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Lehrangebot für Gasthörende
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN
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Vorlesung
Stand 16.07.2010
ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - Vorlesung
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- Dr. Vera Binder
Einführung in die römische Literatur [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, E 6
Kommentar: Im Rahmen des Moduls Römische Welt vermittelt die Vorlesung Grundwissen zur antiken römischen Literatur. In einem chronologischen Durchgang von der republikanischen Zeit bis zur Spätantike sollen (unter anderem übergreifender Leitthemen wie etwa "Griechenland und Rom", "otium und Bildung") zeit-, gattungs- und autorenspezifische Besonderheiten deutlich gemacht sowie die Präsentationsformen und Rezeptionsräume römischer Literatur beleuchtet werden. | Eine Textsammlung wird rechtzeitig zu Beginn des Sommersemesters als pdf-Datei zur Verfügung gestellt werden. Literatur:
M. v. Albrecht (Hrsg.), Die römische Literatur in Text und Darstellung, Band 1-5, Stuttgart 1985-1991 (Reclam).
| M. Fuhrmann, Geschichte der römischen Literatur, Stuttgart 2005 (ISBN 978-3150176580) (Anschaffung erforderlich, Lektüre wird für die Klausur vorausgesetzt)
| G. Conte, Latin Literature: A History, Baltimore 1994 (ISBN 978-0801862533) (Anschaffung nicht akut für die Veranstaltung erforderlich, aber mittelfristig nachdrücklich empfohlen)
| M. v. Albrecht (ed.), Die römische Literatur in Text und Darstellung, Band 1-5, Stuttgart 1985-1991(ISBN 978-3150300107) (nützliche Anthologie)
| M. v. Albrecht, Geschichte der römischen Literatur von Andronicus bis Boëthius: Mit Berücksichtigung ihrer Bedeutung für die Neuzeit, 2 Bd., München 4 1997 (ISBN 978-3423300995) (Umfassende Literaturgeschichte, für Studierende auch als Nachschlagewerk geeignet)
- Prof. Dr. Anja Klöckner
Einführung in die römische Archäologie [ Kommentar | StudIP] Do 12-14, A 5
Kommentar: In der Vorlesung soll ein grundlegender Überblick über die Epochen, die Chronologie, den geographischen Raum und die zentralen Gegenstände der römischen Antike von republikanischer Zeit bis in die Spätantike geboten werden. Im Vordergrund steht dabei der Zeitraum von der späten Republik bis in die mittlere Kaiserzeit, besonderes Augenmerk gilt der Architektur und der Plastik. Ziel und Vorlesung ist es, zum einen solides Grundwissen der wichtigsten Sachgebiete der Klassischen Archäologie und damit einen Orientierungsrahmen für spätere speziellere Lehrinhalte zu vermitteln, zum anderen in die zentralen Fragestellungen und Forschungsanliegen des Faches einzuführen. Die Vorlesung ist Teil des Basismoduls „Griechische Welt“ des altertumswissenschaftlichen Bakalaureus-Studiengangs (BA) „Kultur der Antike“ und wird mit einer schriftlichen Prüfung abgeschlossen. Literatur:
T. Hölscher, Römische Bildsprache als semantisches System (1987)
| H. von Hesberg, Römische Archäologie und Kunstgeschichte, in: F. Graf (Hrsg.), Einleitung in die lateinische Philologie (1997) 601-654
| B. Andreae, Die römische Kunst (1999)
| T. Hölscher, Klassische Archäologie. Grundwissen (2002)
| P. Stewart, Roman Art (2004)
| P. Schollmeyer, Römische Plastik: Eine Einführung (2005)
- Prof. Dr. Anja Klöckner
Rom unter Augustus [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, A 5
Kommentar: Unter der Regierung des Augustus verändert nicht nur die Stadt Rom ihr Erscheinungsbild in radikaler Weise, auch das konkrete Lebensumfeld ihrer Bewohner unterlag einem grundlegenden Wandel. Anhand ausgewählter Beispiele der materiellen Kultur dieser Zeit will die Vorlesung ein Bild der römischen Gesellschaft dieser Epoche vermitteln . Literatur:
GALINSKY, G. K., Augustan Culture. An Interpretive Introduction, Princeton 1996
ders., The Cambridge companion to the age of Augustus, Cambridge 2005
| HÖLSCHER, T., Römische Bildsprache als semantisches System, Abh. d. Heidelb. Akad. d.Wiss.. Philos.-hist. Kl. 1987/2
| SIMON, E., Augustus. Kunst und Leben in Rom um die Zeitenwende, München 1986
| ZANKER, P., Augustus und die Macht der Bilder, München 1987
- Prof. Dr. Helmut Krasser
Elegie [ Kommentar | StudIP] Mi 18-20, A 5
Kommentar: Anhand ausgewählter Beispiele, die von der frühgriechischen Lyrik (u.a.. Archilochos, Solon) über den Hellenismus (u.a. Kallimachos) bis in die augusteische Zeit (Tibull, Properz, Ovid) reichen, sollen Zielsetzungen und Probleme einer Klassifikation von Texten nach Gattungen in den Blick genommen werden. Einen besonderen Schwerpunkt wird im Rahmen der Vorlesung die römische Liebeselegie und ihre literarischen Transformationsprozesse bilden. Ein Reader wird zur Verfügung gestellt. | Die mündliche Modulprüfung wird im Zeitraum vom 13-15.10 2010 durchgeführt.
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - Übung
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- PD Dr. habil. Simone Michel - Freifrau von Dungern
Magie in der Antike [ Kommentar | StudIP] Blockveranstaltung, Ort: siehe Aushang. Termine: Fr, 25.06.2010, 13-18; Sa, 26.06.2010, 12-18; Fr, 09.07.2010, 13-18; Sa, 10.07.2010, 13-18
Kommentar: Ikonographische, literarische sowie historische Zeugnisse des antiken Zauberwesens werden analysiert, wobei der Focus vorrangig auf das klassische Athen gerichtet wird. | Mythologisch bekannte Zauberinnen werden "portraitiert" und der Magier-Beruf charakterisiert (Aufgaben, soziale Stellung). Historische Bezeugungen magischer Praktiken werden vorgestellt (Zauberpuppen, Defixiones, Papyri, Amulette) und mit literarischen Zeugnissen verglichen, wobei insbesondere der Liebeszauber im Vordergrund stehen soll (Terminologie, Definition, praktische Ausübung). Schließlich kann die von klassischer Zeit bis in die nachchristlichen Jahrhunderte zu belegende (heimliche) Realität der magischen Praxis gesellschaftlichen Normen und Wertvorstellungen gegenübergestellt werden. Literatur:
G. Luck, Magie und andere Geheimlehren in der Antike (1990).
| C.A. Faraone - D. Obbink (Hrsg.), Magika Hiera. Ancient Greek Magic and Religion (1991).
| J.G. Gager, Curse tablets and binding spells from the ancient world (1992).
| R. Daniel - F. Maltomini, Supplementum Magicum I- II. Abhandlungen der Rheinisch-Westfälischen Akademie. Sonderreihe Papyrologica Coloniensia XVI 1.2 (1990- 1992).
| R. Kotansky, Greek Magical Amulets. The Inscribed Gold, Silver, Copper, and Bronze Lamellae, Part I: Published Texts of Known Provenance, Papyrologica Coloniensia XXII 1 (1994).
| M. Meyer - P. Mirecki (Ed.), Ancient Magic and Ritual Power. Religions in the Greco Roman World 129 (1995).
| F. Graf, Gottesnähe und Schadenzauber. Die Magie in der griechisch-römischen Antike (1996).
| B. Ankarloo - S. Clark (Ed.), Witchcraft and Magic in Europe. Vol. 2. Ancient Greece and Rome (1999).
| S. Michel, Die Magischen Gemmen. Zauberformeln und magische Bilder auf geschnittenen Steinen der Antike und Neuzeit ( 2004).
| I. Petrovic, Von den Toren des Hades zu den Hallen des Olymp. Artemiskult bei Theokrit und Kallimachos (2007). Internet: www.focus.at/archiv/tuczay_magie1.html | www.focus.at/archiv/tuczay_magie2.html | de.wikipedia.org/wiki/Magie
- Dr. des. Michaela Stark
Die Göttin und die Stadt. Die Akropolis von Athen als Beispiel für Geschlechterdiskurse im 6. und 5. Jahrhundert v. Chr. [ Kommentar] Do 10-12, G 333
Kommentar: Die überwältigende Masse der Weihgeschenke archaischer Zeit stellt junge Mädchen dar. Adressantin solcher Votive ist die jungfräuliche Stadtgöttin Athena, die durch ihre Wehrhaftigkeit und kriegerische Ikonographie vom kanonischen Frauenbild abweicht. Auch andere wichtige Bildzeugnisse, mit denen sich die Stadt Athen in klassischer Zeit repräsentiert, stellen das Bild der Göttin in den Mittelpunkt. | Anhand der statuarischen Weihgaben und des architektonischen Bildschmucks des wichtigsten Heiligtums Athens sollen Geschlechterrollen in Religion und sakralem Raum und ihre gesellschaftspolitische Relevanz untersucht werden. | Im Mittelpunkt der Lehrveranstaltung stehen die intensive Beschäftigung mit den statuarischen Denkmälern auf der Akropolis und deren stilistische und ikonographische Einordnung. Literatur:
L. Schneider - C. Höcker. Die Akropolis von Athen. Eine Kunst- und Kulturgeschichte. (Darmstadt 2001)
| W. Martini, Die archaische Plastik der Griechen (Darmstadt 1990)
| J. Neils, Goddess and polis. The Panathenaic festival in ancient Athens (Hanover 1992)
| K. Karakasi, Archaische Koren (München 2001)
| C. M. Keesling, The Votive Statues of the Athenian Acropolis (2003)
| M. Meyer/N. Brüggemann, Kore und Kouros. Weihgaben für die Götter (2007)
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - Seminar
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - Hauptseminar
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- Dr. Mathias Recke
Kyprische Keramik (mit Exkursion) [ Kommentar | StudIP] Mi 14-16, G 333
Kommentar: Ausgehend von der aktuellen Ausstellung "Kult-Tisch. Kyprische Kermaik im Kontext" und anhand des dort versammelten Materials werden die verschiedenen keramischen Gattungen, die auf der Insel Zypern von der Frühbronzezeit bis in den Hellenismus vertreten sind, studiert: Da anhand von Originalen unmittelbar mit der Keramik gearbeitet werden kann, bietet das Seminar die Möglichkeit, spezifische Charakteristika der verschiedenen Waren kennen zu lernen, die sich anhand von Photographien und Zeichnungen nicht vermitteln lassen. Dazu gehören u.a. Beobachtungen zur Oberflächengestaltung und Fertigungstechniken. Ein gemeinsamer Besuch der Zypern-Ausstellung in Hildesheim wird das Seminar abrunden und die erarbeiteten Merkmale der keramischen Kultur vor dem umfassenderen Hintergrund der materiellen Kultur des kyprischen Archäologie verorten.
| Absprache der Termine in der ersten Sitzung, da das Seminar über weite Strecken als Blockveranstaltung im Wallenfels’schen Haus stattfinden wird Literatur:
K. Nys – M. Recke, Kult-Tisch. Kyprische Keramik im Kontext. (Gießen 2010)
| M. Yon, Manuel de Céramique Chypriote I. Problèmes, Historiques, Vocabulaire, Méthode (Lyon 1976)
| C. M. Adelman, Cypro-Geometric Pottery: Refinements in classification (Göteborg 1976)
| P. M. Bikai, The Phoenician Pottery of Cyprus (Nikosia 1987)
| D. Frankel, Middle Cypriote White Painted Pottery. An Analytical Study of the Decoration (Göteborg 1974)
| Grundlegend die Publikationen der Swedish Cyprus Expedition (SCE):
| P. Dikaios, J. R. Stewart, The Stone Age and the Early Bronze Age in Cyprus. SCE IV:1A (Lund 1962).Ausgrabungsberichte im RDAC.
| P. Åström, The Middle Cypriote Bronze Age. SCE IV:1B (Lund 1972).
| P. Åström, The Late Cypriote Bronze Age. Architecture and Pottery. SCE IV:1C (Lund 1972).
| E. Gjerstad, The Cypro-Geometric, Cypro-Archaic and Cypro-Classical Periods. SCE IV:2 (Stockholm 1948).
| O. Vessberg – A. Westholm, The Hellenistic and Roman Periods. SCE IV:3 (Lund 1956).
| Materialsammlungen im Corpus of Cypriot Antiquities (CCA) in der Reihe SIMA (Studies in
Mediterranean Archaeology); Ausgrabungsberichte im RDAC.
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ALTERTUMSWISSENSCHAFTEN - Sprachkurs
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- Dr. Theodora Dimitroulia-Kohlhaas
Lektüre und Interpretation neugriechischer Literatur [ Kommentar | StudIP] Mi 18-20, C 29
Kommentar: Inhalte: Bearbeiten verschiedener Textsorten und Themen aus Literatur und Lyrik, Presse, Geschichte, Kunst, Landeskunde und Kultur. | Ziele | Förderung der Sprachbeherrschung, Erwerben eines breiten Spektrums von Kenntnissen über Land, Gesellschaft, Geschichte, Kultur und aktuelles Leben. | Teilnahmevoraussetzungen | Sprachkurse Neugriechisch I, II oder entsprechende Sprachkenntnisse
- Dr. Theodora Dimitroulia-Kohlhaas
Neugriechisch II [ Kommentar | StudIP] Mi 14-16, C 29
Kommentar: Der Kurs ist die Fortsetzung des im vergangenen Semesters angefangenen SK I. Es ist für alle gedacht, die den Anfängerkurs im WiSe 2008-09 besucht haben; auch Einsteiger mit entsprechendem Niveau sind willkommen. Literatur:
Ta nea ellinika gia xenous Aristoteles Universität Thessaloniki 2005 . ISBN: 960-231-037-5. (Τα νέα ελληνικά για ξένους, Θεσσαλονίκη 2005 Αριστοτέλειο Πανεπιστήμιο – Ιδρυμα Μανόλη Τριανταφυλλίδη). (Wir beginnen ab Kapitel 7.)
- Dr. Theodora Dimitroulia-Kohlhaas
Neugriechisch IV [ Kommentar | StudIP] Mi 16-18, C 29
Kommentar: Der Kurs baut auf den drei vergangenen Sprachkursen auf. | Studierende mit entsprechenden Kenntnissen können einsteigen. Literatur:
Mathimata Ellinikon – endatiki methodos, University Studio Press Thessaloniki 2001 ISBN: 960-12-0765-1. (Μαθήματα Ελληνικών, μέθοδος εντατικής διδασκαλίας) (Wir beginnen ab Kapitel 8)
- Franziska Edler
Vorbereitungskurs Latinum I, Kurs B [ Kommentar | StudIP] Mi 16-19; Fr 14-17, E 6
Kommentar: Als Textgrundlage wird zu Semesterbeginn ein Reader zur Verfügung gestellt.
| Kursbeginn: siehe Aushang
- Daniela Franz
Vorbereitungskurs Latinum I, Kurs B [ Kommentar | StudIP] Mo 7.30-10; Fr 7.30-10, E 6
Kommentar: Als Textgrundlage wird zu Semesterbeginn ein Reader zur Verfügung gestellt.
| Der Termin der ersten Sitzung steht noch nicht fest. Bitte beachten Sie die Aushänge im Institut. Ausgefallene Sitzungen werden in Blockveranstaltungen nachgeholt.
- Christine Netzler
Vorbereitungskurs Latinum I, Kurs B [ Kommentar | StudIP] Di 16-19; Do 14-17, E 6
Kommentar: Als Textgrundlage wird zu Semesterbeginn ein Reader zur Verfügung gestellt.
- Christine Sacher
Vorbereitungskurs Latinum I, Kurs B [ Kommentar | StudIP] Di 7.30-10; Do 7.30-10, C 27
Kommentar: Als Textgrundlage wird zu Semesterbeginn ein Reader zur Verfügung gestellt.
- Katharina Weil
Vorbereitungskurs Latinum I / Basismodul Lateinische Sprache I [ Kommentar | StudIP] Mo 7.30-10; Fr 7.30-10, C 27
Kommentar: Für den Kurs wird das Lehrbuch "Cursus Brevis" von Gerhard Fink und Friedrich Maier (Bamberg 2000, Buchner-Verlag) zugrundegelegt (Anschaffung erforderlich). Statt der dazugehörigen Begleitgrammatik wird eine hauseigene von Meike Rühl verwendet; sie kann zum Selbstkostenpreis im Sekretariat bei Frau Kozy (Phil. I, Raum D 9) erworben werden
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→ Altertumswissenschaften Sprachkurs
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EVANGELISCHE THEOLOGIE
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EVANGELISCHE THEOLOGIE - Vorlesung
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- Prof. Dr. Frank Thomas Brinkmann
Einführung in die Religionspädagogik [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, A 109 (Phil II)
Kommentar: "Wer sich mit der Religionspädagogik ernsthaft befasst - und dies sei einmal für Studierende der Ev. Theologie bzw. der Ev. Religion angenommen -, wird einfach zu der Erkenntnis kommen müssen, dass es definitiv nicht um eine reine pragmatisch focussierte Anwendungswissenschaft geht, sondern um…" (Abbruch des Zitats. Es soll spannend bleiben!) | Worum geht es in der Religionspädagogik (eigentlich)? Um Theorien religiöser Erziehung, Methoden theologischer Belehrung, Tipps lebenspraktischer Weisung? Geht es um Religionsunterricht für Kinder, Jugendliche, Erwachsene? Was hat das Ganze überhaupt mit Bildung, auch mit religiöser Bildung, zu tun, und was mit (religiöser) Entwicklung - wenn es die überhaupt gibt? Was haben Religion und Bildung gemeinsam (oder auch nicht)? | Die Vorlesung will die wichtigsten Fragen stellen und zu beantworten suchen. Eine kurze "Geschichte der RP" wird erzählt, aber auch einige wichtige Wesensbestimmungen - z.B. von "Religiosität" oder "Glaube(n)" - vorgenommen. Bildungs- und Entwicklungstheorien sollen diskutiert werden, und am Ende gilt es, die wichtigsten Schnittstellen und Berührungspunkte von RP und den weiteren theologischen Disziplinen, aber auch nichttheologischer Wissenschaften und Diskurse zu umreißen.
- Prof. Dr. Ute E. Eisen
Das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte als erste große Geschichte des Christentums [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, H 205
Kommentar: Das Lukasevangelium und die Apostelgeschichte bilden ein zusammenhängendes Erzählwerk. Kein anderes Evangelium greift so weit in der Erzählung der Geschichte Jesu aus - allein hier wird die Himmelfahrt Jesu erzählt. Das zweite Buch, die Apostelgeschichte, erzählt diese erneut (und anders!) und schildert anschließend Jesu Auftrag, das Evangelium "bis ans Ende der Erde" (Apg 1,8) zu verkündigen. Die Umsetzung folgt in den übrigen 27 Kapiteln des Buches. Neben Petrus ist vor allem Paulus der Protagonist. Der Erzähler gibt vor, diesen streckenweise begleitet zu haben (vgl. die sog. Wir-Passagen). Paulus gelangt schließlich als Gefangener nach Rom. Über sein Ende erfahren die LeserInnen bis auf dunkle Andeutungen nichts, obwohl der Verfasser darüber informiert gewesen sein muss. | Das lukanische Doppelwerk wirft zahlreiche Fragen auf, die in dieser Vorlesung diskutiert werden sollen. Vor allem werden große Themen dieses umfangreichen Erzählwerkes nachgezeichnet und interpretiert, wie etwa die spektakuläre Geburtsgeschichte Jesu und ihre Hintergründe, der Reisebericht des Lukasevangeliums, die vielfältigen Mahlszenen, die Kapitalprozesse Jesu im Lukasevangelium und des Paulus in der Apostelgeschichte, die Parallelen aufweisen, die kommunistische Gütergemeinschaft der Jerusalemer Gemeinde, die große Apostelversammlung zur Heidenmission, das sehr eigene Paulusporträt der Apostelgeschichte und vieles mehr. Literatur:
Michael Wolter, Das Lukasevangelium (HNT 5), Tübingen 2008.
| Robert Tannehill, The Narrative Unity of Luke-Acts. A literary Interpretation, 2 vols., Minneapolis 1991/1994.
- Prof. Dr. Ute E. Eisen
Einführung in das Neue Testament [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, B 030 (Phil II)
Kommentar: Ziel dieser Vorlesung ist es, in die Literatur und Theologie des Neuen Testaments einzuführen und einen Überblick über die Geschichte des frühen Christentums zu geben. Die Vorlesung dient der Vermittlung von Grund- und Überblickswissen, wie es für die Studiengänge im Fach Evangelische Religion zum Examen vorausgesetzt wird. | Als Vorbereitung ist die Lektüre des Neuen Testaments begleitet vom Studium einer Bibelkunde empfohlen (Martin Rösel/Klaus Michael Bull, Elektronische Bibelkunde [Elektronische Ressource]: Altes Testament mit Apokryphen, Neues Testament und Apostolische Väter. Interaktive Lernsoftware, aktual. Neuauflage Stuttgart 2006).
| offen für 10 Referenzfachstudierende AB und BFK Literatur:
Ebner, Martin (Hg.), Einleitung in das Neue Testament (Kohlhammer-Studienbücher Theologie 6), Stuttgart 2008
| Theißen, Gerd: Das Neue Testament, München 2006,3
| Ders. / Merz, Annette: Der historische Jesus. Ein Lehrbuch, 3., durchges. und um Literaturnachtr. erg. Auflage, Göttingen 2001
| Wischmeyer, Oda (Hg.): Paulus. Leben - Umwelt - Werk - Briefe (UTB 2767), Tübingen
- Prof. Dr. Athina Lexutt
Geschichte des christlichen Mönchtums [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, H 205
Kommentar: Klöster - nie waren sie so wertvoll wie heute. Könnte man jedenfalls meinen, wenn man den Run der letzten Jahre auf Klöster, Meditation und stille Tage beobachtet, der vor allem von ausgebrannten und sinnsuchenden Frauen und Männern aus den Vorstandsetagen und Managerebenen ausgeht. Die Oasen der Ruhe versprechen Selbstfindung und innere Freiheit. Wo kein Handy klingelt und kein Fernseher auf dem Zimmer zum Zappen auf 9Live einlädt, keine statistischen Kurven auf Computerbildschirmen aufleuchten und keine überlaufende Emailbox angeklickt werden kann, da sind Frieden und Seelebaumelnlassen plötzlich in greifbare Nähe gerückt. Klöster, Mönchtum und Orden sind aber nicht nur ein Phänomen, das in der Gegenwart anziehend wirkt, sondern immer schon ging eine gewisse Faszination von ihnen aus, und immer waren sie in bestimmter Hinsicht ein Spiegel der gesellschaftlichen Zustände. Diesem `immer schon‘ wollen wir in dieser Vorlesung nachgehen, indem wir die zentralen Kapitel der Ge¬schichte des christlichen Mönchtums aufschlagen und Licht- und Schattenseiten dieser Lebensform genau unter die Lupe nehmen.
| offen für 10 Referenzfachstudierende AB und BFK
| Anmeldung bis 01.04.
- N. N.
Theologische und Philosophische Ethik [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, H 205
Kommentar: Ethik hat es nicht nur mit dem menschlichen Handeln, sondern mit der Gesamtausrichtung des menschlichen Selbstverständnisses zu tun. Es geht in ihr nicht nur darum Krisenphänomene zu bewältigen, sondern auch konstruktive Beiträge für die Gestaltung des menschlichen Zusammenlebens in der Politik wie im Alltag zu bieten. Dabei wird auch das Verhältnis von Theologie und Ethik geklärt werden müssen. Wir wollen uns in der Vorlesung diesem Gesamtanspruch der Ethik widmen, indem wir uns unter anderem das Verhältnis von theologischer und philosophischer Ethik in ihren jeweiligen Eigenständigkeit aber auch ihrer Ergänzungsfähigkeit zuwenden. Die Ethik soll dabei von ihren griechischen und biblischen Wurzeln her beleuchtet werden. | Begleitend zu dieser Vorlesung kann auch das Seminar Glauben und Wissen besucht werden.
| offen für 10 Referenzfachstudierende AB und BFK Literatur:
Svend Andersen, Einführung in die Ethik, 2002
| Otfried Höffe: Lesebuch zur Ethik. Philosophische Texte von der Antike bis zur Gegenwart (Beck'sche Reihe), 3., durchges. Aufl. 2002)
| Otfried Höffe, Lexikon der Ethik, 2. Aufl. 2003
| Pannenberg, W., Grundlagen der Ethik, Göttingen 1996
- Prof. h.c. Dr. habil. Eckhard von Nordheim
Die Geschichte der Prophetie II:
vom babylonischen Exil bis in die Zeit Jesu [ Kommentar | StudIP] Do 12-14, H 205
Kommentar: Der 2. Teil der Vorlesung behandelt streikbedingt auch noch Propheten der vorexilischen Zeit und fährt dann fort mit der Prophetie im babylonischen Exil und nach der Rückkehr aus dem Exil in Israel. Daran anschließend kommen prophetische Schriften aus der zwischentestamentlichen Zeit bis hin zur Entstehung des Neuen Testamentes in den Blick. | Der 2. Teil der Vorlesung kann unabhängig vom 1.Teil besucht werden. Der Besuch des 1.Teils ist nicht Bedingung für den Besuch des 2. Teils. Literatur:
Begleitende Literatur wird während der Vorlesung genannt.
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→ Inhalt
→ Evangelische Theologie Vorlesung
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EVANGELISCHE THEOLOGIE - Seminar
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- Prof. Dr. Ute E. Eisen - Prof. Dr. Frank Thomas Brinkmann
Interdisziplinäres Seminar
Gottesbegegnung(en) in Schrift und Film [ Kommentar | StudIP] Mo 13-16, H 205
Kommentar: Gott begegnen? Davon erzählt die Bibel, davon erzählen Filme - beide jedoch vor dem Hintergrund ihrer jeweiligen medialen Kultur. Manche filmischen Erzählungen greifen auf biblische Vorlagen und Motive zurück, manche tun dies nicht. Zumindest nicht explizit, bisweilen auch wenig eineindeutig. Und was macht eigentlich die Bibel - oder eben auch: das Kino - überhaupt zum Ort der Gottesbegegnung? | Solche Fragen und Verhältnisklärungen bestimmen den Fokus dieses Seminars, das zunächst biblisch-narrative und theologisch-spekulative Modelle von "Gottesbegegnung" (Offenbarung) diskutiert, um sodann ausgewählte Filme auf ihre Bezüge zu "traditionellen" und "(Post-)modernen" Religionskulturen hin zu analysieren und im Blick auf Religionsproduktivität (Ermöglichung von Gottesbegegnung) zu interpretieren. | Im Ergebnis verfolgen wir ein doppeltes Ziel: Zum Einen wollen wir den Dialog biblischer und aktueller Sinnhorizonte mit exegetischen und rezeptions- sowie medienästhetischen Perspektiven abgleichen; zum anderen gilt es, überhaupt zu fragen, was der theologisch verantwortete Sinn einer Rede von "Gottesbegegnungen" sein kann. Literatur:
Robert Jewett, Saint Paul at the Movies. The Apostle's Dialogue with American Culture, Louisville 1993
| Ders., Saint Paul Returns to the Movies. Triumph over Shame, Grand Rapids 1999
| Ammon, M. / Gottwald, E. (Hg.), Kino und Kirche im Dialog, Göttingen 1996
| Kuhn, M. / Hahn, J.G. / Hoekstra, H. (Hg.), Hinter den Augen ein eigenes Bild. Film und Spiritualität, Zürich 1991
| May, John / Bird, Michael, Religion in Film, Knoxville (University of Tennessee Press), 1982
- Prof. Dr. Erhard S. Gerstenberger
Gebete und Lieder im Alten Testament (Psalmengattungen) [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, H 210
Kommentar: Im Psalter und in anderen alttestamentlichen Buechern sind Gebete und Lieder Altisraels überliefert, die bis in unsere Zeit hinein Bibelleser und Gemeinden, auch Schulklassen! bewegen können. Es sind Texte aus unterschiedlichen Epochen und Lebenssituationen mit elementaren Aussagen und Fragen zu Glaubenshaltung und Lebensgestaltung. | In der Vorlesung sollen die Verschiedenen Gattungen (Textsorten) der Psalmen an Hand von mehreren Übersetzungen herausgearbeitet und mit der heutigen Lebenswirklichkeit verglichen werden. Es handelt sich vor allem um "Klage und Bitte des Einzelnen und der Gemeinde", "Lob- und Danklieder" und "Predigt und Unterweisung". Eine gegenwarts- und praxisbezogene Auslegung wird angestrebt. Literatur:
Hermann Gunkel und Joachim Begrich, Einleitung in die Psalmen (1933, Nachdruck 1967ff)
| Klaus Seybold, Die Psalmen. Eine Einführung (2. Aufl. 1991)
| E.S. Gerstenberger, Psalms, vol. 1 (1988), vol. 2 (2001)
- PD Dr. Rochus Leonhardt
Politische Ethik im deutschen Protestantismus des 20. Jahrhunderts [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, H 210
Kommentar: Die Frage, wie das Verhältnis von Politik und Religion gestaltet werden soll, steht seit einigen Jahren weltweit (wieder) auf der Tagesordnung. Der deutsche Protestantismus des 20. Jahrhunderts hat, was diese Frage angeht, eine höchst ambivalente Geschichte, die in der Veranstaltung in Grundzügen nachvollzogen wird. Dabei kommen vier unterschiedliche Aspekte zur Geltung: 1. Die konservativ-lutherische Ordnungsethik der Weimarer Zeit (mit ihrer Affinität zum Nationalsozialismus); 2. der Linksbarthianismus der westdeutschen Nachkriegszeit (mit seiner Sympathie für sozialrevolutionäre Praxis); 3. der lange Weg zu einer theologisch begründeten Anerkennung der durch das Grundgesetz repräsentierten politischen Ordnung; 4. die kirchliche und theologische Auseinandersetzung mit der Situation des real existierenden Sozialismus in der DDR. Literatur:
Wird im Seminar bekannt gegeben.
- PD Dr. Rochus Leonhardt
Thomas von Aquin: Texte aus der „Summa Theologiae“ [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, H 215
Kommentar: Thomas von Aquin (1224-1274) gilt mit Recht als der wichtigste Theologe des Mittelalters. Nicht zuletzt wegen seiner Bedeutung für den modernen und gegenwärtigen Katholizismus ist sein Denken nicht nur von historischem, sondern auch von systematischem Interesse. Die Veranstaltung möchte anhand der Lektüre exemplarischer Texte einen Einblick in die komplexe und faszinierende Gedankenwelt eines Theologen geben, der gerade seit dem 20. Jahrhundert auch zahlreiche evangelische Forscher angeregt hat. Literatur:
Thomas von Aquin, Die doctrina christiana als Wissenschaft. Berühmte Traktate und kleinere Schriften. Aus dem Lateinischen und herausgegeben von Wilhelm Metz, Frankfurt am Main 2009: Verlag der Weltreligionen (38.00 EUR; um Anschaffung wird gebeten).
- Prof. Dr. Athina Lexutt
Luther und Rom [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, H 205
Kommentar: Der Papst in Rom ist reizend. Meint: eine Reizfigur. Er polarisiert und provoziert. Und gleich-zeitig kann keiner die Massen so begeistern wie der Herr in Weiß mit den roten Schuhen. Das ist heute ein Phänomen. Und das war es im 16. Jahrhundert schon genauso. Luthers Profil in Leben und Lehre ist kaum denkbar ohne die konkrete Auseinandersetzung mit Rom und seinem geistlichen Oberhaupt: Luthers anfängliches Bemühen um einen Schulterschluss mit dem Papst im Kampf gegen eine falsche kirchliche Praxis; seine Enttäuschung darüber, dass dieser sich als Feind des Evangeliums erwies; sein Kampf gegen den daraufhin von ihm als Antichristen titulierten römischen Bischof - das sind Facetten dieses Verhältnisses. Und eben diesen Facetten wollen wir im Seminar durch gründliches Quellenstudium nachgehen. Um das 16. Jahrhundert besser zu verstehen. Und um die Frage zu beantworten, wie heute ein Verhältnis zwischen Protestantismus und Rom gestaltet werden kann.
- Prof. Dr. Athina Lexutt
Schleiermacher: Reden über die Religion [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, H 205
Kommentar: Friedrich Daniel Ernst Schleiermacher gehört zweifellos zu den bedeutendsten Gestalten des nachreformatorischen Protestantismus, denn er hat mit verschiedenen Aussagen und Begriffs-definitionen die Weichen gestellt für eine an Reformation wie an neuzeitlichen Bedingungen orientierte evangelische Theologie. Er gilt vielen als Kirchenvater der Neuzeit, und in jüngerer Zeit scheint an dieser modernen Ikone kaum noch ein Weg vorbeizuführen. Insbesondere dann, wenn man daran interessiert ist, ‘Theologie‘und ‘Religion‘ zu verstehen und danach zu fragen, was man eigentlich unterrichtet, wenn man ‘Religion‘ unterrichtet. Oder daran, was ‘Religion‘ in einer Gesellschaft bedeutet, die von sich behauptet, dass in ihr ‘Religion‘ eine wenn überhaupt, dann untergeordnete Rolle spielt. Wir wollen uns Schleiermacher und seinem Religionsbegriff nähern, indem wir eines seiner bedeutendsten Werke miteinander lesen und diskutieren: `Über die Religion. Reden an die Gebildeten unter ihren Verächtern'. Der Text ist in irgendeiner Variante (Reclam ist die günstigste) anzuschaffen.
- N. N.
Glauben und Wissen [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, H 210
Kommentar: Das Verhältnis von Glaube und Wissen, Vernunft und Glaube zu klären und zu bestimmen, ist eine Aufgabe, mit der sich das Christentum von seinen Anfängen her konfrontiert sieht. Indem es aus einem Zusammenspiel von griechischem und hebräischem Denken erwachsen ist, lassen sich beide Aneignungsformen menschlicher Wirklichkeit nicht mehr strikt von einander trennen, wohl aber unterscheiden. Das heißt aber, dass sie bleibend aufeinander bezogen sind. Wie sich die Verhältnisbestimmungen gestalten, soll anhand verschiedener theologischer Positionen geprüft werden. Literatur:
Literatur wird in der Sitzung bekannt gegeben
- N. N.
Sören Kierkegaard, Texte zu Philosophie und Christentum [ Kommentar | StudIP] Do 18-20, H 205
Kommentar: Kierkegaard ist ein bedeutender Philosoph und religiöser Denker des 19. Jahrhunderts und darüber hinaus wegweisend für ein modernes Verständnis nicht nur von christlicher Theologie und Religion, sondern der Kultur überhaupt, der es vor allem erlaubt, die religiösen Grundlagen der Kultur zu erhellen. Anhand verschiedener Schriften soll sein Denken die Erschließungskraft menschlichen Selbstverständnisses ebenso wie auf die mögliche Gestaltungskraft für die Gesellschaft untersucht werden. Überlegungen zur Gegenwartsbedeutung von Theologie und Religion für die Kultur werden an Kierkegaards Einsichten nicht vorbeigehen können. Literatur:
Literatur wird in der Sitzung bekannt gegeben.
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GESCHICHTE
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GESCHICHTE - Vorlesung
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- Apl. Prof. Dr. Frank Becker
Europäische Machtpolitik im Zeitalter des Imperialismus [ Kommentar | StudIP] Mi 14-16, A 5
Kommentar: Nach der Auflösung des Wiener Systems durch den Krimkrieg (1853-56) begann ein neues Zeitalter in der Geschichte der Beziehungen zwischen den europäischen Mächten. Nicht länger durch ein konzertiertes Mächtegleichgewicht, sondern durch frei gewählte und oftmals geheim geschlossene Bündnisse sollten die Interessen der Staaten gewahrt werden. Die einzelnen Bündnisse ergänzten sich zu einem Bündnissystem, wobei die Veränderung eines einzelnen Elements die Veränderung des gesamten Systems nach sich zog. Die internationale Politik stellte sich für die Verantwortlichen, um Bismarcks berühmtes Wort zu variieren, also als ein Jonglieren mit vielen Bällen dar, das stets in der Gefahr schwebte, durch den Verlust eines Balles das gesamte Spiel zu zerstören. Vor diesem konzeptionellen Hintergrund soll in der Vorlesung die Geschichte der europäischen Machtpolitik zwischen dem Krimkrieg und der Zeit zwischen den Weltkriegen erörtert werden. Literatur:
Hildebrand, Das vergangene Reich. Deutsche Außenpolitik von Bismarck bis Hitler, Berlin 1999
| Eric J. Hobsbawm, Das imperiale Zeitalter 1815-1914, Frankfurt a. M. 2004
| Jürgen Osterhammel, Die Verwandlung der Welt. Eine Weltgeschichte des 19. Jahrhunderts, München 4. Aufl. 2009
| Gregor Schöllgen, Das Zeitalter des Imperialismus, München 4. Aufl. 2000
- Prof. Dr. Hans-Jürgen Bömelburg
Polen-Litauen (1386-1795) [ Kommentar | StudIP] Do 16-18, A 3
Kommentar: Behandelt wird die politische, sozioökonomische und kulturelle Geschichte des polnisch-litauischen Reichsverbands zwischen der Personalunion (1386) und den Teilungen Polen-Litauens (1795) in vergleichender europäischer Perspektive. Auf Polen-Litauen als Vorgängerstaat berufen sich heute neben Polen und Litauen auch Weißrussland und die Ukraine. Vor dem Hintergrund eines neuen Forschungsinteresses an dem - neben dem Alten Reich - größten mitteleuropäischen Herrschaftsverband wird die Verfassungsentwicklung beschrieben und werden politische Schlüsselereignisse eingeordnet. Im Zentrum stehen folgende Fragen: 1) Kommunikation und staatliche Integration, Zentrum und Peripherie: Mit welchen Mitteln und bis zu welchem Grade gelang es auf einer kommunikativ schlecht erschlossenen Fläche von fast 1.000.000 km² dennoch eine Integration und Stabilität herbeizuführen. | 2) Multigreligiosität und Konfessionalisierung: Polen-Litauen ist einerseits von Anfang an ein multireligiöser Verband (Abweichung vom klassischen abendländischen Paradigma in Mittelalter und früher Neuzeit!), im 16. Jahhundert ein Fluchtpunkt von Glaubensflüchtlingen, andererseits kommt es auch hier zu Prozessen einer Spätkonfessionalisierung gerade im 17. und 18. Jahrhundert. Schließlich ist Polen-Litauen das unbestrittene Zentrum der europäischen Judenheit. Wie kann diese Spannung analytisch gefasst werden und was sind Forschungsfragen? | 3) Modernität und Rückständigkeit: Polen-Litauen gilt - übrigens auch in erheblichen Teilen der älteren deutschen Frühneuzeitforschung! - als terra incognita und tendenziell unterentwickelter, rückständiger Herrschaftsverband. Wie ist diese - bereits im 18. jahrhundert entstandene - Wahrnehmung mit der Modernität der monarchia mixta-Konzeptionen und avancierten Republikanismus-Konzepten zu verbinden, die zeitgleich entwickelt wurden? | 4) Nationskonstrukionen und deren Reichweite: Polen-Litauen zeichnet sich politisch und kulturell durch die Konkurenz unterschiedlicher Nationskonzepte aus: Eine polnische (Adels-)Nation stand neben einer litauischen Nation, nachweisbar ist eine frühneuzeitliche republikanische preußische Nation, deren Entwicklung im 18. Jahrhundert abbrach, sowie seit dem 17. Jahrhundert eine ruthenische (= ukrainische) Nation. Wie koexistierten diese Nationskonzepte miteinander? Kann man - wie manchmal in der Forschung geschehen - von einer Staatsbürgergesellschaft sprechen, die aktuell manchmal mit der EU parallelisiert wird? Literatur:
Lübcke, Christian, Müller, Michael G., Jaworski, Rudolf: Eine kleine Geschichte Polens. Frankfurt a.M. 2000 (forschungsnahe Einführung)
| Bömelburg, Hans-Jürgen: Frühneuzeitliche Nationen im östlichen Europa. Das polnische Geschichtsdenken und die Reichweite einer humanistischen Nationalgeschichte (1500-1700). Wiesbaden 2006.
| Frost, Robert I.: The northern wars. War, state, and society in northeastern Europe, 1558-1721. Harlow ²2005. (Gesellschafts- und Militärgeschichte)
| Frick, D., Rohdewald, S. (Hg.): Litauen und Ruthenien. Studien zu einer transkulturellen Kommunikationsregion (15.-18. Jahrhundert). Lithuania and Ruthenia. Studies of a Transcultural Communication Zone (15th-18th Centuries). Wiesbaden 2007 (Geschichte der östlichen Hälfte Polen-Litauens)
| Niendorf, Mathias: Das Großfürstentum Litauen. Studien zur Nationsbildung in der Frühen Neuzeit (1569-1795). Wiesbaden 2006 (beste Darstellung zum Gftm. Litauen)
| Hundert, Gershon D.: Jews in Poland-Lithuania in the eighteenth century. A genealogy of modernity. Berkeley, Los Angeles 2004 (beste Synthese jüdischer Geschichte)
| Fiszman, S. (Hg.): Constitution and Reform in Eighteenth-Century Poland. The Constitution of 3 May 1791. Bloomington, Indianapolis 1997 (Sammelband mit wichtigen Beiträgen v.a. zum 18. Jahrhundert)
| (Einzige analytische Darstellung zu den Teilungen in westlichen Sprachen)
- Prof. Dr. Frank Bösch
Die Europäische Einigung: Historische Entwicklung und gegenwärtige Praxis [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, A 4
Kommentar: Die Vorlesung diskutiert die aktuellen medialen Debatten über Europa in historischer Perspektive. Wie entwickelten sich etwa die Vorstellungen über die Grenzen Europäischen Einigung, die derzeit vor allem beim Türkei-Beitritt umstritten sind? Wie wandelten sich die derzeit umkämpften Formen der politischen Repräsentation? Oder wie entstanden die derzeitigen Annäherungen im Bildungswesen (PISA/Bologna-Prozess u.a.), die Wirtschafts- und Währungsgemeinschaft, das europäische Recht oder Formen medialer Kooperation? Derartige Fragen werden systematisch aufgegriffen. Obgleich Formen der europäischen Kooperation im Vordergrund stehen, diskutiert die Vorlesungen ebenso Unterschiede zwischen den einzelnen Ländern. Literatur:
Clemens, Gabriele u.a.: Geschichte der europäischen Integration. Ein Lehrbuch, Paderborn 2008.
| Kaelble, Hartmut: Sozialgeschichte Europas. 1945 bis zur Gegenwart, München 2007.
| Mittag, Jürgen: Kleine Geschichte der Europäischen Union : von der Europaidee bis zur Gegenwart, Münster 2008
- Prof. Dr. Thomas Bohn
Geschichte der Sowjetunion [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, A 3
Kommentar: Inspiriert durch die sog. Archivrevolution konzentrierte sich die historische Forschung nach der Auflösung der Sowjetunion zunächst ganz auf das Phänomen des Stalinismus. Zweifelsohne artete der unter Stalin unternommene Versuch, den "Sozialismus in einem Land" zu errichten, in eine Diktatur aus, die unzähligen Menschen das Leben kostete. Wie die Untersuchungen der letzten Jahre zeigen, greift das Erklärungsangebot der Totalitarismusthese zu kurz. In diesem Sinne sollen das Herrschafts- und Gesellschaftssystem der Sowjetunion aus sozialhistorischer und kulturgeschichtlicher Perspektive neu beleuchtet werden. Dabei werden die Besonderheiten des Stalinismus, der Entstalinisierung und der Perestrojka thematisiert. Als roter Faden dient die These: Die Geschichte der Sowjetunion ist die Geschichte eines Landes, das der Urbanisierung unterliegt. | Die Vorlesung schließt mit einer Klausur. Literatur:
Die Sowjetunion. Von der Oktoberrevolution bis zu Stalins Tod. Bd. 1: Staat und Partei. Hrsg. v. Helmut Altrichter. Bd. 2: Wirtschaft und Gesellschaft. Hrsg. v. Helmut Altrichter und Heiko Haumann. München 1986-1987 (dtv dokumente).
| Handbuch der Geschichte Russlands. Bd. 3: 1856-1945. Von den autokratischen Reformen zum Sowjetstaat. Hrsg. v. Gottfried Schramm. 2 Hlbbde. Stuttgart 1983-1992. Bd. 5: 1945-1991. Vom Ende des Zweiten Weltkriegs bis zum Zusammenbruch der Sowjetunion. Hrsg. v. Stefan Plaggenborg. 2 Teilbde. Stuttgart 2002-2003.
| Hildermeier, Manfred: Die Sowjetunion 1917-1991. München 2001 (Oldenbourg Grundriss der Geschichte 31).
| Plaggenborg, Stefan: Experiment Moderne. Der sowjetische Weg. Frankfurt am Main/New York 2006.
- Prof. Dr. Horst Carl
Frühe Neuzeit global. Die Verwandlung der Welt 1500-1800 [ Kommentar | StudIP] Mi 10-12, A 3
Kommentar: Globalgeschichte ist aktuell einer der besonders innovativen und dynamischen Bereiche innerhalb der Geschichtswissenschaften, doch ist dieses Konzept bislang vor allem für das 19. und 20. Jahrhundert erprobt. Die Vorlesung möchte skizzieren, wie sich entsprechende Ansätze auch für die Frühe Neuzeit fruchtbar machen lassen. Im Zentrum wird dabei die Frage stehen, ob die überkommene eurozentrische Perspektive einer Geschichte der europäischen Expansion für die Frühe Neuzeit noch angemessen ist. Literatur:
Reinhard, Wolfgang : Geschichte der europäischen Expansion, Bd. 1: Die alte Welt bis 1818, 1983; Bd. 2: Die neue Welt, 1985.
| Osterhammel, Jürgen: Die Verwandlung der Welt. Eine Geschichte des 19. Jahrhunderts, 3. Aufl. 2009.
| Pelizaeus, Ludolph, Der Kolonialismus. Eine Geschichte der europäischen Expansion, 2008.
| Eberhard Schmitt (Hg.), Das Leben in den Kolonien (Dokumente zur Geschichte der Europäischen Expansion 5), 2003
- PD Dr. Alexander Jendorff
Die Frühe Neuzeit als Epoche des Wandels [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, A 5
Kommentar: Die Frühe Neuzeit gilt als Epoche spezifischen Wandels hin zur Moderne, in der das Phänomen der Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen zu beobachten ist. Daher verfügt sie über ganz eigene Merkmale, die sie vom Mittelalter und von der Moderne trennen. Diese Spezifika herauszuarbeiten und den Begriff des Wandels zu problematisieren, wird das Anliegen der Veranstaltung sein. Was änderte sich zwischen dem ausgehenden 15. und dem beginnenden 19. Jahrhundert und welchen Grad besaß der attestierbare Wandel, auf welchen Feldern fand Wandel statt und inwiefern stellte er einen radikalen bzw. fundamentalen Umbruch oder nur temporäre bzw. graduelle Veränderung dar? Anders ausgedrückt: Wie mittelalterlich war die Frühe Neuzeit und inwiefern war sie modern? Was macht sie zur 'Frühen' Neuzeit oder ist sie schlicht die Vor-Moderne? Relevant erscheinen solche Fragen nicht nur aus genuin fachwissenschaftlicher, sondern gerade auch fachdidaktischer Perspektive. Hierzu werden die Themengebiete Herrschaft, Religion, Wirtschaft, Mentalitäten und Bevölkerungsentwicklung exemplarisch behandelt und in einen europäischen Gesamtkontext gestellt. Literatur:
Michael Erbe, Frühe Neuzeit, Stuttgart 2007
| Thomas Brady et al. (ed.), Handbook of European History, 1400-1600, Leiden et al. 1994
| Helmut Neuhaus, Die Frühe Neuzeit als Epoche, München 2009
| Heinz Schilling, Aufbruch und Krise, Berlin 1994
| Heinz Schilling, Höfe und Allianzen, Berlin 1994
| Anette Völker-Rasor, Frühe Neuzeit, München 2009
- Prof. Dr. Markus Koller
Südosteuropa in der Vor- und Frühmoderne [ Kommentar | StudIP] Mo 14-16, A 3
Kommentar: Die Vorlesung richtet den Blick auf die politischen und kulturellen Entwicklungen in Südosteuropa vom Beginn des 19. Jahrhunderts bis zum Ende des Ersten Weltkriegs. Diese Periode der südosteuropäischen Geschichte wird meist im Kontext der sog. Orientalischen Frage interpretiert, worunter die in dieser Zeit fast permanent andauernde Krisensituation verstanden wird, die durch die militärische Schwäche des Osmanischen Reiches und die Rivalitäten unter den europäischen Staaten heraufbeschworen worden war. Es war gleichzeitig auch der Zeitraum, in dem die in West- und Mitteleuropa entstandenen Ideen von Nation und Volk in Südosteuropa politische Wirkungsmacht erlangten, indem sie zu Nations- und Nationalstaatsbildungen führten. Vor dem Hintergrund solcher Transferprozesse werden in der Vorlesung auch die politischen und kulturellen Verflechtungen mit Westeuropa und Russland aufgezeigt werden. Literatur:
M.S. Anderson, The Eastern Question, 1774-1923. A Study in international Relations. New York 1983.
- PD Dr. Rainer Liedtke
Europäisch-jüdische Geschichte, 1492-1870 [ Kommentar | StudIP] Fr 10-12, A 5
Kommentar: Die Vorlesung gibt einen Überblick über die Geschichte der Juden in Europa zwischen der dem Abschluss der "Reconquista" auf der iberischen Halbinsel und den 1870er Jahren, als die Juden in fast allen europäischen Ländern die politische Gleichberechtigung erhielten. Die Veranstaltung verbindet eine grob chronologisch geordnete Darstellung mit thematischen Schwerpunkten und geht dabei auf die politische Geschichte der Minderheit wie auch ihre wirtschaftliche, soziale und kulturelle Entwicklung ein. Zwar werden zum Teil auch innerjüdische Prozesse und Strukturen beleuchtet, aber im Wesentlichen wird die jüdische Geschichte als integraler Bestandteil der europäischen Geschichte betrachtet. Im folgenden Semester wird es einen thematischen Anschluss mit einer Vorlesung zur europäisch-jüdischen Geschichte von 1870 bis zur Gegenwart geben. Literatur:
Uri Kaufmann, Kleine Geschichte der Juden in Europa, Berlin 2003
| Jeremy Cohen / Moshe Rosman (Hg.) Rethinking European Jewish History, Oxford 2009
| Stefan Litt, Geschichte der Juden Mitteleuropas, Darmstadt 2009
| Jonathan Karp, The Politics of Jewish Commerce. Economic Thought and Emancipation in Europe, 1638 - 1848, Cambridge 2008
- Prof. Dr. Vadim Oswalt
Wie man Geschichte (an-) ordnen kann - Historische Methodik und Geschichtsunterricht [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, A 5
Kommentar: Stärker noch als in anderen Fächern stellt sich beim historischen Lernen die Frage der Beziehung von Fachmethodik und Lehr- Lernprozessen. Ausgehend von dieser Fragestellung widmet sich die Vorlesung den methodischen Möglichkeiten zur Gruppierung und Gliederung von Geschichte. Dabei geht es um die Frage, was von Konzepten wie Dauer und Wandel u.ä. oder Operationen wie Erklären und Verstehen etc. implizit in Lernprozessen vorkommen muss oder welche geschichtsmethodische Kompetenz Schülerinnen und Schüler explizit aufbauen müssen. | Die theoretischen Aspekte werden dabei auf konkrete Unterrichtsstunden und Lehrplaneinheiten bezogen. Literatur:
Bergmann, Klaus u. a. (Hrsg.), Handbuch der Geschichtsdidaktik, 5. überarb. Aufl. Seelze 1997.
| Mayer, Ulrich u.a. (Hrsg.), Handbuch Methoden im Geschichtsunterricht, Schwalbach 2004.
| Weitere Literatur wird zu Beginn des Semesters bekannt gegeben (studip)
- PD Dr. Michael Rothmann
Marktkonzepte im europäischen Mittelalter [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, R 303 (Rathenaustr. 8)
- PD Dr. Elke Stein-Hölkeskamp
Die athenische Demokratie [ Kommentar | StudIP] Do 14-16, A 2
Kommentar: In der Zeit zwischen Solon und Perikles entwickelte sich in Athen die erste Demokratie der Weltgeschichte. Es bildete sich eine Staatsform heraus, in der alle Bürger in einmaliger Weise direkt und dauernd an der politischen Willensbildung beteiligt waren. Ziel der Vorlesung ist es, die Grundlagen dieser politischen Kultur aufzuzeigen. Dabei sollen nicht nur Institutionen und Verfahren, die Gesellschaft und ihre Gliederung thematisiert werden, sondern auch die spezifischen Ausprägungen des kulturellen Lebens einbezogen werden: Kunst und Architektur, Theater und Fest, Philosophie und Geschichtsschreibung. Literatur:
J. Bleicken, Die athenische Demokratie, Paderborn etc. 4. Aufl. 1995
| Chr. Meier, Athen. Ein Neubeginn der Weltgeschichte, München 1995
| P. Funke, Athen in klassischer Zeit, München 2. Aufl. 2003
| W. Nippel, Antike oder moderne Freiheit? Die Begründung der Demokratie in Athen und in der Neuzeit, Frankfurt 2008
- PD Dr. Elke Stein-Hölkeskamp
Einführung in die römische Geschichte [ Kommentar | StudIP] Mo 14-16, A 4
Kommentar: Überblick über die römische Geschichte von der Frühzeit bis zur Spätantike. Neben der Ereignisgeschichte liegen die Schwerpunkte auf der Verfassung der Republik, dem Entstehen und Funktionieren des Prinzipats und der Neuorganisation des Reiches unter Diokletian und Konstantin dem Großen. Literatur:
Klaus Bringmann, Römische Geschichte (2006)
| Gehrke, Hans-Joachim - Schneider, Helmuth, Geschichte der Antike (2006)
- Prof. Dr. Stefan Tebruck
Die Christianisierung Europas [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, A 2
Kommentar: Mission und Christianisierung haben in den rund acht Jahrhunderten zwischen dem Untergang des Weströmischen Reiches und dem Beginn des Spätmittelalters das Gesicht des werdenden Europa wesentlich mitgeprägt. Der Prozess der Christianisierung zeigt sich dabei als außerordentlich vielschichtiger, alle Bereiche des Lebens erfassender Vorgang: politische Ordnungen, soziale Verfassung und geistige Kultur werden vom Christentum bestimmt, das sich in der mittelalterlichen Kirche eine institutionalisierte Form gibt, die symbiotisch mit "Staat" und "Gesellschaft" verbunden ist. Die Vorlesung wird eine Einführung in die Geschichte dieser früh- und hochmittelalterlichen Entwicklungen geben, in deren Verlauf sich nicht nur die entstehende europäische Gesellschaft veränderte, sondern auch das Christentum selbst einen komplexen Inkulturationsprozess durchlief. Literatur:
Angenendt, Arnold: Geschichte der Religiosität im Mittelalter, 2. Aufl., Darmstadt 2000, ND 2009.
| Ders., Das Frühmittelalter. Die abendländische Christenheit von 400-900, 3. Aufl., Stuttgart/ Berlin/ Köln 2001.
| Bischöfe, Mönche, Kaiser (642-1054), hg. von Gilbert Dagron, Pierre Riché und André Vauchez. Deutsche Ausgabe bearb. und hg. von Egon Boshof (Die Geschichte des Christentums, Band 4), Freiburg/ Basel/ Wien 1994, ND 2007.
| Padberg, Lutz E. von: Die Christianisierung Europas im Mittelalter, Stuttgart 1998.
| Ders.: Christianisierung im Mittelalter, Darmstadt 2006.
- Prof. Dr. Dirk van Laak
Pioniere und Potentaten. Persönlichkeiten in der Zeitgeschichte [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, A 4
Kommentar: Einstein oder Hitler? Wer hat die Geschichte stärker geprägt? Und wie ermisst man historische "Größe"? Die Vorlesung verfolgt zweierlei Ziele: Zum einen möchte sie auf die eine oder andere Weise hervorstechende Persönlichkeiten des 20. Jahrhunderts porträtieren und auf ihre Bedeutung für die Zeitgeschichte eingehen. Das umfasst sowohl Pioniere als auch Potentaten, also Personen der Politik-, Gesellschafts- und Kulturgeschichte, die durch ihre "Leistungen" in die Geschichte eingegangen sind (erfolgreiche Wissenschaftler, Visionäre, Vorkämpfer usw.), aber auch solche, deren "Fehlleistungen" im Gedächtnis geblieben sind (Diktatoren, Attentäter, "Gescheiterte" usw. ). | Neben dieser Aufschlüsselung der jüngsten Geschichte über ihr "Personal" möchte die Vorlesung aber auch danach fragen, wie der Faktor "Persönlichkeit" von der Geschichtswissenschaft überhaupt einzuschätzen ist, wie sie eingeordnet und "bewertet" wurden. Insofern soll auf einer zweiten Ebene danach gefragt werden, wie "menschlich" uns Geschichte gegenübertritt, wie wir Personen erinnern oder verdammen und wie geschichtliche Strukturen immer wieder "personalisiert" werden. Literatur:
Hans-Peter Schwarz: Das Gesicht des Jahrhunderts. Monster, Retter und Mediokritäten, München 2001
- PD Dr. habil. Martin Wrede
Heilig, römisch, deutsch? Das Alte Reich im Alten Europa, 16.-18. Jh. [ Kommentar | StudIP] Di 10-12, R 303 (Rathenaustr. 8)
Kommentar: Das "neue Bild vom Alten Reich" ist inzwischen über dreißig Jahre alt. Es zeigt das schwer faßbare Gebilde als ein leidlich funktionierendes Forum der deutschen Nation, emotionalen Bezugspunkt und Grundlage deutscher Staatlichkeit. Ob dieses "Reich" ein "Staat" war ist in der neuesten Forschung umstritten, "Staat machen" konnte man mit ihm allemal. Das Reich gewährleistet im Inneren Frieden durch Recht, nach außen Verteidigungsfähigkeit. Es ermöglichte der deutschen Gesellschaft eine vergleichsweise pluralistische Entwicklung, d.h. sowohl Einheit wie Vielfalt. | Die Vorlesung führt ein in Strukturen und Konjunkturen des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation in der Frühen Neuzeit. Sie fragt nach seinen Leistungen wie nach seinen Defiziten. Sie versucht dafür den Bogen zu spannen von der Epoche der sog. Reichsreform, Ende des 15. Jhs. bis zum Zusammenbruch des Reiches in den napoleonischen Kriegen. Literatur:
Aretin, Karl Otmar von, Das Alte Reich 1648 - 1806, 4 Bände, München 1993-2000.
| Schmidt, Georg, Geschichte des Alten Reiches: Staat und Nation in der Frühen Neuzeit 1495 - 1806, München 1999.
| Stollberg-Rillinger, Barbara, Das Heilige Römische Reich Deutscher Nation. Vom Ende des Mittelalters bis 1806, 4. durchgesehene Auflage, München 2009.
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KATHOLISCHE THEOLOGIE
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KATHOLISCHE THEOLOGIE - Vorlesung
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- Prof. Dr. Franz-Josef Bäumer
Religionspädagogische Psychologie [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, H 205
Kommentar: Das Verhältnis zwischen Psychologie und Theologie hat sich deutlich entspannt. Längst haben Einsichten unterschiedlicher psychologischer Schulen Eingang in die Praktische Theologie bzw. Religionspädagogik gefunden. Die produktive Aufarbeitung psychologischer Ansätze in der Religionspädagogik wird kritisch nachgezeichnet und auf ihre Relevanz für die Entwicklung religiöser Erziehungs- und Bildungsprozesse hin befragt.
| Aufgrund von Verpflichtungen Herrn Prof. Bäumers in seinem Amt als Studiendekan des Fachbereichs 04 werden ggf. Veranstaltungen an einem Paralleltermin nachgeolt werden müssen. Informationen hierzu erfolgen in der ersten Sitzung.
- Prof. Dr. Linus Hauser
Gnadenlehre [ Kommentar | StudIP] Do 8-10, H 215
Kommentar: Dogmatische Gnadenlehre ist die theologische Bestimmung des Menschen von der Liebe des dreifaltigen Gottes her. Von dieser Einbettung des Menschen im Geheimnis des dreifaltigen Gottes her ergibt sich eine Schöpfungsordnung, in der der Mensch seinen Ort hat. Endgültig offenbar wurde diese Schöpfungsordnung im Leben, im Tod und in der Auferweckung Jesu Christi. Im Geiste des Vaters und des Sohnes wird dem unthematisch oder thematisch Glaubenden diese Liebe Gottes geschenkt. In Freiheit soll der Mensch diese Liebe Gottes als Wesen seiner Freiheit erkennen. Damit ist der Anschluss an moraltheologische Fragestellungen gegeben.
Literatur:
Biser, E., Der Mensch - das uneingelöste Versprechen. Entwurf einer Modalanthropologie, Düsseldorf 1995
| Hauser, L., Gnade als Achtung und Hingabe Gottes. Ein begriffslogischer und anthropologischer Zugang zur Gnadenlehre, in: Philosophy & Theology (Marquette Univ.Press) 2(1988)258‑276
| Hilberath, B.J., Gnadenlehre, in: Schneider, Th. (Hrsg.), Handbuch der Dogmatik, 2 Bde., Düsseldorf 1992 u.ö., 3-46
| Pesch, O.H./ Peters, A., Einführung in die Lehre von Gnade und Rechtfertigung, Darmstadt 1981
- Prof. Dr. Linus Hauser
Gotteslehre [ Kommentar | StudIP] Mi 8-10, H 215
Kommentar: Zunächst wird eine “Einführung in den Gesamtzusammenhang” der Vorlesung geboten, in der aus der Perspektive der Kunst anhand von Franz Kafkas Erzählung "Vor dem Gesetz" (1914) das Grundproblem heutiger Gotteslehre angesprochen wird. In einem zweiten einleitenden Teil wird sich die Vorlesung mit dem Thema “’Gott’ als Begriff”, also mit unserer Art Gott zu begreifen beschäftigen. | Einen ersten Hauptteil stellt dann die “Biblische Theologie” dar. Nach einem religionsgeschichtlichen “Vorspiel in der Steinzeit” wird die Vielfalt und theologische Tiefe alttestamentlicher (männlicher und weiblicher) Gottesbilder erörtert. Sodann folgt eine historische Vergewisserung über den “Gott Jesu von Nazareth”, dem sich eine Erhebung über “Neutestamentliche Gottesbilder - Bilder der gnädigen Zuwendung Gottes” anschließt. | In einem fünften Teil werden Gottesbilder der Patristik in ihrer Auseinandersetzung mit dem antiken Gottesbild hellenistischer Tradition erörtert. | Unter der Thematik “Vom Mittelalter zur Moderne: Wandel der Weltbilder - Wandel der Gottesbilder” wird sodann versucht, Gottesbilder der späten Antike, des Mittelalters und der Neuzeit im Ausgang von zeitgenössischen Lebensformen anschaulich zu machen. | Im Anschluss an Kant, Rahner und Schillebeeckx wird dann abschließend das Thema “Gotteslehre heute” eingeleitet. | Ein eigener systematischer Entwurf zum Thema “Die Erfahrung der Liebe als Triftigkeitsaufweis des christlichen Glaubens: Beschluss aus dem glaubenden Selbst” beschließt die Vorlesung.
Literatur:
Hauser, L., Kritik der neomythischen Vernunft, Bd.1, 2005
| Ders., Der christlich gedeutete Sinn des Lebens. Eine Reflexion im Kontext der Begriffslagen von Weltanschauung, religionsförmiger Religiosität und Religion, in: Hadinger, B. (Hrsg.), Mut in Zeiten der Resignation. Betrachtungen zur Bestimmung des Menschen, Tübingen/ Wien 2004, 182-207
| Hünermann, P., Gott der Vater unseres Herrn Jesus Christus. Grundzüge des christlichen Gottesglaubens, in: ders./A. Th. Khoury (Hrsg.), Wer ist Gott? Die Antwort der Weltreligionen, Freiburg i. Br. 1983, 92-126
| Kessler, H., Den verborgenen Gott suchen, Paderborn 2006
| Sattler, D./Schneider, Th., Gotteslehre, in: Th. Schneider (Hrsg.), Handbuch der Dogmatik Bd.1, Düsseldorf 1992, 49-119
| Schrödter, H., Artikel: Transzendenz, in: Schreijäck, T., Basiswissen Kultur und Religion, Frankfurt am Main 2007, 151f
| Waldenfels, H., Kontextuelle Fundamentaltheologie, Paderborn 1985, 91-186
- Pfr. Dr. Matthias Kloft
"Mit euch bin ich Christ, für Euch bin ich Bischof" - Kirche und Amt in der Alten Kirche [ Kommentar | StudIP] Mo 12-14, H 215
Kommentar: Schon mit den Texten der Apostelgeschichte lässt sich eine Strukturierung der ersten christlichen Gemeinden erkennen. Es bilden sich die Ämter des Bischofs, Diakons und Presbyters heraus, die sakramental bis heute die Kirche prägen. In der Amtsauffassung hat sich jedoch schon in den ersten Jahrhunderten viel verändert. Mit der Ausbreitung des Christentums im gesamten römischen Reich und vor allem der Anerkennung des Christentums als ‚religio licita’ unter kaiser Konstantin und als Staatsreligion unter Kaiser Theodosius adaptiert die neue Religion auch Elemente der neuen Staatsstruktur (Diözesen und Metropolien). Durch die organisierte Armensorge bindet sie sich ganz in den römischen Staat ein. Spirituell wird die Strukturentwicklung von den Schriften der großen Kirchenschriftsteller wie Augustinus und Gregor d. Gr. begleitet. Die Vorlesung soll in die Entwicklung der Kirche in den ersten sechs Jahrhunderten einführen und benutzt dabei viele zeitgenössische Texte. Literatur:
Weiterführende Literatur:
| Hubert Jedin, Handbuch für Kirchengeschichte Bd. I und II,1-II,2. Freiburg
- PD Dr. Sebastian Schneider
Frühjudentum - Urchristentum:
Geschichtliche Hintergründe, grundlegende Gemeinsamkeiten und scharfe
Auseinandersetzungen exemplarisch dargestellt [ Kommentar | StudIP] Mo 16-18, H 205
Kommentar: Judentum und Christentum wurden jahrhundertelang als asymmetrische Gegenbegriffe verstanden, durch die Identitäten voneinander abgegrenzt wurden. Christen verwenden heute oft das Bild von Mutter und Tochter. Historisch angemessener ist es, von Zwillingsgeschwistern zu reden, denn Urchristentum und Frühjudentum entstanden im ersten und zweiten Jahrhundert parallel zueinander, in gegenseitiger Abhängigkeit, Auseinandersetzung und Abgrenzung. Deshalb stellt sich die Frage des Verhältnisses von Judentum und Christentum historisch und auch theologisch: Warum trennten sie sich? Und warum gehören sie zugleich zusammen? Dabei kommt den Heiligen Schriften Israels - in hebräischer und in griechischer Sprache - eine zentrale Bedeutung zu. Gleichzeitig verlief in den Metropolen der paganen griechisch-römischen Gesellschaft ein Prozess des Auseinandersetzung mit dieser Kultur zwischen Abgrenzung und Integration. Hier entwickelten die Christen, die als Minorität in heidnischer Gesellschaft lebten, langsam eine eigene heidenchristliche Identität. Literatur:
Erlemann, Kurt u. a. (Hgg.), Neues Testament und Antike Kultur. Bd. 1-5, Neukirchen - Vlm 2004-2008.
| Frankemölle, Hubert, Frühjudentum und Urchristentum. Vorgeschichte, Verlauf, Auswirkungen (4. Jh. v. Chr. bis 4. Jh. n. Chr.) (Kohlhammer - Studienbücher Theologie 5), Stuttgarg 2006.
| Klauck, Hans-Josef, Die religiöse Umwelt des Urchristentums. Bd. 1-2 (Kohlhammer - Studienbücher Theologie 9,1.2), Stuttgart 1995f.
| Mußner, Franz, Traktat über die Juden. Überarbeitete Neuauflage, Göttingen 2009.
| Neusner, Jacob, Judentum in frühchristlicher Zeit, Stuttgart 1988.
| Stegemann, Ekkehard W. / Stegemann, Wolfgang, Urchristliche Sozialgeschichte. Die Anfänge im Judentum und die Christusgemeinden in der mediterranen Welt. 2. Auflage, Stuttgart 1997.
| Wander, Bernd (1997): Trennungsprozesse zwischen frühem Christentum und Judentum im 1. Jahrhundert n. Chr. Datierbare Abfolgen zwischen der Hinrichtung Jesu und der Zerstörung des Jerusalemer Tempels (TANZ 16). 2., durchges. und verb. Aufl. Tübingen [u.a.]: Francke, 1997.
- Lic. theol Ulrich Zalewski
Das Buch des Propheten Jesaja [ Kommentar | StudIP] Do 8-10, H 205
Kommentar: Das Jesajabuch gehört zu den Werken des Alten Testaments, die im Neuen Testament besonders häufig zitiert werden. Die messianischen Verheißungen in Jes 9,1-6 und 11,1-9 sowie die Immanuelverheißung in Jes 7,10-16 sind auch breiteren Kreisen bekannt. Das Jesajabuch war schon in Qumran sehr beliebt und ist dort in achtzehn Handschriften aufgefunden worden. | Der Titel der Vorlesung ist bewusst so gewählt. Es geht uns darum das Buch zu verstehen. Über den historischen Propheten des 8. Jahrhunderts v. Chr. wissen wir viel zu wenig, um ihn in den Mittelpunkt stellen zu können. Große Teile des nach ihm benannten Buches werden nicht mehr auf ihn zurückgeführt. Da aber nicht nur die "echten" Worte Jesajas als inspiriert und als Teil des biblischen Kanons gelten, werden wir uns auch und gerade mit jenen Texten befassen, die erst kurz vor dem Babylonischen Exil oder gar danach entstanden sind. Literatur:
Berges, Ulrich, Das Buch und der Prophet (Biblische Gestalten 22), Leipzig 2010
| Kilian, Rudolf, Jesaja 1-12 (NEB.AT 17), Würzburg 1986
| Kilian, Rudolf, Jesaja 13-39 (NEB.AT 32), Würzburg 1994
| Zapff, Burkard M., Jesaja 40-55 (NEB.AT 36), Würzburg 2001
| Zapff, Burkard M., Jesaja 56-66 (NEB.AT 37), Würzburg 2006
- Lic. theol Ulrich Zalewski
Theologie des Alten Testaments [ Kommentar | StudIP] Di 8-10, H 215
Kommentar: Studierende möchten gern - möglichst schon in den ersten Semestern - etwas über die Entfaltung des alttestamentlichen Gottesbildes erfahren. Stattdessen hören sie etwas über den Kanon des Alten Testaments, die Geschichte des Volkes Israel, die einzelnen biblischen Bücher und die Methoden der heutigen Exegese. Es kann sein, dass über all diesen Fragen das ursprüngliche Interesse an der Theologie des Buches der Bücher ein wenig verschüttet worden ist. Wir werden freilich in dieser Vorlesung erkennen, wie viel vorausgesetzt werden muss, wenn wir uns der Frage nähern, wie das Gottes- und Menschenbild des Alten Testaments ausgesehen hat. Darin erscheint JHWH als ein Gott, der die Menschen beschenkt und befreit, aber auch fordert. Literatur:
Albertz, Rainer, Religionsgeschichte Israels in alttestamentlicher Zeit 1 und 2 (ATD, Grundrisse zum Alten Testament 8,1 und 8,2), Göttingen 21996 und 21997
| Childs, Brevard S., Die Theologie der einen Bibel 1 und 2, Freiburg im Breisgau 2003
| Kaiser, Otto, Der Gott des Alten Testaments. Theologie des Alten Testaments 1-3, Göttingen 1993-2003
| Preuß, Horst Dietrich, Theologie des Alten Testaments 1 und 2, Stuttgart 1991 und 1992
| Schreiner, Josef, Theologie des Alten Testaments (NEB, Ergänzungsband 1), Würzburg 1995
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→ Inhalt
→ Katholische Theologie Vorlesung
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KUNSTGESCHICHTE
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KUNSTGESCHICHTE - Vorlesung
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- Prof. Dr. Marcel Baumgartner
Überblicksvorlesung frühe Neuzeit (1400-1800) [ Kommentar | StudIP] Do 10-12, A 5
Kommentar: Florenz. Dresden | Florenz - die "Wiege der Renaissance" - und Dresden - mit dem von Bernardo Bellotto gemalten Elbpanorama zu einem Inbegriff des Barock geworden - dienen exemplarisch als Epizentren und Brennpunkte, zwischen denen sich ein Bogen spannen lässt vom frühen 15. bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts. In Florenz ist es primär die Piazza della Signoria mit ihren Bauten (incl. Ausstattung) und ihrem Statuenschmuck, die es erlaubt, einen Überblick bis in die Zeit um 1600 zu geben. In Dresden wird die Trias von Zwinger, Hofkirche und Frauenkirche im Zentrum des Interesses stehen. In beiden Fällen geht es aber auch um die Orte bedeutender Kunstsammlungen und um die eigens für deren Präsentation errichteten Räume. Das Ende der Epoche wird angekündigt durch die 1755/56 in Dresden publizierte Schrift "Gedanken über die Nachahmung der griechischen Werke in der Malerei und Bildhauerkunst" von Johann Joachim Winckelmann. Literatur:
Georg Kauffmann, Florenz. Fiesole, Stuttgart: Reclam, 1962. - Fritz Löffler, Das alte Dresden. Geschichte seiner Bauten, 1955, 1994
- Prof. Dr. Silke Tammen
Der Schleier, das Bild, die Frau - abendländische Denkfiguren und Bildgeschichten [ Kommentar | StudIP] Di 16-18, A 5
Kommentar: Der ganz gegenwärtige Ausgangspunkt für dieses Themenmodul besteht im ‚westlichen’ Unbehagen gegenüber der politisch-religiösen Zeichenhaftigkeit von ‚islamischen’ Kopftüchern und Körperverhüllungen im öffentlichen Raum. Unabhängig von einer durchaus konfliktreichen Meinungsvielfalt unter den Trägerinnen selbst gibt es einen ‚westlichen’ Blick, der Kopftücher und Verschleierungen mit Rückständigkeit, Unterdrückung der Frau und politischer Radikalität assoziiert und es zu einem Symbolbild der Verblendung stilisiert hat. | Die Vorlesung erhebt keinen bildwissenschaftlichen Deutungsanspruch angesichts eines geradezu überdeterminierten und doch unklaren Zeichens und einer gesellschaftlich hochkomplexen Debatte um die Freiheit des Einzelnen, Toleranz und Integration, die Macht von Zeichen im öffentlichen Raum etc. - eine Debatte, für die es keine einfachen Lösungen geben kann. Die Vorlesung versteht sich im Gegenteil als Distanzierungsangebot im Sinne einer kritischen Reflexion über den ‚eigenen‘ Blick. Die über einen langen Zeitraum christlich geprägte Kultur Europas besitzt nicht nur eine eigene Tradition der weiblichen Verhüllung, sondern kennt den Schleier als ambivalentes Zeichen des religiösen, philosophischen und erotischen Geheimnisses und Begehrens nach Erkenntnis (im Blick des männlichen Subjekts). Immer wieder wird der Schleier als ein diaphanes oder zu lüftendes Medium der Schwelle gedacht: bekannt sind die Personifikationen der nuda veritas und der verschleierten, ‚verblendeten‘ jüdischen Synagoga als Gegenbild zur christlichen Ecclesia, Venus und ihr durchsichtiger Schleier, die schöne verschleierte/entschleierte Orientalin in orientalistischer Malerei und kolonialistischer Fotografie. Im sakralen und bildtheoretischen Kontext ist der Schleier auch Medium der Bildwerdung und der Thematisierung von Bild und Bildträger (z.B. Schleier der Veronika). Wenn in diesen Zusammenhängen Verschleierung immer auch im nächsten Schritt Durchblick und Enthüllung erfordert oder verspricht und die abendländische Wahrnehmung durch eine lange Bild- und Metapherngeschichte entsprechend konditioniert sein dürfte, muß die islamisch konnotierte Verhüllung des weiblichen Hauptes bzw. Körpers förmlich als eine Herausforderung zur Entschleierung und zur zähmenden ‚Erkenntnis‘ des bedrohlichen (weiblichen) Fremden erscheinen. Die zur Bild- und Wahrnehmungskritik einladende Vorlesung wird die Bildlichkeit des Schleiers vom Mittelalter bis in die Gegenwartskunst (z.B. die Fotoserie "Women of Allah" von Shirin Neshat) verfolgen. | Die Vorlesung wird durch eine 10minütige mündliche Prüfung abgeschlossen. Sie ist offen für HörerInnen aller Fachbereiche; AFK-Punkte können erworben werden.
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→ Inhalt
→ Kunstgeschichte Vorlesung
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TURKOLOGIE
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TURKOLOGIE - Vorlesung
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- Prof. Dr. Mark Kirchner
Einführung in die sprachwissenschaftliche Turkologie [ Kommentar | StudIP] Mo 10-12, E 5
Kommentar: Die Vorlesung führt in zentrale Begriffe der türkischen Sprachwissenschaft ein. Bezugspunkt und Ausgangspunkt ist die zeitgenössische türkische Standardsprache. Hier werden im ersten Teil der Vorlesung neuere Beschreibungsansätze in den Bereichen Phonetik/Phonologie, Morphologie und Syntax allgemein und sprachspezifisch vorgestellt. Der zweite Teil der Vorlesung ist einem Überblick über folgende Arbeitsgebiete gewidmet: Literatur:
Johanson, L. & É. Á. Csató (Hgg.): The Turkic languages, London 1998
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→ Turkologie Vorlesung
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Medienstelle FB04

16.07.2010 14:03
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