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Historiker Promis hautnah- Begegnungen auf einer Tagung

 
Tagung im GCSC
Tagung Außenpolitik und Öffentlichkeit im GCSC Foto: Hannah Lebershausen
Sie sind die Stars unter den Geschichtswissenschaftlern und flimmern fast täglich über den Fernsehbildschirm. Noch nie waren Historiker in den Medien so präsent wie heute. Umso aufregender kann es sein, diese einmal hautnah zu erleben. Auf der Tagung zur „Außenpolitik und Öffentlichkeit seit dem 19. Jahrhundert“ an der JLU hatte man dazu reichlich Gelegenheit. Ein Bericht von Maximilian Kutzner.

Zu der Tagung eingeladen hatten PD Dr. Peter Hoeres (JLU) und Prof. Dr. Frank Bösch (ZZF Potsdam) ins GCSC. Ausrichter der Veranstaltung vom 2. bis 4. Februar war das Zentrum für Medien und Interaktivität (ZMI). Das Thema der Tagung lehnte sich an das Habilitationsthema von Peter Hoeres an. Gemeinsam mit dem ehemaligen Lehrstuhlinhaber Frank Bösch, der jetzt als Direktor am Zentrum für Zeithistorische Forschung in Potsdam arbeitet, konnten prominente Namen der Historikerzunft nach Gießen gelockt werden.

Besonders Prof. Dr. Sönke Neitzel (Glasgow) dürfte vielen Studierenden aus zahlreichen TV Dokumentationen bekannt sein. Neitzel, der im vergangenen Jahr mit seinem Buch „Soldaten“ über die Geschichtswissenschaft hinaus für Aufsehen sorgte, referierte über das Thema „Propaganda, Zensur und Medien im Ersten Weltkrieg“. Dabei war der Andrang so groß, dass der Tagungsraum im GCSC kaum den Besucherandrang von Fachpublikum und Interessierten fassen konnte.

Auch Prof. Dr. Bernd Sösemann (Berlin) dürfte vielen Studenten bekannt sein. Der Experte für die Geschichte Preußens sowie Propaganda und Meinungslenkung seit der Frühen Neuzeit begeisterte das Auditorium durch seinen freien Vortrag über Propaganda im Nationalsozialismus.

Bei diesen hochkarätigen Vorträgen wollten sich die Gießener Vertreter auf der Tagung natürlich keine Blöße geben. Jürgen Dinkel zeigte in seinem Vortrag „Dekolonisierung und die Weltnachrichtenordnung. Der Nachrichtenpool bündnisfreier Staaten (1975-1989)“ das hohe Niveau der Gießener Forschungen am Historischen Institut. Ein fachlicher Höhepunkt war zweifelsohne auch der Vortrag von PD Peter Hoeres. Sein Thema „Öffentlichkeit und 

Atomwaffen in den 1960er Jahren“ sorgte bei allen Fachvertretern für viel Beifall und reichlich Gesprächsstoff, auch nach dem offiziellen Teil der Veranstaltung.

 

Obwohl die Themen durchweg interessant waren und in den kurzen Vorträgen ausreichend erläutert wurden, war es nicht immer einfach allen Gedankengängen der Diskussionsteilnehmer zu folgen. Umso gewinnbringender war es, dass die wechselnden Moderatoren der Teildiskussionen die Materie zusammenfassten und somit leichter verständlich machten. Letztlich schien aber gerade die Komplexität mancher Themen das Interesse von Zuhörern und Fachpublikum gerade zu fordern, denn rege wurde über alle Facetten des Themenbereichs diskutiert. 


Was macht diese Tagungen aber gerade für Studenten interessant, wenn es doch hauptsächlich um das Gespräch unter Professoren geht?

Neben den wissenschaftlichen Vorträgen der Professoren aus ganz Deutschland dürfte das Geheimnis solcher Veranstaltungen wohl im Kontakt zu den Referenten liegen. Bieten sich während des regulären Semesterbetriebs kaum Möglichkeiten auch mal andere Dozenten an fremden Unis zu sehen, so hat man bei dieser Art von Veranstaltung die Möglichkeit mit ihnen auch persönlich ins Gespräch zu kommen. Denn in den Pausen zwischen den Vorträgen lassen sich bei Kaffee und Kuchen so manche interessante Gespräche mit echten Stars unter den Historikern führen. 

 

 

 

 12.02.12

 

Prof. Frank Bösch
Prof. Frank Bösch (Foto: Hannah Lebershausen)