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SFB/Transregio 81 - Chromatin-Veränderungen in Differenzierung und Malignität

Sonderforschungsbereich / Transregio 81: Chromatin-Veränderungen in Differenzierung und Malignität

Laufzeit: 2010 - 2014

Sprecher:
Prof. Dr. Rainer Renkawitz
Institute for Genetics
Heinrich-Buff-Ring 58
35392 Gießen

 

Kurzbeschreibung

An den Universitäten Gießen, Marburg und Rotterdam sowie am Max-Planck-Institut für Herz- und Lungenforschung in Bad Nauheim wurde im Juni 2010 der internationale SFB/TRR 81 „Chromatin-Veränderungen in Differenzierung und Malignität“ eingerichtet. Die Federführung liegt bei der JLU, Sprecher ist Prof. Dr. Rainer Renkawitz (Institut für Genetik an der JLU). Der Forschungsverbund beschäftigt sich mit der Rolle von Chromatin für die Regulation der Genaktivität. Im Falle einer pathologischen Veränderung kann das fälschliche An- und Abschalten von Genen Einfluss auf eine Tumorentstehung oder andere Erkrankungen haben.

Der Mensch und andere höhere Organismen besitzen eine Vielzahl unterschiedlicher Zelltypen mit großen Unterschieden in Aussehen und Funktion. Obwohl die Zellen eines Organismus weitgehend identische Gene enthalten, werden beispielsweise bei einer Zelle des Herzmuskels andere Gene verwendet als bei einer Blutzelle. Demnach muss das Aktivitätsmuster der Gene einer Muskel-Vorläuferzelle auf weitere (Muskel-)Tochterzellen übertragen und modifiziert werden. Da gleichzeitig benötigte Gene in unterschiedlichen Gruppen im Genom verteilt vorliegen, gibt es eine Vielzahl inaktiver Gene eingestreut zwischen Gruppen aktiver Gene.

Inaktivität wird häufig durch Veränderungen der DNA (DNA-Methylierung) und chemische Modifikation der DNA-verpackenden Histone (Chromatin) vermittelt. Diese Modifikationen sind die Ursache für die Epigenetik, der Vererbung des Aktivitätszustandes auf Tochterzellen und Untersuchungsgegenstand des SFB/TRR 81.

An der JLU sind neben dem Institut für Genetik (Fachbereich 08 – Biologie und Chemie) das Biochemische Institut und das Rudolf-Buchheim-Institut für Pharmakologie (beide Fachbereich 11 – Medizin) beteiligt. Mit der Einrichtung dieses SFB unter Beteiligung deutscher und holländischer Arbeitsgruppen wird die Forschung auf internationalem Niveau ermöglicht, um hochaktuelle Fragen der Epigenetik zu lösen. Ferner bietet sich für die auszubildenden Doktoranden die Möglichkeit des internationalen Austausches, eine wichtige Erfahrung für zukünftige Berufsmöglichkeiten.


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