Juli 2011
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Die Besiedlung der Wurzeln durch den Mykorrhizapilz Piriformospora erhöht die Krankheitresistenz von Gerste.
Die Stressresistenz der Pflanzenwurzeln ist auch gerade unter der Erwartung zukünftig steigender Bodentemperaturen ein Schlüssel zur Minderung von negativen Auswirkungen des voranschreitenden Klimawandels.
Zu diesem Forschungsfeld bewilligte das BMBF vor wenigen Tagen das Projekt "Cereal Root". Ziel dieses internationalen Verbundvorhabens ist es, neueste Erkenntnisse der Molekularbiologie und Immunologie der Pflanzenwurzel möglichst unmittelbar für die moderne Pflanzenproduktion nutzbar zu machen. Die Projektpartner werden sich in ihren Arbeiten auf neueste Erkenntnisse über Resistenzmechanismen stützen. Nachdem erst kürzlich eine neue Genfamilie entdeckt wurde, die in nahezu allen bekannten Resistenzmechanismen der Pflanze beteiligt sind, ist es realistisch geworden, biotechnologische Verfahren zu nutzen, um Wurzeln insgesamt besser an krankheitsbedingten oder klimabedingten Stress zu adaptieren. Das Konsortium verspricht sich von diesem Projekt, bei dem eine direkte und intensive Verzahnung von Grundlagenforschung und praxisorientierter Forschung angestrebt wird, direkte positive Effekte für die Landwirtschaft.
Kontakt:
Prof. Dr. Karl-Heinz Kogel, Phytopathologie