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Zentrum für Infektionsforschung steht

Drei Mittelhessische Hochschulen in neuer Einrichtung stark vertreten

Gießen (pm). Das Deutsche Zentrum für Infektionsforschung ist jetzt als Verein eingetragen und damit neu gegründet worden. Ihm gehören 32 führende Forschungseinrichtungen in Deutschland an. In Mittelhessen bilden die Justus-Liebig-Universität Gießen, die Philipps-Universität Marburg, die Technische Hochschule Mittelhessen und das Paul-Ehrlich-Institut Langen den gemeinsamen DZIF-Standort Gießen-Marburg-Langen. Dieser wird von Prof. Trinad Chakraborty, Dekan des Fachbereichs Medizin und Direktor des Instituts für Medizinische Mikrobiologie koordiniert. Für die THM ist Prof. Peter Czermak, geschäftsführender Direktor des Instituts für Bioverfahrenstechnik und Pharmazeutische Technologie, zuständig. 

Infektionskrankheiten sind weltweit eine der häufigsten Todesursachen. Krankheitserreger, die plötzlich und unvorhersehbar auftreten, sind die Schwerpunkte der Forscher in Gießen, Marburg und Langen. Antibiotikaresistenz bei Bakterien ist ein weiterer Schwerpunkt der Wissenschaftler in Gießen. »Impfstoffe und Antibiotika ermöglichen die Kontrolle schwerer, oft tödlicher Infektionskrankheiten oder halten diese zumindest in Schach. Neue Infektionskrankheiten, für die es noch keine Impfung oder Antibiotika gibt, stellen für die medizinische Forschung deshalb eine dramatische Herausforderung dar«, so Chakraborty. 

Zusätzlich wird die Ausbildung junger Wissenschaftler und Ärzte in einer DZIF-Akademie vorangetrieben. Auch hieran ist der Standort Gießen-Marburg-Langen beteiligt. Die Akademie ermöglicht zum Beispiel jungen Ärzten, sich für ein Jahr ausschließlich der Forschung zu widmen, um dann in die Klinik zurückzukehren.

Das DZIF ist eines von sechs Deutschen Zentren für Gesundheitsforschung, die von der Bundesregierung gefördert werden. Ziel ist die Prävention, Diagnose und Therapie der wichtigsten Volkskrankheiten. Durch eine rasche Umsetzung von Forschungsergebnissen in die klinische Anwendung soll die Bekämpfung zum Beispiel von Diabetes, Krebs oder eben Infektionserkrankungen entscheidend verbessert werden.

 
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Redaktion
06.07.2012 12:58
 

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