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Geschichte der Fakultät
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Giessen, an der Lahn
zwischen Wetzlar und Marburg gelegen, war schon im Mittelalter über die Wetterau hin durch alte Straßen mit Frankfurt verbunden. Wie die Wetterau, in der die alte staufische Reichsburg Münzenberg lag, so teilte auch die Stadt das Schicksal, zu gewissen Zeiten Durchgangsland gewesen zu sein.
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Das 1607 entstandene Siegel der Medizinischen Fakultät Giessen, das die Aufschrift "Insignia Facultatis Medicae" trägt, nimmt einen einzigartigen Platz unter den Fakultätsemblemen ein.
Es zeigt als Wappentier die Asklepiosschlange, die im Verständnis der Zeit als geflügelter Drachen mit Vogelkopf und Echsenschwanz erscheint [zur späteren Interpretation s. unten; die Red.]. Sie verkörpert Wachsamkeit und Aufmerksamkeit, Eigenschaften, die den guten Arzt kennzeichnen. Markant sind die Bedeutungsinhalte: Der Apfelzweig im Schnabel erinnert an den biblischen Sündenfall, durch den die Krankheiten in die Welt gelangt sind.
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Das Antoniterkreuz, das Wappen der 1607 von Landgraf Ludwig V. von Hessen gegründeten Universität Giessen, ein blaues, silbergerandetes T-Kreuz, tauchte erstmals 1736 auf.
Bis dahin war die Ludoviciana, so der ursprüngliche Name der Universität, ohne Wappen gewesen. Anlaß war der Tod des amtierenden Rektors M. Verdries, ordentlicher Professor der Medizin und Hessen-Darmstädtischer Leibmedikus, am 25.7.1736. Als sich am 8.11.1736 der Trauerzug durch die Stadt bewegte, war der leere Sarg - die Beisetzung hatte längst in aller Stille stattgefunden - mit den Emblemen der vier Fakultäten und dem Antoniterkreuz als Wappen der Universität geschmückt.
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Jost Benedum
Vom Anteil der Facultas Medica Gi(e)ssena am Werden der medizinischen Wissenschaft
Die Medizinische Fakultät der Universität Gießen kann trotz ihrer wechselvollen (...) Geschichte heute [1982; Anm. d. Red.] auf eine 375jährige Tradition zurückblicken. Sie ist damit so alt wie die Universität Gießen selbst, die aus der alten Academia Gi(e)ssena und späteren Alma Mater Ludoviciana erwachsen ist. Zusammen mit den anderen drei Fakultäten der Theologie, Jurisprudenz und Philosophie verlieh sie der Neugründung von Anfang an den Charakter einer Universitas und erhielt zugleich mit den kaiserlichen Privilegien des Jahres 1607 auch die rechtliche Grundlage zur Führung eines Siegels, das sie bis heute verwendet. (...)
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Matthias Meusch
Die Medizinische Fakultät Gießen im Nationalsozialismus (1933-1945)
Wie an anderen Universitäten und Fakultäten auch, begann die Zeit des "Dritten Reiches" in Gießen mit der Säuberung des Lehrkörpers von rassisch und politisch unerwünschten Personen.
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Gelöbnis, das vom amtierenden "Minister der Universität" den Promovierenden vor der Promotion öffentlich zu verlesen ist.
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der Justus-Liebig-Universität Gießen
Rudolf-Buchheim-Str. 6
35392 Gießen
Tel: +49- (0) 641-99 48000
Fax: +49- (0) 641-99 48009

05.08.2011 13:43
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