Oktober 2007
Die Hiobsbotschaften aus der Biodiversitätsforschung reißen nicht ab: Habitatszerstörung, Artensterben, Biodiversitätskrise und Eindringen invasiver Arten. Unter diesen schlechten Vorzeichen führte die AG Spezielle Zoologie und Biodiversitätsforschung im August 2007 eine studentische Exkursion zu neun griechischen Balkanseen durch. Doch die Ausbeute war mehr als überraschend: insgesamt konnten vier Arten von Süßwassermollusken lebend nachgewiesen werden, die z. T. bereits seit 50 Jahren als ausgestorben galten (u. a. auch die abgebildete Valvata klemmi). Darüber hinaus wurden zwei potentiell neue Molluskenarten gefunden, die derzeit genetisch untersucht werden. Die Ursachen für das plötzliche Wiederauftreten dieser Arten sind noch unbekannt; die enthusiastische Feldarbeit der gießener Studenten dürfte aber erheblich zu diesen sehr positiven Nachrichten beigetragen haben.