Forschung
Das Institut hat folgende Forschungsschwerpunkte
Stresswirkungsforschung
Allgemein- und differentialpsychologische Aspekte der lokalen Entzündungsregulation und der endokrinen Stressantwort
Zahlreiche Untersuchungen belegen Zusammenhänge zwischen Stress und entzündlichen Erkrankungen. Weitgehend unklar bleibt bis heute, wie diese Zusammenhänge vermittelt sind. Im Schwerpunkt Stresswirkungsforschung analysieren wir allgemein- und differentialpsychologische Aspekte der lokalen Entzündungsregulation und der endokrinen Stressantwort.
Hauptuntersuchungsgebiete dabei sind:
Effekte akuter und chronischer psychischer Belastungen auf
- klinische Entzündungszeichen
- immunologische Entzündungsregulation und auf lokale Freisetzungen von Immunparametern
- endokrine Parameter
Moderatoren der Stressantwort und der Entzündungsregulation
Als Forschungsmethoden wenden wir u.a. an:
- Stressprovokation im psychologischen Labor; Analyse von chronischen Belastungen im Feld
- Analyse klinischer Veränderungen des Zahnfleisches und des Parodontiums und der Haut
- Analyse von Zytokinen, Chemokinen, Neuropeptiden und Hormonen im Sulkusfluid der Zahnfleischfurche (Sulkus gingivalis) und von Hautbiopsien
- Analyse endokriner Veränderungen in Blut und Speichel
- Psychometrische Erfassung von Befindlichkeits- und Persönlichkeitsparametern
Unsere Forschungsarbeiten erfolgen in enger interdisziplinärer Kooperation mit Psychologie, Psychosomatik, Zahnmedizin, Dermatologie, Immunologie, Mikrobiologie, Gynäkologie.
Gesundheitsverhaltensforschung
Methoden der Gesundheitsverhaltensförderung und ihre Evaluation auf der Basis klinischer Parameter
Methoden zur Förderung des Gesundheitsverhaltens werden in den vergangenen Jahren immer besser erforscht. Unklar sind bis heute bei vielen Programmen die klinischen Effekte der Interventionsmaßnahmen. In diesem praxisorientierten Forschungsschwerpunkt entwickeln wir Methoden zur Gesundheitsförderung und überprüfen die Interventionserfolge auf der Basis klinischer Parameter.
Hauptuntersuchungsgebiete dabei sind:
- Methoden zur Verbesserung von Mundhygienefertigkeiten und -gewohnheiten
- Entwicklung, Evaluation und Untersuchungen zur differentiellen Indikation von altersangepassten Patientenschulungen und Stressbewältigungsverfahren für Patienten mit Neurodermitis
Als Forschungsmethoden wenden wir u.a. an:
- Erfassung klinischer Indikatoren der Mundhygiene und der Mundhygienefertigkeiten
- Erfassung psychometrischer Determinanten des Gesundheitsverhaltens
- Erfassung von in der Dermatologie üblichen Schweregradindizes der Neurodermitis
- Einsatz von Fragebogenverfahren zu Erfassung von psychologischen Konstrukten wie z.B. Lebensqualität und Krankheitsverarbeitung
Die Forschungsarbeiten in diesem Bereich erfolgen in enger interdisziplinärer Kooperation mit Psychologie, Psychosomatik, Bewegungswissenschaften, Zahnmedizin, Dermatologie.
Psychodermatologie, Psychologie in der Zahnmedizin
Im Kontext der o.g. Forschungsschwerpunkte haben sich zugleich Schwerpunktsetzungen im Bereich der Psychodermatologie und der Psychologie in der Zahnmedizin ergeben. Wir fungieren hier als psychologische Ansprechpartner für Forschungsanliegen aus den Bereichen Dermatologie und Zahnmedizin und sind beratend und teilnehmend an einer Reihe von weiteren Forschungsprojekten beteiligt.