|
|
Landschaftsökologie
Viele ökologische Prozesse finden gleichzeitig auf unterschiedlichen Skalenebenen statt: vom lokalen Habitat bis hin zum großräumigen Landschaftskontext. Der Schwerpunkt, Landschaftsökologie’ untersucht die Auswirkungen von Landschaftsmustern auf die Tierwelt. Landschaftsmuster entstehen durch eine Vielzahl sowohl biophysikalischer als auch soziökonomischer Faktoren. In einem interdisziplinären Ansatz werden diese Ursachen landschaftlicher Heterogenität und ihre Auswirkungen mit Fragen der Biodiversitätsforschung vereint.
Forschungsschwerpunkte
- Innerhalb des Sonderforschungsbereiches (SFB) 299
„Landnutzungskonzepte für periphere Regionen” (Teilprojekt „Modellierung der
faunistischen Diversität für Landnutzungsoptionen”) wird der Einfluss der
räumlichen Heterogenität und der landwirtschaftlichen Nutzung auf verschiedene
Tiergruppen quantifiziert. Dazu wird z.B. die Bedeutung kleinräumiger
Landschaftselemente für die Diversität und die ökosystemare Funktion
verschiedener faunistischer Gruppen analysiert.
- Ein weiterer Schwerpunkt der Forschung ist
„Biodiversität und räumliche Komplexität in Agrarlandschaften unter Global
Change" (BIOPLEX). Dieses interdisziplinäre Projekt der Universitäten
Giessen und Göttingen untersucht den Zusammenhang zwischen Biodiversität,
räumlicher Komplexität und Sozioökonomie in Agrarlandschaften. Zusätzlich zu
Artenreichtum und Gemeinschaftszusammensetzung wichtiger funktioneller
Tiergruppen (Räuber, Samenprädatoren, ‚soil-engineers’) werden biotische
Interaktionen, abiotische Faktoren, räumlich-zeitliche Muster und ökosystemare
Funktionen sowie sozioökonomische Aspekte analysiert.
- Das
BIOPLEX-Projekt ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung
(BMBF) geförderten BIOLOG Programms. Das BIOLOG Programm selbst ist eingebettet
in das Rahmenprogramm "Forschen für Nachhaltigkeit" des BMBF. Neben
anwendungsorientierter ökologischer Forschung ist es eine wesentliche Aufgabe
des BIOLOG Programms, wissenschaftliche ökologische Erkenntnisse für Entscheidungsträger
und die Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Hierfür werden Publikationen
sowohl im Internet als auch in Printmedien erstellt.
|
|

28.01.2011 22:45
|