Fachjournalisten zu Besuch beim HR
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Während andere Seminare nie die heiligen Hallen der Justus-Liebig-Universität verlassen, gibt es auch Veranstaltungen, die aus diesem starren Muster ausbrechen. Anlässlich des Proseminars "Historische Themen in den Medien" von SWR-Journalist Christian Jakob machten sich daher einige Studentinnen und Studenten des Studienschwerpunkts Fachjournalismus Geschichte auf, den Damen und Herren des Hessischen Rundfunks (HR) einen Besuch abzustatten.
Thema und VorbereitungDiesem Besuch ging die Grundidee voraus, Studenten praktisches Wissen und Einblicke in die Realisation eines Hörfunkbeitrages zu vermitteln. Dazu wurde das Plenum in den Seminarssitzungen in zwei Gruppen eingeteilt. Der eine Teil der Teilnehmer befasste sich mit dem Thema "Nationalsozialismus in Rheinhessen", während sich die zweite Gruppe dem 1150. Todestag von Rabanus Maurus widmete. Die Beiträge sollten zwar nicht gesendet werden, doch das beeinträchtigte den Enthusiasmus der Studierenden keineswegs. In Gruppenarbeit und unter Mithilfe des Dozenten wurden die Anmoderation, der zu sprechende Text und die Fragen an die jeweiligen Interviewpartner erarbeitet.
Im StudioNachdem die Planungen für die Radiobeiträge abgeschlossen waren, setzten beide Gruppen ihr Vorhaben in die Tat um. Die erste Gruppe nahm am 5. Juni 2007 erfolgreich ihren Beitrag auf. Am 12. Juni 2007 folgte ihr der zweite Teil des Plenums. Im Studio Mittelhessen des HR in Gießen trafen sich Studenten und Dozent Christian Jakob mit der Studioleiterin Marina Gust und dem Techniker Frank Wetzel. Nach einer kurzen Einführung in den Studioalltag und die vorhandene Technik begann auch schon der ernste Teil des Ausfluges. |
Richtiges Sprechen - gar nicht so einfachZuerst mussten einige Sprechproben absolviert werden, die für viele absolutes Neuland bedeuteten. folgte das Interview einer Studentin mit der Rabanus-Maurus-Expertin Stefanie Harländer. Das Interview verlief eigentlich erfreulich, da Frau Harländer prägnante und passende Antworten gab. Doch im Nachhinein stellte sich heraus, das ihre O-Töne nicht ganz zu dem vorbereiteten Text passten. Durch freundliche Mithilfe von Frau Gust, Herrn Wetzel und Herrn Jakob war es den Studenten dennoch möglich, einige passende O-Töne zu finden und diese auch gekonnt zusammen zu schneiden. Nach Abwandlung des Textes mussten nun zwei Seminarteilnehmer in der Sprecherkabine ihr Können unter Beweis stellen. Das Einsprechen des gesamten Beitrages in einem Stück gelang überraschend schnell, so dass das fertige Produkt nach nur wenigen Takes vorlag.
Aus Fehlern lernenIn der folgenden Seminarssitzung wurden beide Beiträge vorgestellt und ihre Stärken und Schwächen analysiert. Auch wenn diese Nachbetrachtung verdeutlichte, dass beide Gruppen ein gutes, aber kein perfektes Ergebnis ablieferten, so war dieses Projekt doch für alle Teilnehmer ein interessanter Einblick in die Welt des Hörfunks und eine wichtige Erfahrung für das weitere Studium.
Von Marc Vits |