Information zum Seitenaufbau und Sprungmarken fuer Screenreader-Benutzer: Ganz oben links auf jeder Seite befindet sich das Logo der JLU, verlinkt mit der Startseite. Neben dem Logo schliesst sich die Hauptnavigation in Form der Reiternavigation an. Es folgt die Grobnavigation links unterhalb des Logos. Die Feinnavigation findet sich in der linken Spalte. Unterhalb der Reiternavigation ist die Brotkrumen-Navigation. In der Mitte der Seite befindet sich der Inhaltsbereich. In der rechten Spalte finden Sie die Suche und ueblicherweise Kontaktdaten und direkte Links. Als Abschluss der Seite sind im Fussbereich Links zu Barrierefreiheit, Kontakt Web-Master, Impressum, Plone-Kurse, Hilfe, Login fuer Redakteure aufgelistet.

vor "Barrierefreiheit" im Seitenfuss vor Reiternavigation vor Grobnavigation in linker Kolumne vor Feinnavigation in linker Kolumne vor Sie sind hier vor Inhalt vor rechter Kolumne mit zusaetzlichen Informationen im Suchfeld Suche nach vor Redaktion vor Kontakt Web-Master im Seitenfuss vor Impressum im Seitenfuss

You are here: Home Institut Presse Presseartikel 2009 Sonnenenergie als "enorme Chance" für beide Kontinente:
Document Actions

Sonnenenergie als "enorme Chance" für beide Kontinente:

Sepa 2009
Partnerschaft: Workshop-Teilnehmer aus Gießen sowie Senegal und Namibia vor einem auf dem Vorplatz des Hauptgebäudes ausgestellten Solarspiegel. Bild: Docter
Gießener Anzeiger vom 12. Juni 2009: 2. Internationaler Workshop zur Solarenergie-Partnerschaft zwischen Europa und Afrika an der JLU - Mit Teilnehmern aus Senegal, Namibia und Kenia

GIESSEN (fod). Eine stärkere Kooperation im Bereich der Solarenergie zwischen Europa und Afrika würde für die Menschen auf beiden Kontinenten große Vorteile haben. Doch Politik und Wirtschaftsinteressen stehen dem bislang entgegen. Um Lösungsmöglichkeiten zu diskutieren, treffen sich in dieser Woche in der Aula der Justus-Liebig-Universität (JLU) Wissenschaftler unterschiedlichster Forschungsgebiete zum 2. Internationalen Workshop zur SolarEnergiePartnerschaft mit Afrika (SEPA). War es im vergangenen Jahr bei der Premiere nur ein Tag, geht die Veranstaltung dieses Mal gleich über drei Tage. Ein besonderer Schwerpunkt ist die Situation im Senegal. Das westafrikanische Land hat Vertreter sowohl von drei Universitäten als auch der Regierung entsandt. Weitere ausländische Teilnehmer kommen aus Namibia und Kenia. Glaubt man den Experten, sind die technischen Möglichkeiten zur Lösung des in Afrika wie Europa durch die steigende Nachfrage zunehmenden Energieproblems längst gegeben. So würde es laut Prof. Michael Düren vom II. Physikalischen Institut der JLU ausreichen, "circa eine Promille der Sahara mit Solarthermie-Anlagen zu bedecken", um ganz Europa ein Jahr lang mit Wärmenergie zu versorgen. Für Deutschland betrage die hierzu notwendige Fläche 40 mal 40 Kilometer im Quadrat, wie Dr. Frank Schüssler vom Gießener Institut für Geographie hinzufügt. Noch wesentlich mehr könnte man in Afrika von dieser Technik profitieren. "Würde nur eine von 2000 Farmen in Namibia auf einer Fläche von 50 Hektar mit Solaranlagen bestückt, ließe sich damit der gesamte Jahresbedarf für das Land erzeugen", verdeutlicht Prof. Andreas Dittmann vom Geographischen Institut. "Schlägt man aber die Errichtung von Solarkraftwerken vor, melden sich gleich viele Gegner zu Wort", berichtet Michael Düren. "Da gibt es die Befürworter der Kernenergie oder solche Leute, die finden, dass Europa autark bleiben sollte."
Alternative LösungenDoch die Zeit arbeitet für alternative Lösungen. "Je länger gewartet wird, umso unausweichlicher wird das Thema", meint der Physiker. Denn mit dem Schwinden der weltweiten Öl- und Kohlereserven ist mit einem rasanten Preisanstieg bei den alten Energiequellen zu rechnen. Zwar sei laut Prof. Peter Winker vom Institut für Statistik und Ökonometrie der JLU der Preis einer Kilowattstunde Strom aus Solar-Produktion mit rund 20 Cent derzeit nicht konkurrenzfähig, doch werde dieser in naher Zukunft allmählich sinken; auf rund fünf Cent, wie Frank Schüssler anhand einer aktuellen Studie belegt. Peter Winker sieht daher in einem Umstieg auf Sonnenenergie "enorme Chancen" für beide Kontinente: während in Ländern wie Senegal und Namibia wesentlich mehr Menschen ans Stromnetz angeschlossen und ihnen ein höherer Lebensstandard ermöglicht werde könnte, würde für Europäer das Risiko durch Kernkraft und die Menge der Emissionen von Kohlekraftwerken kleiner werden. Angesichts des langsamen Tempos müsse man jedoch von einem "Planungshorizont von 20 bis 50 Jahren" sprechen, sagt der Ökonom. Und das, "obwohl wir schon jetzt 20, 30 Jahre zu spät dran sind" und bereits mit den Folgen des Klimawandels leben.
Auf afrikanischer Seite setzt man große Hoffnungen in eine Partnerschaft mit Europa. "Immer mehr Wälder werden abgeholzt, um dem steigenden Energiebedarf nachzukommen, wodurch die Wüstengebiete zunehmen", berichtet Prof. Issakha Youm, Universität Dakar (Senegal), von der Situation in seinem Heimatland. Würde man anstatt Biomasse zum Beispiel Photovoltaik-Anlagen einsetzen, könnte die Natur geschont werden. Zudem würden neue Arbeitsplätze entstehen, fügt Lameck Mwema aus Namibia hinzu. "Es bestehen für beide Seiten große Potenziale in der Nutzung von Solarenergie." Schließlich sei vom Klimawandel die gesamte Welt betroffen, gibt Mwema zu bedenken.

Font size: large | standard | small
Kontakt
Zugriffsorte der Website
Redaktion
12.06.2009 11:02
 

| Barrierefreiheit | Kontakt Web-Master | Impressum | Plone-Kurse | Hilfe | Login für Redakteure
Powered by Plone CMS, the Open Source Content Management System

This site conforms to the following standards: