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KLIWAS

Einfluss von klimabedingten Änderungen des Abflusses auf die Regenerationsfähigkeit von Auenpflanzenarten - KLIWAS-Projekt 5.06: Einschätzung der durch den Klimawandel bedingten Änderungen der Vegetation an Bundeswasserstraßen und deren Auswirkungen auf Planungsvorhaben der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung

 

Beteiligte Wissenschaftler: Dipl.-Geogr. Bianka Zelle, Dipl. Biol. Eva Mosner (Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz), Dr. Peter Horchler (Bundesanstalt für Gewässerkunde, Koblenz), PD Dr. Rolf Lutz Eckstein, Prof. Dr. Dr. Annette Otte, Dr. Tobias W. Donath

Laufzeit: 2010 - 2013

Schlagwörter: Aue, Keimungsökologie, Klimawandel, Naturschutz, Renaturierung

Kurzbeschreibung:
Lebensräume der Auen gehören aufgrund tiefgreifender Eingriffe in die Hydrologie sowie einer deutlichen Intensivierung der landwirtschaftlichen Nutzung zu den am stärksten bedrohten Lebensräumen in Deutschland und in Europa. Die europaweiten drastischen Rückgänge artenreicher Auenlebensräume, z. B. Auenwiesen, Auenwälder und ephemeren Schlammbodenfluren, führten auch zu deren Aufnahme in die Anhänge der FFH-Richtlinie (Richtlinie 92/43/EWG). Gemein ist den Pflanzengemeinschaften der Aue, dass ihre Komposition und Struktur in starker Abhängigkeit zu der vorherrschenden Wasserdynamik stehen. Ein bedeutender Faktor ist dabei die Überflutungstoleranz der Arten, die auf verschiedenen physiologischen Mechanismen beruht und letztlich zu der typischen Zonierung der Vegetationseinheiten entlang des vorherrschenden hydrologischen Gradienten führt.
Auch in Auenökosystemen sind als Folge des Klimawandels Verschiebungen im Bereich der  Abfluss-, Temperatur-, und Niederschlagsregime zu erwarten. Die Auswirkungen dieser sich ändernden Rahmenbedingungen auf die Pflanzengemeinschaften der Aue abzuschätzen, ist für deren langfristige Erhaltung und Wiederherstellung von zentraler Bedeutung. Insbesondere gilt es nicht nur künftige Verschiebungen der Vorkommen von Pflanzengemeinschaften zu modellieren, sondern auch die hierbei wirkenden Prozesse und Mechanismen zu verstehen. Vor diesem Hintergrund sollen in diesem Projekt mit Hilfe von Freiland- und Laborexperimenten Fragestellungen zur Samenbankökologie, Keimungsökologie und Vegetationsökologie bearbeitet werden.

Förderung: Bundesanstalt für Gewässerkunde (BfG)

Weitere Informationen: www.kliwas.de

Veröffentlichungen:

Schrift: groß | normal | klein
Redaktion
03.05.2011 16:49
 

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