die Amerikaauswanderung (nicht zuletzt deutscher Heimatvertriebener) nach dem Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen.
| Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt Literatur:
Bade, Klaus J.: Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. München 2002.
| Helbich, Wolfgang (Hg.): "Alle Menschen sind dort gleich". Die deutsche Amerika-Auswanderung im 19. und 20. Jahrhundert. Düsseldorf 1988.
| Helbich, Wolfgang/Kamphoefner, Walter/Sommer, Ulrike (Hg.): Briefe aus Amerika. Deutsche Auswanderer schreiben aus der Neuen Welt 1830-1930. München 1988.
| Trommler, Frank/Shore, Elliott (Hg.): Deutsch-amerikanische Begegnungen. Konflikt und Kooperation im 19. und 20. Jahrhundert. Stuttgart, München 2001. Internet: Deutsche Auswandererdatenbank [www.historisches-museum-bremerhaven.de/index.php?id=11] | Link to your roots [www.linktoyourroots.com/] | Immigration Museum Ellis Island [ellisisland.org/]
- PD Dr. Sylvia Kesper-Biermann
Mörder, Diebe, Ehebrecherinnen. Kriminalität in der Neuzeit [ Kommentar | StudIP] Fr 10-12, C 113. Erste Sitzung: 23.4.2010
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Kriminalität scheint allgegenwärtig, etwa in der Berichterstattung der Massenmedien über einzelne spektakuläre Fälle oder in öffentlichen Diskussionen über kriminalstatistische Daten als Gradmesser für den Zustand einer Gesellschaft. Die Vorstellungen darüber, welches Verhalten als abweichend zu beurteilen und wie es zu bestrafen sei, unterliegt dem historischen Wandel. In der Übung steht die Geschichte von Verbrechen und Strafen in der Neuzeit im Mittelpunkt. Behandelt werden sowohl verschiedene Delinquenzformen wie Gewalt-, Eigentums- oder Sittlichkeitskriminalität als auch die rechtlichen Normen und das Funktionieren des Justizsystems. Ferner geht es um die Täterinnen und Täter sowie um die verschiedenen Strafarten und den Strafvollzug. | Anhand des Themas führt die Übung in Grundlagen, Methoden und Techniken geschichtswissenschaftlichen Arbeitens ein. Literatur:
Gerd Schwerhoff: Aktenkundig und gerichtsnotorisch. Einführung in die Historische Kriminalitätsforschung, Tübingen 1999
| Barbara Wolbring: Neuere Geschichte studieren, Konstanz 2006
- Birte Kohtz
Revolution der Geschlechter? Gender als historische Kategorie zwischen Zarenreich und früher Sowjetunion [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: "Gender history has come to stay" - diese Feststellung der Historikerin Lynn Hunt ist schon beinahe ein alter Hut, denn längst zählt die Erforschung vergangener Weiblich- und zunehmend auch Männlichkeiten zu den etablierten Unterdisziplinen der Geschichtswissenschaft. | In der Übung werden ihre verschiedenen Etappen am russländischen bzw. frühsowjetischen Beispiel erarbeitet. Diese geographische Engführung bietet sich insofern an, als die letzten Jahrzehnte des Zarenreichs nicht allein von tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlich-politischen Veränderungsprozessen gekennzeichnet waren, sondern ebenso von intensiven Verhandlungen über Menschenbilder und Identitäten, die schließlich in die sowjetischen Pläne zur Erschaffung des "Neuen Menschen" mündeten. Iwiefern diese Umbruchsituation sich auch auf das Mann- und Frausein auswirkte und welche Beiträge die Geschlechtergeschichte zu ihrer Erforschung leisten kann, soll in der Übung zur Diskussion stehen. Literatur:
Rebekka Habermas, Frauen- und Geschlechtergeschichte, in: Joachim Eibach, Günther Lottes, Kompass der Geschichtswissenschaft. Ein Handbuch, Göttingen 2002, S. 231-245.
| Jürgen Martschukat, Olaf Stieglitz, "Es ist ein Junge!" Einführung in die Geschichte der Männlichkeiten in der Neuzeit, Tübingen 2005.
- Claudia Lichnofsky
Historische Anthropologie am Beispiel des östlichen Europa [ Kommentar | StudIP] Mi 12-14, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: In dieser Lehrveranstaltung werden wir uns mit dem Konzept der 'Historischen Anthropologie' vertraut machen. Dazu werden wir zunächst ergründen, was Kulturgeschichte ist und welche Bereiche dazu zu rechnen sind. | Anschließend werden wir uns damit beschäftigen, welche Methoden die Historische Anthropologie verwendet, welche Zugänge sie hat und zu welchen Themen sie arbeitet. | Diese Lehrveranstaltung baut auf der Übung "Theorien und Methoden" auf, richtet jedoch den Fokus auf die Osteuropäische Geschichte. Daher werden Fallbeispiele aus dem östlichen Europa verwendet | Prüfungsleistung ist das Halten eines Referats, wie es in der Modulbeschreibung vorgesehen ist. Literatur:
Kaser, Karl/Gruber, Siegfried/Pichler, Robert: Historische Anthropologie im südöstlichen Europa. Eine Einführung. Wien u.a. 2003.
| Winterling, Aloys (Hg.): Historische Anthropologie. Basistexte. München 2006.
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- Apl. Prof. Dr. Anne Nagel
Geschichtsquellen des 19. und 20. Jahrhunderts [ Kommentar | StudIP] Fr 14-16, C 29
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Kommentar: In der Übung werden Quellentexte aus dem 19. und 20. Jahrhundert zur politischen-, Ideen- und Wissenschaftsgeschichte gelesen und interpretiert. Dabei sollen die Studierenden mit dem "Handwerkszeug" des Historikers vertraut gemacht und im Umgang mit Dokumenten geschult werden. Der Arbeitsaufwand von Stunde zu Stunde wird nicht ganz gering sein, da auf zusätzliche Lektüre zum Verständnis der Texte nicht verzichtet werden kann. | Begrenzte Teilnehmerzahl: 25
- Dr. Stephan Wendehorst
Quellen zur Geschichte der Juden im Heiligen Römischen Reich [ Kommentar] Mo 16-18, F 6
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Ziel dieser Übung ist Vermittlung vertiefter Kenntnisse über ausgewählte Personen und Stationen der Geschichte der Juden im Heiligen Römischen Reich der Frühen Neuzeit anhand von Quellen. Die Auswahl der Quellen umfasst sowohl "Klassiker" wie die Memoiren Glückel von Hamelns oder Christian Wilhelm von Dohms Werk "Über die bürgerliche Verbesserung des Juden" als auch weniger bekannte Schriften, wie die Abhandlungen des Universalgelehrten Leibniz oder des Turiner Juristen Giuseppe Sessa über die Rechtsverhältnisse der Juden. Der in der Übung behandelte Zeitraum erstreckt sich von den Auseinandersetzungen Josel von Rosheims mit Martin Luther während der Regierungszeit Kaiser Karls V. bis hin zu dem Niederschlag, den das Ende des Heiligen Römischen Reichs 1806, die "Befreiungskriege" und der Wiener Kongress in den Schriften von Saul Ascher und Ludwig Börne fanden. Die Übung ist nicht nur durch eine spezifische inhaltliche Schwerpunktsetzung gekennzeichnet, sondern bietet auch Gelegenheit, verschiedene Quellenarten kennen zu lernen und sich in der Textinterpretation zu üben. Dabei werden nicht nur gedruckte, sondern vereinzelt auch ungedruckte Quellen zum Einsatz kommen. Literatur:
Friedrich Battenberg, Das Europäische Zeitalter der Juden, Bde 1-2, Aufl., Darmstadt: Primus, 2000
| Andreas Gotzmann, Jüdische Autonomie in der Frühen Neuzeit. Recht und Gemeinschaft im deutschen Judentum, Göttingen, Wallstein, 2008.
- Dr. Stephan Wendehorst
Vom Absolutismus zum Barock. Paradigmenwechsel in der allgemeinen und in der jüdischen Geschichte im Vergleich [ Kommentar | StudIP] Mo 12-14, C 113
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Das Konzept des Absolutismus war für das Verständnis der allgemeinen Geschichte des 17. und 18. Jahrhunderts lange Zeit zentral. Die Figur des Hofjuden besaß eine ähnlich prägende Kraft für das Verständnis der jüdischen Geschichte dieses Zeitraums. Die Entstehung des absoluten Fürstenstaats schien nicht nur zentrale Entwicklungen der Frühen Neuzeit zu bündeln, er galt auch als Vorläufer des modernen Staates des 19. und 20. Jahrhunderts. Die Attraktivität des Hofjuden für die Forschung beruhte darauf, dass er einerseits die Nähe zu dem für die Epoche als charakteristisch geltenden Absolutismus repräsentierte und andererseits als Vorwegnahme dessen, was die jüdische Geschichte in der Moderne ausmachen sollte, gedeutet werden konnte: Akkulturation und Emanzipation. Gegenstand der Übung ist die Vermittlung der Gründe und der Konsequenzen für die seit einigen Jahren zu beobachtende Konjunktur des Barock als übergreifender Epochenbezeichnung. Literatur:
Abraham David, Anke Költsch und Stephan Wendehorst, Leipziger Judentümer in Stadt und Universität. Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in der Bibliotheca Albertina Leipzig, 13. Januar - 25. April 2010 (Schriften aus Universitätsbibliothek Leipzig, 19), Leipzig: Universitätsbibliothek Leipzig/Leipziger Universitätsverlag, 2010.
| Heinz Duchhardt, Barock und Aufklärung, 4. Aufl (Oldenbourg Grundriss der Geschichte, 11), München: Oldenbourg, 2007 [bis zur 3. Aufl. unter dem Titel: Das Zeitalter des Absolutismus ].
| Jonathan Israel, European Jewry in the Age of Mercantilism 1550-1750, 2. Auf. Oxford: Clarendon, 1989.
| Hermann Kellenbenz, Sephardim an der unteren Elbe. Ihre wirtschaftliche und politische Bedeutung vom Ende des 16. bis zum Beginn des 18. Jahrhunderts (Beihefte der Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte, 40), Wiesbaden: Steiner, 1958.
| Vivian B. Mann und Richard I. Cohen, Hgg., From Court Jews to the Rothschilds: Art, Patronage and Power 1600-1800, München/New York, 1996.
| Rotraud Ries und Friedrich Battenberg, Hgg., Hofjuden – Ökonomie und Interkulturalität. Die jüdische Wirtschaftselite im 18. Jahrhundert (Hamburger Beiträge zur Geschichte der deutschen Juden, 25), Hamburg: Christians, 1999.
| Lothar Schilling, Hg., Absolutismus, ein unersetzliches Forschungskonzept? L' absolutisme, un concept irremplaçable? (Pariser historische Studien, 79), München: Oldenbourg, 2008.
| Heinrich Schnee, Die Hoffinanz und der moderne Staat. Geschichte und System der Hoffaktoren an den deutschen Fürstenhöfen im Zeitalter des Absolutismus, Berlin: Duncker & Humblot, Bde 1-6, 1953-1967.
| Hans-Joachim Schoeps, Barocke Juden, Christen, Judenchristen, Bern und München: Francke, 1965.
| Selma Stern, Der Hofjude im Zeitalter des Absolutismus. Ein Beitrag zur europäischen Geschichte im 17. und 18. Jahrhundert, Tübingen: Mohr Siebeck, 2001 [zuerst englisch 1950]. Internet: Leipziger Judentümer in Stadt und Universität [www.ub.uni-leipzig.de/judentuemer/index.php]
- Dr. Anna Veronika Wendland
Visuelle Geschichte in und über Ost(mittel)europa [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Bilder "bilden" historische Gegebenheiten nicht nur ab, sondern sie "machen" auch selbst Geschichte: Das ist die Grunderkenntnis einer neuen historischen Bildwissenschaft, der "Visual History". Die Visuelle Geschichte fragt nach der "Visualität von Geschichte und der Historizität des Visuellen" gleichermaßen (Gerhard Paul), d.h. sie behandelt Bilder nicht nur als Quellen für einen historischen Sachverhalt, sondern als auch als Anhaltspunkte für vergangene Praktiken des Sehens und Gestaltens. Vor allem aber werden Bildquellen in ihrer historischen Funktion wahrgenommen, beispielsweise als Propagandamittel oder als Sinnproduzent in Erinnerungskulturen. Schließlich wird in dieser Forschungsrichtung auch kritisch nach der Verwendung von Bildern bei der Präsentation von wissenschaftlichen Erkenntnissen oder bei der Musealisierung von Geschichte gefragt. | Die ost(mittel)europäische Geschichte ist voll von Bildern, die weltweit Geschichte "machten" und unser Bild der Geschichtsregion maßgeblich prägten. Das Torhaus des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, der Junge mit erhobenen Händen im Warschauer Ghetto, der Kniefall Willy Brandts, das brennende Atomkraftwerk in Tschernobyl, die tanzenden Menschen auf der Berliner Mauer: Mit diesen Ikonen der neueren und neuesten Geschichte wird sich sich die Übung ebenso beschäftigen wie mit "echten" Ikonen und ihrer Bedeutung für osteuropäische Kulturen. Weitere uns interessierende Bildquellen sind Karten , Alltagsfotos und Plakate. Daneben wird es um bestimmte Verfahrensformen mit Bildmaterial gehen, die von historischer Bedeutung sind, z.B. Bildfälschungen und Bild-/Kartenpropaganda, oder Debatten um den "falschen" Einsatz von Bildern (so im Fall der "Wehrmachtsausstellung"). | Anhand der Bildbeispiele und -kontroversen werden in der Übung methodische und theoretische Kenntnisse für den geschichtswissenschaftlichen Umgang mit Bildern vermittelt. Thematisiert wird auch die Situierung des Ansatzes im Gesamtzusammenhang historischer Theoriebildung: der lange, nicht abgeschlossene Weg der Historikerzunft von der Verachtung der Bildlichkeit über ihren illustrativen Einsatz in Texten bis zur Historischen Bildkunde und zur Visual History. | Die Übung soll Möglichkeiten eröffnen, sich auch in anderen Kontexten als dem des Seminarraums mit Bildlichkeit auseinanderzusetzen. Obligatorisch ist daher die Teilnahme an einer Exkursion ins Bildarchiv des Herder-Instituts Marburg und an ausgewählten anderen Veranstaltungen (Filmvorführungen, Ausstellungen), die noch bekanntgegeben werden. Literatur:
Visual History. Ein Studienbuch, hrsg. v. Gerhard Paul, Göttingen 2006 (Allzweckwaffe für die Übung mit vielen interessanten Aufsätzen)
| Gerhard Paul:Von der historischen Bildkunde zur Visual History. Eine Einführung, in: Visual History, S. 7-36
| Chistoph Hamann: Fluchtpunkt Birkenau. Stanislaw Muchas Foto vom Torhaus Auschwitz-Birkenau (1945), in: Visual History, S. 283-302
| Christoph Hamann: Visual History und Geschichtsdidaktik. Beiträge zur Bildkompetenz in der historisch-politischen Bildung, Phil.Diss. Technische Universität Berlin 2007, insbes. S. 9-43 (Zugang zum Volltext s.u. Internet-Links!)
| Alf Lüdtke: Industriearbeit in historischen Fotografien. Zu den Chancen einer "visuellen Geschichte", in: Journal für Geschichte (1986) 3, S. 25-31
| Neue Staaten - Neue Bilder? Visuelle Kultur im Dienst staatlicher Selbstdarstellung in Zentral- und Osteuropa seit 1918, hrsg. v. Arnold Bartetzky, Marina Dmitrieva, Stefan Troebst, Köln-Weimar-Wien 2005
| Christoph Schmidt: Gemalt für die Ewigkeit. Geschichte der Ikonen in Russland, Köln 2009
| John-Paul Himka: History on Linden Boards: Last Judgement Iconography in the Carpathians, Toronto 2009 Internet: www.herder-institut.de/startseite/sammlungen.html (Alle Infos über osteuropäische Bildmaterialien im Herder-Institut) | http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2007/1536/ []
- PD Dr. habil. Martin Wrede
Bilder des Feindes [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, C 113
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Bilder des Feindes sind zumeist Zerrbilder, erzeugt durch Propaganda. Diese Übung soll in der Auseinandersetzung mit einschlägigen Quellen erarbeiten, wie Feindbilder gestaltet werden. Naturgemäß geht es dabei auch um die Frage, wie polemisch-propagandistische Quellen zu lesen sind. Zur Verfügung steht das weite Feld der konfessionellen, politischen oder kulturellen Konflikte der Frühen Neuzeit. Herangezogen werden i.d.R. deutschsprachige Texte. Literatur:
Wolfgang Cilleßen, Krieg der Bilder, Berlin 1997.
| Peer Schmidt, Spanische Universalmonarchie oder "teutsche Libertät", Stuttgart 2001.
| Martin Wrede, Das Reich und seine Feinde, Mainz 2004.
- PD Dr. habil. Martin Wrede
Der Aufstieg Preußens, 1640-1786 [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, C 30
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Der Aufstieg des preußischen Staates zur europäischen Großmacht bleibt ein wichtiges Element der frühneuzeitlichen deutschen Geschichte. Die Übung soll die Grundlinien dieses Prozesses erarbeiten und wird sich dabei naturgemäß ebenso mit Herrscherpersönlichkeiten wie Herrschaftsstrukturen auseinandersetzen, aber auch Lebensbedingungen und kulturellen Entwicklungen. | Daneben führt die Übung ein in die Grundsätze und grundlegenden Fertigkeiten des geschichtswissenschaftlichen Arbeitens. Literatur:
Clark, Christopher, Preußen : Aufstieg und Niedergang 1600 - 1947, 7. Auflage, München 2007.
| Wienfort, Monika, Geschichte Preußens, München 2008.
| Ernst Opgenoorth/Wolfgang Schulz, Einführung in das Studium der Neueren Geschichte, 6. Aufl. Paderborn u.a. 2001.
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→ Inhalt
→ Geschichte Übung Neuere Geschichte
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PROSEMINAR
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GESCHICHTE - PROSEMINAR - Alte Geschichte
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- Dr. Mehran A. Nickbakht
Augustus und seine Zeit [ Kommentar | StudIP] Fr 14-16, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Aus den Wirren der Bürgerkriege der ausgehenden Republik konnte der seit 27 v. u. Z. Augustus genannte Adoptivsohn Julius Caesars als Sieger hervortreten und sich als Alleinherrscher etablieren. Damit definierte er ein politisches System, nach dem das römische Reich für die nächsten Jahrhunderte funktionieren sollte. Neben der historischen Ereignisgeschichte liegt der Schwerpunkt des Proseminars auf den verschiedenen Quellengattungen zum Zeitalter des Augustus. Darüber hinaus werden Grundkenntnisse im Umgang mit althistorischen Hilfsmitteln und im wissenschaftlichen Arbeiten vermittelt. Literatur:
Kienast, Dietmar, Augustus. Prinzeps und Monarch3 (Darmstadt 1999).
| Schlange-Schöningen, Heinrich, Augustus, Geschichte Kompakt (Darmstadt 2005)
| Augustus: Res gestae / Tatenbericht, hrsg., übers. u. komm. von M. Giebel, Stuttgart 1975 und öfter (Reclams Universal-Bibliothek 9773)
| Sueton, Augustus, Lat./Dt., hrsg. von D. Schmitz, Stuttgart 1988 und öfter (Reclams Universal-Bibliothek 6693)
| H. Blum & R. Wolters, Alte Geschichte studieren, Konstanz 2006 (UTB 2747)
- Dr. Mehran A. Nickbakht
Cicero und die römische Republik [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Marcus Tullius Cicero ist diejenige Persönlichkeit der Antike, über die wir am besten informiert sind. Neben seiner Biographie aus der Feder Plutarchs, sind zahlreiche Briefe und Reden sowie philosophische und politische Traktate aller Art von Cicero überliefert. Ziel des Proseminars ist es, den Lebensweg Ciceros von seiner Geburt im Jahre 106 v.u.Z. bis zu seiner Ermordung im Jahre 43 v.u.Z. nachzuvollziehen. Anhand der einzelnen Stationen der Karriere Ciceros als Redner und Politiker soll die politische Entwicklung der römischen Republik in den letzten Jahrzehnten vor ihrem Untergang studiert werden. Neben dem Vermitteln eines Verständnisses der Geschichte der römischen Republik werden auch Grundkenntnisse im Umgang mit althistorischen Hilfsmitteln und im wissenschaftlichen Arbeiten vermittelt. Literatur:
Plutarch, Cicero, griechisch und deutsch, mit Einleitung, Anmerkungen und Namenindex von Friedhelm L. Müller, Aachen 1998 (oder jede andere Ausgabe von Plutarchs Cicero-Vita)
| H. Blum & R. Wolters, Alte Geschichte studieren, Konstanz 2006 (UTB 2747)
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→ Inhalt
→ Geschichte Proseminar Alte Geschichte
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GESCHICHTE - PROSEMINAR - Mittelalterliche Geschichte
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- Prof. Dr. Daniel Bagi
Die Ost- und Westkirche und die Christianisierung des östlichen und südöstlichen Europa vom 9.-11. Jahrhundert [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Die Christianisierung Europas durch die lateinische Kirche und durch Byzanz ist einer der grundlegenden Faktoren der europäischen Geschichte. Hier entstand ein Dualismus mit kaum zu überschätzenden Folgen für die weitere Entwicklung in der östlichen Hälfte des Kontinents. Das Proseminar beabsichtigt, anhand von Quellentexten und Sekundärliteratur die Frage zu diskutieren, unter welchen Bedingungen sich die Ost- und Westmission jeweils vollzogen. Folgende Themen werden näher bearbeitet: Orient und Abendland im 8-9. Jahrhundert: Karolingische Reichsintegration und byzantinisches Oikumene-Gedanken; die ersten Missionen im östlichen Europa: Cyrill und Method, und die ersten westlichen Bekehrungsversuche. Die Bekehrung von Ungarn, Polen und Böhmen durch die Westkirche, bzw. der Anschluss der Rus’ an die byzantinische Oikumene in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts; die Bekehrung Südosteuropas. Behandelt werden auch die sprachlichen und kulturellen Folgen der Bekehrung, ihr Einfluss auf die Gesellschaftsstrukturen im östlichen und südöstlichen Europa und deren verfassungsrechtliche und kommunikative Folgen. | Lernziel: Die Studierenden sollen mit der Grundlagen der religiösen und kulturellen Gliederung vertraut gemacht werden. Literatur:
Jerzy Kloczowski: Christianity in East Central Europe and its Relations with the West and the East. Lublin 1996
| Georg Ostrogorsky: Byzanz und die Welt der Slawen: Beiträge zur Geschichte der byzantinisch-slawischen Beziehungen. Darmstadt 1974.
| Márta Font: Im Spannnungsfeld der christlichen Großmächte, Herne 2008
- Stanislava Kolková
Mythen und Stereotypen in den bömischen Ländern und der Slovakei [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Mythen über herausragende Persönlichkeiten, bedeutende Orten oder wichtige Ereignisse in der Geschichte der einzelnen Länder üben trotz seiner Fiktivität - bedingt durch eine Entfernung von den historischen Fakten bzw. deren "Verbiegung" - einen großen Einfluss auf die Meinungs- und die kollektive Identitätsbildungen aus. Die Stereotypen spielen als verfestigte kollektive Zuschreibungen mit vorwiegend emotionalem Gehalt dabei auch eine Rolle, die allerdings nur in ihren sprachlichen bzw. bildlichen Repräsentationen zu fassen sind. Beide wurden oft als politisches Instrument genutzt. | Das Seminar befasst sich mit den Mythen und Stereotypen in der Geschichte der böhmischen Ländern und der Slowakei, angefangen mit dem Großmährischen Reich, über das Mythos-München bis zu Mythen aus der kommunistischen Zeit. | Im Rahmen des Seminars wird eine Exkursion stattfinden.
| Epochen: Mittelalterliche Geschichte, Neuere Geschichte, Zeitgeschichte Literatur:
Frank Hadler: Das Großmährische Reich. Tschechoslowakischer oder slowakischer Ur-Staat? Deutungskämpfe im 20. Jahrhundert, in: Reiche und Territorien in Ostmitteleuropa. Historische Beziehungen und politische Herrschaftslegitimation, hrsg von. Willoweit, Dietmar u.a., München 2006 (Völker, Staaten und Kulturen in Ostmitteleuropa; 2), 359-378.
| Peter Moraw: Die Länder der Krone Böhmen. König Johann (1310-1346) und Kaiser Karl IV. (1346/47-1378), in: Die "Blüte" der Staaten des östlichen Europa im 14. Jahrhundert, hrsg. von Löwener, Marc, Wiesbaden 2004 (Deutsches Historisches Institut Warschau. Quellen und Studien ; 14), 143-168.
| Antonín Kalous: Die Schlacht bei Mohács. Böhmische und vatikanische Quellen, in: Maria von Ungarn (1505-1558). Eine Renaissancefürstin, hrsg. von Fuchs, Martina u.a. Münster 2007 (Geschichte in der Epoche Karls V.; 8), 103-112.
| Alain Soubigou: Tomás Garrigue Masaryk, Praha [u.a.] 2004.
| Wendepunkte in den Beziehungen zwischen Deutschen, Tschechen und Slowaken 1848-1989, hrsg. von Brandes, Detlef u.a., Essen 2007 (Veröffentlichungen der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission; 14).
| Mythos München = Le mythe de Munich = The myth of Munich hrsg. von Fritz Taubert, München 2002, (Schrifttenreihe: Veröffentlichungen des Collegium Carolinum ; 98).
| Rudolf Neverla: Vom Aufstand 1944 in der Slowakei bis zur Vertreibung der Karpatendeutschen 1946. Deutsch-slowakische Arbeitstagung von Historikern und Zeitzeugen im Tagungszentrum des Klosters Banz = Od Povstania 1944 na Slovensku po vyhnanie karpatských Nemcov v roku 1946. Nemecko-slovenské pracovné rokovanie historikov a priamych úcastníkov v rokovacom centre Kloster Banz, (Reihe Acta Carpatho-Germanica; 13) Stuttgart [u.a.] [2004].
- Dr. Steffen Krieb
Millenium - Europa an der ersten Jahrtausendwende [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, C 29
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Jahrtausendwendenhaben offenbar die Eigenschaft, in den Menschen starke Hoffnungen, aber auch Ängstezu wecken. Die zweite Jahrtausendwende stand ganz im Zeichen der Furcht vor einem als Millenium-Bug bezeichneten Computerproblem, das zu Katastrophenszenarien führte, die das Versagen eines Großteils der technischen Infrastruktur in den Industrielländern voraussagten. Den Menschen an der ersten Jahrtausendwende schreibt man hingegen eine verstärkte Furcht vor dem Weltende zu. Im Seminar sollen neben vorstellungsgeschichtlichen Aspketen wie den Endzeiterwartungen aber auch soziale, wirtschaftliche und politische Aspekte des Lebens um das Jahr 1000 thematisiert werden-. | Anhand dieses Themas führt das Proseminar in den Umgang mit mittelalterlichen Quellen, die Benutzung der epochenspezifischen Arbeitsmittel und die Historischen Hilfswissenschaften ein. Literatur:
Hans-Werner Goetz, Proseminar Geschichte: Mittelalter, 3. Auflage, Stuttgart 2006.
| Heinrich Fichtenau, Lebensordnungen des 10. Jahrhunderts. Studien über Denkart und Existenz im einstigen Karolingerreich, München 1992.
- Christian Stadelmaier M. A.
Grundherrschaft und ländliche Gesellschaft im früheren Mittelalter (6.-10. Jahrhundert) [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, C 29
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Die Erforschung der frühmittelalterlichen Grundherrschaft blickt auf eine lange Tradition zurück. Die neuere Forschung konzentriert sich primär auf räumliche Besonderheiten und die Erforschung der Struktur einzelner Grundherrschaften. | Im Proseminar werden die Wurzeln, die Entstehung, die Entwicklung und die Auflösung der Grundherrschaft im früheren Mittelalter thematisiert und an Einzelbeispielen konkretisiert. Dabei richtet sich der Fokus auf die ländliche Gesellschaft und ihre Lebensumstände. | Das Proseminar im Orientierungsmodul soll einen vertieften Einstieg in die mittelalterliche Geschichte bieten. Dazu gehört die kritische Auseinandersetzung mit verschiedenen Forschungsansätzen und -methoden sowie eigenständige Quellenarbeit. | Quellengattungen, die für die Erforschung der Grundherrschaft von Bedeutung sind, werden im Proseminar vorgestellt. Die Analyse einzelner Quellenbeispiele wird ein zentraler Bestandteil der Veranstaltung sein. Literatur:
L. Kuchenbuch, Grundherrschaft im früheren Mittelalter, Idstein 1991.
| W. Rösener, Agrarwirtschaft, Agrarverfassung und ländliche Gesellschaft im Mittelalter, München 1992.
| W. Rösener, Grundherrschaft im Wandel. Untersuchungen zur Entwicklung geistlicher Grundherrschaften im südwestdeutschen Raum vom 9. bis 14. Jahrhundert, Göttingen 1991.
- Prof. Dr. Stefan Tebruck
Der gestohlene Heilige - Reliquienraub im Mittelalter [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, C 29
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Seit der Entfaltung von Heiligen- und Reliquienverehrung in Spätantike und frühem Mittelalter werden die körperlichen und dinglichen Hinterlassenschaften der Heiligen nicht nur verehrt und für Liturgie und Gebet in Anspruch genommen, sie werden vielmehr auch Gegenstand von handfesten Konflikten um ihren rechtmäßigen Besitz sowie Objekte von Tauschgeschäften, Schenkungen und Handel. Auch der Raub von Reliquien wird immer wieder berichtet. Zu den spektakulärsten Diebstählen dürfte dabei die Ausplünderung der Kirchen und Klöster in Konstantinopel gehören, als die byzantinische Metropole 1204 von den Teilnehmern des sog. vierten Kreuzzugs erobert und geplündert wurde. Die Beschäftigung mit dem Phänomen des Reliquienraubs ermöglicht tiefe Einblicke in politische, kirchliche und soziale Strukturen sowie in Mentalität und Kultur der Zeit. Das Thema ist damit sehr gut geeignet, in Fragestellungen und Methoden moderner Mittelalterforschung einzuführen. Literatur:
Angenendt, Arnold: Geschichte der Religiosität im Mittelalter, Darmstadt 22000, ND 2009.
| Ders., Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400-900, 3. Aufl., Stuttgart/ Berlin/ Köln 2001.
| Bischöfe, Mönche, Kaiser (642-1054), hg. von Gilbert Dagron, Pierre Riché und André Vauchez. Deutsche Ausgabe bearb. und hg. von Egon Boshof (Die Geschichte des Christentums, Band 4), Freiburg/ Basel/ Wien 1994, ND 2007.
| Padberg, Lutz E. von: Die Christianisierung Europas im Mittelalter, Stuttgart 1998.
| Ders.: Christianisierung im Mittelalter, Darmstadt 2006.
- Irmgard Wenner M. A.
Der Investiturstreit [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, C 29
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Anhand der Investitur von Bischöfen, aber auch anderen Geistlichen entzündete sich im 11. Jahrhundert die Frage nach dem Machtverhältnis zwischen dem Kaiser und dem Papst. Jahrzehntelang spaltete die Diskussion das Reich und sogar Familien, und der "Gang nach Canossa" ist bis heute ein geflügeltes Wort. Doch was genau bedeutet der "Gang nach Canossa" eigentlich? Wie argumentierten beide Seiten, und welche ungewöhnlichen und "unerhörten Begebnisse" spielten sich ab? Diesen und anderen Fragen soll im Seminar nachgegangen werden. Des weiteren wird anhand des Themas in die Methodik, die epochenspezifische Benutzung von Arbeitsmitteln und die Historischen Hilfswissenschaften ein. Literatur:
Christoph Stiegmann (Hg.), Canossa 1077 - Erschütterung der Welt. München 2006.
| Wilfried Hartmann, Der Investiturstreit. 3., überarb. und erw. Auflage, München 2007.
| Tilmann Struve, Salierzeit im Wandel: Zur Geschichte Heinrichs IV. und des Investiturstreits. Köln 2006.
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→ Inhalt
→ Geschichte Proseminar Mittelalterliche Geschichte
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GESCHICHTE - PROSEMINAR - Neuere Geschichte
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- Jan Philip Altenburg M. A. - Sharon Bäcker M. A.
Sex & Crime. Großstadtleben in der Moderne [ Kommentar | StudIP] Di 12-14, C 113
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: In diesem Proseminar geht es um das kriminelle Milieu und seine Protagonisten in der Großstadt. Dabei soll einerseits die moderne städtische Atmosphäre um 1900 betrachtet, anderseits die Wahrnehmung und Verarbeitung von Kriminalität erarbeitet werden. Themen wie organisierte Kriminalität, Prostitution und kriminalpolizeiliches Vorgehen stehen dabei im Vordergrund. Literatur:
Becker, Peter: Verderbnis und Entartung, Göttingen 2002
| Schlör, Joachim, Nachts in der großen Stadt. Berlin - Paris - London 1840-1930, München 1991
| Wagner, Patrick: Volksgemeinschaft ohne Verbrecher. Konzeption und Praxis der Kriminalpolizei in der Zeit der Weimarer Republik und des Nationalsozialismus, Hamburg 1996
| Zimmermann, Clemens: Die Stadt als Moloch? Das Land als Kraftquell? Wahrnehmungen und Wirkungen der Großstädte um 1900, Basel 1999
- Prof. Dr. Anette Baumann - Dr. Stephan Wendehorst
Recht im Alten Reich. Frankfurter und Hamburger Konflikte vor Reichskammergericht und Reichshofrat [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung. Termine: 30.04.2010, 16-18 (Vorbesprechung; Ort: C 113); 28.05.2010 - 29.05.2010 (Wetzlar); 09.07.2010, 14 - 10.07.2010, 18 (Wetzlar)
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Reichskammergericht und Reichshofrat waren die beiden höchsten Gerichte des Römisch-Deutschen Reichs. Der Reichshofrat wirkte gleichzeitig auch als oberstes Regierungs-, Verwaltungs- und Beratungsorgan des Kaisers in allen das Reich betreffenden Angelegenheiten. Die Erforschung dieser beiden für das Reich zentralen Institutionen war und ist ein Motor für die Wiederentdeckung des Reiches als ernstzunehmendem historischen Faktor. Ihre Tätigkeit vermittelt nicht nur Einblicke in die Rechtsgeschichte, sondern auch in die Politik-, Wirtschafts- und Sozial-, Kultur- und Religionsgeschichte des Reichs | Gegenstand des Seminars sind Frankfurter und Hamburger Konflikte, die vor dem Reichskammergericht und dem Reichshofrat ausgetragen wurden. Behandelt werden Auseinandersetzungen, die Einzelpersonen und Korporationen betrafen, beispielsweise zwischen Bürgerschaft und Rat, zwischen Judenschaft und Rat oder zwischen Kaufleuten, zwischen Männern und Frauen, zwischen Juden und Christen. Anhand von ausgewählten exemplarischen Fällen werden diese Konflikte auf der Grundlage der archivalischen Überlieferung untersucht. Durch Vergleiche werden im Seminar Unterschiede und Gemeinsamkeiten in den Funktionen zwischen Reichskammergericht und Reichshofrat wie auch in der Nachfrage nach deren Konfliktmanagement in Frankfurt am Main und Hamburg erarbeitet
| Die Seminarsitzungen finden in der Forschungsstelle für Reichskammergerichtsforschung in Wetzlar statt. Literatur:
Anja Amend, Anette Baumann, Steffen Wunderlich und Stephan Wendehorst, Hgg., Die Reichsstadt Frankfurt als Rechts- und Gerichtslandschaft im Römisch-Deutschen Reich (bibliothek altes Reich, 3), München: Oldenbourg, 2008.
| Gerd Augner, Die kaiserliche Kommission der Jahre 1708 - 1712. Hamburgs Beziehung zu Kaiser und Reich zu Anfang des 18. Jahrhunderts (Beiträge zur Geschichte Hamburgs, 23) Hamburg, Verein für Hamburgische Geschichte, 1983.
| Anette Baumann, in: Gotzmann und Wendehorst Juden im Recht. Neue Zugänge zur Rechtsgeschichte der Juden im Alten Reich (Beihefte der Zeitschrift für Historische Forschung, 39), Berlin: Duncker & Humblot, 2007, S.
| Evelyn Brockhoff, Jan Gerchow, Raphael Gross and August Heuser, Hgg., Die Kaisermacher. Frankfurt am Main und die Goldene Bulle 1356-1806, Frankfurt: Societätsverlag, 2006
| Paul Hohenemser, Der Frankfurter Verfassungsstreit 1705 - 1732 und die kaiserlichen Kommissionen (Veröffentlichungen der Historischen Kommission der Stadt Frankfurt a. M., 8), Frankfurt am Main: Baer, 1920 Internet: www.zeitenblicke.historicum.net/2004/03/index.hrt
- Dipl.-Kulturwissenschaftler (Medien) Stefan Becker
Raum Objekte Denken – Konzepte und Perspektiven des 20. Jahrhunderts [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, D 209
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Als am 6. Mai 1840 in England die erste One-Penny-Briefmarke ausgegeben wird, ist das Postwesen nicht mehr länger nur den Privilegierten vorbehalten. Von nun an etabliert sich ein Briefverkehr, in dem jeder mit jedem kommunizieren kann. Maßgebliche Voraussetzung dafür ist die Kenntnis über die Adresse des Anderen, welche durch einen Briefkasten, einen Türschlitz oder eine sonstige Öffnung am Gebäude angelegt und durch Nummern- und Straßensysteme vervollständigt wird. Folglich erzeugen Briefe Adressierbarkeiten und somit Zuordbarkeiten der Menschen im Raum. Darüber hinaus überwinden Briefe räumliche Distanzen zwischen Sender und Empfänger und legen ihren Absendern durch ihre Materialbeschaffenheit nahe, die Botschaft mithilfe von Schreibzeug auf Papier zu bringen. | In diesem Proseminar sollen Prozesse untersucht werden, die solche Beziehungen und Interaktionen zwischen Menschen, Objekten und Räumen aufzeigen. Das Spektrum der Untersuchungsgegenstände ist dabei weit gefächert; neben dem Brief werden Telefon und Computer, aber auch Eisenbahn, Bauwerke oder Landkarten zur Diskussion stehen. | Von den verschiedenen Objekten aus soll die Brücke geschlagen werden zu medien- und kulturwissenschaftlichen Konzepten und Perspektiven (u.a. Friedrich Kittler, Michel Foucault), die auf den Zusammenhang von Technologien, Gesellschaft und Raum(vorstellungen) eingehen und den Wissenschaftsdiskurs im 20. Jahrhundert geprägt haben. | Literatur:
Pias, Claus /Vogl, Joseph /Engell,Lorenz /Fahle, Oliver /Neitzel, Britta (Hrsg., 1999): Kursbuch Medienkultur: Die maßgeblichen Theorien von Brecht bis Baudrillard. Stuttgart: DVA.
| Dünne, Jörg /Günzel, Stephan (Hrsg., 2006): Raumtheorie. Grundlagentexte aus Philosophie und Kulturwissenschaft. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
| Belliger, Andrea /Krieger, David J. (Hrsg., 2006): ANThology : Ein einführendes Handbuch zur Akteur-Netzwerk-Theorie. Bielefeld: Transcript Verlag.
| Maresch, Rudolf /Werber, Niels (Hrsg., 2002): Raum - Wissen - Macht. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
| Hempel. Leon /Metelmann, Jörg (Hrsg., 2005); Bild - Raum - Kontrolle. Videoüberwachung als Zeichen gesellschaftlichen Wandels. Frankfurt am Main: Suhrkamp.
| Kaschuba, Wolfgang (2004): Die Überwindung der Distanz: Zeit und Raum in der europäischen Moderne: Frankfurt am Main: Fischer.
- Prof. Dr. Thomas Bohn
Stalinismus. Quellen und Forschungen [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Mit der Bezeichnung "Stalinismus" wird das Herrschaftssystem der Sowjetunion zwischen dem Beginn der Kollektivierung der Landwirtschaft und der forcierten Industrialisierung 1928/29 sowie dem Tod Stalins 1953 umschrieben. Ausgehend von der Totalitarismustheorie wurden in der Forschung über die Sozialgeschichte und die Kulturgeschichte unterschiedliche Ansätze verfolgt, um das Problem in den Griff zu bekommen. Im Proseminar soll einerseits anhand ausgewählter Fachbücher untersucht werden, wie sich Betrachtungsweisen und Ergebnisse veränderten. Andererseits soll allen TeilnehmerInnen die Möglichkeit geboten werden, durch die Bearbeitung von Quellen einen eigenen Forschungsbeitrag zu leisten. | Zu den Prüfungsleistungen zählen die Abfassung eines Protokolls, die Besprechung eines Fachbuchs, die Beteiligung an einer Quelleninterpretation und die Vorlage einer wissenschaftlichen Hausarbeit. Literatur:
Baberowski, Jörg: Der rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus. München 2003.
| Beyrau, Dietrich: Petrograd, 25. Oktober 1917. Die russische Revolution und der Aufstieg des Kommunismus. München 2001.
| Figes, Orlando: Die Flüsterer. Leben in Stalins Russland. Berlin 2008.
| Garros, Véronique/Natalija Korenewskaja/Thomas Lahusen (Hrsg.): Das wahre Leben. Tagebücher aus der Stalinzeit. Berlin 1998.
| Schlögel, Karl: Terror und Traum. Moskau 1937. München 2008.
| Siegelbaum, Lewis/Andrei Sokolov: Stalinism as a Way of Life. A Narrative in Documents. New Haven/London 2004.
- Prof. Dr. Horst Carl
Die europäische Hexenverfolgung [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, F 5
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Hexenverfolgungen sind ein intensiv diskutiertes und erforschtes Phänomen, das vor allem mit der Frühen Neuzeit assoziiert wird. Zugleich ist gerade dieses Thema für Geschichtsmythen und Ideologisierung anfällig. Die Lehrveranstaltung will anhand von Quellenlektüre und kritischer Auseinandersetzung mit älterer und neuere Forschungsliteratur einen Einblick in das Thema "Hexenverfolgung" , aber auch die historiographischen Untiefen des Themas vermitteln. Gerade die Popularität des Themas ermöglicht Einübung in Kritikfähigkeit als Essenz historischer Wissenschaft. Literatur:
Sönke Lorenz/Jürgen Michael Schmidt (Hg.), Die europäische Hexenverfolgung und ihre Auswirkungen auf Südwestdeutschland, 2004.
| Behringer, Wolfgang: Hexen. Glaube, Verfolgung, Vermarktung, 2000.
| Behringer, Wolfgang (Hg.): Hexen und Hexenprozesse in Deutschland. 4. Aufl. 2000.
| Behringer, Wolfgang: Witches and Witch Hunts. A. Global History, 2004. Internet: www.historicum.net/themen/hexenforschung/lexikon/
- Dr. Markus Krzoska
Deutsche, Polen und Juden in Großpolen im Laufe der Jahrhunderte [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Das heutige Großpolen, die hessische Partnerregion Wielkopolska, stellte seit dem Mittelalter eine Kontaktzone zwischen "Deutschland" und "Polen" dar. Das Zusammenleben von Deutschen, Polen und Juden war über die Jahrhunderte von einer Vielzahl positiver wie negativer Faktoren geprägt, bis es 1945 infolge der nationalsozialistischen Politik an sein Ende gelangte. | Das Proseminar dient zur überblicksartigen Einführung in die Geschichte dieser Region. Es soll auch die Möglichkeiten aufzeigen, sich in der Forschung mit einer auf deutscher Seite noch nicht allzu ausführlich behandelten Gegend auseinanderzusetzen. | Für einen qualifizierten Schein sind ein Kurzreferat und eine Hausarbeit nötig. Polnisch-Kenntnisse sind keine Voraussetzung, werden aber natürlich gerne gesehen. Literatur:
Heyde, Jürgen, Geschichte Polens (²2008) (zur Anschaffung empfohlen)
| Warschauer, Adolf, Geschichte der Provinz Posen in polnischer Zeit (1914)
| Alberti, Michael, Die Verfolgung und Vernichtung der Juden im Reichsgau Wartheland 1939-1945 (2006)
| Serrier, Thomas, Eine Grenzregion zwischen Deutschen und Polen: Provinz Posen, Ostmark, Wielkopolska ; 1848-1914 (2005) Internet: Offizielle Seite der Wojewodschaft Wielkopolska [www.wielkopolska-region.pl/index.php?lang=de&aid=top] (für einen ersten Überblick, was dieses "Großpolen" eigentlich ist…)
- Kolja Lichy
So fern und doch so nah? Einführung in die europäische Geschichte der Frühen Neuzeit [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Was ist die "Frühe Neuzeit" überhaupt? Was ist "Europa" in der Frühen Neuzeit? Was macht diese Epoche in den verschiedenen Regionen Europas aus? Diese Fragen sollen uns im Proseminar leiten, das gerade kein Spezialthema behandelt, sondern einen Überblick geben soll. | Nach einer einleitenden Diskussion um die Abgrenzung der Epoche werden wir dann anhand ausgewählter Problemstellungen einen chronologischen Durchgang durch die Frühe Neuzeit machen. Dabei sollen spezielle thematische und methodische Ansätze diskutiert werden wie Reformation, Konfessionalisierung, Absolutismus oder Aufklärung. Schliesslich wird auch die Frage nach den Besonderheiten der Entwicklung etwa in West und Ost zu stellen sein. Ziel des Seminars ist es, ein Grundwissen über die Gesamtepoche zu erwerben und zugleich deren Charakter zu diskutieren. Literatur:
Luise Schorn-Schütte, Geschichte Europas in der Frühen Neuzeit. Studienhandbuch (1500-1789), Paderborn (u.a.) 2009.
| Karel Vocelka, Geschichte der Neuzeit (1500-1918), Köln/Weimar/Wien 2010.
| Helmuth Neuhaus (Hg.), Die Frühe Neuzeit als Epoche (HZ; Bh. N.F. 49), München 2009.
| Wolfgang Schmale, Geschichte Europas, Köln/Weimar/Wien 2000.
- Dr. Bettina Severin-Barboutie
Migrationsgeschichte und kollektives Gedächtnis. Deutschland und Frankreich im Vergleich (19./20. Jahrhundert) [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, C 113. Termine: 20.04.2010, 13-15 (Vorbesprechung); 08.05.2010, 9-16; 11.06.2010, 14-18; 12.06.2010, 9-16; 25.06.2010, 14-18
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Frankreich und Deutschland wurden in der Vergangenheit vielfach als Beispiele kontrastierender Migrationsmodelle aufgefasst. Frankreich galt als das Einwanderungsland par excellence, während für die Bundesrepublik Einwanderungstraditionen lange Zeit bestritten wurden. Die historische Migrationsforschung hat dieses dichotome Wahrnehmungsmuster inzwischen weitgehend korrigiert und damit zugleich das Bild des Nachbarn gewandelt. In dem Proseminar soll zum einen die deutsche und französische Migrationsgeschichte im 19. und 20. Jahrhundert in den Blick genommen werden. Zum anderen geht es darum, Deutungen der historischen Wanderungen und Bemühungen zu ihrer Verankerung im kollektiven Gedächtnis Deutschlands und Frankreichs nachzugehen. Literatur:
Bade, Klaus J., Europa in Bewegung: Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart, München 2000 (2. Aufl.).
| Enzyklopädie Migration in Europa. Vom 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart, hg. von Klaus J. Bade u.a., Paderborn u.a. 2007.
| Lucassen, Leo, The Immigrant Threat. The Integration of Old and New Migrants in Western Europe since 1850, Illinois 2005.
| Oltmer, Jürgen, Migration im 19. und 20. Jahrhundert, München 2010.
| Rainer Ohlinger, Geschichte und Gedächtnis in der Einwanderungsgesellschaft, Essen 2004.
- Prof. Dr. Dirk van Laak
Benelux - Kernländer Europas? [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, C 27
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Belgien, Niederlande und Luxemburg, die drei westlichen Nachbarländer Deutschlands, liegen traditionell im strategischen Fadenkreuz der Großmächte. Im 20. Jahrhundert sind sie durch die wechselvollen Zeitläufe in ihrer Existenz immer wieder gefährdet gewesen, gerade durch ihren östlichen Nachbarn Deutschland. | Das Seminar will an der Geschichte der drei Länder seit dem Ersten Weltkrieg nachvollziehen, wie sie auf diese Herausforderungen reagierten, wie sie sich gegen äußere Gefährdungen behaupteten, welche inneren Konflikte sich daraus ergaben und wieso sie darüber zu Pionieren der europäischen Einigung wurden. Das Proseminar führt zugleich in grundlegende Probleme und Arbeitstechniken der Neuesten und Zeitgeschichte ein. Literatur:
Michael Erbe: Belgien, Niederlande, Luxemburg. Geschichte des niederländischen Raumes, Stuttgart 1993
| Michael North: Geschichte der Niederlande, München 1997
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→ Geschichte Proseminar Neuere Geschichte
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GESCHICHTE - PROSEMINAR - Didaktik der Geschichte
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- Dr. Jens Aspelmeier
"Ad fontes" – Historisches Lernen im Archiv [ Kommentar | StudIP] Fr 10-12, E 103a
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: "Ad fontes"- Historisches Lernen im Archiv: Zu den Quellen - eine seit der 1970er Jahren häufig wiederholte Forderung der Geschichtsdidaktik. Obwohl historisches Lernen an schriftlichen Quellen zum inhaltlichen und methodischen Kernbestand des Faches Geschichte gehört, findet eine Auseinandersetzung mit Originalquellen im Geschichtsunterricht kaum statt, da die organisatorischen Hürden sowie mangelnde Kenntnisse im Umgang mit Quellen (z.B. Schrift entziffern; Auswahl) im Schulalltag kaum zu bewältigen sind. Die von Archivalien ausgehende Faszination kann jedoch im Sinne eines forschend-entdeckenden Lernes in variablen Lehr- und Lernkonzepten zur historischen Sinnbildung genutzt werden. Ein Beleg dafür ist der seit Jahren erfolgreich durchgeführte Geschichtswettbewerb des Bundespärsidenten. | Im Seminar soll der Lernort Archiv mit seinen archivpädagogischen Aufgabenstellungen und Möglichkeiten vorgestellt sowie grundlegende Kenntnisse der Archivarbeit vermittelt werden. Dabei werden ausgewählte didaktisch-methodische Konzepte anhand von Praxisbeispielen der regionalen Geschichte gemeinsam geplant, umgesetzt und kritisch reflektiert. Um praxisnah zu arbeiten, findet die Seminarbeit in Teilen im Stadtarchiv Gießen (Rathaus Gießen; direkte Busverbindung von der Uni) statt. Literatur:
Thomas Lange/ Thomas Lux: Historisches Lernen im Archiv. Wochenschau-Verlag: Schwalbach/ Ts. 2004.
| Roswitha Link: Lernort Archiv, in: Schönemann, Bernd/ u.a. (Hrsg.): Geschichtsbewusstsein und Methoden historischen Lernens. Weinheim 1998, S. 238-245.
| Martha Howell/ Walter Prevenier: Werkstatt des Historikers. Eine Einführung in die historische Methoden. Böhlau Verlag: Köln Weimar Wien 2004.
| Lothar Dittmer/ Detlef Siegfried (Hrsg.): Spurensucher. Ein Praxisbuch für historische Projektarbeit. Hamburg 2005.
| Maria Würfel: Erlebniswelt Archiv. Eine archivpädagogische Handreichung. Stuttgart 2000. Internet: Digitales Archiv des Staatsarchives Marburg mit Ansätzen einer Lernumgebung [www.digam.net/] | Eine der ersten Projekte zur digitalen Erfassung und Präsentation von Archivbeständen zur Onlinearbeit. [www.archive.geschichte.mpg.de/duderstadt/] | Eine virtuelle Einführung in den Umgang mit Quellen im Archiv [www.adfontes.uzh.ch/1000.php]
- Dr. Jens Aspelmeier
"Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" – Die Arbeit mit Bildern im Geschichtsunterricht [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, E 103a
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: "Ein Bild sagt mehr als tausend Worte" - Die Arbeit mit Bildern im Geschichtsunterricht: Die Arbeit mit Bildquellen gehört zum wohlbekannten Alltag des Geschichtsunterrichts. Der Einsatz erfolgt dabei jedoch oft nach dem bekannten Zitat . Dabei wird übersehen, dass ein Bild zunächst einmal gar nichts sagt bzw. der Betrachter (Schüler) oftmals mühsam nach Worten ringt, um auszudrücken, was er sieht (oder auch nicht), was ihm auffällt, bewegt und mitteilenswert erscheint. Den Schwerpunkt des Seminars bildet die Frage, wie dieser kommunikative Prozess der Arbeit mit Bildern im Geschichtsunterricht zur Förderung einer sach- und fachgerechte Analyse- und Interpretationskompetenz didaktisch-methodisch angeleitet und strukturiert werden kann. Dabei sollen eine Vielzahl von Lehr- und Lernszenarien vorgestellt, praxisnah erprobt und kritisch reflektiert werden. | Der kreative Umgang mit Bildquellen u.a. durch den Einsatz von Neuen Medien sowie eine empirische Erhebung zur Verwendung von Bildquellen in gängigen Materialien des Geschichtsunterrichts - hier vor allem in neueren Geschichtsbüchern - bilden weitere Schwerpunkte der Seminararbeit. Literatur:
Pandel, Hans-Jürgen: Bildinterpretation. Die Bildquelle im Geschichtsunterricht. Bildinterpretation I. Wochenschau-Verlag: Schwalbach /Ts. 2008.
| Land, Kristin; Pandel, Hans-Jürgen: Bildinterpretation praktisch. Bildgeschichten und verfilmte Bilder. Bildinterpretation II. Wochenschau-Verlag: Schwalbach /Ts. 2009.
| Oswalt, Vadim; Rudolf, Hans-Ulrich (Hrsg.): Transparente Geschichte. Folienbücher zur Geschichte. Klett-Verlag: Stuttgart/ Gotha 2009.
| Grafe, Edda; Hinrichs, Carsten: Visuelle Quellen und Darstellungen. In: Günther-Arndt, Hilke (Hrsg.): Geschichtsdidaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Berlin 2003, S. 92-124.
| Borries, Bodo von: Geschichtslernen und Geschichtsbewusstsein. Empirische Erkundungen zu Erwerb und Gebrauch von Historie. Stuttgart 1988 (hier v.a. Kap. 3.1: Historisches Lernen an Bildern).
| Paul, Gerhard (Hrsg.): Das Jahrhundert der Bilder. Band I. und II. Bonn 2008 (bpb, Bd. 734, 772)
| Haman, Christoph: Bilderwelten und Weltbilder. Fotos, die Geschichte(n) mach(t)en. Berlin 2001. (LISUM)
| Dreier, Werner; Fuchs, Eduard; u.a. (Hrsg.): Schlüsselbilder des Nationalsozialismus. Fotohistorische und didaktische Überlegungen. Wien 2008.
| Themenhefte zu Bildern/ Bildquellen von Geschichte lernen und Praxis Geschichte Internet: Bundeszentrale der politischen Bildung: ApuZ, 31/ 2009: Bilder. [www1.bpb.de/publikationen/7S854W,0,Bilder.html]
- Dr. Jens Aspelmeier
Einführung in die Geschichtsdidaktik [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, E 103a
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Der Kurs führt in Grundlagen der Geschichtsdidaktik und ihre wichtigsten Hilfsmittel ein und ist verpflichtender Bestandteil des Grundstudiums. Wesentliche Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik werden vorgestellt und diskutiert. Literatur:
Bergmann, K. u. a. (Hg),: Handbuch der Geschichtsdidaktik, Seelze-Velber 5. Aufl. 1997
| G\ünther-Arndt, H. (Hg),: Geschichtsdidaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2003
| Rohlfes, J., Geschichte und ihre Didaktik, 2. Aufl. Göttingen 1997
| Jank, W. /Meyer, H.,: Didaktische Modelle, Frankfurt a. M. 1996
| Borries, B. v., Geschichtslernen und Geschichtsbewusstsein. Empirische Erkundungen zu Erwerb und Gebrauch von Historie, Stuttgart 1988
- Sebastian Bode - Mathias Renz
Karten im Historischen Lernen [ Kommentar | StudIP] Mi 14-16, C 30
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Historische Karten als Medien aus der Geschichte und Geschichtskarten als Medien zur Geschichte sind aus einem modernen Geschichtsunterricht nicht mehr wegzudenken. | Ziel der Lehrveranstaltung ist es, die Möglichkeiten und Grenzen des Karteneinsatzes im Geschichtsunterricht zu betrachten sowie Kartenkompetenz als wichtigen Aspekt historischen Lernens zu fokussieren. | Karten als Elemente der Geschichtskultur werden sowohl in ihrer klassischen Form, als analoge Medien, vor allem in Schulbüchern, Geschichtsatlanten und populären Manifestationen (Printmedien etc.), aber auch in ihren digitalen Ausprägungen (Computerprogramme, Internet) untersucht. | Vor diesem Hintergrund wird den Teilnehmern der Umgang mit Karten nahegebracht und forschungsrelevante Fragen und Zusammenhänge werden anhand von Beispielen erörtert. Neben kontinuierlicher Mitarbeit und der damit verbundenen Bearbeitung von Einzelthemen, schließt eine kurze schriftliche Hausarbeit das Seminar ab. Literatur:
Böttcher, Christina: Theoretische und praktische Aspekte zur Schulgeschichtskartographie; In: Deutsche Gesellschaft für Kartographie (DGfK): Aspekte zur Gestaltung und Nutzung von Karten für den Schulunterricht. Kartographische Schriften Bd. 8. Berlin 2003, S. 41-69.
| Oswald, Vadim: Wie Geschichte zweidimensional wird. Aus der Werkstatt eines Autors; In: Dipper, Christof / Schneider, Ute (Hrsg.): Kartenwelten: der Raum und seine Repräsentation in der Neuzeit. Darmstadt 2006, S. 26-41.
| Hantsche, Irmgart: Geschichtskarten - Ein Medium zwischen Objektivität und tendenziöser Beeinflussung; In: Süssmuth, Hans (Hrsg.): Geschichtsunterricht im vereinten Deutschland. Baden-Baden 1991, S. 257-275.
- Dr. Olaf Hartung
20 Jahre deutsch-deutsche Wiedervereinigung: Eine Unterrichtseinheit zum 'Herunterladen' [ Kommentar | StudIP] Fr 10-12, CLUB (UB)
Studiengänge: L2L5 | L3
Kommentar: Die Teilnehmer/innen entwickeln ein Gesamtkonzept für eine Unterrichtseinheit zum Thema "20 Jahre deutsch-deutsche Wiedervereinigung" und erstellen dazu in Kleingruppen die Unterrichtsmaterialien. Diese werden sodann ‚elektronisch‘ aufbereitet und interessierten Lehrer/innen über das Content-Management-System Plone im Internet zugänglich gemacht. Literatur:
Andreas Rödder: Deutschland einig Vaterland: die Geschichte der Wiedervereinigung /Sonderaufl. für die Landeszentralen für politische Bildung. München 2009.
| Manfred Görtemaker: Der Weg zur Einheit (Hrsg.: Bundeszentrale für Politische Bildung), Überarb. Neuaufl., Red.schluss: Juli 2009.
| Klaus Fieberg: Historisches Lernen mit elektronischen Medien, (CD-Beilage) Braunschweig 2009.
- Dr. Olaf Hartung
Medien und Methoden des Geschichtsunterrichts [ Kommentar | StudIP] Di 8.30-10, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Die Veranstaltung erörtert die gezielte Verwendung von Medien und Methoden zur unterrichtlichen Erarbeitung von zentralen Aspekten der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Dabei stehen handlungsorientierte Unterrichtskonzepte im Vordergrund. Das weit gefasste inhaltliche Spektrum erstreckt sich u.a. von der Arbeit mit Lehrwerken über die Befragung von Zeitzeugen und weiterhin notwendige Quellenarbeit bis zur Verwendung der Neuen Medien im Unterricht. | Erforderlich ist eine kontinierliche Mitarbeit, insbesondere bei der Bearbeitung von Einzelthemen im Seminarverlauf, die im Rahmen von Kleingruppen/Tandems erfolgt. Eine bewertete schriftliche Hausarbeit schließt das Seminar ab. Literatur:
Sauer, Michael: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik, Seelze-Velber 2001.
| Pandel, Hans-Jürgen/Schneider, Gerhard (Hrsg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, 3. Aufl. Schwalbach/Ts. 2005.
| Mayer, Ulrich u.a. (Hrsg.): Handbuch Methoden des Geschichtsunterrichts, Schwalbach/Ts. 2004
| Bergmann, Klaus u.a. (Hrsg.): Handbuch der Geschichtsdidaktik, Seelze 5. Aufl. 1997
| Günther-Arndt, Hilke: Geschichtsdidaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Berlin 2003.
| Andreas Rödder: Deutschland einig Vaterland: die Geschichte der Wiedervereinigung (Sonderaufl. für die Landeszentralen für politische Bildung), München 2009.
| Manfred Görtemaker: Der Weg zur Einheit (Hrsg.: Bundeszentrale für Politische Bildung), Überarb. Neuaufl., Juli 2009.
- Dr. Olaf Hartung
Medien und Methoden des Geschichtsunterrichts [ Kommentar | StudIP] Do 8.30-10, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Die Veranstaltung erörtert die gezielte Verwendung von Medien und Methoden zur unterrichtlichen Erarbeitung von zentralen Aspekten der Geschichte des 19. und 20. Jahrhunderts. Dabei stehen handlungsorientierte Unterrichtskonzepte im Vordergrund. Das weit gefasste inhaltliche Spektrum erstreckt sich u.a. von der Arbeit mit Lehrwerken über die Befragung von Zeitzeugen und weiterhin notwendige Quellenarbeit bis zur Verwendung der Neuen Medien im Unterricht. | Erforderlich ist eine kontinierliche Mitarbeit, insbesondere bei der Bearbeitung von Einzelthemen im Seminarverlauf, die im Rahmen von Kleingruppen/Tandems erfolgt. Eine bewertete schriftliche Hausarbeit schließt das Seminar ab. Literatur:
Sauer, Michael: Geschichte unterrichten. Eine Einführung in die Didaktik und Methodik, Seelze-Velber 2001.
| Pandel, Hans-Jürgen/Schneider, Gerhard (Hrsg.): Handbuch Medien im Geschichtsunterricht, 3. Aufl. Schwalbach/Ts. 2005.
| Mayer, Ulrich u.a. (Hrsg.): Handbuch Methoden des Geschichtsunterrichts, Schwalbach/Ts. 2004
| Bergmann, Klaus u.a. (Hrsg.): Handbuch der Geschichtsdidaktik, Seelze 5. Aufl. 1997
| Günther-Arndt, Hilke: Geschichtsdidaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II. Berlin 2003.
| Andreas Rödder: Deutschland einig Vaterland: die Geschichte der Wiedervereinigung (Sonderaufl. für die Landeszentralen für politische Bildung), München 2009.
| Manfred Görtemaker: Der Weg zur Einheit (Hrsg.: Bundeszentrale für Politische Bildung), Überarb. Neuaufl., Juli 2009.
- Rita Rohrbach
Das historische Jugendbuch im fächerübergreifenden Unterricht [ Kommentar | StudIP] Do 18-20, E 103a
Studiengänge: L2L5 | L3
Kommentar: Begleitend zu den Vorlesungen der Jugendbuchautoren des Gießener Lesesommers (GELESO) sollen in diesem Seminar vornehmlich handlungsorientierte und differenzierende Methoden für die Sekundarstufe 1 erarbeitet werden, die es SchülerInnen erleichtern, Texte zu verstehen sowie Wissen und Methodenkompetenz aufzubauen. Literatur:
Monika Rox-Helmer: Jugendbücher im Geschichtsunterricht, Schwalbach 2006
| Klaus Bergmann/Rita Rohrbach: Chance Geschichtsunterricht, Schwalbach 2005
| weitere Literatur siehe Handapparat und StudIP
| Reiner Wild (Hg.), Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendliteratur, Stuttgart 2008
| Waldemar Grosch: Fächerverbindender und fächerübergreifender Geschichtsunterricht. In: H. Günther-Arndt, Geschichtsdidaktik. Berlin 2003. S. 242-253.
| Geschichte lernen 110/2006. "Projekte"
| Simone Lässig, KarlHeinrich Pohl(Hg), Projekte im Fach Geschichte. Historisches Forschen und Entdecken in Schule und HOchschule, Schwalbach/Ts. 2007
- Rita Rohrbach
Das Thema Mittelalter in geschlossenen und offenen Unterrichtsformen [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Das Thema Mittelalter nimmt einen großen Raum im Lehrplan der Sekundarstufe 1 ein. Auf das heterogene Vorwissen, auf die Interessen und auch auf die Fehlkonzepte müssen Lehrende mit angemessenen und differenzierenden Unterrichtsformen kompetent reagieren. Diese sollen im Seminar erarbeitet, verglichen und erprobt werden. Literatur:
Hilke Günther-Arndt: Geschichts-Methodik, Handbuch für die Sekundarstufe 1 und 2, Berlin 2007
| weitere Literatur: siehe Handapparat und StudIP
- StR i.H. Monika Christiane Rox-Helmer
Das historische Jugendbuch im fächerübergreifenden Unterricht [ Kommentar | StudIP] Do 18-20, D 109
Studiengänge: L2L5 | L3
Kommentar: Begleitend zu den Vorlesungen der Jugendbuchautoren des Gießener Lesesommers (GELESO) sollen in diesem Seminar vornehmlich handlungsorientierte und differenzierende Methoden für die Sekundarstufe 1 erarbeitet werden, die es SchülerInnen erleichtern, Texte zu verstehen sowie Wissen und Methodenkompetenz aufzubauen. Literatur:
Monika Rox-Helmer: Jugendbücher im Geschichtsunterricht, Schwalbach 2006
| Klaus Bergmann/Rita Rohrbach: Chance Geschichtsunterricht, Schwalbach 2005
| weitere Literatur siehe Handapparat und StudIP
| Reiner Wild (Hg.), Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendliteratur, Stuttgart 2008
| Waldemar Grosch: Fächerverbindender und fächerübergreifender Geschichtsunterricht. In: H. Günther-Arndt, Geschichtsdidaktik. Berlin 2003. S. 242-253.
| Geschichte lernen 110/2006. "Projekte"
| Simone Lässig, KarlHeinrich Pohl(Hg), Projekte im Fach Geschichte. Historisches Forschen und Entdecken in Schule und HOchschule, Schwalbach/Ts. 2007
- StR i.H. Monika Christiane Rox-Helmer
Einführung in die Geschichtsdidaktik [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Der Kurs führt in Grundlagen der Geschichtsdidaktik und ihre wichtigsten Hilfsmittel ein und ist verpflichtender Bestandteil des Grundstudiums. Wesentliche Felder der Geschichtsdidaktik in Theorie, Empirie und Pragmatik werden vorgestellt und diskutiert. Literatur:
Bergmann, K. u. a. (Hg),: Handbuch der Geschichtsdidaktik, Seelze-Velber 5. Aufl. 1997
| G\ünther-Arndt, H. (Hg),: Geschichtsdidaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe I und II, Berlin 2003
| Rohlfes, J., Geschichte und ihre Didaktik, 2. Aufl. Göttingen 1997
| Jank, W. /Meyer, H.,: Didaktische Modelle, Frankfurt a. M. 1996
| Borries, B. v., Geschichtslernen und Geschichtsbewusstsein. Empirische Erkundungen zu Erwerb und Gebrauch von Historie, Stuttgart 1988
- StR i.H. Monika Christiane Rox-Helmer
Medien und Methoden zur Vermittlung von DDR-Geschichte [ Kommentar | StudIP] Fr 10-12, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: "Die DDR war keine Diktatur, einer ihrer Politiker hieß Willy Brandt, und die Mauer haben die Alliierten gebaut." Diese Schüleransichten, die in der Untersuchung einer Berliner Forschergruppe ermittelt wurden, wie wenig Schülerinnen und Schüler über die DDR wissen. | Dieses Seminar widmet sich den Problemen, eine Geschichte zu unterrichten, "die noch raucht und qualmt". Über die Analyse verschiedener Methoden und Medien sollen Möglichkeiten erörtert werden, DDR-Geschichte im Unterricht zu vermitteln. Literatur:
Geschichte lernen 111/2006: DDR
| Geschichte lernen 127/2009: 1989
| Praxis Geschichte 3/2005: Geteiltes Land - geteiltes Leben?
| Martin Lücke, Michael Sturm: Stiefschwestern. Zum Verhältnis von Zeitgeschichte und Geschichtsdidaktik. In: Aufklärung, Bildung, Histotainment"? Zeitgeschichte in Unterricht und Gesellschaft heute. Frankfurt a. M. u.ö. 2008. S. 27-41.
| Handbuch Medien im Geschichtsunterricht. Hrsg. v. Hans-Jürgen Pandel u. Gerhard Schneider. Schwalbach/Ts. 2. Aufl. 2002.
| Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht. Hrsg. v. Ulrich Mayer, Hans-Jürgen Pandel u. Gerhard Schneider. Schwalbach/Ts. 2004. Internet: www.spiegel.de/schulspiegel/wissen/0,1518,567907,00.html
- Dr. Jeannette van Laak
Das historische Jugendbuch im fächerübergreifenden Unterricht [ Kommentar | StudIP] Do 18-20, C 30
Studiengänge: L2L5 | L3
Kommentar: Begleitend zu den Vorlesungen der Jugendbuchautoren des Gießener Lesesommers (GELESO) sollen in diesem Seminar vornehmlich handlungsorientierte und differenzierende Methoden für die Sekundarstufe 1 erarbeitet werden, die es SchülerInnen erleichtern, Texte zu verstehen sowie Wissen und Methodenkompetenz aufzubauen. Literatur:
Monika Rox-Helmer: Jugendbücher im Geschichtsunterricht, Schwalbach 2006
| Klaus Bergmann/Rita Rohrbach: Chance Geschichtsunterricht, Schwalbach 2005
| weitere Literatur siehe Handapparat und StudIP
| Reiner Wild (Hg.), Geschichte der deutschen Kinder- und Jugendliteratur, Stuttgart 2008
| Waldemar Grosch: Fächerverbindender und fächerübergreifender Geschichtsunterricht. In: H. Günther-Arndt, Geschichtsdidaktik. Berlin 2003. S. 242-253.
| Geschichte lernen 110/2006. "Projekte"
| Simone Lässig, KarlHeinrich Pohl(Hg), Projekte im Fach Geschichte. Historisches Forschen und Entdecken in Schule und HOchschule, Schwalbach/Ts. 2007
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→ Inhalt
→ Geschichte Proseminar Didaktik der Geschichte
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HAUPTSEMINAR
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GESCHICHTE - HAUPTSEMINAR - Alte Geschichte
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- PD Dr. Elke Stein-Hölkeskamp
Die Entstehung der Polis. Griechenland in archaischer Zeit [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, B 33
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | BA-KdA | L2L5 | L3
Kommentar: Die archaische Zeit Griechenlands war eine Phase des Aufbruchs und der dynamischen Veränderung. Mit dem Ende der 'Dark Ages' und dem Beginn der großen Kolonisation beschleunigte sich der Prozeß der Entstehung der Polis. Vielfältige Krisenerscheinungen trieben die Ausdifferenzierung staatlicher Strukturen und die Ausbildung von Institutionen wie Volksversammlungen, Volksgerichten, Räten und Beamtenkollegien voran. Die gesellschaftlichen Gruppen gewannen an Kontur und entwickelten jeweils typische Lebensformen. Die Entstehung der Schriftlichkeit ermöglichte neue Formen der Kommunikation und der Literatur. In der bildenden Kunst entstanden neue Weisen der Darstellung des Menschen. Ziel des Hauptseminars ist es, diesen Prozeß anhand von ausgewählten Zeugnissen aus der literarischen und materiellen Hinterlassenschaft nachzuvollziehen. Literatur:
H.-J. Gehrke, H. Schneider (Hgg.), Geschichte der Antike. Ein Studienbuch, 2. Aufl. Stuttgart 2006
| H.-J. Gehrke, H. Schneider, Geschichte der Antike. Quellenband, Stuttgart 2007
| K.A. Raaflaub, H. van Wees (Hgg.), A Companion to Archaic Greece, Malden etc. 2009
- PD Dr. Elke Stein-Hölkeskamp
Politik und Gesellschaft in der späten Römischen Republik [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, B 33
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Das Jahr 133 v. Chr. gilt als Epochenjahr der römischen Geschichte: Nach allgemeinem Verständnis setzte jetzt jener langwierige und komplexe Prozeß ein, der schließlich - rund ein Jahrhundert später - zum endgültigen Untergang der aristokratischen res publica und zur Etablierung eines neuen monarchischen Regimes führte. Neben der Ereignisgeschichte sollen auch die grundlegenden politischen und gesellschaftlichen Strukturen behandelt werden sowie die tiefgreifenden Veränderungen, denen sie in dieser Epoche unterworfen waren: Dabei soll es im einzelnen um die zentralen Institutionen und den Ablauf der politischen Entscheidungsprozesse, um Magistraturen und Karrierestrukturen, die Gesellschaft und ihre Gliederungen gehen. Literatur:
J. Bleicken, Geschichte der römischen Republik, München 5. Aufl. 1999
| K. Christ, Krise und Untergang der römischen Republik, 4. Aufl. Darmstadt 2000
| K.-J. Hölkeskamp, E. Stein-Hölkeskamp, Große Gestalten der römischen Republik, München 2000
| B. Linke, Die römische Republik von den Gracchen bis Sulla, Darmstadt 2005
| M. Jehne, Die römische Republik. Von der Gründung bis Caesar, München 2006
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→ Inhalt
→ Geschichte Hauptseminar Alte Geschichte
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GESCHICHTE - HAUPTSEMINAR - Mittelalterliche Geschichte
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- Prof. Dr. Daniel Bagi
Zentralgewalt und Adelskommunitäten in Ungarn, Polen und Böhmen im Mittelalter, mit Exkursion [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Literatur:
Erik Fügedi: Kings, Bishops, Nobles and Burghers in Medieval Hungary, London 1986
| Jeno Szucs: Nation und Geschichte. Studien. Köln 1981
- Prof. Dr. Thomas Bohn - Prof. Dr. Thomas Daiber
Die Nestorchronik.Geschichten und Legenden aus dem alten Russland [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, D 109
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die älteste "russische" Chronik, die sogenannte Nestorchronik oder "Erzählung von den vergangenen Jahren", beantwortet die Frage, "woher das russische Land seinen Anfang nahm, wer in Kiev zuerst zu herrschen begann und auf welche Weise das russische Land entstanden ist". Bei der Chronik handelt es sich um eine Kompilation aus der Zeit von etwa von 1040 bis 1118, die in verschiedenen Varianten überliefert wurde. Neben stichwortartigen Eintragungen enthält sie Epen, Heiligenlegenden und Rechtsurkunden. Im interdisziplinären Hauptseminar sollen Auszüge gelesen werden, die Einblicke in kulturwissenschaftliche Zusammenhänge der frühen ostslavischen Geschichte bieten. Da neben Übersetzungen auf Originale zurückgegriffen werden soll, sind Grundkenntnisse der russischen Sprache erforderlich. | Als Prüfungsleistungen sind ein Referat und eine wissenschaftliche Hausarbeit zu erbringen. | Interessenten melden sich bitte unter Thomas.Bohn@geschichte.uni-giessen.de oder Thomas.Daiber@slavistik.uni-giessen.de. Literatur:
Carsten Goehrke: Frühzeit des Ostslaventums. Darmstadt 1992.
| Die Nestorchronik. Die altrussische Chronik, zugeschrieben dem Mönch des Kiever Höhlenklosters Nestor, in der Redaktion des Abtes Sil’vestr aus dem Jahre 1116, rekonstruiert nach den Handschriften Lavrent’evskaja, Radzivilovskaja, Akademiceskaja, Troickaja, Ipat’evskaja und Chlebnikovskaja. München 2001 (Handbuch zur Nestorchronik. Hrsg. v. Ludolf Müller. Bd. IV).
| Podskalsky, Gerhard: Christentum und theologische Literatur in der Kiever Rus' (888-1237). München 1982.
- Dr. Norbert Kersken
Kirchenorganisation und Staatsbildung.Die Erzbistuemer im mittelalterlichen Europa. [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, C 3
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die kirchliche Metropolitanverfassung, deren Anfänge auf spätantike Entwicklungen zurückzuführen sind, gewann in der hochmittelalterlichen Ausbauphase der lateinischen Kirche neue Bedeutung. Nach den älteren außeritalienischen und außerfranzösischen Erzbistümern Toledo und Canterbury kamen seit dem 8./9. Jh. die Erzbistümer York, Mainz, Salzburg und Hamburg, im 10./11. Jh. Magdeburg, Gnesen, Gran, Lund, in der Mitte des 13. Jh.s Riga und in der Mitte des 14. Jhs schließlich Prag und Halic-Lemberg hizu. | Diese kirchliche Großstruktur und Raumerfassung im mittelalterlichen Europa soll in ihren kirchenpolitischen Zielsetzungen und Ansprüchen verglichen und in ihrer strukturellen und personellen Bedeutung für die hochmittelalterlichen Staatsbildungsvorgänge verglichen werden. Dabei sollen auch Interferenzen des kitrchlichen und politischen Spitzenpersonals sowie die Bedeutung der kirchlichen Strukturen und des kirchlichen Peronals in politischen Krisenzeiten angesprochen werden. Literatur:
Zur Einführung: Hans-Joachim Schmidt, Kirche, Staat, Nation. Raumgliederung der Kirche im mittelalterlichen Europa, Weimar 1999 (Forschungen zur mittelalterlichen Geschichte 37.
- Dr. Ulrich Ritzerfeld
Die Grafen Nassau im Mittelalter [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, C 27
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Dem Haus Nassau gelang im Mittelalter der sukzessive Auf- und Ausbau komplexer Herrschaftsstrukturen im Lahnraum,.an der Saar, im Luxemburgischen und später auch in den Niederlanden. Die Nassauer avancierten damit zu einem gut vernetzten Hochadelsgeschlecht von europäischer Geltung und stellten neben einem deutschen König zahlreiche Mainzer und Trierer Erzbischöfe. | Anhand einschlägiger Quellen sollen die spezifischen Voraussetzungen, Strukturen und Entwicklungsstränge des Hauses, seiner verschiedenen Linien und prominenter Vertreter verfolgt werden. Literatur:
Reuling, Ulrich: Die territoriale Entwicklung Nassaus. In: Schwind, Fred (Hrsg.): Geschichtlicher Atlas von Hessen. Text- und Erläuterungsband, 1984, S. 76-83.
| Sante, Georg: Strukturen, Funktionen und Wandel eines historischen Raumes. In: Nassauische Annalen 85, 1974, S. 151-164.
| Schliephake, F. W. Theodor: Geschichte von Nassau von den ältesten Zeiten bis auf die Gegenwart, auf der Grundlage urkundlicher Quellenforschung, Bd. 1-4, 1864-1875, fortgesetzt von MENZEL, Karl: Geschichte von Nassau von der Mitte des 14. Jahrhunderts bis zur Gegenwart, Bd. 5-7, 1879-1889.
- Prof. Dr. Stefan Tebruck
Mission und Krieg im frühen und hohen Mittelalter [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, C 27
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Wie für das hellenistische Judentum und für den seit dem 7. Jh. n. Chr. expandierenden Islam hat auch für das Christentum der Missionsgedanke eine zentrale Bedeutung. Dabei waren aus der Sicht der Theologie und der Kirche Freiwilligkeit und individuelle Überzeugung derer, die sich taufen lassen wollten, stets unverzichtbare Voraussetzungen für die Aufnahme in die christliche Gemeinde. Doch kam dieser theologische Grundgedanke in der Praxis der christlichen Mission im Früh- und Hochmittelalter oft genug nicht zur Geltung, sei es, weil man im Kontext der frühmittelalterlichen Gesellschaft kollektiv - etwa nach dem Vorbild des Königs und der führenden Familien - die Taufe annahm, sei es, weil Mission eng mit politischer Unterwerfung verknüpft wurde. Das Hauptseminar wird sich Beispielen aus dem Früh- und Hochmittelalter widmen, die die Frage aufwerfen, ob und wie sich kirchliche Mission mit politischen Zielen verband und ob es dabei zu "Missionskriegen" kam. | Die Lektüre und Diskussion ausgewählter lateinischer Quellentexte steht im Mittelpunkt des Hauptseminars. Das Angebot richtet sich deshalb an Studierende mit Lateinkenntnissen (Lehramt L3 und B.A. Geschichte). Literatur:
Angenendt, Arnold: Toleranz und Gewalt. Das Christentum zwischen Bibel und Schwert, Münster 2007.
| König, Daniel: Bekehrungsmotive. Untersuchungen zum Christianisierungsprozess im römischen Westreich und seinen romanisch-germanischen Nachfolgereichen (4.-8. Jahrhundert) (Historische Studien 493), Husum 2008.
| Padberg, Lutz E. von: Die Inszenierung religiöser Konfrontation. Theorie und Praxis der Missionspredigt im frühen Mittelalter (Monographien zur Geschichte des Mittelalters 51), Stuttgart 2003.
| Siehe auch Literaturhinweise zur Vorlesung: Die Christianisierung Europas im frühen und hohen Mittelalter .
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→ Inhalt
→ Geschichte Hauptseminar Mittelalterliche Geschichte
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GESCHICHTE - HAUPTSEMINAR - Neuere Geschichte
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- Apl. Prof. Dr. Frank Becker
Ein "zweites konfessionelles Zeitalter"? Religion und Politik im 19. Jahrhundert [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, R 302 (Rathenaustr. 8)
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Dass es nach dem Säkularisierungsschub der Aufklärung im 19. Jahrhundert zu einer Renaissance des Religiösen kam, ist in der Forschung mittlerweile weitgehend unbestritten. Trotz - oder wegen - des politischen Einflussverlustes der Kirchen etablierte sich eine lebendige Volksfrömmigkeit, die große Teile der Bevölkerungen erfasste. Politische Strömungen des 19. Jahrhunderts versuchten der Bedeutung des Religiösen Rechnung zu tragen, indem sie programmatische Brückenschläge zu dieser Sphäre vollzogen - so etwa in Gestalt des Nationalprotestantismus. Gleichzeitig benutzte die katholische Kirche ihren wachsenden Einfluss, um durch den Ultramontanismus ein Gegengewicht gegen die Ansprüche der (National-)Staaten zu schaffen. An diesen und anderen Beispielen soll das Wechselspiel von Religion und Politik im 19. Jahrhundert untersucht werden. Literatur:
Olaf Blaschke, Das 19. Jahrhundert: Ein Zweites konfessionelles Zeitalter?, in: GG 26 (2000), S. 38-75
| ders. Frank-Michael Kuhlemann (Hg.), Religion im Kaiserreich. Milieus - Mentalitäten - Krisen, Gütersloh 1996
| Heinz-Gerhard Haupt / Dieter Langewiesche (Hg.), Nation und Religion in der deutschen Geschichte, Frankfurt a. M. 2001
| Anthony J. Steinhoff, Ein Zweites konfessionelles Zeitalter? Nachdenken über die Religion im langen 19. Jahrhundert, in: GG 30 (2004), S. 549-570
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
Friedrich II. "der Große" als Herrscher und Politiker des östlichen Europa [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Nf
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
Lodz - eine multikonfessionelle und multiethnische Stadtgeschichte (mit Exkursion). [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Untersucht wird die exemplarisch die Stadtgeschichte der Industriemetropole Lodz, vor dem Ersten Weltkrieg das größte Textilzentrum des östlichen Europa, zwischen 1820 und 1950 (mit Ausblicken in die Gegenwart). Lodz (1914: 600.000 Ew.) ist besonders interessant als Ort multireligiösen und multiethnischen Zusammenlebens, da die Stadt bis 1939 von deutschen Webern und Textilfabrikanten, jüdischen Handwerkern, Textilverlegern und Arbeitern sowie der polnischen Bevölkerung geprägt wurde. 1939 lebten in der Stadt ca. 350.000 Katholiken, 200.000 Juden und ca. 60.000 in der Regel protestantische Deutsche. Im Zweiten Weltkrieg wurde die jüdische Bevölkerung von den deutschen Besatzern zu einem großen Teil ermordet, nach 1945 floh die deutsche Bevölkerung bzw. wurde ausgewiesen. Jüdische Flüchtlinge kehrten zwar zurück, migrierten aber 1946/50 mehrheitlich nach Palästina, die USA und Westeuropa. | Im Zentrum des Interesses stehen Chancen und Probleme der interreligiösen und interethnischen Beziehungen: Lodz galt bereits vor dem Ersten Weltkrieg als "melting pot", desen Bevölkerung, die auch im Polnischen und Jiddischen sog. "Lodzermenschen" (S. Reymont) als transnationale Großstadtbevölkerung galten. Diskutiert wie unter diesen Bedingungen (Multiethnizität, interkonfessionelle Beziehungen und Ehen) den Nationalsozialisten die Aufspaltung der Stadtbevölkerung in "Deutsche", "Juden" und "Polen" gelang. Dabei wird aktuell das Getto Litzmannstadt intensiv beforscht (vgl. Literatur), während Darstellungen zu "Deutschen" und "Polen" fehlen. | Das Seminar ist mit einer Exkursion nach Lodz vom 08.-16. Mai 2010 verbunden. In Lodz finden gemeinsame Wokshops mit polnischen Studierenden statt (Arbeitssprachen Deutsch und Englisch). | Es steht zudem im Zusammenhang mit einem drittmittelgeförderten Projekt der Universitäten Gießen und Lodz, in dem mittelfristig polnische Quellen zu Lodz (in Lodz) und deutsche Ego-Dokumente für den Zeitraum 1933-1949 ermittelt und ediert werden sollen. Literatur:
Hensel, Jürgen (Hg.): Polen, Juden und Deutsche in Lodz 1820-1939. Osnabrück 1999.
| Pietrow-Enker, Bianka: Wirtschaftsbürger und Bürgerlichkeit im Königreich Polen: das Beispiel von Lodz, dem "Manchester des Ostens". In: Geschichte und Gesellschaft 31 (2005), 169-202
| Horwitz, Gorden J.: Ghettostadt. Lodz and the Making of a Nazi City. Cambridge 2008.
| Feuchert, Sascha (Hg.): Die Chronik des Gettos Lodz, Litzmannstadt. 4 Bde. Göttingen 2007.
| Lodz - die Stadt der Völkerbegegnung im Wandel der Geschichte. Hg. v. Peter Nasarski. Köln 1978 (Osteuropäische Geschichte in Bildern und Dokumenten, 1). (Selbstdarstellung der Lodzer Deutschen)
| " Unser einziger Weg ist Arbeit" . Das Getto in
Lódz 1940-1944. Red. Hanno Loewy u. Gerhard Schoenberner. Wien 1990.
| Alberti, Michael: Die Verfolgung und Vernichtung der Juden im Reichsgau Wartheland 1939-1945, Wiesbaden 2005
| Loew, Andrea: Juden im Getto Litzmannstadt : Lebensbedingungen, Selbstwahrnehmung, Verhalten. Göttingen 2006.
- Prof. Dr. Thomas Bohn
Russland 1917. Vom Zerfall des Zarenreiches bis zur Machtergreifung der Bolschewiki [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, B 428
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die "Große Sozialistische Oktoberrevolution" wurde in der Sowjetunion als alles entscheidende Zäsur der Weltgeschichte erachtet. Mittlerweile sprechen die Historiker nur noch von einem "Oktoberumsturz" oder einem "Oktoberputsch". Zweifelsohne kam das demokratische Experiment in Russland mit dem Scheitern der Februarrevolution im Jahre 1917 zum Erliegen. Über die Ursachen für die Machtergreifung der Bolschewiki stritten sich in der Zwischenkriegszeit insbesondere die Emigranten. In der Nachkriegszeit führte die Brisanz der Frage zu einer unüberschaubaren Flut an Veröffentlichungen. Es ist an der Zeit, die Dinge wieder einmal Revue passieren zu lassen und die Memoiren der zwanziger und dreißiger Jahre mit den Archivveröffentlichungen der neunziger Jahre zu kontrastieren. | Als Prüfungsleistungen sind ein Referat und eine wissenschaftliche Hausarbeit zu erbringen. | Interessenten melden sich bitte unter Thomas.Bohn@geschichte.uni-giessen.de. Literatur:
Altrichter, Helmut: Russland 1917. Ein Land auf der Suche nach sich selbst. Paderborn 1997.
| Die russische Revolution 1917. Von der Abdankung des Zaren bis zum Staatsstreich der Bolschewiki. München 1964 (dtv dokumente).
| Hildermeier, Manfred: Die Russische Revolution 1905-1921. Frankfurt am Main 1989.
| Pipes, Richard: Die Russische Revolution. Bd. 1: Der Zerfall des Zarenreiches. Bd. 2: Die Macht der Bolschewiki. Bd. 3: Rußland unter dem neuen Regime. Berlin 1992-1993.
| The Russian Provisional Government 1917. Documents. 3 Bde. Hrsg. v. Robert P. Browder und Alexander F. Kerensky. Stanford 1961.
- Prof. Dr. Hubertus Büschel (Juniorprofessor für Kulturgeschichte)
Die Welt zwischen den Kriegen. Zur Globalgeschichte der 1920er und 1930er Jahre [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, C 29
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Jahre 1919 bis 1939 werden gemeinhin als "Zwischenkriegszeit" bezeichnet. In jene Zeit fallen | Phänomene und Geschehnisse wie die Weimarer Republik, Spätkolonialismus, Faschismus, | Nationalsozialismus oder auch die "Goldenen 20er Jahre". Im Seminar werden neuere Forschungen | im Vordergrund stehen, die globale Perspektiven einnehmen und immer wieder nach dem Weltbezug | der "Zwischenkriegszeit" fragen. Ein Schwerpunkt wird nicht zuletzt in Quellenanalysen liegen, | weshalb sich das Seminar ganz besonders auch als Vorbereitung für Abschlussarbeiten eignet. Literatur:
Wolfgang Hardtwig (Hg.), Politische Kulturgeschichte der Zwischenkriegszeit 1918-1939, Göttingen 2005.
| Andreas Wirsching, Die Weimarer Republik. Politik und Gesellschaft, München 2008.
| Hans Ulrich Gumbrecht, 1926: ein Jahr am Rand der Zeit, Frankfurt/M. 2001.
- Prof. Dr. Peter Haslinger - Anna Golebiowski
Flucht, Vertreibung, und ethnische Säuberung im östlichen Europa 1939-1950. Historische und literarische Zeugnisse [ Kommentar | StudIP] Mo 14-16, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
- Prof. Dr. Markus Koller
Islamisierungsprozesse in Südosteuropa (15.-18. Jh.) [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die Ausbreitung des Islam vollzog sich in Südosteuropa insbesondere vom 15. bis zum 17. Jahrhundert, als weite Teile dieser Region zum Osmanischen Reich gehörten. Nicht nur in den südosteuropäischen Nationalhistoriographien wird immer wieder die These vertreten, es habe sich dabei vor allem um eine Zwangsislamisierung der lokalen Bevölkerung gehandelt. Solche Vorstellungen entfalten bis heute gesellschaftspolitische Wirkungsmacht, indem sie erheblich zur Ausprägung eines negativen Islambildes beitragen. Das Seminar möchte zunächst die verschiedenen Faktoren, die den Islamisierungsprozessen in Südosteuropa zugrunde lagen, aufzeigen. Anschließend soll anhand ausgewählter Texte aus dem 19. und 20. Jahrhundert dargelegt werden, wie insbesondere im Zuge der Nations- und Nationalstaatsbildungsprozesse auf der Balkanhalbinsel die Islamisierung zum Gegenstand "nationaler Diskurse" wurde. Die Kenntnis südosteuropäischer Sprachen ist nicht erforderlich. Literatur:
Anton Minkov, Conversion to Islam in the Balkans. Kisve Bahas Petitions and Ottoman Social Life, 1670-1730. Leiden 2004.
| Michael Ursinus, Islamisierung, in: Edgar Hösch, Karl Nehring, Holm Sundhaussen (Hrsg.), Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Wien 2004, 306-309.
- Prof. Dr. Dirk van Laak
Sprung nach vorn. Radikale Modernisierungsversuche im 20. Jahrhundert [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, C 27
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Während sich die Gesellschaften in Westeuropa und den USA zu Beginn des 20. Jahrhunderts bereits auf einem hohen technisch-wissenschaftlichen Niveau befanden, gab es, beginnend mit der Sowjetunion, das ganze folgende Jahrhundert über erstaunliche Versuche vermeintlich „unterentwickelter“ Gesellschaften, sich radikal zu modernisieren. Das konnte sowohl die Umwelt und die Wirtschaft betreffen, setzte aber oft auch einen „neuen Menschen“ voraus. | Das Seminar will weltweite Beispiele solcher beherzter „Sprünge nach vorn“ (Mao Tse-tung) miteinander vergleichen und danach fragen, inwieweit hierbei „westliche Wege“ nachgeahmt oder eigenständige Entwicklungspfade eingeschlagen wurden. Zu denken ist dabei neben China und die Sowjetunion an Länder wie die Türkei, Israel, Brasilien, Indien, den Iran, aber auch an afrikanische Länder wie Ghana oder Tansania. Das Seminar setzt eigenständige Recherchen und historische Entdeckerfreude voraus. Literatur:
James C. Scott: Seeing Like a State. How certain schemes to improve the human condition have failed, New Haven/London 1998
| Dirk van Laak: Weiße Elefanten. Anspruch und Scheitern technischer Großprojekte im 20. Jahrhundert, Stuttgart 1999
- Prof. Dr. Michael Wagner
Wege in den Krieg 1936 - 1939 [ Kommentar | StudIP] Mo 14-16, C 27
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Das Seminar untersucht den Ausbruch des Zweiten Weltkrieges unter einer international vergleichenden Perspektive. Behandelt werden nicht nur das nationalsozialistische Deutschland, sondern auch Großbritannien, Frankreich,Italien und die Sowjetunion. Es soll herausgearbeitet werden, welche strategischen, ideologischen, ökonomischen und innenpolitischen Motive die genannten Staaten 1938/39 veranlassten, entweder gegen die Expansionspolitik Hitlers Front zu machen, mit ihm zu kooperieren oder neutral zu bleiben. Insbesondere soll es auch darum gehen, zu analysieren, welche Rolle der Antibolschewismus in der internationalen Politik der späten 1930er Jahre spielte. Literatur:
Richard Overy, The Road to War, London 2009 (zuerst 1989)
| Jonathan Wright, Germany and the Origins of the Second World War, Basingstoke - New York 2007
| Klaus Hildebrand, Das Dritte Reich, 7. Auflage, München 2009
- PD Dr. habil. Martin Wrede
Königsmord [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, C 113
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die "Strecke" des frühmodernen Königsmords ist beachtlich. Monarchen wurden erstochen, erschossen, erwürgt und enthauptet, d.h. rechtsförmig hingerichtet. Daneben gab es weiterhin den glorreichen Schlachtentod. Doch läßt dieser sich nicht als Königsmord rubrizieren; er war ein mit dem zeitgenössischen Herrscherbild notwendig verbundenes "Risiko". | Das Seminar soll im Kontext der alteuropäischen Debatte über Tyrannentum und Widerstandsrecht nicht nur die verschiedenen "Fälle" analysieren, sondern "Typen" des Herrschermords herausarbeiten. Literatur:
Robert von Friedeburg (Hg.), Murder and Monarchy. Regicide in European History, 1300-1800, Basingstoke 2004.
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→ Inhalt
→ Geschichte Hauptseminar Neuere Geschichte
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GESCHICHTE - HAUPTSEMINAR - Didaktik der Geschichte
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- Dr. Olaf Hartung
Empirische Forschung in der Geschichtsdidaktik [ Kommentar | StudIP] Mi 8.30-10, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Empirische Lernforschung hat im Moment Konjunktur und soll dazu beitragen Lehr- Lernprozesse zu optimieren. Das Hauptseminar führt in diesen wichtigen Zweig der geschichtsdidaktischen Forschung ein. Da es sich als Lehrforschungsseminar versteht, sollen einerseits bestehende Ansätze zur didaktischen Forschung diskutiert und andererseits begrenzte empirische Versuche durch die Teilnehmer durchgeführt werden. Insofern findet das Seminar im Wechsel von Theorie und konkreter Feldforschung statt. | Die Teilnehmer/innen des Seminars werden: Ein Literaturreferat vor Beginn des Seminars vorbereiten; | Einen Feldversuch unternehmen und im Rahmen einer Hausarbeit auswerten. Literatur:
Beilner, Hermann: Empirische Forschung in der Geschichtsdidaktik. In: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht 54 (2003), S. 284-302.
| Günther-Arndt, Hilke: "Die Lektion ist durchweg materialreich gestaltet". Eine Schweizer Studie zu "Geschichte und Politik im Unterricht", in: in: Jan Hodel, Béatrice Ziegler (Hg.), Forschungswerkstatt Geschichtsdidaktik 07. Beiträge zur Tagung "geschichtsdidaktik empirisch:07", Bern 2009, S. 253-266.
| Borries, Bodo von, Lehr-/Lernforschung in europäischen Nachbarländern - ein Stimulus für die deutsche Geschichtsdidaktik?, in: Handro, Saskia / Schönemann, Bernd (Hg.): Methoden geschichtsdidaktischer Forschung, Münster 2002, S. 13-49.
- Prof. Dr. Vadim Oswalt
Vom Gegenstand im Unterricht zum Inhalt für Schüler – Formen didaktischer Reduktion im historischen Lernen [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Zentrale Konzepte der didaktischen Strukturierung von Geschichtsunterricht werden in diesem Hauptseminar besprochen, auf ihre Tragfähigkeit befragt und auf konkrete Anwendungsbeispiele bezogen. Dabei spielen vor allem jene noch vor der Formulierung von Lernzielen gelagerten Überlegungen eine Rolle, die didaktische Analysen unter den verschiedensten Aspekten (Relevanz, Schülerorientierung, Problemorientierung, Gegenwartsbezug etc.) ermöglichen. Dabei wird deutlich, dass der Begriff "Reduktion" für die didaktische Formung historischer Inhalte erweitert werden muss. | Die Teilnehmer des Seminars arbeiten sowohl an theoretischen Fragestellungen als auch an konkreten Lehr- Lernmodellen. Literatur:
Mayer, Ulrich u.a. (Hrsg.), Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach 2004.
| Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben
- Dr. Jeannette van Laak
Die Geschichte des erfolgreichen Geschichts-Unterrichts [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Das Hauptseminar fragt nach bildungstheoretischen Ansätzen des letzten Jahrhunderts. Dabei stehen sowohl erziehungswissenschaftliche Aspekte verschiedener Pädagogen, als auch Erfahrungsberichte von Lehrer im Mittelpunkt der Auseinandersetzung. Die Auseinandersetzung erfolgt zum einen vor dem Hintergrund der Lebenswege der Pädagogen und zum anderen unter Berücksichtigung des wissenschaftlichen Diskurses. | Dabei werden die Schriften bekannter Pädagogen wie Ellen Key, Maria Montesorri, Celestin Freinet, Gustav Wynecken, Georg Kerschensteiner, Alfred Lichtwark, Peter Petersen, Adolf Reichwein, Chaim Seeligmann, Marakenko, Alexander S. Neill und Hartmut von Hentig vorgestellt und ihre Ansätze für den Geschichtsunterricht diskutiert. Literatur:
Elmar Lechner, Pädagogische Grenzgänger in Europa, Frankfurt/M. 1997
| Heinz-Elmar Teuroth, Zur deutschen Bildungsgeschichte. 1918-1945, Köln 1985
| Michael Sauer, "Vom Schulehalten" zum Unterricht. Preußische Volkschule im 19. Jahrhundert, Köln 1988
| Laetitia Boehm(Hg.), Geschichtsdenken, Bildungsgeschichte, Wissenschaftsorganisation, Berlin 1996
| Ulrich Mayer, Neue Wege im Geschichtsunterricht? Studien zur Entwicklung der Geschichtsdidaktik und des Geschichtsunterrichts in den westlichen Besatzungszonen und in der Bundesrepublik Deutschland 1945-1953, Köln 1986
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→ Inhalt
→ Geschichte Hauptseminar Didaktik der Geschichte
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OBERSEMINAR
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GESCHICHTE - OBERSEMINAR - Mittelalterliche Geschichte
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- Prof. Dr. Stefan Tebruck - Prof. Dr. Cora Dietl
Kommunikation im Mittelalter [ Kommentar | StudIP] Di 18-20, C 27
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Auch ohne moderne Kommunikationtechnologien war das Mittelalter alles andere als eine kommunikationsfreie Zeit. Sehr gezielt wurden verschiedenartige Kommunikationssituationen ausgenützt und verschiedene Techniken eingesetzt. Das Seminar wirft einen interdisziplinär ausgerichteten Blick auf verschiedene Formen der schriftlichen, mündlichen und nonverbalen, der öffentlichen und privaten, rechtsgültigen, instruierenden, unterhaltenden und fiktionalen, an Gruppen, an Einzelne oder an Gott gerichteten Kommunikation im Mittelalter; gesucht wird insbesondere nach Zeugnissen eines reflektierten Einsatzes von Kommunikationsmitteln und nach dem Widerhall zeitgenössischer rhetorischer Theorien in der Praxis. Das Seminar gibt zugleich Examens-/Magisterkandidaten, Doktoranden und Nachwuchswissenschaftlern der germanistischen und geschichtswissenschaftlichen Mediävistik die Möglichkeit, ihre aktuellen Forschungsprojekte vorzustellen, insbesondere wenn in ihnen Aspekte der Kommunikation berührt werden. | Das Angebot richtet sich an fortgeschrittene Studierende des Faches Geschichte im Lehramtsstudiengang Gymnasium (L3) und im B.A.-Studiengang Geschichte, die einen Schwerpunkt im Bereich der Mittelalterlichen Geschichte setzen. Literatur:
Formen und Funktionen öffentlicher Kommunikation im Mittelalter, hg. von Gerd Althoff (Vorträge und Forschungen 51), Ostfildern 2001.
| Medien der Kommunikation im Mittelalter, hg. von Karl-Heinz Spieß (Beiträge zur Kommunikationsgeschichte 15), Stuttgart 2003.
| Norm und Krise von Kommunikation. Inszenierungen literarischer und sozialer Interaktion im Mittelalter, hg. von Alois Hahn, Gert Melville und Werner Röcke (Geschichte: Forschung und Wissenschaft 24), Berlin 2006.
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→ Inhalt
→ Geschichte Oberseminar Mittelalterliche Geschichte
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GESCHICHTE - OBERSEMINAR - Neuere Geschichte
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- Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg - Prof. Dr. Thomas Bohn - Prof. Dr. Peter Haslinger - Prof. Dr. Markus Koller
Oberseminar Osteuropäische Geschichte [ Kommentar | StudIP] Di 18-20, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Vorgestellt werden Projekte, Examensarbeiten und Dissertationen aus Gießen und von auswärts. Dabei werden aktuelle Forschungsfragen zur Geschichte des östlichen Europas im 19. und 20. Jahrhundert behandelt. Es besteht Gelegenheit gegeben, gegenwärtige Prozesse des wissenschaftlichen Diskurses zur Sprache zu bringen, aber auch über Quellenfragen, historiographische Probleme und die Entstehung von wissenschaftlichen Arbeiten zu diskutieren.
- Prof. Dr. Horst Carl - Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg - PD Dr. habil. Martin Wrede - Prof. Dr. Anette Baumann - Prof. Dr. Markus Koller - PD Dr. Alexander Jendorff
Neuere Forschungen zur Geschichte der Frühen Neuzeit [ Kommentar | StudIP] Mo 18-20, C 113
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Examenskandidaten und Doktoranden sowie auswärtige Forschende werden hier aus ihren aktuellen Forschungen vortragen. Dabei wird ihnen Gelegenheit gegeben, gegenwärtige Prozesse des wissenschaftlichen Diskurses zur Sprache zu bringen, aber auch über das "making-of" ihrer Studien vor allem hinsichtlich der Entwicklung der Fragestellung und hinsichtlich der Quellenauswertung zu referieren.
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Schröder
Quellen zur Zeitgeschichte [ Kommentar | StudIP] Zeit siehe Aushang, C 113
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Das Oberseminar ist für diejenigen Studierenden konzipiert, die sich in der Endphase ihres Studiums insbesondere mit zeitgeschichtlichen Themen beschäftigen. Die kritische Würdigung von Quelleneditionen zur deutschen, amerikanischen und britischen Zeitgeschichte ist ein Schwerpunkt der Seminararbeit. Dabei werden auch Video- und DVD-Editionen berücksichtigt. Außerdem können sich die Teilnehmer einen Überblick über die Archivsituation zur Zeitgeschichte verschaffen. Wichtige zeitgeschichtliche Neuerscheinungen werden von den Seminarteilnehmern vorgestellt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Diskussion über laufende Examensarbeiten.
| Termine nach Ankündigung auf der Homepage
- Prof. Dr. Dirk van Laak
Oberseminar Zeitgeschichte [ Kommentar | StudIP] Mi 18-20, C 27
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Das Oberseminar wird sich in diesem Semester der Diskussion von Abschluss- und Qualifikationsarbeiten widmen. Darüber hinaus wird es auch um den Austausch von Forschungsperspektiven mit auswärtigen Gästen gehen.
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→ Inhalt
→ Geschichte Oberseminar Neuere Geschichte
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KOLLOQUIUM
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GESCHICHTE - KOLLOQUIUM - Didaktik der Geschichte
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- Dr. Olaf Hartung
Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Literatur:
Wird am Anfang des Semesters bekannt gemacht
- Prof. Dr. Vadim Oswalt
Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik [ Kommentar | StudIP] Do 8-10, E 103a
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Literatur:
Wird am Anfang des Semesters bekannt gemacht
- Prof. Dr. Vadim Oswalt
Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Literatur:
Wird am Anfang des Semesters bekannt gemacht
- Dr. Jeannette van Laak
Aktuelle Fragen der Geschichtsdidaktik an die Oral History [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, C 30
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Das Kolloqium setzt die Arbeit des Hauptseminars zu "Didaktischen Fragen an oral history" fort. Es wird sich mit Fragen der Zeitzeugenbefragung und der Interviewaufbereitung am Beispiel des Notaufnahmelagers Gießens beschäftigen. Dabei werden sowohl Aspekte des kollektiven Gedächtnisses untersucht, als auch nach Möglichkeiten der Zeitzeugenbefragung im Unterricht gefragt. Vor allem letzteres geschieht vor dem Hintergrund der zunehmenden medialen Allgegenwärtigkeit von Zeitzeugen. Literatur:
siehe Literaturliste auf stud.ip
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→ Inhalt
→ Geschichte Kolloquium Didaktik der Geschichte
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TUTORIUM
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GESCHICHTE - TUTORIUM - Mittelalterliche Geschichte
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- Markus Jakob
Tutorium Mittelalterliche Geschichte [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, C 30
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Im hilfswissenschaftlichen Tutorium, das zusätzlich zum Proseminar angeboten wird, werden die Grundlagen der historischen Hilfswissenschaften, die in den Proseminaren behandelt werden, vertieft und durch Anwendung geübt. Dazu werden zunächst grundlegende Überlegungen zum Umgang mit Quellen gemacht, um im Anschluss daran die Werkzeuge des Historikers - eben die historischen Hilfswissenschaften- systematisch durchzuarbeiten. Dabei werden Diplomatik, Sphragistik, Chronologie, Paläographie u.a. behandelt, indem zunächst die Grundlagen der einzelnen Hilfswissenschaften erarbeitet werden und daraufhin durch Anwendung der Umgang mit ihnen gefestigt wird. | Am Ende des Tutoriums sollen die Teilnehmer in der Lage sein, einen kritischen Umgang mit Quellen an den Tag zu legen, die Grundlagen der historischen Hilfswissenschaften zu kennen und sie auf dem entsprechenden Niveau anwenden zu können.
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→ Inhalt
→ Geschichte Tutorium Mittelalterliche Geschichte
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GESCHICHTE - TUTORIUM - Latein
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- Christiane Knaack
Tutorium Mittellatein [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, C 29
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Im Lateintutorium, das ergänzend zum Proseminar Mittelalterliche Geschichte
angeboten wird, werden die für das Mittellatein typischen sprachlichen
Elemente und Besonderheiten erklärt. Dazu werden mittellateinische Texte
unterschiedlicher Schwierigkeit und aus verschiedenen Jahrhunderten zusammen
übersetzt und besprochen. Am Ende des Tutoriums sollte jede
Teilnehmerin/jeder Teilnehmer in der Lage sein, das in der abschließenden
Proseminar-Klausur verlangte Niveau zu meistern.
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→ Inhalt
→ Geschichte Tutorium Latein
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EXKURSION
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GESCHICHTE - EXKURSION - Mittelalterliche Geschichte
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- Prof. Dr. Stefan Tebruck
Köln als Metropole im Übergang von der Spätantike zum Mittelalter [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, F 6. Termine: 29.04.2010, 18-20 (Vorbesprechung); 29.05.2010, 10-13 (Vorbereitungsseminar I); 19.06.2010, 10-13 (Vorbereitungsseminar II); 26.06.2010, 8-20
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Köln gehörte zu den spätantik-römischen Hauptorten entlang des Rheins, die bereits früh über große jüdische und christliche Gemeinden verfügten und im Übergang von der Spätantike zum Frühmittelalter ihre zentralörtlichen Funktionen behielten. Als Bischofssitz und zeitweiliger Königssitz des merowingischen Frankenreichs, dann als einer der Hauptorte in der Karolinger- und Ottonenzeit entwickelte sich Köln zur bevölkerungsreichsten und bedeutendsten Metropole des hochmittelalterlichen Reiches. Die Exkursion wird sich den in der Stadt noch heute sichtbaren Spuren dieses Transformationsprozesses widmen und dabei unter anderem zu den archäologischen Grabungen unter dem heutigen Dom, in die Domschatzkammer sowie zur spätantik-mittelalterlichen Kirche von St. Gereon führen. Literatur:
Art. " Köln" , in: Reallexikon der germanischen Altertumskunde 17 (2001), S. 88-102.
| Toni Diederich: Von den Anfängen in der Römerzeit bis zum Ende des hohen Mittelalters (Das Erzbistum Köln, Band 1), Kehl 1994.
| Werner Eck: Köln in römischer Zeit, Köln 2004.
| Erwin Gatz: Erzbistum Köln, in: Gatz, Erwin/ Brodkorb, Clemens/ Flachenecker, Helmut (Hgg.): Die Bistümer des Heiligen Römischen Reiches von ihren Anfängen bis zur Säkularisation, Freiburg/Br. 2004, S. 273-290.
| Bernd Päffgen/ Sebastian Ristow: Die Römerstadt Köln zur Merowingerzeit, in: Die Franken. Wegbereiter Europas (Katalog der Ausstellung Berlin/ Mannheim/ Paris 1997), 2 Bde., Mannheim/ Mainz 1996, hier Band 1, S. 145-159.
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→ Inhalt
→ Geschichte Exkursion Mittelalterliche Geschichte
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GESCHICHTE - EXKURSION - Neuere Geschichte
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- Dr. des. Thomas Kailer
"Das Schiff hing schief wie ein Dach und schwankte ..." - Deutsche Amerika-Auswanderung im 19. und 20. Jahrhundert. Zugleich Exkursion nach Bremerhaven (Deutsches Auswandererhaus, Historisches Museum) [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, G 26
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Ob auf der Suche nach politischer oder religiöser Freiheit, nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit und nach Erfolg: Amerika, die Vereinigten Staaten, erschien manchem Europäer als das "irdische Paradies". Ebenfalls gemeinsam hatte viele Auswander, dass sich Freiheit und Erfolg eben nicht immer gleich nach der Ankunft im "gelobten Land" einstellten: Hatten sie die teilweise rigiden Auswanderungsbestimmungen erfüllt, den mitunter schwierigen Abschied von der Heimat überstanden, Geld für den Transport auf- und diesen dann hinter sich gebracht, waren sie den Betrügern entronnen, die die orientierungslosen Neuankömmlinge ausnutzten, und hatten sie schließlich in den Städten des Ostens genug Geld verdient, um sich vielleicht eine bescheidene Farm an der "frontier", der Grenze zum unerschlossenen Westen, leisten zu können - dann fing die Arbeit auf dem eigenen Land eigentlich erst richtig an. | Aber schon der Weg in die "Neuen Welt" war für manchen deutschen Amerika-Auswanderer ein Abenteuer: die Reise zum Auswanderungshafen, die Überfahrt auf Segel- oder Dampfschiffen mit Sturm, Seekrankheit und unhygienischer Enge, die Ankunft am Zielhafen und die Bürokratie der Einreise, das unbekannte Terrain amerikanischer Großstädte, die Weiterreise in das Siedlungsgebiet. | Das Seminar wird sich vor allem mit der Reise von deutschen Amerika-Auswandern beschäftigen. Die Organisation der Auswanderung, der Abschied von der Heimat, die Reise zum jeweiligen Auswanderungshafen und die Situation dort, der Transport nach Übersee und die Ankunft im Zielhafen, die Einwanderungsbedingungen und ggf. die Weiterreise ins Landesinnere. | Anhand des Themas und durch die Exkursion in die einschlägigen Museen in Bremerhaven soll die Bedeutung historischer Stätten und Landschaften sowie die geschichtskulturelle Bedeutung von Erinnerungsorten (z.B. Museum als Ort der Geschichtskultur und Lernort, Denkmäler, Städte und ihre topographische Ordnung usw.) reflektiert werden. Hierbei soll besonderes Augenmerk auf die Möglichkeiten zur Präsentation (schriftlicher) Quellen in Ausstellungen und Museen gelegt werden. | Zudem soll die Exkursion nach Bremerhaven vorbereitet werden.
| Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Personen begrenzt Literatur:
Bade, Klaus J.: Europa in Bewegung. Migration vom späten 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. München 2002.
| Benscheidt, Anja/Kube, Alfred (Hg.): Die Deutsche Auswanderer-Datenbank. Passagierlisten als Forschungsquelle. Bremerhaven 2006.
| Trommler, Frank/Shore, Elliott (Hg.): Deutsch-amerikanische Begegnungen. Konflikt und Kooperation im 19. und 20. Jahrhundert. Stuttgart, München 2001. Internet: Deutsches Auswandererhaus Bremerhaven [www.dah-bremerhaven.de/] | Deutsche Auswandererdatenbank (Historisches Museum Bremerhaven) [www.dad-recherche.de/hmb/index.html] | Immigration Museum Ellis Island [ellisisland.org/]
- Dr. Daniel R. Maul
Von der Stadt der Reichsparteitage zur Stadt der Menschenrechte - Exkursion nach Nürnberg [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung. Termine: Fr, 04.06.2010 - So, 06.06.2010 (voraussichtlicher Termin; Ort: Nürnberg)
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Als Stadt der Reichsparteitage, der Rassegesetze sowie der Prozesse gegen die Hauptverantwortlichen des NS-Regimes ist Nürnberg ein Kristallisationsort der deutschen Zeitgeschichte. Während der zweitägigen Exkursion soll es vor allem darum gehen, die Bemühungen Nürnbergs um eine adäquate Aufarbeitung dieses schwierigen Erbes in den Blick zu nehmen. Neben einem Besuch des NS-Dokumentationszentrums, dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände und dem Schwurgerichtssaal steht dabei auch eine Auseinandersetzung mit Nürnbergs Rolle als "Stadt der Menschenrechte" (offizieller von den Vereinten Nationen verliehener Titel) auf dem Programm. | Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer ist auf 30 begrenzt. Literatur:
Martin Schieber, Nürnberg. Eine illustrierte Geschichte der Stadt, München 2000
| Museen der Stadt Nürnberg (Hg.) Faszination und Gewalt. Dokumentationszentrum Reichsparteitagsgelände Nürnberg, Nürnberg 2006.
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→ Inhalt
→ Geschichte Exkursion Neuere Geschichte
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GESCHICHTE - EXKURSION - Didaktik der Geschichte
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- Regine Gabriel
Die Rolle von Frauen als Opfer und Täterinnen in Hadamar während der Zeit der NS-Euthanasie-Verbrechen [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung. Termine: 12.04.2010, 14-16 (Vorbesprechung); 16.04.2010 - 18.04.2010 (Exkursion nach Hadamar); 23.04.2010 - 24.04.2010 (Exkursion nach Hadamar)
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar:
| Die Vorbesprechung findet am 12.04.2010 von 14:00-16:00 Uhr in Raum E 103b statt
- StR i.H. Monika Christiane Rox-Helmer
Zeitreise ins mittelalterliche Wetzlar [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung. Termine: Fr, 23.04.2010, 14-16 (Vorbesprechung); Fr, 28.05.2010, 14-18 (Ort: Wetzlar); Sa, 29.05.2010, 10-16 (Ort: Wetzlar); Fr, 18.06.2010, 14-18; Fr, 25.06.2010, 08-14 (Aktionstag mit Schülerinnen und Schülern; Ort: Wetzlar); Fr, 09.07.2010, 14-18 (Nachbesprechung)
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Wetzlar ist heute eine beschauliche Stadt mit einer mittelalterlichen Altstadt, doch kaum ein Jugendlicher nimmt diese als historischen Ort wahr. Dabei erlebte Wetzlar im Mittelalter eine spannende, wechselvolle und ereignisreiche Geschichte von einer kleinen Stiftssiedlung bis zur bankrotten Reichsstadt. An vielen Stellen in der Stadt lassen sich Spuren dieser Geschichte entdecken. | In diesem Exkursionsseminar soll auf der Grundlage eigener Erkundungen ein Aktionstag mit Schülerinnen und Schülern einer Wetzlarer Schule vorbereitet und durchgeführt werden. An diesem Tag soll an verschiedenen historischen Orten in der Stadt die Geschichte Wetzlars im Mittelalter schülerorientiert handlungsorientiert und anschaulich aufbereitet, kleinen Schülergruppen nahe gebracht werden. Literatur:
Schoenwerk, Augsut: Geschichte von Stadt und Kreis Wetzlar. 2. überarb. u. erw. von Herbert Flender. Wetzlar 1975
| Hahn, Herbert: Untersuchungen zur Geschichte der Reichsstadt Wetzlar im Mittelalter. Darmstadt 1984
| Meyer, Ulrich: Historische Orte als Lernorte. In: Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht. Hrsg.v. Ulrich Mayer, Hans-Jürgen Pandel, Gerhard Scheider. Schwalbach/Ts. 2004. S. 389-407.
| Baumgärtner, Ulrich: Historische Orte. In: Geschichte lernen 106/2005. S. 12-18.
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→ Inhalt
→ Geschichte Exkursion Didaktik der Geschichte
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PRAKTIKUM
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GESCHICHTE - PRAKTIKUM - Lehramt
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- Dr. Jens Aspelmeier
Nachbereitungsseminar zum Praktikum [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
Kommentar: Termine siehe Aushang Raum E 213
- Dr. Ulrike Krautheim
Praktikumsbegleitung [ Kommentar | StudIP] Zeit: siehe Aushang, Ort: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
- Rita Rohrbach
Praktikumsbegleitung [ Kommentar | StudIP] Zeit: siehe Aushang, Ort: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | L2L5 | L3
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→ Inhalt
→ Geschichte Praktikum Lehramt
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SPRACHKURS
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GESCHICHTE - SPRACHKURS - Sprachkurs
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- Kolja Lichy
Französisch für Historiker [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, D 109
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: „Französisch für Historiker“ soll Studierende ohne und mit geringen Vorkenntnissen der französischen Sprache in die Lage versetzen, sich französische Quellen selbständig zu erschließen. In Grammatik und Wortschatz wird Basiswissen vermittelt und bei der Übersetzung von Quellen verschiedener Art und aus unterschiedlichen Epochen eingeübt. Die Veranstaltung endet mit einer Klausur. Literatur:
Drummer, Heike (Hg.) u.a.: Französisch für Historiker. Fachsprachlicher Wortschatz mit Hinweisen zum Geschichtsstudium in Frankreich, Berlin 1991.
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→ Inhalt
→ Geschichte Sprachkurs Sprachkurs
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GESCHICHTE - SPRACHKURS - Russisch
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- Natallia Savitskaya
Russisch für Historiker [ Kommentar | StudIP] Do 12-14, D 209
Studiengänge: nichtmodularisiert
Literatur:
Russisch Intensiv. Grundstufe. Harrassowitz, Wiesbaden 2006
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→ Inhalt
→ Geschichte Sprachkurs Russisch
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FACHJOURNALISTIK GESCHICHTE
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Fachjournalistik Geschichte - Vorlesung
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- Prof. Dr. Frank Bösch
Die Europäische Einigung: Historische Entwicklung und gegenwärtige Praxis [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, A 4
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Die Vorlesung diskutiert die aktuellen medialen Debatten über Europa in historischer Perspektive. Wie entwickelten sich etwa die Vorstellungen über die Grenzen Europäischen Einigung, die derzeit vor allem beim Türkei-Beitritt umstritten sind? Wie wandelten sich die derzeit umkämpften Formen der politischen Repräsentation? Oder wie entstanden die derzeitigen Annäherungen im Bildungswesen (PISA/Bologna-Prozess u.a.), die Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft, das europäische Recht oder Formen medialer Kooperation? Derartige Fragen werden systematisch aufgegriffen. Obgleich Formen der europäischen Kooperation im Vordergrund stehen, diskutiert die Vorlesungen ebenso Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Literatur:
Clemens, Gabriele u.a.: Geschichte der europäischen Integration. Ein Lehrbuch, Paderborn 2008.
| Kaelble, Hartmut: Sozialgeschichte Europas. 1945 bis zur Gegenwart, München 2007.
| Mittag, Jürgen: Kleine Geschichte der Europäischen Union : von der Europaidee bis zur Gegenwart, Münster 2008
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→ Inhalt
→ Fachjournalistik Geschichte Vorlesung
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Fachjournalistik Geschichte - Übung / Lehrredaktion
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- Jana Kremin
Fernsehwerksstatt [ Kommentar | StudIP] Do 18-20, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Die Fernsehwerkstatt produziert in Kooperation mit dem Medienprojektzentrum Offener Kanal Giessen ein 20-minütiges Magazin-Format. Dieses wird über den Offenen Kanal Giessen ausgestrahlt. In der Fernsehwerkstatt erstellen die TeilnehmerInnen dazu ihre Beiträge von der redaktionellen Planung über die Recherche und Dreh bis hin zu Schnitt, Moderation und Aufzeichnung der Sendung selbst. So lernen sie den Umgang mit diesem Medium und erfahren Arbeitsabläufe in der Praxis. Neben kompakten Einführungen in die Technik (Kamera, Ton, Schnitt) geht es redaktionell um die Beiträge sowie die Sendungsplanungen und -abläufe einschließlich des Moderierens. Ziel ist die Produktion und Reflexion eigener erster Fernsehbeiträge. Literatur:
G. Schult/A. Buchholz (Hrsg.): Fernsehjournalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis, München 2006.
- Dr. Dagmar Lorenz
Geschichtsjournalismus für Online und Print [ Kommentar | StudIP] Mi 14-16, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Die Übung bietet eine Einführung in journalistische Schreibweisen, Methodik und Recherche - bezogen auf die Umsetzung historischer Themen in Printmedien (Zeitung, Zeitschrift) und Online-Medien. | Ausgehend von einem historischen, bzw. zeitgeschichtlichen Rahmenthema (z.B. einer Epoche, einem Schlüssel-Ereignis etc.) sollen die einzelnen journalistischen Arbeitsschritte und ihre Umsetzung geübt werden: Wie recherchiere ich ein bestimmtes historisches Thema für einen Hintergrundbericht oder eine "historische" Magazin-Reportage? Wie strukturiere ich einen journalistischen Text im Hinblick auf seine Veröffentlichung im Internet? Auf welche Weise lassen sich Ereignisse, Personen und politische Konzepte spannend und anschaulich zur Sprache bringen? | Derartige Fragen sollen anhand konkreter Beispiele bearbeitet werden. Praktische Übungen und Kurzreferate dienen dazu, die gewonnenen Erkenntnisse zu vertiefen. Zum Semesterende besteht die Möglichkeit, eigene Arbeiten im Online-Magazin "UNIversum" zu veröffentlichen.
- Bernd Mütter
Zeitgeschichte im Fernsehmagazin [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: Do, 15.04.2010, 18-20; Sa, 24.04.2010, 12-18 st; Sa, 05.06.2010, 12-18 st; Sa, 19.06.2010, 12-18 st; Sa, 03.07.2010, 12-18 st
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Das Fernsehen gilt vor allem dank seiner Reichweite als eine der wichtigsten Institutionen der Geschichtskultur. Die Veranstaltung befasst sich aus der Perspektive der Praxis mit diesem Phänomen und führt ein in die Produktion zeitgeschichtlicher TV-Beiträge. Nach einer theoretischen Einführung zu den Grundlagen und Zielsetzungen des Geschichtsfernsehens will die Übung über Rahmen¬bedingungen, Arbeitstechniken und Anforderungen informieren. Das Hauptaugenmerk richtet sie dabei auf didaktische Implikationen im Fernsehmagazin, auf die verschiedenen "Bausteine" des Geschichtsfernsehens (Archivmaterial, Zeitzeugen, Experten, Reenactments etc.), auf Dramaturgien von Kurzbeiträgen, auf das Gestalten des Kommentartexts und auf die produktionellen Abläufe von der Idee bis zur Ausstrahlung. Die didaktischen Vorüberlegungen, das Vorgehen bei der Recherche, der Umgang mit der Dramaturgie und das Verfassen des Kommentartextes werden in Praxisaufgaben eingeübt. | Die Veranstaltung ist als Blockveranstaltung mit vier Samstagssitzungen am 24. April, am 29. Mai, am 12. Juni und am 19. Juni jeweils von 12h bis 18h, angelegt. Die Einführungssitzung findet am Donnerstag, 15. April 2009, um 18h statt. | Von den Teilnehmern wird neben einer motivierten Mitarbeit die Übernahme eines Kurzreferats und die Mitarbeit an den Praxisaufgaben erwartet. Literatur:
Ordolff, Martin/Wachtel, Stefan: Texten fürs TV. Ein Leitfaden zu verständlichen Fernsehbeiträgen. München 2004 (2. Aufl.)
| Ordolff, Martin: Fernsehjournalismus. Konstanz 2005. Schult, Gerhard/Buchholtz, Axel (Hg.): Ferseh-Journalismus. Ein Handbuch für Ausbildung und Praxis. Berlin 2007 (7. Aufl.)
| Kerstan, Peter: Der journalistische Film. Jetzt aber richtig. Bildsprache und Gestaltung. Frankfurt/M. 2000.
| Lersch, Edgar/Viehoff, Reinhold, Geschichte im Fernsehen. Eine Untersuchung zur Entwicklung des Genres und der Gattungsästhetik geschichtlicher Darstellungen im Fernsehen 1995 bis 2003, Berlin 2007.
| Knopp, Guido: Geschichte im Fernsehen. Perspektiven der Praxis, in: Knopp, Guido/Quandt, Siegfried (Hg.): Geschichte im Fernsehen. Ein Handbuch. Darmstadt 1988, S. 1-9. Handro, Saskia: "Wie es euch gefällt!" Geschichte im Fernsehen, in: Zeitschrift für Geschichtsdidaktik 2007, S. 213-231
| Quandt, Siegfried: Fernsehen als Leitmedium der Geschichtskultur? Bedingungen, Erfahrungen, Trends, in: Mütter, Bernd/Schönemann, Bernd/Uffelmann, Uwe (Hg.): Geschichtskultur. Theorie - Empirie - Pragmatik. Weinheim 2000, S. 235-240.
- DgPh Günter Osterloh
Fotos für die Presse – Bildaufbau, Bildaussage, Qualitätskriterien [ Kommentar | StudIP] Fr 14-16, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Das heute bei Tageszeitungen, Magazinen, Zeitschriften und Broschüren „modulare Layout“ mit Text, Foto und Grafik verlangt auch von Text-Journalisten, dass sie mit Bildern umgehen können, um erfolgreich zu arbeiten. Ziel dieses Seminars ist es, den Studierenden zu vermitteln, wie sie Fotos von allgemeinem Interesse – also Bilder, die für Veröffentlichungen benötigt werden – fundiert und damit sicher beurteilen können. Die systematische Schulung des Sehens, d. h. kennen zu lernen, wie wir unsere Umwelt wahrnehmen (physiologisch – psychologisch) und wie die Abbildungen, also die Fotos von der Umwelt, vom Betrachter „gelesen“ und gedeutet werden, steht immer im Mittelpunkt aller Ausführungen und Übungen. | Auch wenn das Erlernen einer Bild Analysetechnik den eigentlichen Schwerpunkt dieses Seminars bildet, um das Beurteilungsvermögen für Motive und Fotos zu schärfen, kommt die für das Fotografieren nötige Theorie (physikalisch, chemisch, elektronisch) und deren Umsetzung durch Übungen in der Praxis nicht zu kurz. Literatur:
G. Osterloh, Leica M – Hohe Schule der Kleinbildfotografie, Frankfurt a.M. 2002
| Chr.-M. Pohlert, Bilder in der Zeitung, München 1999
| Ernst A. Weber, Sehen, Gestalten und Fotografieren, Basel 1990
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→ Fachjournalistik Geschichte Übung / Lehrredaktion
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Fachjournalistik Geschichte - Proseminar
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- Dr. Peter Hoeres
Das deutsche und amerikanische Mediensystem im Vergleich 1945-2010 [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Was sind Mediensysteme, was sind ihre Merkmale, wie funktionieren sie, wie unterscheiden sie sich voneinander, wie entwickeln sie sich? Am Beispiel der Bundesrepublik Deutschland und der USA sollen diese Fragen in der Veranstaltung untersucht werden. Dabei soll sowohl ein diachroner Längsschnitt, vom Zweiten Weltkrieg bis in die Jetztzeit, als auch ein weiter Medienbegriff zugrundegelegt werden. Zudem soll die Verflechtung beider Systeme Beachtung finden, d.h. transatlantische Transfers und transatlantische Mittler, etwa Auslandskorrespondenten. Literatur:
Hans-Bredow-Institut (Hrsg.): Internationales Handbuch Medien. Baden-Baden, 28. Auflage 2009;
| Barbara Thomaß, Mediensysteme im internationalen Vergleich, Konstanz, 2007.
- Florian Schnürer M. A.
Historische und politische Symbolik in der internationalen Kommunikation [ Kommentar | StudIP] Mo 12-14, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
- Florian Schnürer M. A.
Medien und Krieg - Krieg in den Medien [ Kommentar | StudIP] Mi 16-18, E 103a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
- Florian Schnürer M. A.
Medienanalyse für Historiker [ Kommentar | StudIP] Mi 12-14, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
- Michael Zok - Caroline Rothauge - Andreas Schneider M. A.
Erinnerungskulturen und Geschichtskonstruktionen. Spanischer Bürgerkrieg, Franco-Diktatur und Holocaust im europäischen Film und Fernsehen [ Kommentar | StudIP] Di 14-18, C 30. vierzehntägig
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
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→ Fachjournalistik Geschichte Proseminar
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Fachjournalistik Geschichte - Hauptseminar
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- Prof. Dr. Frank Bösch
Constructing Europe:
Politik, Kultur und Öffentlichkeit seit dem Zweiten Weltkrieg [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Europa ist keine geographisch feste Einheit, sondern ein Konstrukt. Was zu welcher Zeit Menschen unter Europa verstanden, veränderte sich stark. Nicht nur politische Weichenstellungen wie die Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft waren dafür entscheidend, sondern ebenso öffentliche Deutungen Europas. Das Seminar untersucht die medialen Wahrnehmungen Europas für unterschiedliche Länder. Neben den Printmedien wird dabei auch das Fernsehen berücksichtigt - sowohl für europäische Senderkooperationen (wie "Eurosport") als auch für europäische Fernsehereignisse (Grand Prix, Europameisterschaften u.ä.). | Eine gemeinsame Exkursion nach Brüssel ist geplant, um vor Ort mit Journalisten, Politiker und Analysten zu sprechen. Literatur:
Berkel, Barbara: Konflikt als Motor europäischer Öffentlichkeit: Eine Inhaltsanalyse von Tageszeitungen in Deutschland, Frankreich, Großbritannien und Österreich, Wiesbaden 2006.
| Gramberger, Marc R.: Die Öffentlichkeitsarbeit der Europäischen Kommission 1952-1996. PR zur Legitimation von Integration?, Baden-Baden 1997.
| Hagen, Lutz M. (Hrsg.): Europäische Union und mediale Öffentlichkeit: theoretische Perspektiven und empirische Befunde zur Rolle der Medien im europäischen Einigungsprozess, Köln 2004.
- Dr. Peter Hoeres
Demoskopie und Gesellschaft. Expansion der Meinungsforschung und Wertewandel [ Kommentar | StudIP] Do 12-14, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Nach einer langen Vorgeschichte erlebte die Demoskopie nach dem Zweiten Weltkrieg ihren "Take-Off", zunächst als Arkanwissen der Politik, dann als medialisiertes Produkt für die Öffentlichkeit. | Das Seminar verfolgt vier Ziele: erstens soll der Methodik und Praxis der Umfrageforschung nachgegangen werden, zweitens der Aneignung und Verwendung durch Politik und Medien, drittens der Diskussion um Bedeutung, Reichweite und Probleme der Demoskopie. | Schließlich sollen die gemessenen Einstellungsveränderungen zu politischen, religiösen, gesellschaftlichen und ökonomischen Fragen behandelt werden. Neben der deutschen sollen hierfür vergleichend auch andere westliche Gesellschaften herangezogen werden. Literatur:
Alexander Gallus/Marion Lühe, Öffentliche Meinung und Demoskopie, Opladen 1998;
| Peter Hoeres, Abwehr und Aneignung der Demoskopie im intellektuellen Diskurs der frühen Bundesrepublik, in: Franz-Werner Kersting/Jürgen Reulecke/Hans-Ulrich Thamer (Hg.), Die zweite Gründung der Bundesrepublik. Generationswechsel und intellektuelle Wortergreifungen 1955-1975, im Auftrag der Freiherr-vom-Stein-Gesellschaft, Stuttgart 2010, S. 69-84;
| Anja Kruke, Demoskopie in der Bundesrepublik Deutschland. Meinungsforschung, Parteien und Medien 1949-1990, Düsseldorf 2007;
| Christoph Weischer, Das Unternehmen "Empirische Sozialforschung". Strukturen, Praktiken und Leitbilder der Sozialforschung in der Bundesrepublik Deutschland, München 2004.
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→ Fachjournalistik Geschichte Hauptseminar
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Fachjournalistik Geschichte - Oberseminar
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- Prof. Dr. Frank Bösch
Neuere Forschungen zur Kultur- und Mediengeschichte [ Kommentar | StudIP] Mi 18-20, E 103b
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Das Oberseminar bietet BA/MA-Examenskandidaten, Doktoranden und fortgeschrittenen Studierenden die Möglichkeit, ihre BA- und MA-Arbeiten und Promotionsprojekte zu diskutieren. Themen mit Medienbezügen stehen im Vordergrund, aber auch kulturhistorische Arbeiten im weiteren Sinne werden diskutiert. Zudem ergänzen themenaffine externe Gastvorträge das Programm.
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→ Fachjournalistik Geschichte Oberseminar
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OSTEUROPÄISCHE GESCHICHTE
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Osteuropäische Geschichte - Vorlesung
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- Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
Polen-Litauen (1386-1795) [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, A 3
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Behandelt wird die politische, sozioökonomische und kulturelle Geschichte des polnisch-litauischen Reichsverbands zwischen der Personalunion (1386) und den Teilungen Polen-Litauens (1795) in vergleichender europäischer Perspektive. Auf Polen-Litauen als Vorgängerstaat berufen sich heute neben Polen und Litauen auch Weißrussland und die Ukraine. Vor dem Hintergrund eines neuen Forschungsinteresses an dem - neben dem Alten Reich - größten mitteleuropäischen Herrschaftsverband wird die Verfassungsentwicklung beschrieben und werden politische Schlüsselereignisse eingeordnet. Im Zentrum stehen folgende Fragen: 1) Kommunikation und staatliche Integration, Zentrum und Peripherie: Mit welchen Mitteln und bis zu welchem Grade gelang es auf einer kommunikativ schlecht erschlossenen Fläche von fast 1.000.000 km² dennoch eine Integration und Stabilität herbeizuführen. | 2) Multigreligiosität und Konfessionalisierung: Polen-Litauen ist einerseits von Anfang an ein multireligiöser Verband (Abweichung vom klassischen abendländischen Paradigma in Mittelalter und früher Neuzeit!), im 16. Jahhundert ein Fluchtpunkt von Glaubensflüchtlingen, andererseits kommt es auch hier zu Prozessen einer Spätkonfessionalisierung gerade im 17. und 18. Jahrhundert. Schließlich ist Polen-Litauen das unbestrittene Zentrum der europäischen Judenheit. Wie kann diese Spannung analytisch gefasst werden und was sind Forschungsfragen? | 3) Modernität und Rückständigkeit: Polen-Litauen gilt - übrigens auch in erheblichen Teilen der älteren deutschen Frühneuzeitforschung! - als terra incognita und tendenziell unterentwickelter, rückständiger Herrschaftsverband. Wie ist diese - bereits im 18. jahrhundert entstandene - Wahrnehmung mit der Modernität der monarchia mixta-Konzeptionen und avancierten Republikanismus-Konzepten zu verbinden, die zeitgleich entwickelt wurden? | 4) Nationskonstrukionen und deren Reichweite: Polen-Litauen zeichnet sich politisch und kulturell durch die Konkurenz unterschiedlicher Nationskonzepte aus: Eine polnische (Adels-)Nation stand neben einer litauischen Nation, nachweisbar ist eine frühneuzeitliche republikanische preußische Nation, deren Entwicklung im 18. Jahrhundert abbrach, sowie seit dem 17. Jahrhundert eine ruthenische (= ukrainische) Nation. Wie koexistierten diese Nationskonzepte miteinander? Kann man - wie manchmal in der Forschung geschehen - von einer Staatsbürgergesellschaft sprechen, die aktuell manchmal mit der EU parallelisiert wird? Literatur:
Lübcke, Christian, Müller, Michael G., Jaworski, Rudolf: Eine kleine Geschichte Polens. Frankfurt a.M. 2000 (forschungsnahe Einführung)
| Bömelburg, Hans-Jürgen: Frühneuzeitliche Nationen im östlichen Europa. Das polnische Geschichtsdenken und die Reichweite einer humanistischen Nationalgeschichte (1500-1700). Wiesbaden 2006.
| Frost, Robert I.: The northern wars. War, state, and society in northeastern Europe, 1558-1721. Harlow ²2005. (Gesellschafts- und Militärgeschichte)
| Frick, D., Rohdewald, S. (Hg.): Litauen und Ruthenien. Studien zu einer transkulturellen Kommunikationsregion (15.-18. Jahrhundert). Lithuania and Ruthenia. Studies of a Transcultural Communication Zone (15th-18th Centuries). Wiesbaden 2007 (Geschichte der östlichen Hälfte Polen-Litauens)
| Niendorf, Mathias: Das Großfürstentum Litauen. Studien zur Nationsbildung in der Frühen Neuzeit (1569-1795). Wiesbaden 2006 (beste Darstellung zum Gftm. Litauen)
| Hundert, Gershon D.: Jews in Poland-Lithuania in the eighteenth century. A genealogy of modernity. Berkeley, Los Angeles 2004 (beste Synthese jüdischer Geschichte)
| Fiszman, S. (Hg.): Constitution and Reform in Eighteenth-Century Poland. The Constitution of 3 May 1791. Bloomington, Indianapolis 1997 (Sammelband mit wichtigen Beiträgen v.a. zum 18. Jahrhundert)
| (Einzige analytische Darstellung zu den Teilungen in westlichen Sprachen)
- Prof. Dr. Thomas Bohn
Geschichte der Sowjetunion [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, A 3
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Inspiriert durch die sog. Archivrevolution konzentrierte sich die historische Forschung nach der Auflösung der Sowjetunion zunächst ganz auf das Phänomen des Stalinismus. Zweifelsohne artete der unter Stalin unternommene Versuch, den "Sozialismus in einem Land" zu errichten, in eine Diktatur aus, die unzähligen Menschen das Leben kostete. Wie die Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, greift das Erklärungsangebot der Totalitarismusthese zu kurz. In diesem Sinne sollen das Herrschafts- und Gesellschaftssystem der Sowjetunion aus sozialhistorischer und kulturgeschichtlicher Perspektive neu beleuchtet werden. Dabei werden die Besonderheiten des Stalinismus, der Entstalinisierung und der Perestrojka thematisiert. Als roter Faden dient die These: Die Geschichte der Sowjetunion ist die Geschichte eines Landes, das der Urbanisierung unterliegt. | Die Vorlesung schließt mit einer Klausur. Literatur:
Die Sowjetunion. Von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. Bd. 1: Staat und Partei. Hrsg. v. Helmut Altrichter. Bd. 2: Wirtschaft und Gesellschaft. Hrsg. v. Helmut Altrichter und Heiko Haumann. München 1986-1987 (dtv dokumente).
| Handbuch der Geschichte Russlands. Bd. 3: 1856-1945. Von den autokratischen Reformen zum Sowjetstaat. Hrsg. v. Gottfried Schramm. 2 Hlbbde. Stuttgart 1983-1992. Bd. 5: 1945-1991. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Hrsg. v. Stefan Plaggenborg. 2 Teilbde. Stuttgart 2002-2003.
| Hildermeier, Manfred: Die Sowjetunion 1917-1991. München 2001 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 31).
| Plaggenborg, Stefan: Experiment Moderne. Der sowjetische Weg. Frankfurt am Main/New York 2006.
- Prof. Dr. Markus Koller
Südosteuropa in der Vor- und Frühmoderne [ Kommentar | StudIP] Mo 14-16, A 3
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die Vorlesung richtet den Blick auf die politischen und kulturellen Entwicklungen in Südosteuropa vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Diese Periode der südosteuropäischen Geschichte wird meist im Kontext der sog. Orientalischen Frage interpretiert, worunter die in dieser Zeit fast permanent andauernde Krisensituation verstanden wird, die durch die militärische Schwäche des Osmanischen Reiches und die Rivalitäten unter den europäischen Staaten heraufbeschworen worden war. Es war gleichzeitig auch der Zeitraum, in dem die in West- und Mitteleuropa entstandenen Ideen von Nation und Volk in Südosteuropa politische Wirkungsmacht erlangten, indem sie zu Nations- und Nationalstaatsbildungen führten. Vor dem Hintergrund solcher Transferprozesse werden in der Vorlesung auch die politischen und kulturellen Verflechtungen mit Westeuropa und Russland aufgezeigt werden. Literatur:
M.S. Anderson, The Eastern Question, 1774-1923. A Study in international Relations. New York 1983.
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→ Inhalt
→ Osteuropäische Geschichte Vorlesung
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Osteuropäische Geschichte - Übung
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- Prof. Dr. Daniel Bagi
Die Ungarnchronik des Heinrich von Mügeln [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Übung hat vor, den in Mittelhochdeutsch verfasste Chronik des Heinrich von Mügeln über die Geschichte Ungarns näher kennenzulernen. | Die Übung hat zum Ziele den Lebensweg des Autors zu behandeln, seine Aufenthaltsorte (Thüringen, Prag, Visegrád) zu bearbeiten, und anhand spezifischer Textpassagen des Werkes seine künstlerische Fähigkeiten besser kennenzulernen. Literatur:
Jörg Henning: Chronologie der Werke Heinrichs von Mügeln. Hamburger Philologische Studien, Bd. 27, Hamburg 1972.
| Christof Huber: Karl IV. im Instanzensystem von Heinrichs von Mügeln " Der Meide Kranz" . Beiträge zur Geschichte der deutschen Sprache und Literatur (103) 1981, 63-91.
| Norbert Kersken: Geschichtsschreibung im Europa der " nationes" : nationalgeschichtliche Gesamtdarstellungen im Mittelalter, Münstersche Historische Forschungen Bd. 8, Köln 1995. 680-684.
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
Baltische Geschichte: Eine europäische Region in ihren internationalen Verknüpfungen und ihren Quellen (mit Exkursion in das Archiv des Herder-Instituts Marburg) [ Kommentar] Diese Lehrveranstaltung ist für das WS 2010/11 vorgesehen.
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Literatur:
Ralph Tuchtenhagen, Geschichte der Baltischen Länder. München 2. Aufl. 2009. (Basislektüre)
| Ralph Tuchtenhagen, Zentralstaat und Provinz im frühneuzeitlichen Nordosteuropa. Wiesbaden 2008.
| Riga und der Ostseeraum. Von der Gründung 1201 bis in die frühe Neuzeit. Hg. v. Ilgvars Misans u. Horst Wernicke. Marburg 2005.
| Sonja Neitmann, Von der Grafschaft Mark nach Livland: Ritterbrüder aus Westfalen im livländischen Deutschen Orden. Köln 1993.
| Nordosteuropa als Geschichtsregion |Beiträge des III. Internationalen Symposiums zur Deutschen Kultur und Geschichte im Europäischen Nordosten vom 20. - 22. September 2001 in Tallinn (Estland). Hg. v. Jörg Hackmann. Helsinki 2006.
| Jörg Hackmann, Ethnos oder Region? |Probleme der baltischen Historiographie im 20. Jahrhundert, in: Zeitschrift für Ostmitteleuropa-Forschung 50 (2001), S. 531-556.
| Nordost-Archiv. Zeitschrift für Regionalgeschichte. N.F. Jg. 1(1992) ff.
| Zigmantas Kiaupa: Geschichte des Baltikums. Tallinn 2002. Internet: www.vifanord.de/ (Virtuelle Fachbibliothek auch für die Baltischen Staaten)
- Rayk Einax M. A.
"Tauwetter" und Entstalinisierung. Die Sowjetunion 1953-1964. [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Ära Chruschtschow steht gemeinhin für das Ende des stalinistischen Terrors sowie für umwälzende politische, wirtschaftliche und soziale Reformen in der UdSSR und Osteuropa. Darüber hinaus leitete der umtriebige Partei- und Staatsführer das sogenannte "Tauwetter" in Kunst und Literatur ein. | Die Übung beleuchtet anhand ausgesuchter Quellen - vorzugsweise in gedruckter Form - die Jahre 1953 bis 1964. Die Lektüre soll Anfängern eine Einführung in das quellengestützte und vor allem quellenkritische historische Arbeiten bieten. Russischkenntnisse sind willkommen, aber kein Muss. Literatur:
Handbuch der Geschichte Russlands. Bd. 6: Hoffmann, Peter: Einführung in Literatur, Quellen und Hilfsmittel. Stuttgart 2004.
| Talbott, Strobe (Hrsg.): Chruschtschow erinnert sich. Reinbek 1971.
| Die Geheimrede Chruschtschows. Berlin 1990.
| Filtzer, Donald: The Khrushchev-Era. De-Stalinisation and the Limits of Reform in the USSR, 1953-1964. Basingstoke u. a. 1993. Dt.: Die Chruschtschow-Ära. Entstalinisierung und die Grenzen der Reform in der UdSSR, 1953-1964. Mainz 1995.
- Birte Kohtz
Revolution der Geschlechter? Gender als historische Kategorie zwischen Zarenreich und früher Sowjetunion [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: "Gender history has come to stay" - diese Feststellung der Historikerin Lynn Hunt ist schon beinahe ein alter Hut, denn längst zählt die Erforschung vergangener Weiblich- und zunehmend auch Männlichkeiten zu den etablierten Unterdisziplinen der Geschichtswissenschaft. | In der Übung werden ihre verschiedenen Etappen am russländischen bzw. frühsowjetischen Beispiel erarbeitet. Diese geographische Engführung bietet sich insofern an, als die letzten Jahrzehnte des Zarenreichs nicht allein von tiefgreifenden wirtschaftlichen und gesellschaftlich-politischen Veränderungsprozessen gekennzeichnet waren, sondern ebenso von intensiven Verhandlungen über Menschenbilder und Identitäten, die schließlich in die sowjetischen Pläne zur Erschaffung des "Neuen Menschen" mündeten. Iwiefern diese Umbruchsituation sich auch auf das Mann- und Frausein auswirkte und welche Beiträge die Geschlechtergeschichte zu ihrer Erforschung leisten kann, soll in der Übung zur Diskussion stehen. Literatur:
Rebekka Habermas, Frauen- und Geschlechtergeschichte, in: Joachim Eibach, Günther Lottes, Kompass der Geschichtswissenschaft. Ein Handbuch, Göttingen 2002, S. 231-245.
| Jürgen Martschukat, Olaf Stieglitz, "Es ist ein Junge!" Einführung in die Geschichte der Männlichkeiten in der Neuzeit, Tübingen 2005.
- Claudia Lichnofsky
Historische Anthropologie am Beispiel des östlichen Europa [ Kommentar | StudIP] Mi 12-14, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: In dieser Lehrveranstaltung werden wir uns mit dem Konzept der 'Historischen Anthropologie' vertraut machen. Dazu werden wir zunächst ergründen, was Kulturgeschichte ist und welche Bereiche dazu zu rechnen sind. | Anschließend werden wir uns damit beschäftigen, welche Methoden die Historische Anthropologie verwendet, welche Zugänge sie hat und zu welchen Themen sie arbeitet. | Diese Lehrveranstaltung baut auf der Übung "Theorien und Methoden" auf, richtet jedoch den Fokus auf die Osteuropäische Geschichte. Daher werden Fallbeispiele aus dem östlichen Europa verwendet | Prüfungsleistung ist das Halten eines Referats, wie es in der Modulbeschreibung vorgesehen ist. Literatur:
Kaser, Karl/Gruber, Siegfried/Pichler, Robert: Historische Anthropologie im südöstlichen Europa. Eine Einführung. Wien u.a. 2003.
| Winterling, Aloys (Hg.): Historische Anthropologie. Basistexte. München 2006.
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- Dr. Anna Veronika Wendland
Visuelle Geschichte in und über Ost(mittel)europa [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Bilder "bilden" historische Gegebenheiten nicht nur ab, sondern sie "machen" auch selbst Geschichte: Das ist die Grunderkenntnis einer neuen historischen Bildwissenschaft, der "Visual History". Die Visuelle Geschichte fragt nach der "Visualität von Geschichte und der Historizität des Visuellen" gleichermaßen (Gerhard Paul), d.h. sie behandelt Bilder nicht nur als Quellen für einen historischen Sachverhalt, sondern als auch als Anhaltspunkte für vergangene Praktiken des Sehens und Gestaltens. Vor allem aber werden Bildquellen in ihrer historischen Funktion wahrgenommen, beispielsweise als Propagandamittel oder als Sinnproduzent in Erinnerungskulturen. Schließlich wird in dieser Forschungsrichtung auch kritisch nach der Verwendung von Bildern bei der Präsentation von wissenschaftlichen Erkenntnissen oder bei der Musealisierung von Geschichte gefragt. | Die ost(mittel)europäische Geschichte ist voll von Bildern, die weltweit Geschichte "machten" und unser Bild der Geschichtsregion maßgeblich prägten. Das Torhaus des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau, der Junge mit erhobenen Händen im Warschauer Ghetto, der Kniefall Willy Brandts, das brennende Atomkraftwerk in Tschernobyl, die tanzenden Menschen auf der Berliner Mauer: Mit diesen Ikonen der neueren und neuesten Geschichte wird sich sich die Übung ebenso beschäftigen wie mit "echten" Ikonen und ihrer Bedeutung für osteuropäische Kulturen. Weitere uns interessierende Bildquellen sind Karten , Alltagsfotos und Plakate. Daneben wird es um bestimmte Verfahrensformen mit Bildmaterial gehen, die von historischer Bedeutung sind, z.B. Bildfälschungen und Bild-/Kartenpropaganda, oder Debatten um den "falschen" Einsatz von Bildern (so im Fall der "Wehrmachtsausstellung"). | Anhand der Bildbeispiele und -kontroversen werden in der Übung methodische und theoretische Kenntnisse für den geschichtswissenschaftlichen Umgang mit Bildern vermittelt. Thematisiert wird auch die Situierung des Ansatzes im Gesamtzusammenhang historischer Theoriebildung: der lange, nicht abgeschlossene Weg der Historikerzunft von der Verachtung der Bildlichkeit über ihren illustrativen Einsatz in Texten bis zur Historischen Bildkunde und zur Visual History. | Die Übung soll Möglichkeiten eröffnen, sich auch in anderen Kontexten als dem des Seminarraums mit Bildlichkeit auseinanderzusetzen. Obligatorisch ist daher die Teilnahme an einer Exkursion ins Bildarchiv des Herder-Instituts Marburg und an ausgewählten anderen Veranstaltungen (Filmvorführungen, Ausstellungen), die noch bekanntgegeben werden. Literatur:
Visual History. Ein Studienbuch, hrsg. v. Gerhard Paul, Göttingen 2006 (Allzweckwaffe für die Übung mit vielen interessanten Aufsätzen)
| Gerhard Paul:Von der historischen Bildkunde zur Visual History. Eine Einführung, in: Visual History, S. 7-36
| Chistoph Hamann: Fluchtpunkt Birkenau. Stanislaw Muchas Foto vom Torhaus Auschwitz-Birkenau (1945), in: Visual History, S. 283-302
| Christoph Hamann: Visual History und Geschichtsdidaktik. Beiträge zur Bildkompetenz in der historisch-politischen Bildung, Phil.Diss. Technische Universität Berlin 2007, insbes. S. 9-43 (Zugang zum Volltext s.u. Internet-Links!)
| Alf Lüdtke: Industriearbeit in historischen Fotografien. Zu den Chancen einer "visuellen Geschichte", in: Journal für Geschichte (1986) 3, S. 25-31
| Neue Staaten - Neue Bilder? Visuelle Kultur im Dienst staatlicher Selbstdarstellung in Zentral- und Osteuropa seit 1918, hrsg. v. Arnold Bartetzky, Marina Dmitrieva, Stefan Troebst, Köln-Weimar-Wien 2005
| Christoph Schmidt: Gemalt für die Ewigkeit. Geschichte der Ikonen in Russland, Köln 2009
| John-Paul Himka: History on Linden Boards: Last Judgement Iconography in the Carpathians, Toronto 2009 Internet: www.herder-institut.de/startseite/sammlungen.html (Alle Infos über osteuropäische Bildmaterialien im Herder-Institut) | http://opus.kobv.de/tuberlin/volltexte/2007/1536/ []
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→ Inhalt
→ Osteuropäische Geschichte Übung
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Osteuropäische Geschichte - Proseminar
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- Prof. Dr. Daniel Bagi
Die Ost- und Westkirche und die Christianisierung des östlichen und südöstlichen Europa vom 9.-11. Jahrhundert [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Die Christianisierung Europas durch die lateinische Kirche und durch Byzanz ist einer der grundlegenden Faktoren der europäischen Geschichte. Hier entstand ein Dualismus mit kaum zu überschätzenden Folgen für die weitere Entwicklung in der östlichen Hälfte des Kontinents. Das Proseminar beabsichtigt, anhand von Quellentexten und Sekundärliteratur die Frage zu diskutieren, unter welchen Bedingungen sich die Ost- und Westmission jeweils vollzogen. Folgende Themen werden näher bearbeitet: Orient und Abendland im 8-9. Jahrhundert: Karolingische Reichsintegration und byzantinisches Oikumene-Gedanken; die ersten Missionen im östlichen Europa: Cyrill und Method, und die ersten westlichen Bekehrungsversuche. Die Bekehrung von Ungarn, Polen und Böhmen durch die Westkirche, bzw. der Anschluss der Rus’ an die byzantinische Oikumene in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts; die Bekehrung Südosteuropas. Behandelt werden auch die sprachlichen und kulturellen Folgen der Bekehrung, ihr Einfluss auf die Gesellschaftsstrukturen im östlichen und südöstlichen Europa und deren verfassungsrechtliche und kommunikative Folgen. | Lernziel: Die Studierenden sollen mit der Grundlagen der religiösen und kulturellen Gliederung vertraut gemacht werden. Literatur:
Jerzy Kloczowski: Christianity in East Central Europe and its Relations with the West and the East. Lublin 1996
| Georg Ostrogorsky: Byzanz und die Welt der Slawen: Beiträge zur Geschichte der byzantinisch-slawischen Beziehungen. Darmstadt 1974.
| Márta Font: Im Spannnungsfeld der christlichen Großmächte, Herne 2008
- Prof. Dr. Thomas Bohn
Stalinismus. Quellen und Forschungen [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Mit der Bezeichnung "Stalinismus" wird das Herrschaftssystem der Sowjetunion zwischen dem Beginn der Kollektivierung der Landwirtschaft und der forcierten Industrialisierung 1928/29 sowie dem Tod Stalins 1953 umschrieben. Ausgehend von der Totalitarismustheorie wurden in der Forschung über die Sozialgeschichte und die Kulturgeschichte unterschiedliche Ansätze verfolgt, um das Problem in den Griff zu bekommen. Im Proseminar soll einerseits anhand ausgewählter Fachbücher untersucht werden, wie sich Betrachtungsweisen und Ergebnisse veränderten. Andererseits soll allen TeilnehmerInnen die Möglichkeit geboten werden, durch die Bearbeitung von Quellen einen eigenen Forschungsbeitrag zu leisten. | Zu den Prüfungsleistungen zählen die Abfassung eines Protokolls, die Besprechung eines Fachbuchs, die Beteiligung an einer Quelleninterpretation und die Vorlage einer wissenschaftlichen Hausarbeit. Literatur:
Baberowski, Jörg: Der rote Terror. Die Geschichte des Stalinismus. München 2003.
| Beyrau, Dietrich: Petrograd, 25. Oktober 1917. Die russische Revolution und der Aufstieg des Kommunismus. München 2001.
| Figes, Orlando: Die Flüsterer. Leben in Stalins Russland. Berlin 2008.
| Garros, Véronique/Natalija Korenewskaja/Thomas Lahusen (Hrsg.): Das wahre Leben. Tagebücher aus der Stalinzeit. Berlin 1998.
| Schlögel, Karl: Terror und Traum. Moskau 1937. München 2008.
| Siegelbaum, Lewis/Andrei Sokolov: Stalinism as a Way of Life. A Narrative in Documents. New Haven/London 2004.
- Stanislava Kolková
Mythen und Stereotypen in den bömischen Ländern und der Slovakei [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Mythen über herausragende Persönlichkeiten, bedeutende Orten oder wichtige Ereignisse in der Geschichte der einzelnen Länder üben trotz seiner Fiktivität - bedingt durch eine Entfernung von den historischen Fakten bzw. deren "Verbiegung" - einen großen Einfluss auf die Meinungs- und die kollektive Identitätsbildungen aus. Die Stereotypen spielen als verfestigte kollektive Zuschreibungen mit vorwiegend emotionalem Gehalt dabei auch eine Rolle, die allerdings nur in ihren sprachlichen bzw. bildlichen Repräsentationen zu fassen sind. Beide wurden oft als politisches Instrument genutzt. | Das Seminar befasst sich mit den Mythen und Stereotypen in der Geschichte der böhmischen Ländern und der Slowakei, angefangen mit dem Großmährischen Reich, über das Mythos-München bis zu Mythen aus der kommunistischen Zeit. | Im Rahmen des Seminars wird eine Exkursion stattfinden.
| Epochen: Mittelalterliche Geschichte, Neuere Geschichte, Zeitgeschichte Literatur:
Frank Hadler: Das Großmährische Reich. Tschechoslowakischer oder slowakischer Ur-Staat? Deutungskämpfe im 20. Jahrhundert, in: Reiche und Territorien in Ostmitteleuropa. Historische Beziehungen und politische Herrschaftslegitimation, hrsg von. Willoweit, Dietmar u.a., München 2006 (Völker, Staaten und Kulturen in Ostmitteleuropa; 2), 359-378.
| Peter Moraw: Die Länder der Krone Böhmen. König Johann (1310-1346) und Kaiser Karl IV. (1346/47-1378), in: Die "Blüte" der Staaten des östlichen Europa im 14. Jahrhundert, hrsg. von Löwener, Marc, Wiesbaden 2004 (Deutsches Historisches Institut Warschau. Quellen und Studien ; 14), 143-168.
| Antonín Kalous: Die Schlacht bei Mohács. Böhmische und vatikanische Quellen, in: Maria von Ungarn (1505-1558). Eine Renaissancefürstin, hrsg. von Fuchs, Martina u.a. Münster 2007 (Geschichte in der Epoche Karls V.; 8), 103-112.
| Alain Soubigou: Tomás Garrigue Masaryk, Praha [u.a.] 2004.
| Wendepunkte in den Beziehungen zwischen Deutschen, Tschechen und Slowaken 1848-1989, hrsg. von Brandes, Detlef u.a., Essen 2007 (Veröffentlichungen der Deutsch-Tschechischen und Deutsch-Slowakischen Historikerkommission; 14).
| Mythos München = Le mythe de Munich = The myth of Munich hrsg. von Fritz Taubert, München 2002, (Schrifttenreihe: Veröffentlichungen des Collegium Carolinum ; 98).
| Rudolf Neverla: Vom Aufstand 1944 in der Slowakei bis zur Vertreibung der Karpatendeutschen 1946. Deutsch-slowakische Arbeitstagung von Historikern und Zeitzeugen im Tagungszentrum des Klosters Banz = Od Povstania 1944 na Slovensku po vyhnanie karpatských Nemcov v roku 1946. Nemecko-slovenské pracovné rokovanie historikov a priamych úcastníkov v rokovacom centre Kloster Banz, (Reihe Acta Carpatho-Germanica; 13) Stuttgart [u.a.] [2004].
- Dr. Markus Krzoska
Deutsche, Polen und Juden in Großpolen im Laufe der Jahrhunderte [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Das heutige Großpolen, die hessische Partnerregion Wielkopolska, stellte seit dem Mittelalter eine Kontaktzone zwischen "Deutschland" und "Polen" dar. Das Zusammenleben von Deutschen, Polen und Juden war über die Jahrhunderte von einer Vielzahl positiver wie negativer Faktoren geprägt, bis es 1945 infolge der nationalsozialistischen Politik an sein Ende gelangte. | Das Proseminar dient zur überblicksartigen Einführung in die Geschichte dieser Region. Es soll auch die Möglichkeiten aufzeigen, sich in der Forschung mit einer auf deutscher Seite noch nicht allzu ausführlich behandelten Gegend auseinanderzusetzen. | Für einen qualifizierten Schein sind ein Kurzreferat und eine Hausarbeit nötig. Polnisch-Kenntnisse sind keine Voraussetzung, werden aber natürlich gerne gesehen. Literatur:
Heyde, Jürgen, Geschichte Polens (²2008) (zur Anschaffung empfohlen)
| Warschauer, Adolf, Geschichte der Provinz Posen in polnischer Zeit (1914)
| Alberti, Michael, Die Verfolgung und Vernichtung der Juden im Reichsgau Wartheland 1939-1945 (2006)
| Serrier, Thomas, Eine Grenzregion zwischen Deutschen und Polen: Provinz Posen, Ostmark, Wielkopolska ; 1848-1914 (2005) Internet: Offizielle Seite der Wojewodschaft Wielkopolska [www.wielkopolska-region.pl/index.php?lang=de&aid=top] (für einen ersten Überblick, was dieses "Großpolen" eigentlich ist…)
- Kolja Lichy
So fern und doch so nah? Einführung in die europäische Geschichte der Frühen Neuzeit [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, D 315
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Was ist die "Frühe Neuzeit" überhaupt? Was ist "Europa" in der Frühen Neuzeit? Was macht diese Epoche in den verschiedenen Regionen Europas aus? Diese Fragen sollen uns im Proseminar leiten, das gerade kein Spezialthema behandelt, sondern einen Überblick geben soll. | Nach einer einleitenden Diskussion um die Abgrenzung der Epoche werden wir dann anhand ausgewählter Problemstellungen einen chronologischen Durchgang durch die Frühe Neuzeit machen. Dabei sollen spezielle thematische und methodische Ansätze diskutiert werden wie Reformation, Konfessionalisierung, Absolutismus oder Aufklärung. Schliesslich wird auch die Frage nach den Besonderheiten der Entwicklung etwa in West und Ost zu stellen sein. Ziel des Seminars ist es, ein Grundwissen über die Gesamtepoche zu erwerben und zugleich deren Charakter zu diskutieren. Literatur:
Luise Schorn-Schütte, Geschichte Europas in der Frühen Neuzeit. Studienhandbuch (1500-1789), Paderborn (u.a.) 2009.
| Karel Vocelka, Geschichte der Neuzeit (1500-1918), Köln/Weimar/Wien 2010.
| Helmuth Neuhaus (Hg.), Die Frühe Neuzeit als Epoche (HZ; Bh. N.F. 49), München 2009.
| Wolfgang Schmale, Geschichte Europas, Köln/Weimar/Wien 2000.
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→ Inhalt
→ Osteuropäische Geschichte Proseminar
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Osteuropäische Geschichte - Hauptseminar
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- Prof. Dr. Daniel Bagi
Zentralgewalt und Adelskommunitäten in Ungarn, Polen und Böhmen im Mittelalter, mit Exkursion [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Literatur:
Erik Fügedi: Kings, Bishops, Nobles and Burghers in Medieval Hungary, London 1986
| Jeno Szucs: Nation und Geschichte. Studien. Köln 1981
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
Friedrich II. "der Große" als Herrscher und Politiker des östlichen Europa [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Nf
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
Lodz - eine multikonfessionelle und multiethnische Stadtgeschichte (mit Exkursion). [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Untersucht wird die exemplarisch die Stadtgeschichte der Industriemetropole Lodz, vor dem Ersten Weltkrieg das größte Textilzentrum des östlichen Europa, zwischen 1820 und 1950 (mit Ausblicken in die Gegenwart). Lodz (1914: 600.000 Ew.) ist besonders interessant als Ort multireligiösen und multiethnischen Zusammenlebens, da die Stadt bis 1939 von deutschen Webern und Textilfabrikanten, jüdischen Handwerkern, Textilverlegern und Arbeitern sowie der polnischen Bevölkerung geprägt wurde. 1939 lebten in der Stadt ca. 350.000 Katholiken, 200.000 Juden und ca. 60.000 in der Regel protestantische Deutsche. Im Zweiten Weltkrieg wurde die jüdische Bevölkerung von den deutschen Besatzern zu einem großen Teil ermordet, nach 1945 floh die deutsche Bevölkerung bzw. wurde ausgewiesen. Jüdische Flüchtlinge kehrten zwar zurück, migrierten aber 1946/50 mehrheitlich nach Palästina, die USA und Westeuropa. | Im Zentrum des Interesses stehen Chancen und Probleme der interreligiösen und interethnischen Beziehungen: Lodz galt bereits vor dem Ersten Weltkrieg als "melting pot", desen Bevölkerung, die auch im Polnischen und Jiddischen sog. "Lodzermenschen" (S. Reymont) als transnationale Großstadtbevölkerung galten. Diskutiert wie unter diesen Bedingungen (Multiethnizität, interkonfessionelle Beziehungen und Ehen) den Nationalsozialisten die Aufspaltung der Stadtbevölkerung in "Deutsche", "Juden" und "Polen" gelang. Dabei wird aktuell das Getto Litzmannstadt intensiv beforscht (vgl. Literatur), während Darstellungen zu "Deutschen" und "Polen" fehlen. | Das Seminar ist mit einer Exkursion nach Lodz vom 08.-16. Mai 2010 verbunden. In Lodz finden gemeinsame Wokshops mit polnischen Studierenden statt (Arbeitssprachen Deutsch und Englisch). | Es steht zudem im Zusammenhang mit einem drittmittelgeförderten Projekt der Universitäten Gießen und Lodz, in dem mittelfristig polnische Quellen zu Lodz (in Lodz) und deutsche Ego-Dokumente für den Zeitraum 1933-1949 ermittelt und ediert werden sollen. Literatur:
Hensel, Jürgen (Hg.): Polen, Juden und Deutsche in Lodz 1820-1939. Osnabrück 1999.
| Pietrow-Enker, Bianka: Wirtschaftsbürger und Bürgerlichkeit im Königreich Polen: das Beispiel von Lodz, dem "Manchester des Ostens". In: Geschichte und Gesellschaft 31 (2005), 169-202
| Horwitz, Gorden J.: Ghettostadt. Lodz and the Making of a Nazi City. Cambridge 2008.
| Feuchert, Sascha (Hg.): Die Chronik des Gettos Lodz, Litzmannstadt. 4 Bde. Göttingen 2007.
| Lodz - die Stadt der Völkerbegegnung im Wandel der Geschichte. Hg. v. Peter Nasarski. Köln 1978 (Osteuropäische Geschichte in Bildern und Dokumenten, 1). (Selbstdarstellung der Lodzer Deutschen)
| " Unser einziger Weg ist Arbeit" . Das Getto in
Lódz 1940-1944. Red. Hanno Loewy u. Gerhard Schoenberner. Wien 1990.
| Alberti, Michael: Die Verfolgung und Vernichtung der Juden im Reichsgau Wartheland 1939-1945, Wiesbaden 2005
| Loew, Andrea: Juden im Getto Litzmannstadt : Lebensbedingungen, Selbstwahrnehmung, Verhalten. Göttingen 2006.
- Prof. Dr. Thomas Bohn
Russland 1917. Vom Zerfall des Zarenreiches bis zur Machtergreifung der Bolschewiki [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, B 428
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die "Große Sozialistische Oktoberrevolution" wurde in der Sowjetunion als alles entscheidende Zäsur der Weltgeschichte erachtet. Mittlerweile sprechen die Historiker nur noch von einem "Oktoberumsturz" oder einem "Oktoberputsch". Zweifelsohne kam das demokratische Experiment in Russland mit dem Scheitern der Februarrevolution im Jahre 1917 zum Erliegen. Über die Ursachen für die Machtergreifung der Bolschewiki stritten sich in der Zwischenkriegszeit insbesondere die Emigranten. In der Nachkriegszeit führte die Brisanz der Frage zu einer unüberschaubaren Flut an Veröffentlichungen. Es ist an der Zeit, die Dinge wieder einmal Revue passieren zu lassen und die Memoiren der zwanziger und dreißiger Jahre mit den Archivveröffentlichungen der neunziger Jahre zu kontrastieren. | Als Prüfungsleistungen sind ein Referat und eine wissenschaftliche Hausarbeit zu erbringen. | Interessenten melden sich bitte unter Thomas.Bohn@geschichte.uni-giessen.de. Literatur:
Altrichter, Helmut: Russland 1917. Ein Land auf der Suche nach sich selbst. Paderborn 1997.
| Die russische Revolution 1917. Von der Abdankung des Zaren bis zum Staatsstreich der Bolschewiki. München 1964 (dtv dokumente).
| Hildermeier, Manfred: Die Russische Revolution 1905-1921. Frankfurt am Main 1989.
| Pipes, Richard: Die Russische Revolution. Bd. 1: Der Zerfall des Zarenreiches. Bd. 2: Die Macht der Bolschewiki. Bd. 3: Rußland unter dem neuen Regime. Berlin 1992-1993.
| The Russian Provisional Government 1917. Documents. 3 Bde. Hrsg. v. Robert P. Browder und Alexander F. Kerensky. Stanford 1961.
- Prof. Dr. Thomas Bohn - Prof. Dr. Thomas Daiber
Die Nestorchronik.Geschichten und Legenden aus dem alten Russland [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, D 109
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die älteste "russische" Chronik, die sogenannte Nestorchronik oder "Erzählung von den vergangenen Jahren", beantwortet die Frage, "woher das russische Land seinen Anfang nahm, wer in Kiev zuerst zu herrschen begann und auf welche Weise das russische Land entstanden ist". Bei der Chronik handelt es sich um eine Kompilation aus der Zeit von etwa von 1040 bis 1118, die in verschiedenen Varianten überliefert wurde. Neben stichwortartigen Eintragungen enthält sie Epen, Heiligenlegenden und Rechtsurkunden. Im interdisziplinären Hauptseminar sollen Auszüge gelesen werden, die Einblicke in kulturwissenschaftliche Zusammenhänge der frühen ostslavischen Geschichte bieten. Da neben Übersetzungen auf Originale zurückgegriffen werden soll, sind Grundkenntnisse der russischen Sprache erforderlich. | Als Prüfungsleistungen sind ein Referat und eine wissenschaftliche Hausarbeit zu erbringen. | Interessenten melden sich bitte unter Thomas.Bohn@geschichte.uni-giessen.de oder Thomas.Daiber@slavistik.uni-giessen.de. Literatur:
Carsten Goehrke: Frühzeit des Ostslaventums. Darmstadt 1992.
| Die Nestorchronik. Die altrussische Chronik, zugeschrieben dem Mönch des Kiever Höhlenklosters Nestor, in der Redaktion des Abtes Sil’vestr aus dem Jahre 1116, rekonstruiert nach den Handschriften Lavrent’evskaja, Radzivilovskaja, Akademiceskaja, Troickaja, Ipat’evskaja und Chlebnikovskaja. München 2001 (Handbuch zur Nestorchronik. Hrsg. v. Ludolf Müller. Bd. IV).
| Podskalsky, Gerhard: Christentum und theologische Literatur in der Kiever Rus' (888-1237). München 1982.
- Prof. Dr. Peter Haslinger - Anna Golebiowski
Flucht, Vertreibung, und ethnische Säuberung im östlichen Europa 1939-1950. Historische und literarische Zeugnisse [ Kommentar | StudIP] Mo 14-16, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
- Dr. Norbert Kersken
Kirchenorganisation und Staatsbildung.Die Erzbistuemer im mittelalterlichen Europa. [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, C 3
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die kirchliche Metropolitanverfassung, deren Anfänge auf spätantike Entwicklungen zurückzuführen sind, gewann in der hochmittelalterlichen Ausbauphase der lateinischen Kirche neue Bedeutung. Nach den älteren außeritalienischen und außerfranzösischen Erzbistümern Toledo und Canterbury kamen seit dem 8./9. Jh. die Erzbistümer York, Mainz, Salzburg und Hamburg, im 10./11. Jh. Magdeburg, Gnesen, Gran, Lund, in der Mitte des 13. Jh.s Riga und in der Mitte des 14. Jhs schließlich Prag und Halic-Lemberg hizu. | Diese kirchliche Großstruktur und Raumerfassung im mittelalterlichen Europa soll in ihren kirchenpolitischen Zielsetzungen und Ansprüchen verglichen und in ihrer strukturellen und personellen Bedeutung für die hochmittelalterlichen Staatsbildungsvorgänge verglichen werden. Dabei sollen auch Interferenzen des kitrchlichen und politischen Spitzenpersonals sowie die Bedeutung der kirchlichen Strukturen und des kirchlichen Peronals in politischen Krisenzeiten angesprochen werden. Literatur:
Zur Einführung: Hans-Joachim Schmidt, Kirche, Staat, Nation. Raumgliederung der Kirche im mittelalterlichen Europa, Weimar 1999 (Forschungen zur mittelalterlichen Geschichte 37.
- Prof. Dr. Markus Koller
Islamisierungsprozesse in Südosteuropa (15.-18. Jh.) [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3 | MA-GiZo | MA-GuK-Hf | MA-GuK-Nf
Kommentar: Die Ausbreitung des Islam vollzog sich in Südosteuropa insbesondere vom 15. bis zum 17. Jahrhundert, als weite Teile dieser Region zum Osmanischen Reich gehörten. Nicht nur in den südosteuropäischen Nationalhistoriographien wird immer wieder die These vertreten, es habe sich dabei vor allem um eine Zwangsislamisierung der lokalen Bevölkerung gehandelt. Solche Vorstellungen entfalten bis heute gesellschaftspolitische Wirkungsmacht, indem sie erheblich zur Ausprägung eines negativen Islambildes beitragen. Das Seminar möchte zunächst die verschiedenen Faktoren, die den Islamisierungsprozessen in Südosteuropa zugrunde lagen, aufzeigen. Anschließend soll anhand ausgewählter Texte aus dem 19. und 20. Jahrhundert dargelegt werden, wie insbesondere im Zuge der Nations- und Nationalstaatsbildungsprozesse auf der Balkanhalbinsel die Islamisierung zum Gegenstand "nationaler Diskurse" wurde. Die Kenntnis südosteuropäischer Sprachen ist nicht erforderlich. Literatur:
Anton Minkov, Conversion to Islam in the Balkans. Kisve Bahas Petitions and Ottoman Social Life, 1670-1730. Leiden 2004.
| Michael Ursinus, Islamisierung, in: Edgar Hösch, Karl Nehring, Holm Sundhaussen (Hrsg.), Lexikon zur Geschichte Südosteuropas. Wien 2004, 306-309.
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→ Inhalt
→ Osteuropäische Geschichte Hauptseminar
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Osteuropäische Geschichte - Oberseminar
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→ Inhalt
→ Osteuropäische Geschichte Oberseminar
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Osteuropäische Geschichte - Sprachkurs
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- Natallia Savitskaya
Russisch für Historiker [ Kommentar | StudIP] Do 12-14, D 209
Studiengänge: nichtmodularisiert
Literatur:
Russisch Intensiv. Grundstufe. Harrassowitz, Wiesbaden 2006
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→ Inhalt
→ Osteuropäische Geschichte Sprachkurs
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KATHOLISCHE THEOLOGIE
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Katholische Theologie - Vorlesung
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- Prof. Dr. Franz-Josef Bäumer
Religionspädagogische Psychologie [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, H 205
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Das Verhältnis zwischen Psychologie und Theologie hat sich deutlich entspannt. Längst haben Einsichten unterschiedlicher psychologischer Schulen Eingang in die Praktische Theologie bzw. Religionspädagogik gefunden. Die produktive Aufarbeitung psychologischer Ansätze in der Religionspädagogik wird kritisch nachgezeichnet und auf ihre Relevanz für die Entwicklung religiöser Erziehungs- und Bildungsprozesse hin befragt.
| Aufgrund von Verpflichtungen Herrn Prof. Bäumers in seinem Amt als Studiendekan des Fachbereichs 04 werden ggf. Veranstaltungen an einem Paralleltermin nachgeolt werden müssen. Informationen hierzu erfolgen in der ersten Sitzung.
- Prof. Dr. Linus Hauser
Gnadenlehre [ Kommentar | StudIP] Do 8-10, H 215
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Dogmatische Gnadenlehre ist die theologische Bestimmung des Menschen von der Liebe des dreifaltigen Gottes her. Von dieser Einbettung des Menschen im Geheimnis des dreifaltigen Gottes her ergibt sich eine Schöpfungsordnung, in der der Mensch seinen Ort hat. Endgültig offenbar wurde diese Schöpfungsordnung im Leben, im Tod und in der Auferweckung Jesu Christi. Im Geiste des Vaters und des Sohnes wird dem unthematisch oder thematisch Glaubenden diese Liebe Gottes geschenkt. In Freiheit soll der Mensch diese Liebe Gottes als Wesen seiner Freiheit erkennen. Damit ist der Anschluss an moraltheologische Fragestellungen gegeben.
Literatur:
Biser, E., Der Mensch - das uneingelöste Versprechen. Entwurf einer Modalanthropologie, Düsseldorf 1995
| Hauser, L., Gnade als Achtung und Hingabe Gottes. Ein begriffslogischer und anthropologischer Zugang zur Gnadenlehre, in: Philosophy & Theology (Marquette Univ.Press) 2(1988)258‑276
| Hilberath, B.J., Gnadenlehre, in: Schneider, Th. (Hrsg.), Handbuch der Dogmatik, 2 Bde., Düsseldorf 1992 u.ö., 3-46
| Pesch, O.H./ Peters, A., Einführung in die Lehre von Gnade und Rechtfertigung, Darmstadt 1981
- Prof. Dr. Linus Hauser
Gotteslehre [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, H 215
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Zunächst wird eine “Einführung in den Gesamtzusammenhang” der Vorlesung geboten, in der aus der Perspektive der Kunst anhand von Franz Kafkas Erzählung "Vor dem Gesetz" (1914) das Grundproblem heutiger Gotteslehre angesprochen wird. In einem zweiten einleitenden Teil wird sich die Vorlesung mit dem Thema “’Gott’ als Begriff”, also mit unserer Art Gott zu begreifen beschäftigen. | Einen ersten Hauptteil stellt dann die “Biblische Theologie” dar. Nach einem religionsgeschichtlichen “Vorspiel in der Steinzeit” wird die Vielfalt und theologische Tiefe alttestamentlicher (männlicher und weiblicher) Gottesbilder erörtert. Sodann folgt eine historische Vergewisserung über den “Gott Jesu von Nazareth”, dem sich eine Erhebung über “Neutestamentliche Gottesbilder - Bilder der gnädigen Zuwendung Gottes” anschließt. | In einem fünften Teil werden Gottesbilder der Patristik in ihrer Auseinandersetzung mit dem antiken Gottesbild hellenistischer Tradition erörtert. | Unter der Thematik “Vom Mittelalter zur Moderne: Wandel der Weltbilder - Wandel der Gottesbilder” wird sodann versucht, Gottesbilder der späten Antike, des Mittelalters und der Neuzeit im Ausgang von zeitgenössischen Lebensformen anschaulich zu machen. | Im Anschluss an Kant, Rahner und Schillebeeckx wird dann abschließend das Thema “Gotteslehre heute” eingeleitet. | Ein eigener systematischer Entwurf zum Thema “Die Erfahrung der Liebe als Triftigkeitsaufweis des christlichen Glaubens: Beschluss aus dem glaubenden Selbst” beschließt die Vorlesung.
Literatur:
Hauser, L., Kritik der neomythischen Vernunft, Bd.1, 2005
| Ders., Der christlich gedeutete Sinn des Lebens. Eine Reflexion im Kontext der Begriffslagen von Weltanschauung, religionsförmiger Religiosität und Religion, in: Hadinger, B. (Hrsg.), Mut in Zeiten der Resignation. Betrachtungen zur Bestimmung des Menschen, Tübingen/ Wien 2004, 182-207
| Hünermann, P., Gott der Vater unseres Herrn Jesus Christus. Grundzüge des christlichen Gottesglaubens, in: ders./A. Th. Khoury (Hrsg.), Wer ist Gott? Die Antwort der Weltreligionen, Freiburg i. Br. 1983, 92-126
| Kessler, H., Den verborgenen Gott suchen, Paderborn 2006
| Sattler, D./Schneider, Th., Gotteslehre, in: Th. Schneider (Hrsg.), Handbuch der Dogmatik Bd.1, Düsseldorf 1992, 49-119
| Schrödter, H., Artikel: Transzendenz, in: Schreijäck, T., Basiswissen Kultur und Religion, Frankfurt am Main 2007, 151f
| Waldenfels, H., Kontextuelle Fundamentaltheologie, Paderborn 1985, 91-186
- Pfr. Dr. Matthias Kloft
"Mit euch bin ich Christ, für Euch bin ich Bischof" - Kirche und Amt in der Alten Kirche [ Kommentar | StudIP] Mo 12-14, H 215
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Schon mit den Texten der Apostelgeschichte lässt sich eine Strukturierung der ersten christlichen Gemeinden erkennen. Es bilden sich die Ämter des Bischofs, Diakons und Presbyters heraus, die sakramental bis heute die Kirche prägen. In der Amtsauffassung hat sich jedoch schon in den ersten Jahrhunderten viel verändert. Mit der Ausbreitung des Christentums im gesamten römischen Reich und vor allem der Anerkennung des Christentums als ‚religio licita’ unter kaiser Konstantin und als Staatsreligion unter Kaiser Theodosius adaptiert die neue Religion auch Elemente der neuen Staatsstruktur (Diözesen und Metropolien). Durch die organisierte Armensorge bindet sie sich ganz in den römischen Staat ein. Spirituell wird die Strukturentwicklung von den Schriften der großen Kirchenschriftsteller wie Augustinus und Gregor d. Gr. begleitet. Die Vorlesung soll in die Entwicklung der Kirche in den ersten sechs Jahrhunderten einführen und benutzt dabei viele zeitgenössische Texte. Literatur:
Weiterführende Literatur:
| Hubert Jedin, Handbuch für Kirchengeschichte Bd. I und II,1-II,2. Freiburg
- PD Dr. Sebastian Schneider
Frühjudentum - Urchristentum:
Geschichtliche Hintergründe, grundlegende Gemeinsamkeiten und scharfe
Auseinandersetzungen exemplarisch dargestellt [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, H 205
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Judentum und Christentum wurden jahrhundertelang als asymmetrische Gegenbegriffe verstanden, durch die Identitäten voneinander abgegrenzt wurden. Christen verwenden heute oft das Bild von Mutter und Tochter. Historisch angemessener ist es, von Zwillingsgeschwistern zu reden, denn Urchristentum und Frühjudentum entstanden im ersten und zweiten Jahrhundert parallel zueinander, in gegenseitiger Abhängigkeit, Auseinandersetzung und Abgrenzung. Deshalb stellt sich die Frage des Verhältnisses von Judentum und Christentum historisch und auch theologisch: Warum trennten sie sich? Und warum gehören sie zugleich zusammen? Dabei kommt den Heiligen Schriften Israels - in hebräischer und in griechischer Sprache - eine zentrale Bedeutung zu. Gleichzeitig verlief in den Metropolen der paganen griechisch-römischen Gesellschaft ein Prozess des Auseinandersetzung mit dieser Kultur zwischen Abgrenzung und Integration. Hier entwickelten die Christen, die als Minorität in heidnischer Gesellschaft lebten, langsam eine eigene heidenchristliche Identität. Literatur:
Erlemann, Kurt u. a. (Hgg.), Neues Testament und Antike Kultur. Bd. 1-5, Neukirchen - Vlm 2004-2008.
| Frankemölle, Hubert, Frühjudentum und Urchristentum. Vorgeschichte, Verlauf, Auswirkungen (4. Jh. v. Chr. bis 4. Jh. n. Chr.) (Kohlhammer - Studienbücher Theologie 5), Stuttgarg 2006.
| Klauck, Hans-Josef, Die religiöse Umwelt des Urchristentums. Bd. 1-2 (Kohlhammer - Studienbücher Theologie 9,1.2), Stuttgart 1995f.
| Mußner, Franz, Traktat über die Juden. Überarbeitete Neuauflage, Göttingen 2009.
| Neusner, Jacob, Judentum in frühchristlicher Zeit, Stuttgart 1988.
| Stegemann, Ekkehard W. / Stegemann, Wolfgang, Urchristliche Sozialgeschichte. Die Anfänge im Judentum und die Christusgemeinden in der mediterranen Welt. 2. Auflage, Stuttgart 1997.
| Wander, Bernd (1997): Trennungsprozesse zwischen frühem Christentum und Judentum im 1. Jahrhundert n. Chr. Datierbare Abfolgen zwischen der Hinrichtung Jesu und der Zerstörung des Jerusalemer Tempels (TANZ 16). 2., durchges. und verb. Aufl. Tübingen [u.a.]: Francke, 1997.
- Lic. theol Ulrich Zalewski
Das Buch des Propheten Jesaja [ Kommentar | StudIP] Do 8-10, H 205
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Das Jesajabuch gehört zu den Werken des Alten Testaments, die im Neuen Testament besonders häufig zitiert werden. Die messianischen Verheißungen in Jes 9,1-6 und 11,1-9 sowie die Immanuelverheißung in Jes 7,10-16 sind auch breiteren Kreisen bekannt. Das Jesajabuch war schon in Qumran sehr beliebt und ist dort in achtzehn Handschriften aufgefunden worden. | Der Titel der Vorlesung ist bewusst so gewählt. Es geht uns darum das Buch zu verstehen. Über den historischen Propheten des 8. Jahrhunderts v. Chr. wissen wir viel zu wenig, um ihn in den Mittelpunkt stellen zu können. Große Teile des nach ihm benannten Buches werden nicht mehr auf ihn zurückgeführt. Da aber nicht nur die "echten" Worte Jesajas als inspiriert und als Teil des biblischen Kanons gelten, werden wir uns auch und gerade mit jenen Texten befassen, die erst kurz vor dem Babylonischen Exil oder gar danach entstanden sind. Literatur:
Berges, Ulrich, Das Buch und der Prophet (Biblische Gestalten 22), Leipzig 2010
| Kilian, Rudolf, Jesaja 1-12 (NEB.AT 17), Würzburg 1986
| Kilian, Rudolf, Jesaja 13-39 (NEB.AT 32), Würzburg 1994
| Zapff, Burkard M., Jesaja 40-55 (NEB.AT 36), Würzburg 2001
| Zapff, Burkard M., Jesaja 56-66 (NEB.AT 37), Würzburg 2006
- Lic. theol Ulrich Zalewski
Theologie des Alten Testaments [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, H 215
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Studierende möchten gern - möglichst schon in den ersten Semestern - etwas über die Entfaltung des alttestamentlichen Gottesbildes erfahren. Stattdessen hören sie etwas über den Kanon des Alten Testaments, die Geschichte des Volkes Israel, die einzelnen biblischen Bücher und die Methoden der heutigen Exegese. Es kann sein, dass über all diesen Fragen das ursprüngliche Interesse an der Theologie des Buches der Bücher ein wenig verschüttet worden ist. Wir werden freilich in dieser Vorlesung erkennen, wie viel vorausgesetzt werden muss, wenn wir uns der Frage nähern, wie das Gottes- und Menschenbild des Alten Testaments ausgesehen hat. Darin erscheint JHWH als ein Gott, der die Menschen beschenkt und befreit, aber auch fordert. Literatur:
Albertz, Rainer, Religionsgeschichte Israels in alttestamentlicher Zeit 1 und 2 (ATD, Grundrisse zum Alten Testament 8,1 und 8,2), Göttingen 21996 und 21997
| Childs, Brevard S., Die Theologie der einen Bibel 1 und 2, Freiburg im Breisgau 2003
| Kaiser, Otto, Der Gott des Alten Testaments. Theologie des Alten Testaments 1-3, Göttingen 1993-2003
| Preuß, Horst Dietrich, Theologie des Alten Testaments 1 und 2, Stuttgart 1991 und 1992
| Schreiner, Josef, Theologie des Alten Testaments (NEB, Ergänzungsband 1), Würzburg 1995
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→ Inhalt
→ Katholische Theologie Vorlesung
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Katholische Theologie - Übung
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- Prof. Dr. Franz-Josef Bäumer
(Kurz-)Filme im RU [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, H 209
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: In der Übung werden Kurzfilme vorgestellt, analysiert und auf ihre didaktische und methodische Brauchbarkeit für den RU hin untersucht.
- Prof. Dr. Linus Hauser
Bernhard Weltes theologischer Ansatz [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, H 210
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Überall blühen die Fundamentalismen. Religion wird verkommt nicht selten zum reinen Projektionsfeld. Dass man rational Theist und im nächsten Schritt Christ sein kann, führt uns - gegen christlich-fundamentalistische und neoatheistische Nichtentblödung Bernhard Welte (1906-1983) vor. Literatur:
Welte, B., Das Licht des Nichts, Düsseldorf 1985
| Ders., Was ist glauben?, Freiburg im Breisgau 1982
| Ders., Religionsphilosophie, Freiburg im Breisgau/ Basel/ Wien 1978
- Prof. Dr. Eckhard Nordhofen
Liturgie in der Religionspädagogik [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, H 205
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: "Ganzheitlichkeit" und ein Lernen mit "Kopf, Herz und Hand" mögen als Begriffe belächelt werden, sie markieren aber nicht nur für die Grundschule eine sinnvolle pädagogische Perspektive. Über die Lernpsychologie und allgemeine anthropolgische Überlegungen hinaus gibt es aber auch Zugänge zur liturgischen religiösen Praxis, die mit der genuin-biblischen Tradition des Christentums zu tun haben.
- Matthias Werner
Die Theologie des Edward Schillebeeckx [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Termine. Termine: Fr, 16.04.2010, 13 st (Ort: H 201)
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Theologie des flämischen Konzilstheologen Edward Schillebeeckx ist eine Theologie mit Ecken und Kanten. Mit der Monographie "Menschen" legt Schillebeeckx einen theologischen Entwurf vor, der aus dem Geist des II. Vatikanischen Konzils konsequent den Diskurs von Moderne und Tradition in theologaler Vergewisserung sucht. In der Übung wird es darum gehen, das dichte Netz theologischer Begriffe zu durchdringen und im Hinblick auf einen eigenen theologischen Standpunkt sprachfähig zu werden. | Die Übung richtet sich an fortgeschrittene Studentinnen und Studenten, die Teilnehmerzahl ist begrenzt. Anmeldung ist bei Frau Kuhl erbeten.
- Lic. theol Ulrich Zalewski
Das Buch Rut [ Kommentar | StudIP] Do 12-14, H 210
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Studierenden können in dieser Veranstaltung die Exegese alttestamentlicher Texte üben. Dabei werden sie nicht nur mit den Schritten der "klassischen" historisch-kritischen Methode vertraut gemacht, sondern auch mit Techniken der Narrativen Analyse und den Grundlagen anderer neuerer Ansätze. | Die Anwendung der einzelnen exegetischen Methoden soll am Beispiel des Buches Rut veranschaulicht werden. Literatur:
Becker, Uwe, Exegese des Alten Testaments. Ein Methoden- und Arbeitsbuch (UTB 2664), Tübingen 22008
| Ebner, Martin / Heininger, Bernhard, Exegese des Neuen Testaments. Ein Arbeitsbuch für Lehre und Praxis (UTB 2677), Paderborn 22007
| Fischer, Irmtraud, Rut (HThKAT), Freiburg im Breisgau 22005
| Köhlmoos, Melanie, Ruth (ATD 9,3), Göttingen 2009
| Utzschneider, Helmut / Nitsche, Stefan Ark, Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments, Gütersloh 32008
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→ Inhalt
→ Katholische Theologie Übung
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Katholische Theologie - Proseminar
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- Dr. Cordula Langner
Einführung in das Neue Testament
[ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Termine. Termine: Fr, 09.04.2010, 12-14 (Vorbesprechung; Ort: Raum: bitte Aushang beachten); Sa, 26.06.2010 - So, 27.06.2010
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Literatur:
Nähre Angaben zur Literatur, zur thematischen Gliederung der Veranstaltung und zu den genauen Zeiten der Blockveranstaltung werden bei der Vorbesprechung bekannt gegeben.
- Michael Novian
"Ich treibe dich aus, du unreiner Geist!" Der Exorzismus im Wandel der Zeit [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, H 215
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: "Gut" und "Böse" als menschlich-endliche Lebensvollzüge werden in Standpunktnahmen der christlichen Tradition immer wieder personifiziert. Engel und Dämonen werden so zu bestimmenden Größen christlicher Glaubenstradition, die den Menschen in einem übergeordneten kosmischen Gefüge verorten, das zugleich mit dem je einzelnen interagiert. | Der Frage nach dem Ursprung der christlichen Idee von Gut und Böse soll im Ausgang des Proseminars nachgegangen werden. Dabei stehen vorgegebene Standpunktnahmen im Vordergrund, sollen rekonstruiert und kritisch reflektiert werden. Welchem Wandel unterliegt die christliche Rede von Gut und Böse? Welchen kulturellen Adaptions- und Transformationsprozessen wird sie unterworfen? | Das Proseminar will exemplarisch die Systematisierung der Philosophie und Theologiegeschichte prägenden Kategorie "des Bösen" anleiten. Hierbei soll ein Schwerpunkt auch den kulturellen Adaptions- und Transformationsprozessen im Medium Film gelten. Hierzu bietet sich eine Seminarform an, die zunächst die zur Systematisierung der Kategorie des Bösen notwendige Schritte erarbeitet und diese Ergebnisse dann in kritischen Filmanalysen erprobt. Daher werden wir uns im Seminar zunächst 14-tätig theologischen Grundlagen und christlichen Standpunkten zur Systematisierung des Bösen widmen, bevor dann an zwei Wochenendtagen Filmanalysen vorgenommen werden. Die genauen Terminierungen erfolgen in der ersten Sitzung. Literatur:
Hauser, M., Gestalten des Bösen. Phänomenologie ihres Ursprungs und Ansätze zu ihrer begrifflichen Grundlegung, Altenberge 1986
| Winklhofer, A. Traktat über den Teufel, Frankfurt a.M., 1962
| Goodman, F. D., Anneliese Michel und ihre Dämonen. Der Fall Klingenberg in wissenschaftliche Sicht, Stein a.R. 1980
| Rodewyk, A., Dämonische Besessenheit heute, Aschaffenburg 1970
| Drewermann, E., Strukturen des Bösen. Teil 1. Die jahwistische Urgeschichte in exegetischer Sicht, Paderborn u.a. 1982
| Friedkin, W., Der Exorzist, USA 1973
| Derrickson, S., Der Exorzismus von Emily Rose, USA 2005
| Lawrence, F., Constantine, USA 2005
| Schmid, H.-C., Reqiuem, Deutschland 2006
| Paxton, B., Dämonisch, USA 2001
- Sarah Schäfer
Elementare Modelle des Religionsunterrichts [ Kommentar | StudIP] Do 12-14, H 215
Studiengänge: nichtmodularisiert | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Unser heutiges Bild von Religionspädagogik und damit auch von Religionsunterricht ist das Ergebnis einer geschichtlichen Entwicklung die durch unterschiedliche Faktoren beeinflusst wurde. Literatur:
Literatur: Wird zu Beginn der Veranstaltung angegeben.
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→ Inhalt
→ Katholische Theologie Proseminar
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Katholische Theologie - Seminar
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- Prof. Dr. Franz-Josef Bäumer
Das Unfassbare begreifen? Todeskonzepte der Vergangenheit und Gegenwart in praktisch-theologischer Perspektive [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, H 205
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Der geläufigen These von der Verdrängung des Todes in der gegenwärtigen Gesellschaft steht eine vielfältige mediale Todesvergegenwärtigung gegenüber. Die Verdrängungsthese wird auf der Grundlage biblischer, vergangener und gegenwärtiger systematisch theologischer Todesauffassungen sowie kulturwissenschaftlicher Beobachtungen zum Tod einer kritischen Überprüfung unterzogen. Am Beispiel der Religionspädagogik werden praktisch-theologische Perspektiven zur Thematisierung des Todes im Horizont des Lebens erarbeitet.
| Aufgrund von Verpflichtungen Herrn Prof. Bäumers in seinem Amt als Studiendekan des Fachbereichs 04 werden ggf. Veranstaltungen an einem Paralleltermin nachgeolt werden müssen. Informationen hierzu erfolgen in der ersten Sitzung. Literatur:
Literatur wird zu Beginn der Veranstaltung vorgestellt.
- PD Dr. habil. Iris Maria Gniosdorsch
Was ist christliche Moral? Die 10 Gebote und was das neue Testament daraus macht [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Die Veranstaltung findet als Blockveranstaltung statt. Ein Vorbesprechungstermin wird den Studierenden vor Semesterbeginn per Aushang und auf der Homepage des Instituts bekannt gegeben.
- Prof. Dr. Rudolf Grulich
Die kirchliche Integration der Vertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Die Veranstaltung findet als Blockveranstaltung statt. Ein Vorbesprechungstermin wird den Studierenden vor Semesterbeginn per Aushang und auf der Homepage des Instituts bekannt gegeben.
- Prof. Dr. Linus Hauser
Apokalyptisches Denken in der Moderne [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, H 215
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Apokalyptische Strömungen entstehen und werden gefördert durch kulturelle Stresssituationen. Es kann ein übermächtige globale Kultur erfahren werden, die eine regionale Kultur so unterdrücken zu können scheint, dass sie machtlos zu werden meint (Frühjudentum, Islamismus). Eine vergleichbare, Weltuntergangs- und übergangsphantasien evozierende Wirkung kann auch eine die physischen und psychischen Grundlagen einer Gesellschaft bedrohende Krise haben (Pest von 1347). Dies gilt auch für die Krise der geistigen Grundlagen unserer Kultur, mit der wir seit dem Beginn des 19. Jahrunderts beschäftigt sind. | Dieser Krise wird das Seminar nachgehen. Literatur:
Hauser, L./ Dormeyer, D., Weltuntergang und Gottesherrschaft, Mainz 1990
| Ders., Artikel: Apokalyptik, in: Baer, H./ Gasper, H./ Müller, J./ Sinabell, J. (Hrsg.), Lexikon neureligiöser Gruppen, Szenen und Weltanschauungen, Freiburg im Breisgau 2005, 58-66
| Ders., Kritik der neomythischen Vernunft, bisher 2 Bede., Paderborn 2004-2010
| Körtner, U., Weltangst und Weltende, Göttingen 1988
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- Pfr. Dr. Matthias Kloft
Kreuzgeschichte(n) und Kreuztheologie am Mittelrhein [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, H 210
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Das zentrale Zeichen des Christentums ist das Kreuz. In der Darstellung seit der Spätantike wandelt sich dabei die Interpretation dieses Zeichens. Als wichtigste Reliquie Jesu Christi ist sie seit der legendären Auffindung durch die Kaiserinmutter Helena ein wesentlicher Gegenstand liturgischer und volksreligiöser Verehrung. Zahlreiche Legenden führen Kreuz und Kreuzesholz zur Mahnung insbesondere der herrscherlichen Demut in. Nicht erst seit der Übernahme der byzantinischen Staurothek durch das Bistum Limburg (1835), ist der Mittelrhein ein Zentralraum der Kreuzesverehrung. Die enge Verbindung der Kaiserin Helena mit dem vor 1802 bis vor Gießen reichenden Erzbistum Trier führt zu einer intensiven Auseinandersetzung mit dem Kreuz in Schrift, Frömmigkeit, Liturgie und Baukunst. Im Nachgang zu einer Ausstellung des Diözesanmuseums Limburg soll das Seminar die Kultur- und Kirchengeschichte an einem besonderen Beispiel anzeigen. Literatur:
Weiterführende Literatur:
| August Heuser/ Matthias Theodor Kloft (hg.), Im Zeichen des Kreuzes – Die Limburger Staurothek und ihre Geschichte, Regensburg 2009.
- Dr. Cordula Langner
Einblicke in das Leben der ersten Christusgläubigen [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Termine. Termine: Fr, 09.04.2010, 14-16 (Vorbesprechung; Ort: Raum: bitte Aushang beachten); Sa, 05.06.2010 - So, 06.06.2010; Sa, 03.07.2010 - So, 04.07.2010
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L3
Kommentar: Die Veranstaltung findet als Blockveranstaltung statt. Ein Vorbesprechungstermin wird den Studierenden vor Semesterbeginn per Aushang und auf der Homepage des Instituts bekannt gegeben. Literatur:
Nähre Angaben zur Literatur, zur thematischen Gliederung der Veranstaltung und zu den genauen Zeiten der Blockveranstaltung werden bei der Vorbesprechung bekannt gegeben.
- Lic. theol Ulrich Zalewski
Alttestamentliche Methodenlehre [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, H 210
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L2L5 | L3
Kommentar: Das Ziel dieses (Pro)Seminares ist es, den Studierenden wichtiges "Handwerkszeug" der Biblischen Theologie zu vermitteln, um so die Voraussetzungen für eine intensive wissenschaftliche Beschäftigung und einen verantwortungsvollen Umgang mit den biblischen Texten zu schaffen. | Nach einer kurzen Einführung in den Kanon des Alten Testaments und seine Entstehung sollen die Studierenden mit den Schritten der "klassischen" historisch-kritischen Methode bekannt gemacht werden, aber auch einen Einblick in die stets wachsende Vielfalt der neueren Ansätze erhalten. Literatur:
Becker, Uwe, Exegese des Alten Testaments. Ein Methoden- und Arbeitsbuch (UTB 2664), Tübingen 22008
| Ebner, Martin / Heininger, Bernhard, Exegese des Neuen Testaments. Ein Arbeitsbuch für Lehre und Praxis (UTB 2677), Paderborn 22007
| Utzschneider, Helmut / Nitsche, Stefan Ark, Arbeitsbuch literaturwissenschaftliche Bibelauslegung. Eine Methodenlehre zur Exegese des Alten Testaments, Gütersloh 32008
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→ Inhalt
→ Katholische Theologie Seminar
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Katholische Theologie - Kolloquium
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- Prof. Dr. Linus Hauser
Doktorandenkolloqium [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert
- Prof. Dr. Linus Hauser
Examenskolloquium [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Termine zu dieser Blockveranstaltung werden im Laufe des SS bekannt gegeben
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→ Inhalt
→ Katholische Theologie Kolloquium
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Katholische Theologie - Tutorium
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→ Inhalt
→ Katholische Theologie Tutorium
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Katholische Theologie - Praktikum
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→ Inhalt
→ Katholische Theologie Praktikum
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Katholische Theologie - Sprachkurs
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- Elisabeth Bittner
Hebräisch II [ Kommentar | StudIP] Do 8-10, H 210
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Die hebräische Sprache bildet die Grundvoraussetzung, um die biblischen Texte und damit die Welt des Alten Testaments besser verstehen zu können. | Anhand ausgewählter Bibeltexte sollen die im letzten Semester erworbenen Kenntnisse vertieft und erweitert werden, sowie der Umgang mit den notwendigen Hilfsmitteln eingeübt und ein Einblick in die Geschichte des Volkes Israel gewonnen werden. | Willkommen sind nicht nur die Teilnehmer des letzten Kurses, sondern alle, die bereits erste Kenntnisse dieser Sprache aufweisen und diese ausbauen wollen. | Am Ende des Semesters wird ein Zertifikat über den erreichten Leistungsstand ausgestellt. Auskünfte über Möglichkeiten zu einem weitergehenden Abschluss (Hebraicum) werden im Rahmen des Kurses erteilt.
- Roland Richter
Bibelgriechisch II [ Kommentar | StudIP] Fr 16-18, H 215
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA | L1 | L2L5 | L3
Kommentar: Der Kurs setzt die Veranstaltung des Wintersemesters fort. Voraussetzung ist die erfolgreiche Teilnahme an "Bibelgriechisch I". Neben der 2stündigen Sitzung sind wöchentlich mehrere Stunden für Hausaufgaben einzuplanen. Um das Arbeitspensum während der Vorlesungszeit zu verringern, findet in der Woche nach Ostern - also noch vor Vorlesungsbeginn - eine Blockveranstaltung statt.
| Osterblock: Di 06.04. - Sa 10.04.2010 ganztägig
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→ Inhalt
→ Katholische Theologie Sprachkurs
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KUNSTGESCHICHTE
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Kunstgeschichte - Vorlesung
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- Prof. Dr. Marcel Baumgartner
Überblicksvorlesung frühe Neuzeit (1400-1800) [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, A 5
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | AfK | BA
Kommentar: Florenz. Dresden | Florenz - die "Wiege der Renaissance" - und Dresden - mit dem von Bernardo Bellotto gemalten Elbpanorama zu einem Inbegriff des Barock geworden - dienen exemplarisch als Epizentren und Brennpunkte, zwischen denen sich ein Bogen spannen lässt vom frühen 15. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. In Florenz ist es primär die Piazza della Signoria mit ihren Bauten (incl. Ausstattung) und ihrem Statuenschmuck, die es erlaubt, einen Überblick bis in die Zeit um 1600 zu geben. In Dresden wird die Trias von Zwinger, Hofkirche und Frauenkirche im Zentrum des Interesses stehen. In beiden Fällen geht es aber auch um die Orte bedeutender Kunstsammlungen und um die eigens für deren Präsentation errichteten Räume. Das Ende der Epoche wird angekündigt durch die 1755/56 in Dresden publizierte Schrift "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst" von Johann Joachim Winckelmann. Literatur:
Georg Kauffmann, Florenz. Fiesole, Stuttgart: Reclam, 1962. - Fritz Löffler, Das alte Dresden. Geschichte seiner Bauten, 1955, 1994
- Prof. Dr. Silke Tammen
Der Schleier, das Bild, die Frau - abendländische Denkfiguren und Bildgeschichten [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, A 5
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Der ganz gegenwärtige Ausgangspunkt für dieses Themenmodul besteht im ‚westlichen’ Unbehagen gegenüber der politisch-religiösen Zeichenhaftigkeit von ‚islamischen’ Kopftüchern und Körperverhüllungen im öffentlichen Raum. Unabhängig von einer durchaus konfliktreichen Meinungsvielfalt unter den Trägerinnen selbst gibt es einen ‚westlichen’ Blick, der Kopftücher und Verschleierungen mit Rückständigkeit, Unterdrückung der Frau und politischer Radikalität assoziiert und es zu einem Symbolbild der Verblendung stilisiert hat. | Die Vorlesung erhebt keinen bildwissenschaftlichen Deutungsanspruch angesichts eines geradezu überdeterminierten und doch unklaren Zeichens und einer gesellschaftlich hochkomplexen Debatte um die Freiheit des Einzelnen, Toleranz und Integration, die Macht von Zeichen im öffentlichen Raum etc. - eine Debatte, für die es keine einfachen Lösungen geben kann. Die Vorlesung versteht sich im Gegenteil als Distanzierungsangebot im Sinne einer kritischen Reflexion über den ‚eigenen‘ Blick. Die über einen langen Zeitraum christlich geprägte Kultur Europas besitzt nicht nur eine eigene Tradition der weiblichen Verhüllung, sondern kennt den Schleier als ambivalentes Zeichen des religiösen, philosophischen und erotischen Geheimnisses und Begehrens nach Erkenntnis (im Blick des männlichen Subjekts). Immer wieder wird der Schleier als ein diaphanes oder zu lüftendes Medium der Schwelle gedacht: bekannt sind die Personifikationen der nuda veritas und der verschleierten, ‚verblendeten‘ jüdischen Synagoga als Gegenbild zur christlichen Ecclesia, Venus und ihr durchsichtiger Schleier, die schöne verschleierte/entschleierte Orientalin in orientalistischer Malerei und kolonialistischer Fotografie. Im sakralen und bildtheoretischen Kontext ist der Schleier auch Medium der Bildwerdung und der Thematisierung von Bild und Bildträger (z.B. Schleier der Veronika). Wenn in diesen Zusammenhängen Verschleierung immer auch im nächsten Schritt Durchblick und Enthüllung erfordert oder verspricht und die abendländische Wahrnehmung durch eine lange Bild- und Metapherngeschichte entsprechend konditioniert sein dürfte, muß die islamisch konnotierte Verhüllung des weiblichen Hauptes bzw. Körpers förmlich als eine Herausforderung zur Entschleierung und zur zähmenden ‚Erkenntnis‘ des bedrohlichen (weiblichen) Fremden erscheinen. Die zur Bild- und Wahrnehmungskritik einladende Vorlesung wird die Bildlichkeit des Schleiers vom Mittelalter bis in die Gegenwartskunst (z.B. die Fotoserie "Women of Allah" von Shirin Neshat) verfolgen. | Die Vorlesung wird durch eine 10minütige mündliche Prüfung abgeschlossen. Sie ist offen für HörerInnen aller Fachbereiche; AFK-Punkte können erworben werden.
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→ Inhalt
→ Kunstgeschichte Vorlesung
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Kunstgeschichte - Übung
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- Prof. Dr. Marcel Baumgartner - Dr. Anja Eichler
Ausstellungsprojekt zu Goethes Farbenlehre [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Praxismodul; zusammen mit Dr. Anja Eichler Ausstellungsprojekt zu Goethes Farbenlehre Blockveranstaltung. Orte und Termine nach Vereinbarung | Fortsetzung der im Wintersemester 2009/2010 begonnenen Veranstaltung. Keine Neueinschreibung möglich. | Im Jahr 2010 jährt sich zum 200. Mal das Erscheinen von Goethes 'Farbenlehre'. Als 'Stadt der Optik' und als 'Goethestadt' scheint Wetzlar geradezu prädestiniert, an dieses Ereignis mit einer Ausstellung im Stadt- und Industriemuseum (Museumsleiterin: Dr. Anja Eichler) zu erinnern. Parallel dazu wird im Neuen Kunstverein Gießen (Leiter: Markus Lepper. M.A.) eine Ausstellung präsentiert, die das anhaltende Interesse am Phänomen Farbe in der zeitgenössischen Kunst vor Augen führt. Zwei aufeinander aufbauende Übungen - die erste im Wintersemester 2009/2010, die zweite im Sommersemester 2010 - dienen der Vorbereitung dieser Doppel-Ausstellung. In der ersten Übung war es darum gegangen, sich mit den Grundlagen vertraut zu machen und Goethes 'Farbenlehre' in einem größeren historischen Kontext zu situieren. Die zweite Übung wird primär der konkreten Umsetzung und Realisierung der Ausstellungen gewidmet sein.
- Markus Lepper M. A.
Zeitgenössische Kunst - wahrnehmen und vermitteln [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, H 343. Termine: Do, 22.04.2010, 16 (1. Sitzung und Organisation; Ort: H 343); Sa, 15.05.2010, 10 (Exkursion nach Frankfurt, Besuch der Schirn und des MMK); Do, 20.05.2010, 16 (2. Sitzung ; Ort: H 343); Sa, 12.06.2010, 10 (Praxis und Übung in der Schirn); Sa, 03.07.2010, 10 (Praxis und Übung im MMK)
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Ein wesentliches Problem der universitären Ausbildung im Fach Kunstgeschichte ist die Ferne zum Original. Zwar werden Beschreibungstechniken entwickelt und formale Fragen umfassend erörtert, doch insbesondere eine didaktische Praxis im Hinblick auf außerschulische Vermittlungsformen ist oftmals schwierig zu realisieren. | In meinem Seminar sollen Grundlagen der Wahrnehmung und Strategien der Museumspädagogik (der Vermittlungsarbeit vor und mit Originalen) erarbeitet und vor Ort angewendet werden. Dabei sollen unterschiedliche Zielgruppen (Schüler, außerschulische Jugend- und Erwachsenenbildung) mit verschiedenen Bildungsniveaus berücksichtigt werden. | Außerdem soll das Verfassen unterschiedlicher Textsorten (Sammlungsblatt, Pressetext, Werkbetrachtung) zu einem Schreiben über Kunst motivieren, dass die ausgetretenen Pfade der Referatstruktur und das seitenweise Reproduzieren biographischer Angaben zum Künstler meidet. | Zu jedem Block gehört eine ganztägige Exkursion mit didaktischer Praxis in Kleingruppen, die Seminarvorbereitung in Form von Impulsreferaten und eine Nachbereitung in Textform. | Markus Lepper (* 1971) ist Kunsthistoriker und freier Kurator. Er studierte in Gießen und Berlin Kunstgeschichte, Kunstpädagogik und Philosophie und ist seit 1999 freier Mitarbeiter im Museum für Moderne Kunst (MMK) Frankfurt sowie seit 2002 im Team der Schirn Kunsthalle. In seiner Vermittlungsarbeit geht es ihm darum, moderne und insbesondere zeitgenössische Kunst aus mehreren Perspektiven zu beleuchten und Grundlagen zu entwickeln, die zum selbständigen Umgang und "Denken mit Kunst"animieren.
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→ Inhalt
→ Kunstgeschichte Übung
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Kunstgeschichte - Seminar
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- Prof. Dr. Marcel Baumgartner
Methoden II: Methodenauswahl und -anwendung [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Zweiter Teil des im Wintersemester begonnenen Methodenmoduls. An ausgewählten Fallbeispielen werden sowohl historisch bedeutsame als auch in der aktuellen Diskussion besonders relevante Methoden und theoriebildende Fragestellungen vertiefend behandelt und erprobt.
- Prof. Dr. Marcel Baumgartner
Vertiefungsseminar zum französischen Impressionismus [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Der Impressionismus und die Kunstgeschichte | Vertiefungsseminar zum Seminar 'Französischer Impressionismus' von Prof. Dr. Claudia Hattendorff. - Mit Richard Hamann ("Der Impressionismus in Leben und Kunst", 1907) und Werner Weisbach ("Impressionismus. Ein Problem der Malerei in der Antike und Neuzeit", 1910-1911) hatten zu Beginn des 20. Jahrhunderts gleich zwei bedeutende deutsche Kunsthistoriker versucht, den Impressionismus als überzeitliches Phänomen und Gestaltungsprinzip zu deuten. Aus einer vergleichbaren Grundhaltung heraus stilisierte Julius Meier-Graefe in seiner äußerst erfolg- und folgenreichen "Entwicklungsgeschichte der modernen Kunst" (1904; 1914-24) den französischen Impressionismus zum Schlüsselereignis in der "Entwicklung" der modernen Malerei hin zur Abstraktion. Parallel dazu verhalf eine Reihe von wichtigen Museumsleuten - allen voran Hugo von Tschudi, zuerst in Berlin, dann in München - der Malerei von Manet bis van Gogh zu ihrer Etablierung und Kanonisierung in den deutschen Museen. Im Seminar geht es also darum zu zeigen, wie der Impressionismus nicht nur von den Künstlern, sondern auch von Kunsthistorikern, Kunstkritikern, Publizisten, Museumsleuten und Sammlern "gemacht" wurde. Literatur:
Die erwähnten Werke von Richard Hamann, Werner Weisbach und Julius Meier-Graefe
| Ausst. Kat. Manet bis van Gogh. Hugo von Tschudi und der Kampf um die Moderne, Berlin/München 1996/1997.
- Dr. Scott Budzynski
Idealstadt [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Idealstadt 1400-1800: die Stadt als Idee. In diesem Seminar werden wir uns mit dem Phänomen Idealstadt in Architekturschriften und Philosophie sowie in der Stadtplanung, an Bauprojekten und Städten beschäftigen. Das Idee der Idealstadt lässt sich aus der Antike zurückverfolgen, wurde aber in Künstlertraktaten der frühen Neuzeit wieder aufgegriffen und weiterformuliert. Obwohl wenige Idealstädte gebaut wurden, spielten die mit der Idealstadt verbundenen Ideen eine große Rolle in verschiedenen städtebaulichen Projekten (Kapitol in Rom, San Marco in Venedig) und wurden in einzelnen Bauten (Petersdom) widerspiegelt. Die Beziehung zwischen den Idealstadtvorstellungen und den gebauten Projekten, sowie die Entwicklung der Idealstadt zur barocken Planstadt werden hier untersucht. Angefangen in Italien, werden Planungen und Städte, u.a. in Deutschland (Karlsruhe), Polen (Zamosc), Frankreich (Chaux) und den U.S.A (Washington D.C.) vorgestellt. | Diese Lehrveranstaltung wird mit einem Referat oder einer Hausarbeit bewertet. Literatur:
Helen Rosenau, The Ideal City in it's Architectural Evolution, London 1959
| Hanno-Walter Kruft, Städte in Utopia. Die Idealstadt vom 15. bis zum 18. Jahrhundert zwischen Staatutopie und Wirklichkeit, München: Beck, 1989
- Dr. Scott Budzynski - Saskia Hennig von Lange
Einführung in das Studium der Kunstgeschichte II [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12; Mo 10-12, G 333 und G 333a
Studiengänge: BA
Kommentar: Das Seminar führt in die Studieninhalte der Kunstgeschichte ein. Es bietet einen Überblick über Epochen, künstlerische Medien, Gattungen und Darstellungsaufgaben, fachspezifische Fragestellungen und Methoden und macht mit Quellenkritik und kunstgeschichtlicher Terminologie vertraut. | Die einem Fresko des Florentiner Malers Domenico Ghirlandaio (1449-1494) gewidmete Studie von Hubert Locher (s.u.) dient als Ausgangspunkt für die Arbeit im Seminar. Im Zuge einer gründlichen Auseinandersetzung mit diesem Text und seinem Gegenstand werden die Studierenden unterschiedliche Fragestellungen und methodische Herangehensweisen kennen lernen, mehrere fachspezifische Wissenseinheiten erarbeiten und den Umgang mit der kunstgeschichtlichen Terminologie einüben. | Parallel zum Seminar findet eine dreitägige Exkursion nach Aschaffenburg und Amorbach statt. Vor Ort wird der Umgang mit Originalen vermittelt und die Basis für weitere Denkmäler- und Objektkenntnis gelegt. | Das begleitende Tutorium dient der Festigung und Vertiefung der im Seminar und während der Exkursion erworbenen Kenntnisse. Literatur:
Hans Belting et al. (Hg.): Kunstgeschichte. Eine Einführung, Berlin: Reimer 2003 (6. überarb. u. erw. Aufl.)
| Hubert Locher: Domenico Ghirlandaio. Der Heilige Hieronymus im Gehäuse. Malerkonkurrenz und Gelehrtenstreit, Frankfurt: Fischer TB 1999
- Martin Miersch
Die Malerei des 18. Jahrhunderts in Deutschland [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Der Einfluss der Werke Antoine Watteaus auf die deutsche Malerei der ersten Jahrhunderthälfte soll ebenso zur Sprache kommen wie die Bedeutung Angelika Kauffmanns für den deutschen Klassizismus. Herausragende Vertreter, die die Kunst des 18. Jahrhunderts um bedeutende Innovationen bereichert haben wie z.B. Anton Graff (Porträtmalerei), Daniel Chodowiecki (Buchillustration) oder Cosmas Damian Asam (Freskomalerei) werden in Einzelreferaten behandelt. | Einen breiten Raum werden die Ausstattungsprogramme der Schlösser Sanssouci, Nymphenburg, Augustusburg, Falkenlust, Benrath, Pillnitz sowie der Würzburger Residenz einnehmen. Die Freskomalerei Süddeutschlands und der schwäbische Klassizismus sowie der Einfluss der französischen Kunst gehören zu den weiteren Schwerpunkten des Seminars. Persönlichkeiten wie Friedrich II., Kurfürst Carl Theodor von der Pfalz, August der Starke, Kurfürst Clemens August von Köln, Wilhelmine von Bayreuth werden als Sammler und Mäzene vorgestellt. Der Wandel von der höfischen Porträtmalerei zu bürgerlichen Ausdrucksformen kann anhand der Malerfamilie Tischbein nachvollzogen werden. Auch der Kontrast zwischen der Kunst am Dresdener Hof mit Veduten, Jagdszenen und Staatsporträts zur bürgerlichen Kunst in Leipzig mit einer nüchternen Porträtauffassung, Dekorationsprogrammen für bürgerliche Auftraggeber und Frühformen klassizistischer Kunstauffassung mag die außerordentliche Spannweite der Kunst vor 1800 deutlich machen. Literatur:
Rainer Michaelis: Die deutschen Gemälde des 18. Jahrhunderts, kritischer Bestandskatalog / SMB, Gemäldegalerie., Berlin 2002
| Werner Busch: Das sentimentalische Bild : die Krise der Kunst im 18. Jahrhundert und die Geburt der Moderne, München 1997
| Frank Günter Zehnder(Hg.): Der Riss im Himmel. Das Ideal der Schönheit -Rheinische Kunst in Barock und Rokoko, Köln 2000
| Helmut Börsch-Supan: Höfische Bildnisse des Spätbarock. Schloß Charlottenburg, Berlin 1966
| Helmut Börsch-Supan: Die Gemälde Antoine Pesnes in den Berliner Schlössern, Berlin 1982
| Anke Fröhlich: Landschaftsmalerei in Sachsen in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts : Landschaftsmaler, -zeichner und -radierer in Dresden, Leipzig, Meißen und Görlitz von 1720 bis 1800, Dresden 2000
| Rainer Michaelis: Zwei Konversationsstücke in "Watteaus Manier" von Daniel Nikolaus Chodowiecki : eine Studie zur Berliner Malerei des 18. Jahrhunderts, In: Jahrbuch der Berliner Museen. Berlin , Bd. 48, 2006, S. 77-87
| Peter Krückmann (Hg.): Der Himmel auf Erden : Giovanni Battista Tiepolo in der Residenz zu Würzburg ; zum 300. Geburtstag des großen Freskenmalers des 18. Jahrhunderts / in Zusammenarbeit mit d. Bayer. Verwaltung d. staatl. Schlösser, Gärten u. Seen, München 1996
- Prof. Dr. Silke Tammen
Kunst der Gotik im Osten Deutschlands [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Exkursionsmodul "Kunst der Gotik im Osten Deutschlands"/Blockseminar zur Vorbereitung (ein Termin zur Vorbesprechung und 2 Samstagsblöcke), Termine werden noch bekanntgegeben.Das Blockseminar dient als Vorbereitung auf die ca. 8tägige Exkursion nach Erfurt, Naumburg, Halberstadt und Magdeburg.Für das vorbereitende Seminar wird ein ca. 20minütiges Referat verlangt.
- Prof. Dr. Silke Tammen
Vertiefungsseminar zur Vorlesung: Der Schleier, das Bild, die Frau - abendländische
Denkfiguren und Bildgeschichten
[ Kommentar | StudIP] Mo 12-14, G 333
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Das Seminar begleitet die thematische Abfolge der Vorlesung; es dient der Nachbereitung und Vertiefung der dort behandelten Stoffe. Die Arbeitsform wird in der gemeinsamen Diskussion von Aufsätzen und Bildbeispielen bestehen. Ein Seminarordner mit Kopievorlagen wird eingerichtet werden. Das Seminar wird durch eine Hausarbeit im Umfang von ca. 10 Seiten abgeschlossen. Literatur:
Ikonologie des Zwischenraums: der Schleier als Medium und Metapher, hrsg. v. Joachim Endres, Barbara Wittmann, Gerhard Wolf, München 2005
| Klaus Krüger, Das Bild als Schleier des Unsichtbaren. Ästhetische Illusion in der Kunst der frühen Neuzeit in Italien, München 2001
| Monika Leisch-Kiesl, „’Schleier’ – ‚Veil’ – ‚Hijab’: künstlerische Kommentare zu einer politischen Kontroverse“, in: Kunst und Islam, hrsg. v. Ebba Koch, 2004, 204-243
| Schleier und Schwelle 1-3, hrsg. v. Aleida und Jan Assmann
| Veil. veiling, representation and contemporary art, ed. David A. Bailey, Gilane Tawadros, Cambridge, Mass. 2003
| Gerhard Wolf, Schleier und Spiegel. Traditionen des Christusbildes und die Bildkonzepte der Renaissance, München 2002
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→ Inhalt
→ Kunstgeschichte Seminar
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Kunstgeschichte - Hauptseminar
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- Prof. Dr. Claudia Hattendorff
Französischer Impressionismus [ Kommentar | StudIP] Fr 10-12, H 08a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Die Malerei des Französischen Impressionismus gehört zu den populärsten Phänomenen der Kunstgeschichte. Ausstellungen, die diesem Thema gewidmet sind, gehören regelmäßig zu den großen Publikumserfolgen in europäischen und amerikanischen Kunstinstitutionen. Werke von Protagonisten des Impressionismus wie Claude Monet und Auguste Renoir sind "all-time favourites" der Postkarten- und Posterindustrie. | Der Französische Impressionismus ist darüber hinaus aber ein interessanter und beispielhafter kunsthistorischer Untersuchungsgegenstand aus dem Bereich der Moderne. Wir haben es mit einer Strömung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu tun, die sich dezidiert einem naturwissenschaftlich begründeten Fortschrittsdenken in der Kunst verschrieb und somit beispielhaft für eine insgesamt fortschrittsgläubige Gesellschaft war. Es handelt sich um ein Phänomen, das einerseits für eine Selbstorganisation von Künstlern vor dem Hintergrund einer zunehmenden gesellschaftlichen Autonomisierung der Kunst, andererseits für eine Institutionalisierung in Form von öffentlichen Kunstausstellungen, Kunsthandel und Kunstkritik steht. | In der seminaristischen Veranstaltung sollen exemplarische Werke der Protagonisten des Französischen Impressionismus untersucht werden - solcher, die im Zentrum der Bewegung standen (wie Monet), aber auch solcher, die nur zeitweise zu den Impressionisten gezählt wurden (wie Manet oder Cézanne). Angesprochen wird mit dem Neo- oder Post-Impressionismus auch eine Fortentwicklung desjenigen Phänomens, das mit der ersten Impressionistenausstellung 1874 greifbare Form erhielt. Gleichzeitig gilt das Augenmerk den Themen impressionistischer Malerei und Graphik, der gesellschaftlichen Rolle und dem sozialen und politischen Kontext des Impressionismus sowie seiner Beurteilung in der zeitgenössischen Kunstliteratur. Literatur:
Rewald, John: Die Geschichte des Impressionismus. Schicksal und Werk der Maler einer großen Epoche der Kunst, 7. Aufl., überarb. Neuausg., Köln 2001.
| Rewald, John: Von van Gogh bis Gauguin. Die Geschichte des Nachimpressionismus, Köln 1987.
- Prof. Dr. Claudia Hattendorff
Kiefer, Polke, Richter – drei Positionen in der zeitgenössischen deutschen Kunst [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, H 08a
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Anselm Kiefer (* 1945), Sigmar Polke (* 1941) und Gerhard Richter (* 1932) sind Künstler, die seit Jahren das Image der zeitgenössischen deutschen Kunst mitprägen: durch die Präsenz ihrer Werke auf wichtigen Ausstellungen, in Sammlungen zeitgenössischer Kunst und auf dem Kunstmarkt, auf dem sie regelmäßig Höchstpreise erzielen. Neben diesen äußeren Daten eint die drei Künstler auch, dass sie in ihren Werken eine spezifisch deutsche Befindlichkeit der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg untersuchen. Gleichzeitig weisen ihre respektiven Oeuvres jedoch große Unterschiede in Form, Material und eingesetzten Medien auf, so dass ihre Betrachtung ein Spektrum von Möglichkeiten in der zeitgenössischen Kunst eröffnet. In der seminaristischen Veranstaltung soll anhand exemplarischer Werkkomplexe die jeweilige Eigenart der drei Künstler herausgearbeitet, historisch kontextualisiert und vergleichend betrachtet werden. Dabei wird auch die entscheidende Rolle, die Kunstkritik und geschichte bei der Ausformung und Durchsetzung der individuellen Positionen im Kunstbetrieb und auf dem Kunstmarkt spielen, reflektiert. Literatur:
Arasse, Daniel: Anselm Kiefer. 2. Aufl., München 2007.
| Curiger, Bice/ Böhme, Hartmut/ Seegers, Ulli: Ausst. Kat. Sigmar Polke, Werke & Tage. Kunsthaus Zürich, Köln 2005.
| Elger, Dietmar: Gerhard Richter, Maler, Köln 2008.
- Sylvia Metz M. A.
Informelle Malerei in Europa [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, H 08a
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Als Gegenposition zur durchstrukturierten geometrischen Abstraktion entstand ab der Mitte der 1940er Jahre in Paris eine Kunstbewegung, die als "art informel" bezeichnet wurde. Ihr zentrales Anliegen es war, das Spontane und Unbewusste im Malvorgang selbst zum Gegenstand der Kunst zu erheben. Die Ideen der Künstler sollten frei und ungebunden ihren Weg in die Bildinhalte finden, ohne dabei durch formale - und somit traditionelle -Gestaltungsprinzipien abgeschwächt zu werden. Ziel des Seminars ist es, die unterschiedlichen Ausprägungen der informellen Malerei und ihre Verbreitung in Europa zu untersuchen. Dabei werden sowohl einzelne Künstler wie z.B. Wols, Jean Fautrier und Jean Dubuffet als auch Künstlergruppen (z.B. CoBrA, Quadriga) im Fokus der Betrachtungen stehen. Ein weiterer Schwerpunkt wird zudem auf dem Vergleich zwischen der europäischen und der amerikanischen Nachkriegsmalerei bis 1960 liegen. Literatur:
Baus, Christine: Das Formelle in der informellen Malerei. Eine methodologische Untersuchung zur Malerei des deutschen Informel, Diss. Univ. Heidelberg 2008.
| Belgin, Tayfun (Hg.): Kunst des Informel. Malerei und Skulptur nach 1952, Dortmund 1997.
| Glozer, Laszlo (Hg.): Westkunst. Zeitgenössische Kunst seit 1939, Köln 1981.
| Verspohl, Franz-Joachim: Die Moderne auf dem Prüfstand. Pollock, Wols, Giacometti, in: Moderne Kunst 2. Das Funkkolleg zum Verständnis der Gegenwartskunst, hg. von Monika Wagner, Reinbek 1991, S. 513-532.
| Wedewer, Rolf: Die Malerei des Informel. Weltverlust und Ich-Behauptung, München und Berlin 2007.
- Dr. Gerd Steinmüller
Max Klinger (1857-1920) [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, H 08a
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Anlässlich des Todes von Max Klinger im Jahr 1920 schrieb Giorgio de Chirico: "Klinger war der moderne Künstler schlechthin. Modern nicht in dem Sinne, den man heute dem Begriff gibt, sondern im Sinne eines gewissenhaften Mannes, der das Erbe an Kunst und Denken aus Jahrhunderten und aber Jahrhunderten achtet, der wachen Auges in die Vergangenheit, in die Gegenwart und in sich selbst blickt." | Worauf sich diese Einschätzung stützt, soll im Sommersemester durch intensive Auseinandersetzung mit Klingers Kunst herausgearbeitet werden. Dabei wird es einerseits darum gehen, seine Malerei, Plastik und vor allem Druckgraphik im Kontext der künstlerischen Strömungen des späten 19. Jahrhunderts zu analysieren und zu verorten. Andererseits soll Klingers Wirkung auf sehr unterschiedliche Richtungen des 20. Jahrhunderts akzentuiert werden, wie sie neben Giorgio de Chirico beispielsweise durch Käthe Kollwitz, Alfred Kubin und Max Ernst repräsentiert werden. Literatur:
Ausst. Kat. Leipzig/Hamburg. Eine Liebe. Max Klinger und die Folgen; hrsg. von Hans-Werner Schmidt, Bielefeld [u.a.]: Kerber, 2007
| Ausst. Kat. Berlin/Neu-Ulm. Max Klinger, Auf der Suche nach dem neuen Menschen, Leipzig: Seemann, 2007
| Ausst. Kat. Köln/Aachen. Max Klinger, alle Register des Lebens. Graphische Zyklen und Zeichnungen, Berlin: Nicolai, 2007
| Max Klinger 1857 - 1920, hrsg. von Dieter Gleisberg, Leipzig: Ed. Leipzig, 1992
| Ausst. Kat. Aachen. Max Klinger (1857 - 1920). Graphische Zyklen, Aachen 1990
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→ Inhalt
→ Kunstgeschichte Hauptseminar
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Kunstgeschichte - Tutorium
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- Franziska Gilbrich
Tutorium zu: Einführung in das Studium der Kunstgeschichte II [ Kommentar | StudIP] Mi 15-17, G 333a
Studiengänge: BA
Kommentar: Das Tutorium dient der Vertiefung der im Seminar "Einführung in das Studium der Kunstgeschichte II" erlernten Inhalte und der Festigung der erworbenen Kenntnisse.
- Olga Oborowski
Tutorium zu: Methoden II: Methodenauswahl und -anwendung [ Kommentar | StudIP] Do 12-16, G 333a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
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→ Inhalt
→ Kunstgeschichte Tutorium
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Kunstgeschichte - Exkursion
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- PD Dr. Ulrike Ilg
Toskanaexkursion [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Magister-Exkursion - Florenz und die Toskana. | Termin wird bekanntgegeben.
- Dr. des. Mischa Steidl
Naheliegend: Exkursion zu Kunstdenkmälern in der Region [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: April 2010 - 2 WS Erstes Treffen in Gießen (16-18h) April 2010 - 8 WS Exkursion nach Frankfurt, Mai 2010 - 8 WS Praxis / Übung im Museum für Moderne Kunst (Ffm.) Mai 2010 - 2 WS Nachbereitung in Gießen (16-18h)
Mai 2010 - 8 SWS Praxis / Übung in der Schirn Kunsthalle (Ffm.) Juni 2010 - 2 WS Nachbereitung in Gießen (16-18h)
- Prof. Dr. Silke Tammen
Kunst der Gotik im Osten Deutschlands. Exkursion nach Erfurt, Halberstadt, Naumburg und Magdeburg [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung. Termine: siehe Aushang
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Auf der ca. 8tägigen Exkursion nach Erfurt, Naumburg, Halberstadt und Magdeburg stehen Sakralbauten der Gotik, ihre festen und mobilen Bildausstattungen im Zentrum unseres Interesses. Hierzu zählt u.a. die Erfurter Alte Synagoge, die seit um 1110 existiert und damit als älteste noch erhaltene Synagoge Westeuropas gilt und das seit kurzem eröffnete jüdische Museum, das sich um einen spektakulären Schatzfund gruppiert. Ziel des Blockseminars und der Exkursion ist die Vermittlung vertiefter Denkmälerkenntnisse zur mittelalterlichen Kunst. Die Fähigkeit zur reflektierten Auseinandersetzung mit dem Original und seiner besonderen, nur vor Ort erfahrbaren Qualität soll entwickelt werden, Präsentations- und Diskussionsleitungskompetenz vor Ort gestärkt werden. | Dieser Modulteil erfordert als Leistung ein Kurzreferat vor Ort und dessen nachträgliche schriftliche Ausarbeitung im Umfang von ca. 10 Seiten.
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→ Inhalt
→ Kunstgeschichte Exkursion
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TURKOLOGIE
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Turkologie - Vorlesung
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- Prof. Dr. Mark Kirchner
Einführung in die sprachwissenschaftliche Turkologie [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, E 5
Studiengänge: Gäste | nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Die Vorlesung führt in zentrale Begriffe der türkischen Sprachwissenschaft ein. Bezugspunkt und Ausgangspunkt ist die zeitgenössische türkische Standardsprache. Hier werden im ersten Teil der Vorlesung neuere Beschreibungsansätze in den Bereichen Phonetik/Phonologie, Morphologie und Syntax allgemein und sprachspezifisch vorgestellt. Der zweite Teil der Vorlesung ist einem Überblick über folgende Arbeitsgebiete gewidmet: Literatur:
Johanson, L. & É. Á. Csató (Hgg.): The Turkic languages, London 1998
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→ Inhalt
→ Turkologie Vorlesung
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Turkologie - Übung
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- Dr. Sener Bag
Praktische Sprachübungen II [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, F 7
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Der Schwerpunkt in dieser Übung liegt einerseits auf der Entwicklung und Erweiterung der kommunikativen Kompetenz und andererseits auf dem kreativen und produktiven Umgang mit der türkischen Sprache. Die Übung ist besonders geeignet für Anfänger ohne muttersprachliche Kenntnisse des Türkischen. | Voraussetzung: Teilnahme an "Sprachkurs Türkisch II" Literatur:
İleri, Esin: Lehrbuch der türkischen Sprache, Hamburg 2007.
| Ersen-Rasch, Margarete: Türkische Grammatik für Anfänger und Fortgeschrittene, Ismaning 2001
- Dr. Sener Bag
Türkisch für den Beruf I (für Anfänger) [ Kommentar | StudIP] Di 12-14, F 7
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: In dieser Übung beschäftigen wir uns sowohl mit den relevanten Redewendungen und Fachbegriffen aus der Berufswelt, als auch mit Wortschatz und Grammatik. Die Themengebiete sind allgemeingültig und orientieren sich an beruflichen Situationen aus Industrie, Wirtschaft, Handel oder Verwaltung. Der Wortschatz ist besonders geeignet für Muttersprachler und Fortgeschrittene. Literatur:
Altıparmak, A.: Türkçe-Almanca Ticari Yazışma El Kitabı, Istanbul 1990.
| Ayyıldız, F., Tutar, H.: Örnekleriyle Mesleki Yazışma ve Rapor Hazırlama Teknikleri, Ankara 2008
- Dr. Sener Bag
Türkisch für den Beruf II (für Forgeschrittene) [ Kommentar | StudIP] Di 14-16, F 7
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: In dieser Übung beschäftigen wir uns mit den wichtigen beruflichen Redewendungen und Fachbegriffen. Die Themengebiete sind allgemeingültig und orientieren sich an Alltagssituationen in Industrie, Wirtschaft, Handel oder Verwaltung. Der Wortschatz ist besonders geeignet für Muttersprachler und Fortgeschrittene. Literatur:
Altıparmak, A.: Türkçe-Almanca Ticari Yazışma El Kitabı, Istanbul 1990.
| Ayyıldız, F., Tutar, H.: Örnekleriyle Mesleki Yazışma ve Rapor Hazırlama Teknikleri, Ankara 2008
- Ruth Bartholomä M. A.
Übung zur Einführung in die türkische Sprachwissenschaft [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, R 301 (Rathenaustr. 8)
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Die Übung soll die Studierenden mit Grundbegriffen der türkischen Sprachwissenschaft bekanntmachen. Anhand der Lektüre einfacher türkischer Texte wird die Analyse verschiedener Bereiche der Grammatik (Phonologie, Morphologie, Syntax) geübt. Dem empirischen Material soll dabei die Darstellung der entsprechenden Bereiche in Grammatiken des Türkischen gegenübergestellt werden. Daneben sollen in der Übung auch grundlegende Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens vermittelt werden. | Die Übung kann auch unabhängig von der Vorlesung besucht werden. Literatur:
Göksel, Asli/Celia Kerslake. 2005. Turkish. A Comprehensive Grammar. London: Routledge.
- Ruth Bartholomä M. A.
Übung zur Typologie des Türkischen [ Kommentar | StudIP] Do 12-14, F 7
Studiengänge: nichtmodularisiert
Kommentar: Das Türkische zeichnet sich durch einige Eigenschaften aus, die insbesondere bei einem Vergleich mit indoeuropäischen Sprachen ins Auge fallen; hierzu zählen beispielsweise die folgenden Eigenschaften: Vokalharmonie, agglutinierender Sprachbau, linksverzweigende Syntax und Postpositionen. | In der Übung werden sprachtypologisch relevante Eigenschaften des Türkischen analysiert. Die Beispiele werden in interlinear übersetzter und analysierter Form zugänglich gemacht, da die Übung auch an Studierende ohne Türkisch-Kenntnisse gerichtet ist. Literatur:
Kornfilt, Jaklin. 1987. "Turkish and the Turkic Languages". In: Bernard Comrie (ed.): The World's Major Languages. London/Sydney: Croom Helm, 619-644.
- Dr. Raikhangul Mukhamedova
Sprachen in Mittelasien: Sprachsituation und Sprachpolitik [ Kommentar | StudIP] Mo 14-16, F 7
Studiengänge: nichtmodularisiert | MA-GiZo
Kommentar: Der Zusammenbruch der Sowjetunion hat in den fünf mittelasiatischen Ländern neben gesellschaftlich-ökonomischen auch zu großen sprachpolitischen Veränderungen geführt: Die mancherorts stigmatisierte Sprache der Titularnation wurde zur Staatssprache erklärt, das bisher vorherrschende Kommunikationsmittel, das Russische, büßte zumindest rechtlich seine Stellung ein. Seitdem ist eine steigende Tendenz zur Wiederbelebung eigener Geschichte, Sprache und Literatur sowie zur Anhebung des Status der Titularsprache zu beobachten. | In der Übung werden die aktuelle Sprachsituation und Sprachpolitik am Beispiel Kasachstans, Kyrgystans und Usbekistans besprochen. Literatur:
Landau, M. & Kellner-Heinkele, B. Politics of Language in the Ex-Soviet Muslim States. Azerbayjan, Uzbekistan, Kyrgystan, Turkmenistan and Tajikistan. London: 2001.
- Dr. Songül Rolffs
Türkisch II [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, E 103a
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Diese Übung ist die Fortsetzung von Türkisch I. Wir werden mit dem unten angegebenen Lehrbuch ab ca. Lektion 10 weiter arbeiten. Alle Bereiche der Grammatik wie Phonologie, Morphologie, Syntax, Semantik und Pragmatik werden behandelt und es wird auch in die entsprechende turkologische Terminologie eingeführt, so dass die Studierende die Kompetenz erwerben, das Türkische mit Mitteln der Sprachwissenschaft zu analysieren. Der Unterricht ist so konzipiert, dass alle vier Grundfertigkeiten (Leseverstehen, Hörverstehen, Schreiben und mündlicher Sprachgebrauch) berücksichtigt werden. | Es wird empfohlen, auf freiwilliger Basis die ergänzende Sprachübung "Türkisch II a (als Fremdsprache)" bzw. "Türkisch II b (als Muttersprache)" zu besuchen. Literatur:
İleri, Esin: Lehrbuch der türkischen Sprache, Hamburg (Buske) 2007
| Ersen-Rasch, Margarete: Türkische Grammatik für Anfänger und Fortgeschrittene, Ismaning 2001.
| Göksel, Aslı/Kerslake, Celia: Turkish. A Comprehensive Grammar. London - New York 2005.
- Dr. Songül Rolffs
Türkisch II a (als Fremdsprache) [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, R 302 (Rathenaustr. 8)
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Diese Übung setzt die Teilnahme des Sprachkurses "Türkisch II" (Grammatik Mi 10-12) voraus. Leseverstehen, Hörverstehen, Schreiben und mündlicher Sprachgebrauch werden gezielter eingeübt. Es wird mit dem Lehrbuch "Lehrbuch der türkischen Sprache" von Esin Ileri (ab ca. Lektion 15) gearbeitet. Um an dieser Übung teilnehmen zu können, müssen die Studierenden bereits die Übungen "Sprachkurs Türkisch I und Türkisch Ia" im Wintersemester 2009/10 belegt haben, oder entsprechende Vorkenntnisse im Türkischen mitbringen. Literatur:
İleri, Esin: Lehrbuch der türkischen Sprache, Hamburg (Buske) 2007
- Dr. Songül Rolffs
Türkisch II b (als Muttersprache) [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, F 7
Studiengänge: nichtmodularisiert | AfK
Kommentar: Unter dem Aspekt Didaktik des Türkischen als Muttersprache wird. und Analyse einen besonderen Schwerpunkt der Übung sein. | Die im Wintersemester begonnene sprachwissenschaftliche Analyse des Türkischen wird fortgesetzt, und richtet sich an die türkischen MuttersprachlerInnen. Ziel dieser Übung ist es, die Studierende zu befähigen, auf einer metasprachlichen ebene die Struktur des Türkischen, d.h. alle Teilbereiche der Grammatik zu beschreiben. Neben der Morphologie wird vor allem die Syntax den Schwerpunkt des diessemestrigen Seminars bilden. Als theoretische Grundlage bei der Beschreibung werden die kontrastive Linguistik und die dependenzielle Grammatik angewandt. Die Anwendung des Gelernten wird anhand praktischer Textarbeit intensiv geübt und vertieft. | Voraussetzung: Türkisch als Muttersprache bzw. Erstsprache | Abschluss: Klausur Literatur:
Ersen-Rasch, Margarete: Türkische Grammatik für Anfänger und Fortgeschrittene, Ismaning 2001.
| Göksel, Aslı/Kerslake, Celia: Turkish. A Comprehensive Grammar. London - New York 2005.
| Johanson, L. & É. Á. Csató (Hgg.): The Turkic languages, London 1998
| Kornfilt, Jaklin: Turkish, London 1997.Lewis, Geoffrey: Turkish Grammar, Oxford 1975
| Lewis, Geoffrey: Turkish Grammar, Oxford 1975
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→ Inhalt
→ Turkologie Übung
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Turkologie - Seminar
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- Prof. Dr. Mark Kirchner
Mittelasien zwischen Russland und China [ Kommentar | StudIP] Fr 12-14, E 5
Studiengänge: nichtmodularisiert | MA-GiZo
Kommentar: Mittelasien wird häufig aus einem orientalistischen Kontext in seiner Zugehörigkeit zur islamischen Welt betrachtet. Auch wenn diese Beziehungen nach dem Ende der Sowjetunion wiederbelebt werden, bleiben auch auf dem kulturellen Sektor die Beziehungen zur Russischen Föderation und zur Volksrepublik China entscheidend. Ausgehend von einem kulturgeschichtlichen Überblick über die vielgestaltigen Beziehungen der Regionen Mittelasiens werden im Seminar anhand von zahlreichen Einzelbeispielen kulturelle, literarische und sprachliche Beziehungen zu Russland und China herausgearbeitet. Historische Aspekte des Kulturaustauschs über die Seidenstraße stehen dabei genauso im Blickpunkt wie die Sowjetisierung Zentralasiens und ihre Folgen in der postsowjetischen Zeit. Literatur:
Thomas Höllmann: Die Seidenstraße. München 2007
- Prof. Dr. Mark Kirchner
Türkisch und Kasachisch im Vergleich [ Kommentar | StudIP] Fr 10-12, E 5
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Türkisch und Kasachisch gehören zwei unterschiedlichen Untergruppen der Familie der Türksprachen an. Viele der systematischen Unterschiede zwischen beiden Sprachen können aus der unterschiedlichen arealen und historischen Entwicklung sowie aus der jeweils anders gelagerten Sprachkontaktkonstellation heraus erklärt werden. Nach einer kurzen Einführung in die Strukturen der kasachischen Sprache sollen die Studierenden anhand des Vergleichs paralleler türkischer und kasachischer Texte Arbeitstechniken der vergleichenden Turkologie erlernen. Auch soll der kontrastive Blick auf das Türkische helfen, einige grundlegende Züge dieser bedeutendsten Türksprache besser zu verstehen. | Für die erfolgreiche Teilnahme am Seminar sind keine Vorkenntnisse im Kasachischen erforderlich. Literatur:
L. Johanson & É. Á. Csató (Hrsg.): Turkic languages. London 1998.
- Prof. Dr. Mark Kirchner
Türkische Gegenwartsliteratur [ Kommentar | StudIP] Mo 12-14, E 5
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
Kommentar: Ausgehend von Orhan Pamuks Stadt-Biographie "Istanbul" wird im Seminar die Rolle der größten und historisch bedeutendsten türkischen Stadt in der zeitgenössischen türkischen Literatur herausgearbeitet. Die facettenreiche Darstellung des türkischen Nobelpreisträgers für Literatur ermöglicht dabei eine Vielzahl von Exkursen in das Kultur- und Literaturleben der Stadt. In Hausarbeiten sollen auch andere türkische Literaten behandelt werden, für die die Auseinandersetzung mit Istanbul ein zentraler Bestandteil ihres Schaffens war und ist. Darüber hinaus wollen wir parallel zur Lehrveranstaltung versuchen, die literarischen Aktivitäten der europäischen Kulturhauptstadt Istanbul im Jahre 2010 über die uns zugänglichen Medien zu verfolgen. Literatur:
Mark Kirchner (Hrsg.): Geschichte der türkischen Literatur in Dokumenten. Wiesbaden 2008.
| Orhan Pamuk: Istanbul. (in der türkischen oder deutschen Ausgabe).
- Dr. Songül Rolffs
Reflexion über türkische Sprache [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, F 7
Studiengänge: nichtmodularisiert | BA
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→ Inhalt
→ Turkologie Seminar
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16.07.2010 15:00
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