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Modellierung

Wir alle erfassen unsere Umwelt „modellhaft“. Damit ist gemeint, dass wir Abstraktionen und Reduktionen nutzen, wenn wir „Welt“ erklären. Modelle werden in der Ökologie auf vielfältige Weise genutzt. Besonders bekannt sind die globalen Vegetationsmodelle, mit denen die Reaktion der Biome auf veränderte Klimabedingungen oder CO2 Konzentrationen abgeschätzt wird. Habitatmodelle, mit deren Hilfe die Verbreitung und Populationsgröße von Tierarten prognostiziert werden kann, erweisen sich als wichtiges Instrument bei Umweltplanungen und Naturschutzbemühungen. Diese Modelle basieren auf einer Quantifizierung der Arten-Umweltbeziehung.

 

Forschungsschwerpunkte

  • DfG Projekt „Nachhaltige Landnutzung und Artenvielfalt “. Ziel des Projektes ist es, praxisnahe Optionen für die Erhöhung der Artenvielfalt in den Agrarlandschaften Deutschlands aufzuzeigen. Mit Hilfe von GIS-basierten Abundanzmodellen der Indikatorarten der Agrarlandschaft und Landnutzungsszenarien wird die Nachhaltigkeit der Landnutzung in Deutschland analysiert und räumlich explizit Lösungen für eine nachhaltige Landnutzung aufgezeigt. Im Rahmen des Projektes werden die Modellierungstools GEPARD (Geographically Explicit Prediction of Animal Richness Distributions) und SLICER weiterentwickelt.
  • Ziel des F+E-Vorhabens „Verbreitungsanalyse von Vogelarten und Analyse des Einflusses des Klimawandels“ ist es, Methoden zu analysieren, wie der Einfluss des Klimawandels auf die Verbreitung und Abundanz häufiger Brutvögel in Deutschland modelliert werden kann. Erstmals konnten im Rahmen dieses Forschungsvorhabens für Deutschland hochauflösende Karten zur Veränderung von Verbreitung und Abundanz erstellt werden. Grundlage für die Modelle und Populationsberechungen sind 330.000 digitalisierte Einzelbeobachtungen aus dem DDA Programm „Monitoring häufiger Brutvögel“.
  • Hochauflösende Verbreitungs- und Abundanzmodelle stellen einen wichtigen Schwerpunkt der Modellierungsgruppe dar. Derzeit wird an Modellen zu den Indikatorvogelarten der Agrarlandschaft  und zu 46 häufigen Vogelarten Deutschlands gearbeitet. Die Ergebnisse dieser Modelle gehen u.a. in den bundesdeutschen Brutvogelatlas ADEBAR und in landesweite Avifaunen z.B. den Hessischen Brutvogelatlas ein.

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