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Die gemeinsam vom Institut für Pflanzenökologie und der Hessischen Landesanstalt für Umwelt betriebene Umweltbeobachtungs- und Klimafolgenforschungsstation Linden liegt in der Talaue des Lückebaches südöstlich der Stadt Gießen und nordöstlich des Lindener Stadtteils Leihgestern. Die bei 50°32'N und 8°41,3'E in einer Höhe von 172 m über NN gelegene ca. 4,5 ha große Fläche gliedert sich in eine ca. 1,5 ha große Teilfläche für experimentelle Untersuchungen sowie in eine ca. 3 ha große Teilfläche für mikrometeorologische Messungen. Im Jahre 2003 wurde eine ca. 0,2 ha große Teilfläche als Phänologischer Garten ausgewiesen. Seit 1995 betreibt das Hessische Landesamt für Umwelt und Geologie eine Luftmessstation, die 2007 an das nordöstliche Ende des Phänologischen Gartens verlegt wurde. Seit Mitte 2007 betreibt das "Laboratory for Climatology and Remote Sensing" der Professur für Klimageographie und Umweltmodellierung des Fachgebiets Physische Geographie der Universität Marburg eine Fernerkundungsbodenstation auf dem Gelände der Forschungsstation.
Naturräumlich ist dieser Bereich der Lückebachaue dem Großen-Lindener Hügelland zuzuordnen, das als Teileinheit zum Gießener Becken gehört. Das Gießener Becken wiederum wird als Untereinheit des Marburg-Gießener Lahntales eingestuft. Die Versuchsstation befindet sich am nordöstlichen Rand des Großen-Lindener Hügellandes im Übergangsbereich zum Gießener Landrücken, einer Untereinheit des Vorderen Vogelsberges. Das Großen-Lindener Hügelland ist als vorwiegend von Lößüberdeckung und Talauen geprägte Landschaft mit der Wetterau vergleichbar. Das Relief der in Auenrandlage am auslaufenden Hangfuß gelegenen Fläche ist als schwach geneigt anzusprechen, die Exposition ist Nord. Die mittleren Jahresniederschläge (1961-1990) in Gießen liegen um 644 mm, das langjährige Mittel der Lufttemperatur beträgt 9,1 °C. Das Versuchsgelände steht seit Jahrzehnten unter extensiver bis mäßig intensiver Wiesennutzung mit 2 Schnitten pro Jahr. Die betriebsübliche N-Düngungsintensität lag in den vergangenen Jahrzehnten zwischen 50 und 80 kg ha-1 a-1. Sie wurde 1995 auf 40 kg ha-1 a-1 N reduziert. Der Pflanzenbestand ist als eine frische bis wechselfeuchte Glatthaferwiese (Arrhenatheretum elatioris Br.-Bl.) anzusprechen. Ansprache nach Rodwell et al. (1992): Arrhenathereutum elatioris Br.-Bl. Filipendula ulmaria sub-community Von den insgesamt 69 vorgefundenen Arten erreichen 12 Gräser, 2 Leguminosen und 15 Kräuter eine Stetigkeit von >60 %. Als wichtigste Massebildner innerhalb der Hauptgruppen können Arrhenatherum elatius, Holcus lanatus, Poa pratensis, Alopecurus pratensis, Festuca rubra, Trifolium pratense und Galium mollugo angesehen werden. Das geologische Ausgangsmaterial der Bodenbildung im Untersuchungsgebiet besteht vorwiegend aus tonigen und in geringerem Maße sandigen Sedimenten des Miozän (Tertiär), die von holozänen, fluviatil abgelagerten Auensedimenten überdeckt werden. Stellenweise treten Grauwacken des Unterkarbon zutage. Der Boden der Versuchsfläche ist als Auenboden-Pseudogley aus holozänen Auensedimenten über miozänen Tonen anzusprechen. |
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Redaktion
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