Dezember 2008
Die Gattung Viola enthält über 400 bekannte Arten, die vorwiegend in der nördlichen Hemisphäre verbreitet sind. Nur wenige - wie Viola hederacea - sind auf der Südhalbkugel heimisch (Australien: Queensland, Viktoria, Südaustralien, Neu-Südwales, Tasmanien); dort besiedelt die Art halbschattige geschützte Standorte mit hoher Luftfeuchtigkeit in Wäldern entlang von Bachläufen. V. hederacea hat eine Rosette mit rundlichen Blättern, die dem des Efeu-Gundermann (Glechoma hederacea) ähneln und bildet viele Stolonen aus, die die vegetative Ausbreitung fördern. Typisch sind auch die zweifarbigen weißlich-hellblauen bis lila Blüten mit einem dunkleren Fleck im Zentrum. Die Blütezeit dauert in Australien vom Frühling bis in den Frühsommer (Oktober - Januar).
In den frostfreien Gebieten Neuseelands gilt die Art als invasiv; dort besiedelt sie bevorzugt Wegränder und Pflasterfugen, in denen ausreichend Niederschlags- und Spritzwasser zusammenfließt, das den hohen Wasserbedarf der Art deckt.
In Deutschland besteht derzeit nicht die Gefahr, dass V. hederacea sich im Freien etabliert, da sie die Winterkälte nicht erträgt.
Prof. Dr. Dr. Annette Otte, Landschaftsökologie und Landschaftsplanung
Bild: Dipl.-Geogr. Ralf Schmiede
Känguru: Sascha Keiner, IFZ-Gärtner