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Establishment of Higher Education Network For Applied Human Nutrition Between Eastern Africa And Europe (HENNA)

ACP – EU Cooperation Programme in Higher Education (EDULINK)

Projektgruppe: I.- U. Leonhäuser, S. Dreschl-Bogale (ZEU), Y. Abebe, F. Azerefegne, A. Tsegaye (Äthiopien, University of Hawassa), A. Makokha, A. Mwangi, J. Mwangi, P. Tuitek, L. Wasilwa (Kenyan Universities, KARI), J. Kikafunda, C. Magala-Nyago (Uganda, Kampala University)

Das HENNA-Projekt soll im Verbund von ostafrikanischen und europäischen Universitäten dazu beitragen, die ernährungswissenschaftliche Hochschulausbildung und Professionalisierung von Ernährungsexperten zu verbessern. Die Experten sollen befähigt werden, sich wissenschaftlich zu qualifizieren, selbst auszubilden und relevante Forschungsthemen zu bearbeiten, die helfen, Ernährungssicherungsprobleme vor Ort zu lösen. Mit den Partneruniversitäten aus Kenia, Uganda und Äthiopien soll ein Netzwerk aufgebaut werden, um innovative Curricula aufeinander abzustimmen. Weiterhin ist geplant, Mitarbeiter der beteiligten Institute zu Wissenschaftsmanagementprozessen zu qualifizieren sowie Forschungsprojekte zu initiieren, deren Ergebnisse dazu dienen, länderspezifische Ernährungsprogramme mit Lehr- und Beratungsmaterialien zu entwickeln.

Partnerships


Beteiligte Projektpartner sind die Hawassa University, Awassa, Ethopian Health and Nutrition Research Institute, Addis Ababa, Ethiopia; Universities of Jomo Kenyatta, Egerton, Nairobi in Kenya; University of Makerere, Kampala, Uganda.

 

Zielgruppe

Die Zielgruppe bezieht sich auf Lehrkräfte und Studenten ostafrikanischer Universitäten im Bereich der Ernährungswissenschaft, welche folglich dabei helfen sollen die Ernährungssituation in den entsprechenden afrikanischen Ländern zu verbessern. Zu Gute kommt dieses Programm, im weiteren Sinne, vor allem schutzlosen Gruppen in der Gesellschaft, im besonderen schwangeren Frauen, Kindern unter 5 Jahren, älteren und behinderten sowie Menschen die an HIV erkrankt sind. Entsprechend des Entwicklungsberichtes der UN 2005 sind mehr als 30% der sub-saharischen Bevölkerung unterernährt. Des Weiteren weist die Region die höchste Kindersterblichkeitsrate der gesamten Welt auf.

Die hauptsächlichen Gründe für die Ernährungsprobleme sind:

  • Unzureichende Zusammenarbeit zwischen den nationalen Institutionen,
  • beschränkter Zugang zur Ernährungswissenschaft sowie zu aktueller Literatur über eine adäquate Ernährung,
  • der Mangel an übereinstimmenden Kerninhalten zur richtigen Ernährung,
  • das Fehlen nötiger Ressourcen zur Versorgung/Ernährung und
  • die Knappheit an Arbeitskräften, Einrichtungen und Ausbildungsmöglichkeiten für die Bevölkerung.

 

Ziel

In Ostafrika, als extremes Beispiel, kommt es immer wieder zu zahlreichen Ernährungssicherungsproblemen. Das HENNA-Projekt soll diese Aspekte im gemeinsamen Interesse des Verbundes ostafrikanischer- und europäischer Universitäten ansprechen sowie diese Probleme vor Ort mit Hilfe von Experten lösen. Erwartete Ergebnisse durch das HENNA-Projekt:

  • Verbesserte institutionelle Zusammenarbeit
  • Übereinstimmende Bildungsinhalte für einen höheren Grad an ernährungswissenschaftlicher Hochschulausbildung in Ostafrika
  • Erweiterung der Kapazität und Kenntnisse der Fachbereichsmitglieder im Bereich Ernährung Beschaffung und Erweiterung der Mittel (aktuelle Literatur, Laborausstattung, Computer)
  • Schaffung eines Kommunikationsnetzwerkes im Internet zum wechselseitigen Informationsaustausch

Das Projekt soll eine maximale Beteiligung an Partnern in den ostafrikanischen Ländern und Deutschland gewährleisten. Durch das Applied Human Nutrition (AHN) mit den Inhalten Ausbildung, Forschung  und Erweiterung soll die Ernährungsherausforderung durch die Experten vor Ort angenommen werden. Eine ernährungswissenschaftliche Ausbildung durch das HENNA-Projekt an ostafrikanischen Universitäten ist der Schlüssel für eine langfristige Entwicklung zur Ernährungssicherung und somit zur Verbesserung der Lebensumstände der Bevölkerung in der Zukunft.

 

Projektverlauf

Von Januar bis März 2010 fanden an den afrikanischen Partneruniversitäten Inventuren der Bibliotheken statt. . Die Ergebnisse wurden auf der HENNA Plattform in einer digitalen Bibliothek veröffentlicht und dort auch in digitaler Form bereitgestellt. Das Computer-Equipment in den HENNA Büros der teilnehmenden Universitäten wurde erweitert.

Ein Workshop mit den Partnerländern fand zum Thema „Training Needs Assessments“ zur Identifikation von Ausbildungsbedarf, Schwachstellen des aktuellen Lehrprogramms sowie zukünftige Möglichkeiten für BSc und MSc Studiengänge in Human Nutrition/Applied Human Nutrition statt. Daran nahmen Vertreter von Regierungen, NGOs und UN-Organisationen, Universitätsangehörige sowie ehemalige Studierende teil.

Für die HENNA Kern- und Profilmodule wurden Lehrinhalte und Lernziel definiert, ohne dass die Möglichkeit der individuellen Schwerpunktsetzung eingeschränkt wurde. Des Weiteren wurden die Projektpartner mit international empfohlenen fachwissenschaftlichen Journalen, Lehrbüchern, Labor- und Messgeräten sowie Computersoftware vertraut gemacht. Es erfolgte ebenso eine erste Einführung in die Anwendung von E-Learning.

Dieses Jahr sollen Masterarbeitsvorhaben von einigen herausragenden Masterstudierenden der ostafrikanischen Partneruniversitäten aus dem HENNA Projekt gefördert werden sowie ein mehrtägiges Training zur Anwendung von ernährungswissenschaftlicher Software durchgeführt werden. Sechs herausragende Studierende werden ihre Forschungsergebnisse anlässlich von Konferenzen der African Nutrition Society präsentieren.

Außerdem wird angestrebt, einen Anschlussantrag vorzubereiten und einzureichen, der sich auf Forschungsvorhaben im HENNA Netzwerk konzentrieren wird.

 

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Redaktion
09.09.2011 11:41
 

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