DFG-Projekt
Web-Usability des Informations- und Interaktionsangebotes von Hochschulbibliotheken
Laufzeit: 2004 – 2006
Die Online-Angebote wissenschaftlicher Bibliotheken werden häufig nur eingeschränkt, erfolglos oder mit großen Schwierigkeiten genutzt. Überfüllte und unstrukturierte Seiten führen ebenso zu Verwirrung wie die Verwendung bibliothekarischer Fachausdrücke und Abkürzungen.
Ausgehend von diesen Erkenntnissen soll das Projekt anhand von Benutzerstudien detaillierte empirische Daten über Benutzeraktivitäten, -strategien und -probleme zur Verfügung stellen. Zu diesem Zweck arbeiten Bibliotheksvertreter, sowie Vertreter der Textlinguistik und der Computerlinguistik eng zusammen. Der theoretische Mehrwert des hier gewählten Analysenansatzes gegenüber gängigen Usability-Studien liegt in der (hyper)texttheoretischen Fundierung, die eine differenzierte Betrachtung der Struktur des Angebots, sowie seiner textlichen und sprachlichen Realisierung ermöglicht.
Zu den methodischen Besonderheiten des Projekts zählt die umfassende Dokumentation von Benutzeraktivitäten, zu denen Bildschirmaktivitäten, laufende Kommentare der Benutzer und Eyetracking-Daten zählen. Außerdem die detaillierte Analyse der einzelnen Schritte in Benutzerpfaden und die Verbindung der Analysen einerseits des Webangebots (in Struktur und Realisierung) und andererseits der Benutzerstudien.
Drei Ziele sollen mit diesem Projekt verfolgt werden:
- Entwicklung einer Usability-Problemtypologie in Bezug auf die Nutzung von Bibliotheks-Webangeboten
- Erstellung eines Empfehlungskatalogs für die Gestaltung von benutzerfreundlichen Online-Angeboten
- Ausarbeitung eines methodischen Leidfadens zur Durchführung von Usability-Tests in wissenschaftlichen Bibliotheken
Das Projekt wurde in enger Kooperation mit der Universitätsbibliothek
Gießen durchgeführt und von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG
) finanziell gefördert.