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... "Eine wunderbare Verknüpfung", Giessener Anzeiger, 31.05.2007

 
Vertreter des JLU-Forschungsschwerpunkts Mensch-Ernährung-Umwelt informierten über aktuelle und zukünftige Projekte (von links): Prof. Reinhard Bretzel, Prof. Elke Roeb, Prof. Michael Bülte und Prof. Clemens Kunz. Bild:Docter

Symposium des Schwerpunkts Mensch-Ernährung-Umwelt präsentiert Forschungsergebnisse

GIESSEN (fod). Dank der an der Justus-Liebig-Universität (JLU) einzigartigen Fächerkombination von Medizin und Veterinärmedizin auf der einen sowie verschiedenen Natur- und Lebenswissenschaften auf der anderen Seite konnten in den drei Jahren seines Bestehens am Forschungsschwerpunkt Mensch-Ernährung-Umwelt (MEU) 15 vorwiegend interdisziplinäre Projekte auf den Weg gebracht werden. Im Rahmen eines Symposiums wurden gestern aktuelle Forschungsergebnisse präsentiert und ein Ausblick in die Zukunft gewagt.
Hierzu hatten die beiden Sprecher des vom Hessischen Wissenschaftsministerium seit 2004 mit 2,15 Millionen Euro geförderten Schwerpunkts, Prof. Michael Bülte (Institut für Tierärztliche Nahrungsmittelkunde) und Prof. Clemens Kunz (Institut für Ernährungswissenschaft), alle daran beteiligten Wissenschaftler in den Biologischen Hörsaal des Unihauptgebäudes eingeladen. Über vier Stunden lang widmete man sich dort den verschiedenen Aspekten der beiden übergeordneten Themenfelder "Stoffwechsel und Ernährung" sowie "Krankheitsrisiken durch Lebensmittel", bevor dann am Abend im Margarete-Bieber-Saal auch Vorträge für die interessierte Öffentlichkeit zu alternativen Rohstoffquellen und Gesundheitsprävention angeboten wurden.
Angesichts der aktuellen Thematik bescheinigte JLU-Vizepräsident Prof. Karl-Heinz Kogel im Pressegespräch der bereits erste Erfolge abwerfenden Forschungstätigkeit innerhalb der Projekte ein "großes Potenzial", aus dem in naher Zukunft die eine oder andere weitere Exzellenzinitiative entstehen könnte. "Der Schwerpunkt Mensch-Ernährung-Umwelt ist eine zentrale, Profil bildende Initiative der Universität", betonte er und sah MEU mit seinen nationalen und internationalen Kooperationen als festen Bestandteil des zukunftsweisenden JLU-Konzepts "Human life and its ressources". Für den Bereich Ernährung konnte Kogel zudem vermelden, dass das Vorhaben, eine Großforschungseinrichtung zu diesem wichtigen Themenfeld nach Gießen zu holen, schon weit vorangeschritten ist. Konkretes wollte er jedoch noch nicht mitteilen.
Auch die beiden Sprecher haben sich bereits Gedanken darüber gemacht, wie es nach dem Auslaufen der dreijährigen Förderperiode weitergehen könnte. "Über Methodenplattformen soll es zu einer noch engeren Verknüpfung kommen", sagte Prof. Bülte. Als Beispiel dafür nannte er die bereits realisierte Kooperation von Veterinär- und Humanmedizinern sowohl in Gießen als auch mit anderen Hochschulen bei der Einrichtung eines Forschungsnetzwerks zu zoonotischen, also vom Tier auf den Menschen sowie umgekehrt übertragbaren Krankheiten. Über zwei Millionen Euro konnten hierzu durch Bundes- und Drittmittel schon eingeworben werden. Eines der darin angesiedelten Projekte betrifft die Erforschung des Zusammenhangs von Paratuberkulose bei Rindern und der chronischen Darmkrankheit Morbus Crohn beim Menschen, wofür weitere 1,2 Millionen Euro bewilligt wurden. Durch diese "wunderbare Verknüpfung" könnten sowohl am Tiermodell als auch beim Menschen zoonotische Erkrankungen intensiv erforscht werden, sagte Prof. Elke Roeb, Leiterin der beteiligten Abteilung Gastroenterologie am Universitätsklinikum.
Auf die Weiterführung der interdisziplinären Forschung und Methodenplattformen setzte auch Prof. Kunz. "Wir brauchen allerdings dauerhaft verankertes Personal, um die Kontinuität zu gewährleisten", gab er zu bedenken. Denn es wäre ein großer Verlust, sollten jetzt fest etablierte Projekte auf einmal vor dem Ende stehen. Angesichts der Bekanntheit des Schwerpunkts Mensch-Ernährung-Umwelt, dessen Einzelprojekte bereits große Summen an Drittmitteln einwerben konnten, war ihm jedoch um die Zukunft nicht bange.