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49. Deutscher Historikertag 2012

Logo Historikertag
49. Deutsche Historikertag (Quelle: http://www.historikertag.de/Mainz2012/de/startseite.html)
Europas größter geisteswissenschaftlicher Kongress mit Gießener Beteiligung

Unter  dem Motto „Ressourcen-Konflikte“ findet vom 25. bis 28. September 2012 in Mainz der 49. Deutsche Historikertag statt. Mit rund 400 Referenten und über 3000 Besuchern ist er der größte geisteswissenschaftliche Kongress in Europa. Der alle zwei Jahre an wechselnden Orten veranstaltete Deutsche Historikertag dient der fachlichen Diskussion der universitären und außeruniversitären Geschichtswissenschaft aller Epochen und Teilbereiche sowie dem Austausch mit Wissenschaftlern verwandter Disziplinen, Studenten und Geschichtslehrern. Gastgeber ist in diesem Jahr die Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Die Tagung wird vom Verband der Historiker und Historikerinnen Deutschlands gemeinsam mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands veranstaltet. Auch die JLU wird durch Referenten vertreten sein. 

Auf dem Kongress, der dieses Mal unter Schirmherrschaft des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck steht, erwartet die Besucher ein Programm mit 66 Fachsektionen, verschiedenen Sonderveranstaltungen von Arbeitskreisen und Fachvereinigungen, eine Posterausstellung mit Dissertationsprojekten, ein spezielles Schülerprogramm, über 30 kulturelle Begleitveranstaltungen sowie eine umfangreiche Fachausstellung mit mehr als 100 Verlagen, wissenschaftlichen und kulturellen Einrichtungen. Das Leitthema „Ressourcen-Konflikte“ wird aus Perspektive aller Epochen und Teilbereiche der Geschichtswissenschaft betrachtet. Dabei stehen besonders Fragen der Verfügbarkeit unterschiedlicher ökonomischer, sozialer und kultureller Ressourcen, ihre Bedeutung in verschiedenen historischen Kontexten, gesellschaftliche Konflikte um Ressourcenzugang und Verteilung sowie deren Regulierung im Mittelpunkt. Anlässlich des 50. Jubiläums des Elysee-Vertrags ist Frankreich Partnerland des 49. Deutschen Historikertags.

Eröffnet wird der Kongress am Dienstag, dem 25. September, mit einer Festveranstaltung im Kurfürstlichen Schloss in Mainz von dem Vorsitzenden des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands, dem Frankfurter Wirtschaftshistoriker Prof. Dr. Werner Plumpe. Den Festvortrag hält Prof. Dr. Andreas Vosskuhle, der Präsident des Bundesverfassungsgerichtes. Am Donnerstagabend werden in der Lounge der Coface-Arena, dem Stadion des 1. FSV Mainz 05, verschiedene Preise für herausragende Forschungsarbeiten verliehen. Neben dem Carl-Erdmann-Preis für Habilitationen und dem Hedwig-Hintze-Preis für Dissertationen werden auch Preise für Promotionsvorhaben im Rahmen der Posterausstellung sowie Schülerarbeiten prämiert.

Das Historische Institut der Justus-Liebig-Universität Gießen ist gleich mit mehreren Vortragenden auf dem Historikertag vertreten. Es referieren unter anderem PD Dr. Peter Hoeres (Fachjournalistik Geschichte) über „Verrat der Neuen Ostpolitik. Die Mobilisierung einer diskursiven Ressource“, Prof. Dr. Vadim Oswalt (Didaktik der Geschichte) spricht „Zur Evaluation der Konflikte außerschulischen Geschichtslernens an diversitätssensiblen Orten“ , Prof. Dr. Dirk van Laak (Zeitgeschichte)  leitet zusammen mit dem inzwischen in Kassel lehrenden Prof. Dr. Winfried Speitkamp (Neuere Geschichte) eine Sektion zum Thema „Stromlandschaften. Energie, Raumordnung und Gesellschaft im nachkolonialen Afrika“ und Prof. Dr. Horst Carl (Frühe Neuzeit) hält einen Schülervortrag über „Die Religiöse Abrechnung in der Bartholomäusnacht 1572“.

 Im Rahmen der Sonderveranstaltung „Public History, Angewandte Geschichte, History Marketing - Umgang mit neuen Formen der Geschichtskultur“ stellt PD Dr. Peter Hoeres überdies den Gießener Studiengang Fachjournalistik Geschichte vor, der nach wie vor bundesweit einzigartig ist. 

 

Michael Frammelsberger

 
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(Bild: Raßner)

Von der Theorie zur Praxis- Umgang mit neuen Formen der Geschichtskultur

In der Sonderveranstaltung „Public History, Angewandte Geschichte, History Marketing – Umgang mit neuen Formen der Geschichtskultur“ wurden auf dem 49. Historikertag in Mainz mehrere Konzepte zur praktischen Anwendung des Studienfachs Geschichte vorgestellt. Neben den klassischen Eckpfeilern der Geschichtskultur, wie Geschichtsunterricht, Museen und akademischer Geschichtswissenschaft, sind längst auch kommerzielle Anbieter in den Wettbewerb eingestiegen. So unterschiedlich die neuen Trends auch sind, haben sie dennoch eine gemeinsame Botschaft: Vergangenheit hat Konjunktur.
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Plakat
(Foto: Raßner)

Impressionen vom 49. Deutschen Historikertag in Mainz

Vom Brot bis zur Loyalität – alles ist Ressource. Der Blick in die Vergangenheit verrät, dass sich fast jeder Konflikt der Menschheitsgeschichte um die Aneignung oder den Verlust endlicher materieller und spiritueller Güter drehte. Da erscheint es logisch, dass der 49. Deutsche Historikertag Ende September in Mainz genau diesen Umstand einmal zum Thema machte.
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Stefan Brauburger, ZDF (Copyright: ZDF, Rico Rossival)

"Geschichte im Fernsehen muss auch unterhaltsam sein"

Seit 1998 ist Stefan Brauburger stellvertretender Leiter der Redaktion Zeitgeschichte beim ZDF, die Dokumentationen, wie „Die Deutschen“, „Der Heilige Krieg“ oder, wie zuletzt, den Dreiteiler „Weltenbrand“, produziert. Auf dem diesjährigen Historikertag in Mainz sprach er über die Zusammenarbeit des ZDF mit dem Verband der Geschichtslehrer Deutschlands und über Geschichte im ZDF allgemein. Im Gespräch mit UNIversum berichtet Stefan Brauburger von seiner Arbeit und gibt Tipps für den interessierten Nachwuchs.
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Redaktion
08.09.2012 15:05
 

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