Adrian Mole und die Achse des Bösen – Sue Townsend
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Adrian Mole, der selbsternannte liebenswürdige Intellektuelle, ist zurück. Mittlerweile auf stolze 34 ¾ Jahre gealtert, arbeitet er in der Buchhandlung von Mr. Carlton-Hayes. Sein Leben ist nach wie vor ein komplettes Durcheinander... Daran können weder sein erblindender Freund Nigel noch das Wiedersehen mit seiner Jugendliebe Pandora etwas ändern. Auch wenn seine Auserwählte Marigold Flowers wieder etwas Schwung in sein Liebesleben bringt, kommen ihm doch sehr bald ernsthafte Zweifel an seiner Auswahl. Während sein Einkommen notdürftig seinen Lebensunterhalt sichert, hält er sich mit ungedeckten Kreditkarten über Wasser und lässt sich wie immer durch nichts aus der Ruhe bringen. Als Besitzer eines Lofts in einer alten Chemiefabrik ist er nicht nur täglich Attacken des gehassten Schwans Gielgud ausgesetzt und muss um sein Leben zu fürchten. Auch seine Eltern beschließen, auf neu erworbenem Grund und Boden von vorne anzufangen. Hinzu kommt die Sorge um seinen in den Irakkrieg versetzten Sohn Glenn. Außerdem hat er Scherereien mit dem Reisebüro, das die Anzahlung für seinen Zypern-Urlaub erst erstatten will, sobald er Beweise für Massenvernichtungswaffen liefern kann.
Auch zum sechsten und letzten Mal präsentiert Sue Townsend dem Leser die alltäglichen Sorgen und Gedanken des Adrian Mole in Tagebuchform. Wie gewohnt, wird auch diesmal ein Stück Zeitgeschichte reflektiert. Irre witzig und bitterböse, aber zugleich warmherzig wird sein Leben im Zeitraum vom 29.9.2002 bis 26.7.2003 erzählt. Mit einem kurzen Epilog vom 21. und 22.7.2004 endet der Band nach 508 Seiten. Wer bisher noch nicht in den Genuss kam, Adrian Mole kennen zu lernen, sollte es dringend nachholen oder auch mit diesem Band beginnen – sowohl Sue Townsend als auch Adrian Mole sind in Bestform!
Von Torben Sauerland |