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Programme zur Chancengleichheit

Stipendienprogramme zur Förderung von Chancengleichheit in der Wissenschaft im Rahmen des Gleichstellungskonzepts der Justus-Liebig-Universität Gießen

Die Justus-Liebig-Universität hat im Zuge der Umsetzung des Gleichstellungskonzepts drei Stipendienprogramme zur Förderung von Chancengleichheit in der Wissenschaft für die Dauer von fünf Jahren eingerichtet. Durch gezielte fachbezogene und fächerübergreifende Förderung von hochqualifizierten Frauen insbesondere in der Weiterqualifikationsphase der Promotion sowie der Habilitation bzw. Juniorprofessur will die Gießener Universität einen Beitrag zur Erhöhung der Repräsentanz von Wissenschaftlerinnen auf allen Qualifikationsstufen auf dem Weg zur Professur und damit zur nachhaltigen Integration von Frauen in das Wissenschaftssystem leisten. Einen weiteren Schwerpunkt bildet die Unterstützung der Vereinbarkeit von Familie und wissenschaftlicher Weiterqualifikation für Nachwuchswissenschaftlerinnen und -wissenschaftler.

Die Justus-Liebig-Universität stellt Mittel für die Vergabe von Stipendien in folgenden Programmen bereit:

 

1. Programm zur Promotionsabschlussförderung (alle Fachbereiche)

Die Justus-Liebig-Universität vergibt Stipendien zur Promotionsabschlussförderung als Ausgleich für Verlustzeiten, die durch die Wahrnehmung von Familienaufgaben entstehen. Ziel des Programms ist es, besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen/-wissenschaftler, bei denen sich der Abschluss der Promotion aus familiären Gründen (z.B. Schwangerschaft, Mutterschutz oder Elternzeit, Versorgung von Kindern und/oder anderen Angehörigen) verzögert hat, in der letzten Phase der Promotion zu unterstützen.

 

2. Doktorandinnenprogram (Fachbereiche 01, 02, 06, 07, 11)

Im Rahmen des Doktorandinnenprogramms werden besonders qualifizierte Nachwuchswissenschaftlerinnen in jenen Fachbereichen gefördert, in denen sich die Geschlechterquote bereits vor der Promotion als ungünstig für Frauen darstellt. Ausgehend von den aktuellen Daten zur Repräsentanz von Frauen im Qualifikationsverlauf vergibt die Justus-Liebig-Universität Promotionsstipendien für Nachwuchswissenschaftlerinnen derzeit in den Fachbereichen 01, 02, 06, 07 und 11. Um die Integration der Stipendiatinnen in Forschung und Lehre zu unterstützen, ist die Vergabe der Mittel an die Verpflichtung der Fachbereiche gebunden, einen Arbeitsplatz, Sachmittel und Infrastruktur zur Verfügung zu stellen sowie Beschäftigungsmöglichkeiten als Tutorin, wissenschaftliche Hilfskraft oder Lehrbeauftragte (im Umfang von 2 SWS) zu eröffnen.

 

3. Margarete-Bieber-Programm für Postdoktorandinnen (alle Fachbereiche)

Das Margarete-Bieber-Programm richtet sich an Postdoktorandinnen aller Fachbereiche, die eine exzellente Promotion (mindestens mit 'magna cum laude') abgeschlossen haben und sich für eine Professur qualifizieren möchten. Gefördert wird die Antragstellung von Forschungsprojekten, die Nachwuchswissenschaftlerinnen die Möglichkeit eröffnen, bereits zu einem frühen Zeitpunkt wissenschaftlich unabhängig Forschungsvorhaben durchzuführen und ihre Habilitation an der Justus-Liebig-Universität bzw. ihre Bewerbung auf eine Juniorprofessur vorzubereiten. Die Förderung durch die Vergabe der Postdoktorandinnenstipendien setzt eine verbindliche Zusage der Fachbereiche voraus, das Vorhaben durch Bereitstellung eines Arbeitsplatzes, von Sachmitteln und Infrastruktur zu unterstützen und die Stipendiatinnen über die Vergabe von Lehraufträgen (im Umfang von 2 SWS) in die akademische Lehre zu integrieren.

 

Weitere Informationen und Rückfragen:

Dr. Sabine Mehlmann

(Programmkoordination/Gleichstellungskonzept)

Büro der Frauenbeauftragten

Tel: 0641-99-12054

 


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