Buchvorstellungen
Lernzirkel Küste.M.
Lamberty, H. Obermann, K. Renz: Wie
entstehen die Gezeiten? Was hat Theodor Storm mit dem Deichbau zu tun?
Fragen, denen die Schüler und Schülerinnen im Lernzirkel Küste
auf den Grund gehen können. Im offen gehaltenen Lernzirkel findet
der Benutzer ein breit gefächertes Themenangebot für die Klassen
5 und 6. Topografie der Nord- und Ostseeküste, Tourismus, Landgewinnung,
Nationalpark und, und, und! |
Europa. Geographie, Geschichte, Wirtschaft, Politik.
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E.
Lichtenberger: Es gibt Bücher, die
man einfach braucht. Das vorliegende Werk gehört in diese Kategorie:
Seit nunmehr 15 Jahren ist Europa nicht mehr geteilt; in den Köpfen
jedoch leben die alten Barrieren vielfach weiter, sodass der Blick verstellt
und verkürzt wird. In 10 Kapiteln erschließt die Autorin das
komplexe Thema: Was war und was ist Europa, Natur und Gesellschaft, Der
historische Sonderweg Europas, Vom Experiment der Teilung zum Projekt
Europa, Die Europäer und der soziale Wohlfahrtsstaat, Die europäische
Stadt, Das ländliche Europa und die Agrarwirtschaft, Europäische
Wirtschaft und Verkehr, Die europäische Freizeitgesellschaft, Quo
vadis, Europa. Es verwundert nicht, dass Lichtenberger, die bekannte Wiener
Stadtgeographin, ihr Lieblingsthema breit und facettenreich darstellt.
Wichtiger jedoch ist, dass sie bei diesem und allen anderen Themen einem
fachübergreifenden, vernetzten Ansatz folgt. So gelingt es ihr, auch
anspruchsvollen Lesern gerecht zu werden und Themenkreise – wie
die Europäisierung Europas – in unseren Horizont zu rücken,
die es wert sind beachtet und bedacht zu werden. Wie ein roter Faden zieht
sich die Frage nach den Spezifika Europas durch alle Kapitel. Der Vergleich
zu Nordamerika dient der Autorin als methodischer Schlüssel, um die
Besonderheiten Europas zu erfassen und zu verstehen. Der Rezensent kann
nur zum eigenen Studium der einzigen aktuellen Gesamtdarstellung Europas
aus geographischer Sicht auffordern. Es lohnt sich. |
Raumwirksame Wirtschaftsstrukturen in Deutschland.
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H.
Schöpke: Der
Titel klingt ganz traditionell, der Untertitel verspricht einen Aufbruch
zu neuen Ufern: Also muss man den Band genau anschauen, um zu einem Urteil
zu kommen. Der Autor, ein erfahrener und engagierter Lehrer aus Niedersachsen,
präsentiert sechs Themen, die als Bausteine für die Sekundarstufe
II konzipiert sind: 1. Perspektiven eines Mittelzentrums, 2. Tourismus
in strukturschwacher Region, 3. Lebende Dörfer, 4. Innerstädtisches
Einkaufszentrum, 5. Neue Mitte Oberhausen, 6. Erneuerung einer Chemieregion.
Bereits diese knappen Hinweise verraten, dass das Innovative nur in der
Erschließung, Bearbeitung und Präsentation der Inhalte bestehen
kann. Daher ist es auch der didaktische Ansatz, der vom Autor zu jedem
Thema erläutert und in verschiedenen Facetten ausgebreitet wird.
So wird Schöpke nicht müde, immer wieder darauf hinzuweisen,
dass der Bezug zum Nahraum jeweils zu verdeutlichen ist, dass Materialien
und Arbeitsaufträge als abzuändernde Muster zu sehen sind, dass
der Transfer schließlich einen lernpsychologisch wichtigen Schritt
darstellt. Damit jedoch Unterricht nicht im Ozean der Individualität
ertrinkt, sind auch feste, nachprüfbare Positionen wichtig; mit den
Erläuterungen und Lösungshilfen, die am Ende jedes Kapitels
stehen, findet der Autor einen Weg, der für die Standortbestimmung
des eigenen Unterrichts unverzichtbar ist. Es ist das Anregende und Innovative
des Buches, bekannte Themen neu zu denken und den eigenen Unterricht an
den Ideen eines Kollegen zu messen. Probieren Sie es aus! |
Das Wattenmeer. Kulturlandschaft vor und hinter den Deichen.
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Gemeinsames
Wattenmeer Sekretariat (Hrsg.): |
Plattentektonik. Kontinentverschiebung und Gebirgsbildung.
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W.
Frisch, M. Meschede: |
Erlebnisorientierter Geographieunterricht. Ein fachdidaktischer Beitrag zu verantwortlichem Handeln.
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H.
Schöpke: Es
ist kein allzu häufiger Fall, dass ein Lehrer, zumal ein „Geograph”,
in der Schlussphase seiner Lehrtätigkeit „seine” Lebens-Didaktik
in einem Buch vorlegt. Henning Schöpke - Jahrgang 1940, OStR in einem
niedersächsischen Gymnasium und ein in der fachdidaktischen Zunft
keineswegs Unbekannter - hat diesen Versuch unternommen. Ausgehend von
der „Leitbotschaft Nachhaltigkeit” entfaltet er ein Wertesystem
(Freiheit, materieller Erfolg, Konsum/Komfort, Natur empfinden, Ressource
Wasser, Emanzipation, Eigenverantwortlichkeit) und untermauert es mit
trefflichen topographischen Veranschaulichungen. Dies bereitet das Hauptanliegen
Schöpkes vor: das „ethische Verhalten als fächerübergreifende
Gesinnung” - anders formuliert: einer nachhaltigkeitsorientierten
Geoethik. Einen zweckmäßigen Zugang dazu bietet die Handlungs-/Erlebnisorientierung
des Unterrichts, ein Prinzip, das der Autor an zahlreichen Beispielen
entfaltet (vgl. dazu auch seine zahlreichen Veröffentlichungen in
Praxis Geographie und Geographie heute). Wer sich deshalb in den Band
vertieft, der findet anregende Einblicke in das geographiedidaktische
Denken und Handeln eines engagierten Erdkundepraktikers, dessen Leitziel
das wertegeleitete Verhalten ist. |
