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Die Geschichte der europäischen Idee 1914-1945
Karikatur: Christian Müller
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Dass die wirtschaftliche und politische Integration Europas nach dem Zweiten Weltkrieg kein Ad-hoc-Unterfangen war, sondern zahlreiche ideelle und organisatorische Vorläufer hatte, ist heute eine Art Gemeinplatz der Europa-Historiographie. Doch wie sahen diese Vorläufer aus?
Die im Rahmen des Proseminars "Die Geschichte der europäischen Idee, 1914-1945" verfassten Essays zeigen die kompetitive Vielfalt der Europapläne und Europavorstellungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Konnten sich Europaideen in der Blütezeit des Nationalismus politisch und gesellschaftlich nie direkt durchsetzen, so beweist ihre Existenz in jener Epoche, dass "Europa" bereits vor 1945 vorhanden war und von den Zeitgenossen aus unterschiedlichen Gründen "gedacht" bzw. konstruiert wurde, ob als Hoffnungsträger für Frieden, als vermeintlicher Garant des wirtschaftlichen Aufschwungs oder aber als Mittel zur Durchsetzung nationaler Interessen.
Dabei unterstreichen die Essays, wie ambivalent und widersprüchlich die Definitionen des "Europäischen" durch die Bewohner des Kontinents lange Zeit waren und damit auch, wie fragil das Konstrukt "Europa" letztlich ist - ein Befund, der gerade in Zeiten der sich zunehmend ausbreitenden Europaskepsis und EU-Kritik zum Nachdenken anregen mag.
Florian Greiner
Vom europäischen Religionskrieg im 17. zum europäischen Bürgerkrieg des 20. Jahrhundert - Eine Begriffsdeutung "Zweiter Dreißigjähriger Krieg" von Lars Schlaphof
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Friedrich Naumanns Schrift "Mitteleuropa" und ihre Einordnung. Von Jan Reinelt
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Ein Vergleich des Briand-Plans mit Coudenhoves Paneuropa - von Isabel Gläser
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Einblicke in die Gedanken des europäischen Widerstandes über "Europa" und die Neuordnung nach dem Zweiten Weltkrieg. Von Tim Michael Georg
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Anhand zweier Quellen, eines Ausschnittes aus einem Buch des ehemaligen französischen Premierministers Édouard Herriots und eines Zeitungsartikels des italienischen Ex-Ministerpräsidenten Francesco Nitti, soll dargestellt werden, welche Motivationen für Politiker in der Zwischenkriegszeit denkbar waren, sich für eine europäische Einigung einzusetzen - von Rebecca Elsemann
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Wie verhielt sich Europas Wirtschaft nach der Unterzeichnung des Versailler Vertrages? Der britische Ökonom John M. Keynes skizziert seine Vorstellungen bereits 1919. Von Eva Euler
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In den 1920er Jahren waren die Medien euphorisch: Ein Grenzen überspringendes, kommunizierendes Europa ist entstanden. "Ein Europa als Kommunikationsraum ist mehr als die Summe aller Printmedien", so die Autorin Sarah Orland.
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Eine Analyse der politischen, wirtschaftlichen und kulturellen Ebenen sowie eine Einordnung der Thesen des Sozialhistorikers Jürgen Kockas. Von Matthias Knorpp
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Inwiefern sind die im Verlauf des Seminars diskutierten Europavorstellungen und -projekte „modern“? Welche Unterschiede und Gemeinsamkeiten lassen sich zwischen „modernem“ und antikem/mittelalterlichem Europabewusstsein feststellen? Autorin Elisa Weißenstein untersucht abschließend diese Aspekte in ihrer Analyse.
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Ein Europagespräch (Foto: Anne Raßner)
Als der Krieg in den zerstörten Straßen Berlins sein Ende fand, trafen sich in den menschenleeren Gassen vier Herren an einer Bank an den Wassern der Spree. Seit vielen Jahren trafen sie sich und sprachen, diskutierten und stritten miteinander. Sie sprachen über die Deutschen, die Engländer, die Polen und die Franzosen. Überhaupt redeten sie meist von Europa und dem Frieden, der Einheit und dem Krieg in auf dem Kontinent.
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Wir suchen einen Praktikanten für unsere Redaktion!
Das Praktikum soll zum 49. Deutschen Historikertag in Mainz starten (25-28. September 2012) und semesterbegleitend (1 Tag pro Woche) im Wintersemester 2012/13 stattfinden.
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Das Praktikum wird als vierwöchiges Pflichtpraktikum für das BA-Studium der Fachjournalistik Geschichte anerkannt.
Bitte schicken Sie ein aussagekräftiges Anschreiben, Ihren Lebenslauf, Transcript of Records (bisherige Noten) und ggf. Arbeitsproben bis 30. Juni an: Peter.Hoeres@geschichte.uni-giessen.de

01.12.2011 18:22
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