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Artikelaktionen

Vortragsreihe

Datum Vortrag
Ort
Mo. 23.04.2012
18.15 Uhr
Klima, Wetter, Menschheitsentwicklung von der Eiszeit bis in das 21. Jahrhundert.
Prof. Dr. Frank Sirocko (Institut für Geowissenschaften, Universität Mainz)
Gr. Hörsaal, Zeughaus
(Senckenbergstr. 3, Eingang Landgraf-Philipp-Platz)

Die Klimaentwicklung in Mitteleuropa wird für die gesamten letzten 50.000 Jahre aus den Sedimenten der Maare der Eifel rekonstruiert. Die Vegetationsentwicklung über diesen Zeitraum vom Beginn der letzten Eiszeit bis heute zeigt sich in den Sedimenten durch Staubeintrag, Hochwasserlagen, Pollen und pflanzliche Reste. Die frühen Menschen waren mit ihren Jagdtechniken insbesondere von der Vegetationsbedeckung abhängig, denn die bestimmt das Jagdwild. Treibende Kraft der Klimaentwicklung in dieser Zeit war der Wärmetransport vom Atlantischen Golfstrom und die Nähe der kontinentalen Inlandgletscher.
Seit etwa 5600 Jahren vor heute finden sich in den Sedimenten Getreidepollen, d.h. der Ackerbau beginnt in der Region. Die Besiedlung wird in der Bronzezeit dichter, aber einzelne Extremereignisse, z.B. nach grossen Vulkanausbrüchen oder zu Zeiten schwacher Sonnenaktivität, stellen echte Bedrohungen für die bäuerlichen Kulturen dar.
Mo. 14.05.2012
18.15 Uhr
Afghanistan. Machen wir Frieden oder haben wir Krieg?
Tom Koenigs (MdB)
Gr. Hörsaal, Zeughaus
(Senckenbergstr. 3, Eingang Landgraf-Philipp-Platz)

Einen bisher unbekannten und ungeschönten Blick hinter die Kulissen von Wiederaufbau und Befriedung Afghanistans bietet der Vortragende, der in den entscheidenden Jahren als ranghoher UN-Vertreter unterwegs war. Zehn Jahre nach Niederschlagung des Taliban-Regimes ist eine kritische Bilanz des westlichen Engagements angesichts des Ausbleibens von Erfolgsmeldungen und einer offensichtlichen Zunahme von Gewalt überfällig. Der Bundestagsabgeordnete Tom Koenigs geht dabei auch kritischen Fragen nicht aus dem Weg.


Mo. 21.05.2012
18.15 Uhr
Reliktstandorte in versteckten Welten. Landschaften Neuseelands.
Dipl.-Geogr. Frauke Baumgarten (Gießen)
Gr. Hörsaal, Zeughaus
(Senckenbergstr. 3, Eingang Landgraf-Philipp-Platz)

Nach der Besiedlung Neuseelands durch seefahrende Polynesier vor ca. 700 Jahren und der sich im 18. Jahrhundert anschließenden europäischen Besiedlung wurden die natürlichen Ressourcen des Landes genutzt, geändert oder gar verbraucht und nachhaltig zerstört. Im Laufe der Jahrhunderte veränderte sich das Bild der Inseln zu einer durch Schaf- und Viehzucht dominierten Agrarlandschaft. Viele endemische Arten und Jahrtausende alte Primärwälder im Norden und Süden konnten durch umfassende und strikte Vorlagen der neuseeländischen Regierung geschützt werden. Ökologisch besonders wertvolle Biotope befinden sich versteckt, aber praktisch überall im Land. Der Vortrag führt auf abgelegenen Wegen durch die Kauri- und Rimu-Wälder des Northland- und des Westland-Nationalparks sowie zu Warzeneiben- und Nikau-Palmen-Beständen entlang der landschaftlich abwechslungsreichen Westküste der Südinsel. Im Süden wird die Küstenvegetation durch subtropischen Tieflandregenwald und einzigartige Sumpfwälder bestimmt. Wo sich das Küstenmeer zurückgezogen hat, erheben sich fossile Spuren verschwundener Welten. Kein anderes Land der Welt bietet auf einer vergleichsweise kleinen Fläche eine derartige landschaftliche Vielfalt an.
Fr. 11.06.2012
18.15 Uhr
Indonesien - die Entwicklung des ländlichen Raumes in einem Schwellenland.
Prof. Dr. Ulrich Scholz (Universität Gießen)
Gr. Hörsaal, Zeughaus
(Senckenbergstr. 3, Eingang Landgraf-Philipp-Platz)

Indonesien ist mit 250 Millionen Einwohnern das viertgrößte Land der Erde. Trotz wachsender Urbanisierung lebt noch immer knapp die Hälfte der Bevölkerung auf dem Lande. Aufgezeigt werden: die voneinander abweichenden Entwicklungspfade des ländlichen Raumes im übervölkerten Java und auf den dünnbesiedelten "Außeninseln", wie Sumatra und Kalimantan (Borneo), die Ablösung des subsistenzorientierten Wanderfeldbaus durch Handelskulturen (u.a. Kautschuk und Kaffee), die langfristigen Auswirkungen der "Grünen Revolution" im Reisbau, die Ergebnisse der staatlichen Umsiedlungsprogramme ("Tranmigrasi"), die verschiedenen Optionen nichtlandwirtschaftlicher Aktivitäten im ländlichen Raum und der aktuelle Ölpalmenboom auf Sumatra und Kalimantan.
Mo 02.07.2012
18.15 Uhr
Studierende berichten für Studierende.
DDR unter Palmen. - Berichte von der Großen Exkur-sion Kuba 2012.

Jan André Braun, Janine Engstler, Kerstin Fischer, Johannes Günther, Christin Pelzer (Gießen)
Gr. Hörsaal, Zeughaus
(Senckenbergstr. 3, Eingang Landgraf-Philipp-Platz)

Mit einer "DDR unter Palmen" oder "Zone in den Tropen" mögen die ersten Eindrücke der Teilnehmer an der im Februar und März 2012 durchgeführten Großen Exkursion des Institutes für Geographie der JLU nach Kuba verbunden gewesen sein. An der Exkursion unter Leitung der Geographen, Prof. Andreas Dittmann (Gießen) und Prof. Günter Mertins (Marburg), nahmen sowohl Geographie-Studierende aus Gießen als auch Marburg und sowohl Mitglieder der Gießener Geographischen Gesellschaft (GGG) sowie der Marburger Geographischen Gesellschaft (MGG) teil. Von Lernergebnissen, aha-Erlebnissen und einer Reihe von beeindruckenden Begegnungen entlang der von Havanna aus zunächst nach Westen, dann nach Süden und schließlich weiter nach Santiago de Cuba im Osten führenden Route berichten Studierende nicht nur für Studierende.
 


Information für LehrerInnen:
Logo Hessen Der Vortrag ist vom Staatlichen Schulamt als Fortbildungsveranstaltung für LehrerInnen akkreditiert.
Teilnehmende LehrerInnen wenden sich bitte an die Abendkasse. Dort liegen Listen zum Eintrag des/r Teilnehmers/in, persönliche Adresse und Schulanschrift aus.

Zukünftig veranstaltet die Gießener Geographische Gesellschaft mehrere Vorträge je Sommer- und Wintersemester zu verschiedenen aktuellen geographischen Themen. Der Eintritt ist für GGG-Mitglieder frei und beträgt für Noch-Nicht-Mitglieder 3,- Euro, für Schulklassen - bitte vorher telefonisch anmelden - ist der Eintritt ebenfalls frei.

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Redaktion
IfG
20.04.2012 21:41
 

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