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Leitfaden "Wissenschaftliche Arbeiten"

Prof. Dr. Swantje Ehlers
Professur für Germanistische Literaturdidaktik


Leitfaden für die Anfertigung von wissenschaftlichen Arbeiten





1. Länge

Proseminararbeiten: ca. 12 Seiten

Hauptseminararbeiten: ca. 15-20 Seiten

Diplomarbeiten: ca. 80 Seiten

Wissenschaftliche Hausarbeiten: ca. 80 Seiten


2. Format

linker Rand 4,5 cm, rechter Rand 2 cm

Schriftgröße im Haupttext: 12

Inhalt der Titelseite: Justus-Liebig-Universität und Fachbereich, Titel der Arbeit, Name und Adresse des Verfassers/der Verfasserin, Titel des (Pro-)Seminars, Name des Lehrenden/Betreuers und das Datum. Bei Examensarbeiten beachten Sie bitte die Vorgaben des Prüfungsamtes, falls für Ihren Studiengang vorhanden.


3. Aufbau der Arbeit

3.1. Fertigen Sie ein Inhaltsverzeichnis Ihrer Arbeit an.
Das Inhaltsverzeichnis sollte enthalten:
    - Hauptkapitel, nummeriert nach: 1, 2, 3 ...
    - Unterkapitel, nummeriert nach: 1.1, 1.2, ...
    - Seitenzahlen

3.2. Schreiben Sie eine Einleitung, in der Sie Ziel bzw. Fragestellung Ihrer Arbeit darlegen und in welchen Schritten Sie sie bearbeiten.

3.3. Schaffen Sie Übergänge zwischen den einzelnen Kapiteln, indem Sie den nächsten Schritt argumentativ motivieren.

3.4. Springen Sie nicht unmittelbar in einem Thema, sondern führen Sie den Leser ein, geben Sie ihm eine Orientierung, worum es geht bzw. was das Problem ist.

3.5. Grenzen Sie Gedanken, die zusammengehören, durch einen Absatz ab.

3.6. Zerstückeln Sie aber nicht Ihre Gedanken, indem Sie nach jedem Satz einen Absatz machen.

3.7. Am Schluss Ihrer Arbeit ziehen Sie ein Résumée aus Ihren Ausführungen und geben einen Kommentar dazu.


4. Verweise im Text

4.1. Verwenden Sie keine Fußnoten.

4.2. Bei Verweisen auf Fachliteratur im laufenden Text schreiben Sie in Klammer:
Autor, Jahreszahl: (Kast 1992)


5. Zitate

5.1. Bei Zitaten im laufenden Text schreiben Sie: Autor, Jahreszahl, Seitenangabe: (Bolten 1996, 44)

5.2. Handelt es sich bei einem Zitat um ein Wort oder einen kurzen Satz, so kann das Zitat dem laufenden Text eingefügt werden. In dem Fall wird das Zitat durch "Anführungszeichen" gekennzeichnet.

5.3. Längere Zitate werden eingerückt und durch eine andere Schrifttype und Schriftgröße vom laufenden Text abgegrenzt. Diese Zitate erhalten keine Anführungszeichen.

5.4. Wird ein Zitat von Ihnen gekürzt, so muss das Ausgelassene gekennzeichnet sein durch /.../.

5.5. Taucht in einem Zitat ein Personalpronomen auf und es geht aus dem Zitat nicht hervor, worauf es sich bezieht, dann ergänzen Sie den Referenten und fügen Ihre Initialen hinzu, z. B.:
Es (das Gedicht, E. M.) behandelt das Thema "Liebe".

5.6. Übernehmen Sie ein Zitat aus einer Sekundärquelle und nicht aus dem Original, dann müssen Sie das entsprechend angeben: "...." (zit nach Fink 1993, 14)


6. Anmerkungen

Erläuterungen zu einem Gedanken oder einem Konzept, die Sie nicht in den laufenden Text integrieren möchten, gehören am Ende Ihrer Arbeit zu den Anmerkungen. Anmerkungen werden nummeriert und stehen vor dem Literaturverzeichnis unter der Überschrift: Anmerkungen. Im laufenden Text fügen Sie die entsprechende Nummerierung ein, z. B.:

Untersuchungen konnten die Schwellenhypothese (1) nicht bestätigen.


7. Literaturverzeichnis

Das Literaturverzeichnis ist alphabetisch geordnet. Die Titel von Monografien und bei Zeitschriftenartikeln die Zeitschriften sind kursiv zu setzen. Ich empfehle folgende Zitierweise:

Einzeltitel:
Ehlich, Konrad (1984): Erzählen in der Schule. Tübingen: Gunter Narr.

Wichtig: Geben Sie stets die Jahreszahl der Erstveröffentlichung an. Arbeiten Sie z. B. mit einer 3. Auflage einer Publikation, dann geben Sie wie folgt an:
Ehlich, Konrad (1984): Erzählen in der Schule. Tübingen: Gunter Narr (3. Aufl).

Fachaufsätze in Zeitschriften:
Cummins, Jim (1979): Linguistic Interdependence and the Educational Development of Bilingual Children. In: Review of Educational Research 49 (2), 222-251.

Fachaufsätze in Sammelbänden:
Coulmas, Florian (1994): Schriftlichkeit und Diglossie. In: Günther, H./Ludwig, O. (Hrsg.): Schrift und Schriftlichkeit. Berlin: de Gruyter, 745-749.

Werden zwei Aufsätze aus demselben Werk zitiert, dann erscheint dieses separat im Literaturverzeichnis. Die Quellenangabe hinter dem Aufsatz wird gekürzt angegeben:
Dahrendorf, Malte (1993): Die Kinderliteratur und die Anfänge. In: Schober, O. (Hrsg.), 145-157.
Schober, Otto (Hrsg.) (1993): Abenteuer Buch. Festschrift für Clemens Baumgärtner. Bochum: Kamp.

Primärliteratur:
Die Angaben zur Primärliteratur enthalten den Namen des Autors, Titel und Erscheinungsjahr:
Andersen, Hans Christian: Sämtliche Märchen. 1878.

Wenn Sie aus einem Primärtext zitieren, dann geben Sie die aktuelle Werkausgabe an, mit der Sie gearbeitet haben: Name des Autors, Titel, Ort, Verlag, Jahr der Veröffentlichung:
Andersen, Hans Christian: Sämtliche Märchen. Bd. 1 Darmstadt: Wissenschaftliche Buchgesellschaft, 1960.

Bitte als Quellenangabe zu Primärtexten keine Internet-Adressen angeben!


8. Hausarbeiten

Erwartet wird, dass Sie Ihre Hausarbeit alleine anfertigen. Die Übernahme von Hausarbeiten aus dem Internet ist nicht zulässig!


9. Arbeitsmittel

Zu den Arbeitsmitteln gehören:
    - Handbücher
    - Lexika
    - Lehrwerke
    - Kassetten, CD


10. Anhang

Unterrichtsmaterialien, erstellte Fragebögen, Kopien aus Lesebüchern u. a. m. gehören in den Anhang und werden ebenfalls nummeriert.


11. Reihenfolge

Am Ende Ihrer Arbeit befolgen Sie bitte folgende Reihenfolge:
    - Anhang
    - Anmerkungen
    - Literaturverzeichnis.


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Arbeitsbereich Literatur
Arbeitsbereich Literatur
LZG   Der Arbeitsbereich Literatur kooperiert eng mit dem Literarischen Zentrum Gießen e.V.
Redaktion
21.09.2010 13:56
 

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