Internationale Tagung zum Gesundheitsmanagement
Gießen (if). Anforderungen an Kernkompetenzen von »Health Care Managern« standen seit Mittwoch im Mittelpunkt einer von der Türkisch-deutschen Gesundheitsstiftung (TDG) in Giessen organisierten Tagung mit Teilnehmern aus der Türkei, England und Schottland, die am heutigen Freitag im »Hotel Köhler« zu Ende geht. Die rund zwei Dutzend ausländischen Gäste – großenteils Juristen und Sozialwissenschaftler – die an dem von der Europäischen Union im Rahmen der »Life Long Learning Programs Leonardo da Vinci« geförderten, auf zwei Jahre angelegten Projekt teilnehmen, kommen von der Gazi Universität und der Atilim Universität Ankara, der Mediterranean Health Managers Association in Antalya sowie vom Institut für Gesundheitswesen der Universität Leeds und der Queen Margaret University in Edinburgh. Im Verlauf des Projektes werden Probleme und Fragen der möglichen Vereinheitlichung der Ausbildungsprogramme für Manager im Gesundheitswesen aufgegriffen und diskutiert
Nach der Begrüßung durch den Vorsitzenden der TDG, Dr. Yasar Bilgin, hatte Professor Dilaver Tengilimoglu (Ankara) einen Überblick über die Ergebnisse der vorangegangenen Tagungen in Ankara und Leeds gegeben. Prof. Joachim-Felix Leonhard, der Präsident der Von Behring-Röntgenstiftung, erläuterte den ausländischen Gästen danach den in Deutschland im Gang befindlichen Privatisierungsprozess im Gesundheitswesen und dessen Auswirkungen auf das Gesundheitsmanagement. Neue Berufsbilder stellte in diesem Zusammenhang Prof. Marcus Hoffmann von der Universität Karlsruhe vor.
Einleitend hatte Privatdozent Michael Knipper aus dem Institut für Geschichte der Medizin der Justus-Liebig-Universität Aspekte der Migration und deren Konsequenzen für das deutsche Gesundheitswesen dargestellt. In Workshops wurde abschließend die Einbeziehung der neuen Entwicklungen des Gesundheitswesens auf internationale Management-Ausbildungsprogramme erörtert.