Kailer, "Alle Menschen sind dort gleich". Deutsche Amerika-Auswanderung, 1848-1953
Dr. des. Thomas Kailer
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| Leitung | Dr. des. Thomas Kailer |
| Thema | "Alle Menschen sind dort gleich". Deutsche Amerika-Auswanderung, 1848-1953 |
| Veranstaltungsart | Übung |
| Epoche/Bereich | Neuere Geschichte |
| Zeit | Di 8-10 |
| Ort | Philosophikum I Haus G Raum 26 |
| Institut | Professur | Historisches Institut, Zeitgeschichte |
| Zuordnung/Modul |
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| Lernplattform | |
| Kommentar |
Ob auf der Suche nach politischer oder religiöser Freiheit, nach wirtschaftlicher Unabhängigkeit und nach Erfolg: Amerika, die Vereinigten Staaten, erschien manchem Europäer als das "irdische Paradies". Ebenfalls gemeinsam hatte viele Auswander, dass sich Freiheit und Erfolg eben nicht immer gleich nach der Ankunft im "gelobten Land" einstellten: Hatten sie die teilweise rigiden Auswanderungsbestimmungen erfüllt, den mitunter schwierigen Abschied von der Heimat überstanden, Geld für den Transport auf- und diesen dann hinter sich gebracht, waren sie den Betrügern entronnen, die die orientierungslosen Neuankömmlinge ausnutzten, und hatten sie schließlich in den Städten des Ostens genug Geld verdient, um sich vielleicht eine bescheidene Farm an der "frontier", der Grenze zum unerschlossenen Westen, leisten zu können - dann fing die Arbeit auf dem eigenen Land eigentlich erst richtig an. Doch nicht alle strebten nach Landbesitz, der als Grundlage für Wohlstand galt: Viele blieben in den aufstrebenden Städten und Industriezentren und waren dort Teil des Heeres der Industriearbeiter. So allerdings, konfrontiert mit der Freiheit der Unternehmer "to hire and fire", hatten sie sich "Freiheit" nicht vorgestellt. Der Kapitalismus amerikanischer Prägung bot dem Einzelnen ungeahnte Chancen; die Risiken waren jedoch nicht minder zahlreich, und manche Biographie erlebte einen herben Bruch, Rückwanderung inklusive. Die Übung führt anhand ausgewählter Texte in die Sozial- und Kulturgeschichte der deutschen Amerikaauswanderung im fraglichen Zeitraum ein. Neben allgemeinen Aspekten zum Themenkomplex "Auswanderung" sollen die politische Auswanderung nach 1848, die wirtschaftlich bedingte "proletarische Massenauswanderung" im 19. Jahrhundert, die Situation der German-Americans im Ersten Weltkrieg, Emigration und Exil während des Nationalsozialismus sowie die Amerikaauswanderung (nicht zuletzt deutscher Heimatvertriebener) nach dem Zweiten Weltkrieg im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Die Teilnehmerzahl ist auf 10 Personen begrenzt. |
| Literatur |
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