Geschichte des Instituts
Auf Initiative von Prof. Dr. Max Rolfes wurde das Institut für Agrarsoziologie 1963 gegründet. Damit sollte der Bedeutung gesellschaftlicher Lebensbedingungen der ländlichen Bevölkerung, ihrer Wirtschaft und räumlichen Ordnung Rechnung getragen werden. Der erste Leiter des Instituts war Prof. Dr. Herbert Kötter.
Zu seinem Nachfolger wurde 1971 Prof. Dr. Andreas Bodenstedt berufen. Daneben wirkten am Institut Prof. Dr. Edgar Harsche (Agrarsoziologie, 1971 bis 1990) und Prof. Dr. Karl Eugen Wädekin (Vergleichende Agrarpolitik, 1978 - 1986).
Die Beschäftigung mit Beratungsmethodik hat Tradition in Gießen. Der hessische landwirtschaftliche Beratungsdienst wurde 1948 gegründet und 1952 an die Universität angegliedert.
Der Leiter des Beratungsdienstes, Prof. Dr. Karl Hage, übernahm nach langjähriger Tätigkeit am Institut für landwirtschaftliche Betriebslehre 1969 die Professur für angewandte Betriebslehre und Beratung. Nach seinem Tod vertrat ab 1975 Dr. Hermann Boland zusammen mit Dr. Karl-Otto Schulze (Leiter des Hessischen landwirtschaftlichen Beraterseminars, 1975 - 1982) die Lehre.
Nach der Pensionierung von Prof. Dr. Edgar Harsche wurde dessen Professur für das Fachgebiet Beratungs- und Kommunikationslehre ausgeschrieben. Prof. Dr. Hermann Boland erhielt 1992 den Ruf auf die Professur. Das Institut wurde daraufhin in Institut für Agrarsoziologie und Beratungswesen umbenannt.
Nach der Emeritierung von Prof. Dr. A. Bodenstedt im März 1999 wurde die Professur für Agrarsoziologie gestrichen; zum Ende des Jahres 2000 wurde die gesamte Arbeitsgruppe Agrarsoziologie aufgelöst.
Im Jahr 1998 habilitierte sich Andreas Nebelung für das Fach Agrar- und Umweltsoziologie. Er ist weiterhin in der Lehre des Instituts tätig.
Neben der Lehre engagiert sich Prof. Boland vor allem in methodischen Fragen von Beratung und Kommunikation und ihrer praktischen Umsetzung.
Im April 2001 ist die Arbeitsgruppe Beratungs- und Kommunikationslehre (Prof. Dr. Boland) und im Juni 2001 die Arbeitsgruppe Projekt- und Regionalplanung (Prof. Dr. Bauer) ins Zeughaus umgezogen. Noch durchzuführende Umbauten und die Einrichtung haben durch den laufenden Betrieb etwas Zeit zur Fertigstellung gebraucht.
Am 26. April 2002 haben wir dann endlich eine Gelegenheit bieten können, um unsere Räumlichkeiten bei einem gemütlichen Zusammenkommen, einem Flurgespräch, kennenzulernen. Mit den Fotos möchten wir versuchen, die gute Stimmung und Atmosphäre wiederzugeben, ein Dank zugleich an alle Anwesenden.