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Diabetes und Auge

Augenklinik-Experten sprechen bei Bürgerinformationsstunde

Gießen (if). »Bei mir ist Zucker festgestellt worden. Bisher habe ich keine Verschlechterung des Sehvermögens bemerkt. Sollte ich trotzdem zum Augenarzt?« – »Wie oft sind bei Diabetes Kontrollen der Augen nötig?« – »Lassen sich bereits eingetretene Augenschäden wieder beheben?« Die Telefone liefen heiß, als bei einer Telefonaktion unserer Zeitung vor einiger Zeit Fragen zum Thema »Diabetes und Auge« gestellt werden konnten. 
»Viele Menschen haben Diabetes, ohne es zu wissen. Und was den meisten Menschen ebenfalls nicht bekannt ist: Diabetes kann zur Erblindung führen«, stellt Prof. Birgit Lorenz, die Direktorin der Gießener Universitäts-Augenklinik, fest. Allein in Deutschland erblindeten Tag für Tag 27 Menschen, erläutert sie. In der Mehrzahl der Fälle liege die Ursache in einer schleichend verlaufenden diabetischen Gefäßveränderung. »Die winzigen Gefäße im Auge werden dann durchlässig«, erläutert Dr. Frank Weinand, der Leitende Oberarzt der Klinik. »So kommt es zu Ödemen und zu einer diabetischen Makula-Degeneration.«
Am nächsten Mittwoch, 5. Oktober, wird Dr. Weinand im Rahmen einer Bürgerinformationsstunde »Diabetes mellitus und das Auge« im großen Hörsaal der Chirurgie im Uniklinikum in der Rudolf-Buchheim-Straße die Folgen der Zuckerkrankheit für das Auge erläutern und auf deren unterschiedlichen Stadien anhand von Fallbeispielen eingehen. Dabei werden zugleich die diagnostischen Möglichkeiten von den klassischen, seit Jahrzehnten bewährten Verfahren bis zu neuen hochauflösenden Schnittbildern der Netzhautmitte erläutert. 
Was kann ich tun, um keine diabetischen Augenveränderungen zu bekommen? Was kann der Augenarzt tun, wenn diabetische Augenveränderungen bereits aufgetreten sind? Und welche neuen Entwicklungen sind zu erwarten? – lauten Fragen, die zur Sprache kommen werden. 
Auf besonderes Interesse dürfte dabei auch der Hinweis stoßen, dass ein bisher nur bei bestimmten anderen Augenerkrankungen zugelassenes Medikament, das zur Stabilisierung der Gefäßwände führt, seit Januar dieses Jahres auch die Zulassung für die Behandlung des diabetischen Makula-Ödems erhalten hat. 
Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr. 
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Redaktion
04.10.2011 15:26
 

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