LOEWE-Programm
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Landes-Offensive zur Entwicklung Wissenschaftlich - ökonomischer Exzellenz – kurz: LOEWE – ist der Titel des erstmals aufgelegten Forschungsförderungsprogramms, mit dem das Land Hessen seit 2008 wissenschaftspolitische Impulse setzen und damit die hessische Forschungslandschaft nachhaltig stärken will. Am Fachbereich Medizin der Justus-Liebig-Universtiät Gießen werden drei LOEWE-Projekte gefördert. LOEWE-Zentrum Universities of Gießen and Marburg Lung Centre (UGMLC)Das Deutsche Zentrum für Lungenforschung (DZL) ist ein Zusammenschluss der führenden universitären und außeruniversitären Einrichtungen für Lungenforschung in Deutschland. Ziel des DZL ist es, schwere Lungenerkrankungen gemeinsam in einem translationalen Forschungsansatz zu bekämpfen. Unter dem Dach des DZL arbeiten zahlreiche renommierte Forschungseinrichtungen zusammen, darunter der Standort Gießen/Marburg/Bad Nauheim – Universities Giessen and Marburg Lung Centre (UGMLC) Im „UGMLC – Universities of Giessen and Marburg Lung Center: Entzündliche und hyperproliferative Erkrankungen der Lunge und der Atemwege“, an dem die Philipps-Universität Marburg und das Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung (MPI) Bad Nauheim beteiligt sind, hat die JLU die Federführung übernommen. „Unser Ziel ist es, durch Bündelung der experimentellen und klinischen Lungenforschung in Gießen, Marburg und Bad Nauheim zu einem international führenden Zentrum auf dem Gebiet der Erkrankungen der Lunge und der Atemwege zu werden“, nennt Sprecher Prof. Dr. Werner Seeger (Gießen) das ehrgeizige Ziel. Koordinatoren sind zudem Prof. Dr. Friedrich Grimminger (Gießen) und Prof. Dr. Harald Renz (Marburg). Rund 70 Wissenschaftler aus den drei Standorten sind beteiligt. Die Folgefinanzierung des UGLMC wird zudem durch die Von Behring Röntgen Stiftung unterstützt. http://www.dzg-lungenforschung.de/
LOEWE-Schwerpunkt Männliche Infertilität bei Infektion & Entzündung (MIBIE)Der LOEWE-Schwerpunkt „MIBIE – Männliche Infertilität bei Infektionen und Entzündungen“
unter Leitung des Gießener Urologen Prof. Dr. Wolfgang Weidner
untersucht Infektionen und Entzündungen des männlichen
Reproduktionstrakts hinsichtlich ihrer Ursache für die männliche
Unfruchtbarkeit. Die Schädigung des Fertilitätspotentials durch Erreger
ist vielfältig, aber die molekulare Pathogenese ist weitgehend
unverstanden. Eines von sechs Paaren ist, statistisch gesehen, von
ungewollter Kinderlosigkeit betroffen. Reproduktionsmedizin gehört zu
den zentralen Forschungsschwerpunkten des Fachbereichs Medizin der
Universität Gießen. Der LOEWE-Schwerpunkt MIBIE wird mit ca. 4,3 Millionen Euro Landesförderung von 2011-2013 gefördert. Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat hierbei die Federführung und kooperiert mit der Philipps-Universität Marburg und der Fachhochschule Gießen-Friedberg. Assoziierte Partner des Schwerpunktes sind das Kinderwunschzentrum Mittelhessen, the School of Veterinary Medicine Pennsylvania (USA), die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen, sowie die Tierärztliche Hochschule Hannover. LOEWE-Schwerpunkt Non-neuronale cholinerge SystemeIm von der JLU koordinierten Schwerpunkt „Non-neuronale cholinerge
Systeme“, an dem außer der Philipps-Universität auch die Johann
Wolfgang Goethe-Universität Frankfurt beteiligt ist, geht es um
Mechanismen der Aufrechterhaltung der Körperbarriere und -integrität,
die bisher nur in Teilen verstanden sind: Acetylcholin ist
Überträgerstoff im Nervensystem und als Signalmolekül in Bakterien,
Einzellern, Pflanzen und vielen Säugerzellen außerhalb des
Nervensystems vorhanden, insbesondere an Körperoberflächen und im
Abwehrsystem („non-neuronales cholinerges System“). Störungen dieses
Systems führen zu Erkrankungen. Ziel des „LOEWE“-Schwerpunkts ist es,
die molekularen und zellulären Komponenten dieses Regulationssystems
unter gesunden und krankhaften Bedingungen zu entschlüsseln und daraus
therapeutische Nutzungen zu ermöglichen. Die Spanne der relevanten
Krankheitsbilder erstreckt sich über mehrere Organsysteme und reicht
von der Haut – Neurodermitis, Blasen bildende Erkrankungen – über die
Transplantatabstoßung bis zur häufig tödlich endenden Sepsis.
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