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Klimawandel: Hochwasser und Dürren (CCFD)

Klimabedingte hydrologische Naturgefahren: Förderung einer Chinesisch-Deutschen Kooperationsgruppe durch das Chinesisch-Deutsche Zentrum für Wissenschaftsförderung für 2007-2010

Projektgruppe: L. King (ZEU), Jiang Tong (NIGLAS Nanjing)

Hochwasser und Dürren als klimabedingte Naturgefahren stehen im Fokus dieser Kooperationsgruppe. Mit Mitteln in Höhe von 284.000 € wird vor allem der bilaterale Austausch zwischen chinesischen und deutschen Wissenschaftlern gefördert. Im Rahmen der Kooperationsgruppe werden sowohl die Ursachen von Hochwasser- und Dürre-Ereignissen analysiert als auch deren Auswirkungen modelliert. Der Einfluss des Klimawandels auf hydrologische Prozesse wird geprüft und dekadische Klimatrends werden analysiert. Mit der aktuellen Version des Klimamodells ECHAM5 wird der Klimawandel untersucht, was eine Vorhersage sommerlicher Niederschlagsmengen ermöglicht. Auch weiterführende hydrologische Modelle im Maßstab des Flusseinzugsgebiets werden für die Analyse von Hochwasser und Dürre-Ereignissen genutzt. Ein- und zweidimensionale Modelle werden zur Analyse der Wasserqualität und der Sedimentation im Hauptstrom des Yangtze unterhalb des Drei-Schluchten-Staudamms eingesetzt. Analysen des wirtschaftlichen Schadenspotenzials von Hochwasser- und Dürren werden zusammen mit Schadensmodellen durchgeführt sowie Anpassungskapazitäten identifiziert. Die Ergebnisse der Klimasimulationen können zur Durchführung von Global Change-Szenarien verwendet werden, deren Resultate anschließend in die Empfehlungen zur Hochwasserschutzplanung einfließen.

Innerhalb der nächsten drei Jahre sollen mehrere interdisziplinäre deutsch-chinesische Forschungsanträge eingereicht werden. Dadurch wird die seit über 20 Jahren bestehende Kooperation des Nanjing Institute of Geography and Limnology, Chinese Academy of Sciences, (NIGLAS) in Nanjing mit dem Institut für Geographie der Justus-Liebig-Universität auf andere Institutionen in Deutschland und China ausgeweitet. So werden sich neben dem ZEU der JLU Giessen, dem die Leitung unterliegt, auch weitere hochrangige Forschungsinstitutionen beteiligen, das Potsdam Institut für Klimafolgenforschung, das Max-Planck-Institut für Meteorologie in Hamburg, das GeoForschungsZentrum in Potsdam sowie das Institut für Wasserwesen der Bundeswehr-Universität in München. Die chinesischen Partner stammen aus Forschungsinstituten der Chinese Academy of Sciences und von Universitäten in Nanjing, Beijing und Wuhan.

Die erfolgreiche Vorarbeit für die Beantragung der Kooperationsgruppe wurde bereits im Oktober 2006 mit einem Workshop in Giessen geleistet. Am 18. Juni 2007 eröffneten die Direktoren des Chinesisch-Deutschen Zentrums für Wissenschaftsförderung in Beijing die Kooperationsgruppe und enthüllten feierlich eine Tafel zum Start der Deutsch-Chinesischen Kooperationsgruppe „Climate Change, Floods and Droughts (CCFC)“. Im September konnten die ersten sechs deutschen Wissenschaftler zu einem Symposium und einer wissenschaftlichen Exkursion nach China reisen. Drei chinesische Wissenschaftler hielten sich in den folgenden Monaten in Giessen und Potsdam auf. Weitere Reisen werden folgen.

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Redaktion
18.03.2010 15:20
 

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