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Veranstaltungen

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Interdisziplinäre Ringvorlesung zum Thema „Bildung zwischen Heterogenität und Standardisierung“

Im Wintersemester 2007/08 veranstaltet das Netzwerk Bildungswissenschaften eine öffentliche interdisziplinäre Ringvorlesung zum Thema „Bildung zwischen Heterogenität und Standardisierung“.

Zeit: mittwochs 18 – 20 Uhr

Ort: Uni-Hauptgebäude, Ludwigsstraße 23, Biologischer Hörsaal, 3.   Stock


Inhalt:

Die Zunahme von Heterogenität ist eine gesellschaftliche Tatsache und wirkt grundlegend auf den Charakter von Bildungsprozessen ein. Die aktuelle bildungspolitische Debatte, ausgelöst vor allem durch die internationalen Vergleichsstudien wie PISA, sieht die Formulierung von Bildungsstandards als Kern für die Lösung bildungspolitischer Miseren an. Sie verlangt die Etablierung verbindlicher fachbezogener Kompetenzen, um die sozial, kulturell usw. begründeten Differenzen zumindest im Leistungsspektrum aufzuheben und mehr Chancengleichheit im Bildungsprozess zu garantieren.
In mehrfacher Hinsicht fordert dieser Diskussionsprozess eine Positionsbestimmung der Fächer heraus, der zwei Blickrichtungen, gewissermaßen nach innen und außen, öffnet:
Zum einen hat die Diskussion um „domänenspezifische“ Kompetenzen die Frage aufgeworfen, worin der besondere Bildungsauftrag der Fächer zu sehen ist. Die Klieme-Expertise unterscheidet z. B. wissenschaftliche Modi der Welterfahrung, die als „Dimensionen grundlegender Allgemeinbildung“ zu verstehen sind. Welches sind also die grundlegenden und unverwechselbaren Charakteristika, die Fächer vertreten und zu bedeutsamen normativen Standards erhoben haben wollen?
Zum anderen stellt sich die Frage, wo die Fächer auch Aspekte von Heterogenität in ihre spezifische Zugangs- und Vorstellungsweisen einbeziehen. An welchen Punkten öffnen sie ihre Grundkonzeptionen einer veränderten Welt, die sie ja zu beschreiben und zu vermitteln suchen?
Die Ringvorlesung ist als Diskussionsprozess der im „Netzwerk Bildungsforschung“ vertretenen Fächer gedacht. In einzelnen Vorträgen wird der spezifische Beitrag der Bildungswissenschaften der Universität bei der Suche nach Lösungsansätzen zu lebensweltlichen Problemstellungen aufgezeigt. Dabei sind konzeptionelle Entwürfe genauso willkommen wie Aufrisse der aktuellen Problemstellung.


31.10.   Carl-Peter Buschkühle (Kunstpädagogik): Kunst als Bildungsprinzip in einer pluralen Kultur

7.11.     Wolfgang Sander (Didaktik der Sozialwissennschaften):  Wie standardisierbar ist Bildung? Chancen und Probleme von Bildungsstandards am Beispiel der politischen Bildung

14.11.    Vadim Oswalt (Didaktik der Geschichte):  Des Kaisers neue Kleider – Standardisierung historischer Bildung als Lösungsansatz für das geschichtliche Lernen?

21.11.    Ludwig Duncker (Schulpädagogik):Bildung und Heterogenität – Zerreißproben für das Bildungssystem

28.11.   Georg Friedrich (Sportdidaktik): Zukünftige Bildungsaufgaben des Schulsports im Kontext einer pluralisierenden Sportkultur

5.12.     Wolfgang Hallet (Didaktik der englischen Sprache und Literatur):  Literature and Literacies: Lässt sich literarische Bildung standardisieren?

12.12.    Jürgen Mayer (Biologiedidaktik): Naturwissenschaftliche Schulleistungen im Kontext (inter)nationaler Bildungsstandards

16.1.     Franz-Josef Bäumer (Religionspädagogik): Verschieden sein - verschieden werden. Aufgaben und Ziele religiösen Lehrens und Lernens in der Schule

23.1.     Renate Niekant (Gender-Studien):     Geschlechterreflexivität als Bildungsprojekt

31.1.     Swantje Ehlers (Didaktik der deutschen Sprache und Literatur):    Heterogenität und literale Kompetenzen

6.2.       Claudia v. Aufschnaiter (Didaktik der Physik),  Rudolf Sträßer (Didaktik der Mathematik): Vom BildungsKANON zu den BildungsSTANDARDS Assoziationen eines Mathematikdidaktikers mit Zwischenrufen einer Physikdidaktikerin


15.10.2007 - 15.02.2008

Ort: Universität-Hauptgebäude, Ludwigstraße 23, 2. Stock, Großer biologischer Hörsaal

Duncker, Buschkühle, Oswalt

  • Alle Interessierten
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Redaktion
25.07.2007 17:14
 

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