Nordkurier-Bericht über die GIP Gießen-Havanna
GIZ-Artikel über die GIP Gießen Havanna
Poetik-Dozentur für Erich Loest am Zentrum für deutschsprachige Gegenwartsliteratur und Medien (ZGM) der Universität Zielona Góra im WS 2009/10.
XII. Kongress der IVG "Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit"; Warschau, 30. Juli – 07. August 2010Unter dem Titel "Vielheit und Einheit der Germanistik weltweit" findet vom 30. Juli bis 07. August 2010 in Warschau der 12. Kongress der Internationalen Vereinigung für Germanistik (IVG) statt. Prof. Dr. Gansel leitet in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Pawel Zimniak (Zielona Góra/ Polen) und Prof. Dr. Elisabeth Hermann (Edmonton/ Kanada) die Sektion 19 "Entwicklungen in der deutschsprachigen Gegenwartsliteratur und Medien nach 1989". Weitere Informationen zum Kongress:http://www.ivg.uw.edu.pl/ Anmeldungsformular: http://www.ivg.uw.edu.pl/Anmeldung.doc |
"Going East Going West". Kolloquium anlässlich der P.E.N. Jahrestagung in Görlitz (14. Mai 2009)
"Flucht und Vertreibung: Das Gedächtnis der Literatur." Eine Tagung des P.E.N.-Zentrums Deutschland in Görlitz am 22. April. 2009
Wieder hat es Krach zwischen Polen und Deutschen gegeben. Die Heimatvertriebenen, ihre Präsidentin Erika Steinbach und das in Berlin geplante „Zentrum gegen Vertreibungen“ bieten – begründet oder nicht – Zündstoff gegen Versöhnung zwischen den beiden Ländern. Alte Ängste und Vorurteile werden aufgerufen, der Erinnerungsschmerz wird wach und auch die Generation der Nachgeborenen weiß sich nicht frei davon. Ergibt sich eine Wiederholungsschleife der wechselseitigen Befangenheit, der Nichtverständigung und des haltlosen Streits?
Dieser Vermutung wollen wir mit Gründen widersprechen. Seit vielen Jahren sichern Literaturwissenschaftler, Kritiker und politisch wie literarische interessierte Essayisten in beiden Ländern gemeinsam ein Erbe, das man als das wahre „Sichtbare Zeichen“ ansehen kann. Es ist die Literatur über Flucht und Vertreibung, die ein einzigartiges Zeugnis bietet. In ihr sind die geschichtlichen Ereignisse bewahrt, ist die Botschaft des bedrohten und verfolgten Einzelnen aufgehoben, werden die Geschicke ganzer Volksgruppen nachvollziehbar. Der erzwungene Abschied von der Heimat, die existentielle Erfahrung der Flucht, die Erfahrung von Jägern und Gejagten, das Transitdasein, die Notlagen des Unterwegs und die Fremdheit der Neuankömmlinge, seien sie als Vertriebene oder als Umsiedler benannt, ergeben einen unverzichtbaren Bestand an Einsichten. Darüber suchen wir das Gespräch mit polnischen und deutschen Forschern. Wenige Wochen vor der Jahrestagung des P.E.N.-Zentrums Deutschland, die unter dem Motto „Schreibend Brücken bauen“ steht, soll in der deutschpolnischen Grenz- und Verbindungsstadt Görlitz/Zgorzelec dieses literarische Erbe besichtigt werden.
Mit welchen anderen Texten lassen sich Flucht und Vertreibung der Deutschen aus dem Osten verbinden? Wie nahe rückt uns damit die Vertreibung der Ostpolen nach dem Hitler/Stalin-Pakt und nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs? Und bietet die Literatur deutscher und österreichischer Exilautoren eine Brücke über die diversen historischen Erfahrungen? Auf Fragen dieser Art, ausgebreitet am Nachmittag, folgt am Abend eine literarische Großveranstaltung: sechs Autoren des P.E.N. lesen aus eigenen Texten und Werken ihrer Vorgänger zum Thema.