Stressresistenz und Adaptation
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Im Verlauf der Evolution hatten Organismen mit einer Vielzahl von Umweltreizen zu kämpfen. In der Folge entwickelten sich auf der Basis komplexer molekularer Netzwerke und verändernder Stoffwechselaktivitäten über lange Zeiträume hinweg verschiedene Adaptationsprozesse. Das IFZ erforscht die komplexen Wechselwirkungen zwischen Organismen und ihrer Umwelt und entwickelt daraus Konzepte, um Beeinträchtigungen wie der Desertifikation von Agrarland oder dem Auftreten neuer Krankheiten effizienter begegnen zu können.
Der Produktivitätsanstieg der letzten Jahrzehnte im Agrarsektor wurde u. a. durch einen zunehmenden Input von Agrochemikalien realisiert, mit schädlichen Auswirkungen für Mensch und Umwelt. IFZ-Arbeitsgruppen arbeiten an der Frage, wie der Eintrag von Chemikalien in die Umwelt reduziert werden kann. Das IFZ sucht nach nachhaltigen Lösungen auf der Basis biotechnologischer Ansätze, z. B. Molekulare Züchtung, Tissue Culture, Gentechnologie bzw. biologischer Pflanzenschutz. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IFZ analysieren die Reaktion von Mikroorganismen auf verschiedenste Umweltfaktoren, sie erkunden das Vorkommen von Organismen in unterschiedlichen Umwelten, sie suchen nach den Mechanismen, wie mikrobielle Parasiten oder Symbionten mit ihren Wirten interagieren oder wie Pflanzen trotz Salz- oder Trockenstress überleben können. Mit großem Nachdruck wird daran gearbeitet, Wechselwirkungen von Pflanzen und nützlichen Mikroorganismen aufzuklären und für die Praxis nutzbar zu machen. Das wichtigste Verbundvorhaben des IFZ in diesem Forschungsschwerpunkt ist die Forschergruppe 666 "Mechanisms of compatibility: Reprogramming of plant metabolism by fungal effector molecules". |