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Barrierefreie Studieninformations- und Anmeldesysteme an der JLU

Mit dem aus zentralen QSL-Mitteln finanzierten Projekt „Barrierefreie Studieninformations- und Anmeldesysteme an der JLU“ verbessert die Universität die Situation von Studierenden mit Behinderung und chronischer Erkrankung.

Das Projekt ist am Hochschulrechenzentrum (HRZ) angesiedelt und wurde im Studienjahr 2008/2009 durch das Autonome Referat für behinderte und chronisch kranke Studierende (ABeR) im AStA initiiert.

Wichtigstes Ziel ist, die drei zentralen webbasierten Studieninformations- und Anmeldesysteme

  • Flexnow zur Prüfungsverwaltung (einschließlich der Chipkarte zur Online-Personenauthentifikation),
  • Stud.IP zur Unterstützung von Lehrveranstaltungen und z. T. auch für Veranstaltungs- bzw. Modulanmeldungen sowie
  • Plone/Zope als Plattform für den zentralen Web-Auftritt der Universität

hinsichtlich ihrer Barrierefreiheit zu optimieren.

So konnten bisher gemeinsam mit den Systemverantwortlichen und deren Teams an der JLU sowie mit den Entwicklern von Flexnow an der Universität Bamberg bzw. mit der Entwickler-Community von Stud.IP schon einige wichtige Verbesserungen erreicht werden: Bereits im November 2009 fand der barrierefreie Relaunch der Einstiegsseiten von Flexnow statt. Außerdem hatte die Projektgruppe zehn Arbeitspakete mit dringend notwendigen Verbesserungsmaßnahmen geschnürt und den Stud.IP-Entwicklern an die Hand gegeben. Die Ergebnisse dieser Entwicklungsarbeiten stehen mittlerweile der JLU und darüber hinaus auch allen anderen Stud.IP-nutzenden Hochschulen zur Verfügung.

Zu den systemseitig in Stud.IP vorgenommenen Verbesserungen zählen beispielsweise:

  • Verbesserung von Orientierung und Navigation
    Durch das Einfügen von Sprungmarken, Gliederungsebenen in der Seitenstruktur und Orientierungspunkten wird es blinden und sehbehinderten Benutzern einer Sprachausgabe-Software möglich, die Hauptinhaltsbereiche einer Seite zu identifizieren und mithilfe der Tastatursteuerung gezielt anzuspringen.
  • Auszeichnung von Bedienelementen
    Blinden Benutzern von Sprachausgabe-Software wird es aufgrund semantisch korrekt ausgezeichneter Formularelemente und Schaltflächen möglich, die Seiten aktiv zu bedienen und so die entsprechenden Interaktionen durchzuführen.
  • Hervorhebung aktiver Elemente
    Der gestrichelte orange-farbige Rahmen erleichtert sowohl Sehbehinderten mit Restsehvermögen als auch Nichtbehinderten bei der Tastatursteuerung jederzeit das Auffinden des gerade aktiven Elements am Bildschirm.

Letztlich hat dieses Gießener Projekt bei den Stud.IP-Entwicklern das Bewusstsein dafür geschärft, wie barrierefreie Programmierung erfolgen sollte. Über die konkreten Arbeitsaufträge der JLU hinaus haben sie aus eigener Initiative eine Sitemap im System geschaffen sowie die Navigationsstrukturen überarbeitet und entschlackt. Alle vorgenommenen Verbesserungen steigern nicht nur die Barrierefreiheit, sondern auch die Benutzerfreundlichkeit von Stud.IP für alle Nutzer.

Mit diesen ersten Erfolgen ist die Projektarbeit aber noch längst nicht getan, denn auch die Inhalte, die Dozenten und Redakteure über diese webbasierten Systeme veröffentlichen, müssen barrierefrei gestaltet werden. Aus diesem Grund wird ein entsprechend umfassendes und durchgängiges Informations-, Beratungs- und Schulungsangebot zur Schaffung „barrierefreier Informationstechnik“ in Studium und Lehre aufgebaut und angeboten. Erste Anleitungen und Beispiele, wie Sie mit relativ geringem Aufwand möglichst barrierearme PDF-Dokumente und PDF-Formulare erstellen können, finden sich ab jetzt auf den HRZ-Seiten unter http://www.uni-giessen.de/cms/barrierefreie-pdf.

Projektlaufzeit: SS 2009 bis SS 2013
Projektfinanzierung: Zentrale QSL-Mittel
Projektleitung: Dr. Steffen Puhl (Arbeitsgebiet "Barrierefreiheit von Web-Präsenzen")
Telefon:
(0641)-99-13093

Gestalten auch Sie Ihre PDF-Dateien, Word-Dokumente, PowerPoint-Präsentationen, Formulare, multimedialen Inhalte, E-Learning-Aktivitäten oder Webangebote barrierefrei. Wir beraten Sie gerne – auch bei der Qualitätssicherung!


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