Sektion III: Bildung und Entwicklung
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Die Frage, inwieweit etablierte Modellvorstellungen und Erklärungsmuster bei der Analyse unterschiedlich entwickelter Räume und Systeme übertragen oder modifiziert bzw. neu entwickelt werden müssen, charakterisiert die Arbeitsansätze der Sektion.
Sektionsleitung: Prof. Dittmann (Human- und Kulturgeographie) Stellv.: Prof. Winker (Statistik und Ökonometrie) Assoziierte Mitglied: Prof. em. Dr. Ernst Giese (Wirtschaftsgeographie) Der Fokus auf Länder mit sich entwickelnden Ökonomien und Institutionen macht die Einbeziehung von Fragestellungen, die nach den Determinanten von Stabilität und Instabilität forschen, unabdingbar. Der Kollaps sozio-ökonomischer Systeme sowie staatlicher und nicht-staatlicher Institutionen steht hier ebenso im Vordergrund des Forschungsinteresses wie Themen des Nation Building und des State Building sowie der Konfliktforschung. Die Ansätze der Geographischen Konfliktforschung und der Geographischen Entwicklungsforschung bilden dabei einen methodischen Analyserahmen, der Erklärungsmuster gezielt im Vergleich sozio-ökonomischer Detailstudien (z.B. Bazarökonomien, traditionelle Absatzstrategien) mit makroanalytisch angelegten Instrumentarien sucht. Ausgehend von der Grundannahme, dass jede Entwicklung gesellschaftlicher und ökonomischer Verhältnisse auf den Rahmenbedingungen und Nachhaltigkeitsstrukturen des von den UN entwickelten Human Development Index (HDI) aufbaut, wendet Sektion 3 dem Themenfeld Human Capacity / Human Resources besonderes Augenmerk zu. Dabei bilden die Analyse und Bewertung von Bildungsinstitutionen einen zentralen Ansatzpunkt. Als eine wichtige Herausforderung der Ansätze der Sektion 3 wird die Analyse von Fördermöglichkeiten für ökonomisch besonders benachteiligte Bevölkerungsgruppen angesehen. Möglichkeiten und Begrenzungen der Übertragung von Systemen in entwickelten Ökonomien untereinander, aber auch Versuche, sie auf Transformations- und Entwicklungsländer anzuwenden, werden dabei ebenso beleuchtet wie die Herausarbeitung neuer, regional- und kulturraumspezifisch ausgerichteter Konzepte. Genau hier liegt der Übergangsbereich der Tätigkeitsfelder von Sektion 3 zwischen den forschungsbezogenen Ansätzen und der anwendungsorientierten Arbeit. Dabei stehen neben makroökonomisch definierten Vorhaben im europäischen Kontext vor allem auch die auf Human Capacity Building ausgerichteten Projekte im ostafrikanischen Raum (Hochschulaufbau Ost-Tanzania) sowie in Zentral- und Südasien (Aufbau akademischer Strukturen in Afghanistan, Hochschulkooperation Iran) mit bereits angelaufenen Forschungs- und Aufbauprojekten im Vordergrund.
Projekte
Identifikation von Fälschungen in Surveys (DFG) Determinanten von Bildungsentscheidungen in Entwicklungsländern Arbeitskreis Solarenergie-Partnerschaft mit Afrika
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