Europäische Einigung
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Europa ist keine geographisch feste Einheit, sondern ein Konstrukt. Was zu welcher Zeit Menschen unter Europa verstanden, veränderte sich stark. Das galt nicht für den Osten und die fließenden Grenzen nach Asien. Das Zusammenwachsen Europas war nicht nur ein kontinuierlicher ökonomischer und politischer Prozess, der von ersten ideellen Entwürfen einer europäischen Einigung, über die Gründung der Montanunion bis hin zur Europäischen Union reichte. Vielmehr lässt es sich auf unterschiedlichen Ebenen der Alltagskultur ausmachen, etwa im Fernsehen, Sport oder der Musikkultur. Diesem besonderen Phänomen der Zeitgeschichte widmet sich diese Artikelreihe.
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Kulturhauptstadt Europas: Was von der Idee noch übrig bliebDie Kulturhauptstadt Europas gastiert im Jahr 2010 im Ruhrgebiet. Doch stehen bei dieser Initiative wirklich die von seinen Gründern angedachte europäische Integration und die Verständigung zwischen den Ländern Europas im Vordergrund? Oder doch vielmehr der Eigensinn der einzelnen Länder und Städte und die finanziellen Vorteile?
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Europäische Identität und Integration durch Kultur? – die Initiative "Kulturhauptstadt Europas" in ihren AnfängenIn diesem Jahr feiert die Initiative Kulturhauptstadt Europas ihr 25-jähriges Bestehen. Das Projekt wurde gegründet, um eine europäische Identität zu schaffen und die europäische Integration zu fördern. Doch erfüllte das Projekt in seinen Anfängen diesen Zweck? Die ehemaligen Kulturhauptstädte Athen (1985) und Glasgow (1990) sind repräsentativ für die ersten beiden Entwicklungsphasen des Projekts und können auf diese Frage eine Antwort geben.
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Verhandlungen ja, Beitritt neinEine „privilegierte Partnerschaft“ - so stellt sich Bundeskanzlerin Angela Merkel das Verhältnis zwischen der Türkei und der EU momentan vor. Doch versteht Ministerpräsident Erdogan,
warum das so ist?
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Der starke Mann am BosporusWeg vom Westen, weg von der Europäischen Union. Dies scheint derzeit die Devise in Ankara zu sein. Wie sich die Türkei von ihrer bisherigen Außenpolitik verabschiedet, neue Partnerschaften eingeht und so zur regionalen Großmacht aufsteigt.
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Die Gegner des TürkeibeitrittsWie sehen die Türken selbst eigentlich den Beitritt ihres Landes zur Europäischen Union? Eine Frage, der bislang kaum nachgegangen wurde. Man könnte annehmen, dass der Türkeibeitritt im Land selbst befürwortet wird und es keine Gründe gibt, diesen abzulehnen. Doch das Gegenteil ist der Fall: Nicht nur die 27 EU-Mitgliedstaaten sehen den geplanten Beitritt der Türkei zur Europäischen Union zum Teil kritisch, sondern auch das Land selbst: Sprachen sich 2005 noch rund zwei Drittel der türkischen Bevölkerung für den Beitritt ihres Landes zur EU aus, liegt die Zustimmung nach neuesten öffentlichen Meinungsumfragen im Auftrag der Europäischen Kommission, dem sogenannten Eurobarometer, nur noch bei 45 Prozent (Stand: Herbst 2009).
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Zwanzig Jahre FernbeziehungBon anniversaire, alles Gute, Arte! Das erste auf Dauer gelungene europäische Fernsehprojekt wird zwanzig Jahre alt. Große Ziele hatten die deutschen und französischen Fernsehmacher: die Verständigung und Annäherung der Völker Europas. Nicht mit Wirtschaft und Politik von Institutionen, sondern mit Kultur in der Flimmerkiste. Stellt sich die Frage, ob Franzosen und Deutsche nach so langer Vereinigung nun richtige Europäer sind.
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Ist der europäische Film ein „Crying Game“?Nicht unbedingt – schließlich handelt es sich bei „The Crying Game“ um eine der erfolgreichsten europäischen Filmproduktionen. Den Film hat das europäische Gemeinschaftsprojekt MEDIA gefördert. Doch kann die MEDIA ihre Aufgabe, den absatzschwachen europäischen Film konkurrenzfähig zu machen, wirklich erfüllen? Oder bleibt es bei einem Einzelfall?
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Lena(-Manie), Stefan Raab und der Eurovision Song Contest 2010„LENA, wir lieben dich – weil du einfach die Beste bist, weil uns jetzt ganz Europa mag, weil wir endlich wieder gute Laune haben!“, titelte die Bildzeitung am Montag, den 31. Mai. Kurz zuvor, in der Nacht zum Sonntag, hatte Lena Meyer-Landrut mit ihrem Hit "Satellite" als erste Deutsche seit 28 Jahren den Eurovision Song Contest gewonnen.
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Eurovision in Missionarsstellung oder: „Komm, wir basteln uns `ne Musiklandschaft!“Seit nun bereits 54 Jahren verfolgt "Le Grand-Prix Eurovision de la Chanson Européenne" (heute auch Eurovision Song Contest genannt) den ehrgeizigen Plan eine europäische Musikkultur zu definieren. Der Musikwettbewerb übernimmt damit eine Vorreiterrolle in der europäischen Standardisierungswut, die uns von der genormten Banane bis hin zu „Vibrationsminderungsprogrammen“ für Bauarbeiter zu allerlei Luxus verholfen hat. Es bleibt die Frage nach den Erfolgen dieser ambitionierten „Musikdiktatur“. Und was haben eigentlich Julie Frost, Timbaland und Rock 'n' Roll mit Europa zu tun?
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Eine Geschichte der Entfernung - "Bye Bye" zum Wertefundament EuropasDen Kniefall Willy Brandts vor dem Ehrendenkmal der Helden des Warschauer Ghettos hat es nie gegeben, für einer Rede Lenins in Moskau vor Einheiten der Roten Armee gibt es keine Beweise, und dass Helmut Kohl und François Mitterrand in Verdun Hand in Hand gefallenen Soldaten gedenken, ist nur ein Gerücht. "Bye Bye" sagte Michael Schirner in seiner gleichnamigen Ausstellung den Foto-Ikonen, die tief im kollektiven Bildgedächtnis verankert sind. Er sagt "Ade" zu den Protagonisten, "lebe wohl" zum zentralen Bildmotiv und "Tschüss" zu Form und Inhalt der Geschichte. Seine Ausstellung, die bis Ende Mai im Haus der Photografie in Hamburg zu sehen war, stellte ikonisch gewordene Motive infrage. Die grob gerasterten Reproduktionen von Bildern irritieren und scheinen dennoch vertraut – aber irgendetwas fehlt. Denn Schirner hat sich in Manier eines Frevlers an den bekanntesten Fotografien der europäischen Geschichte vergriffen und die darauf verewigte Polit-Prominenz kurzerhand wegretuschiert. Auf diese Weise beraubt der Künstler die Fotografien ihres historischen Kontextes und kreiert aus dem journalistischen Bild etwas kategorisch Anderes: ein Werk der bildenden Kunst.
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Die Herren der Bilder - wie die Bildregie der UEFA das Image der EM 2008 kontrollierteEs ist Sonntag, der 8. Juni 2008 und es läuft das Vorrundenspiel Österreich gegen Kroatien bei der Fußball-Europameisterschaft. Auf den Tribünen werden bengalische Feuer entzündet und ein Fan stürmt auf den Platz. Wie?! Sie haben davon gar nichts mitbekommen? Konnten Sie ja auch gar nicht, außer Sie waren live im Stadion. Denn die UEFA hatte die volle Kontrolle über das, was der Rest der Welt sehen durfte und was nicht.
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Die EU und der Fußball - wie Bosman Europas beliebtesten Sport veränderteWelche Person hat den europäischen Fußball in den letzten zwanzig Jahren am meisten geprägt? Würde man diese Frage Experten stellen, hätte man schnell ein paar Namen zusammen. Zinedine Zidane, David Beckham oder auch die zurzeit wohl besten Fußballer der Welt Cristiano Ronaldo, Lionel Messi und Wayne Rooney. Jean Marc Bosman würden die wenigstens beziehungsweise niemand nennen.
Dabei hat der belgische Sportler wie kein zweiter Einfluss auf den europäischen Fußball genommen. Allerdings nicht durch seine sportlichen Leistungen, sondern durch eine Klage.
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Indoktrinierung auf dem LehrplanWenn Schüler ihre Geschichtsbücher aufschlagen, beeinflusst sie die Art der Darstellung. Eine neue Studie belegt: Nach wie vor kommt es auf den Standort der Schule an, welches Bild von der Europäischen Union vermittelt wird.
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Auf der Suche nach Europa in tschechischen SchulbüchernSchulbücher sind heute ein großes Forschungsfeld. Besonders engagiert ist hierbei das Georg-Eckert-Institut in Braunschweig. In den dortigen Beständen findet man unüberschaubare Mengen an Literatur aus aller Welt und zu den verschiedensten Themen. In Zeiten der europäischen Integration ist ein solcher Bestand von besonderem Wert, da wir so untersuchen können, wie Europa in den Schulen anderer Länder vermittelt wird. Es ist dabei vielleicht ratsam, zuerst bei unseren Nachbarn nachzuschauen. Daher soll hier dem Bild von Europa in tschechischen Schulbüchern einmal nachgegangen werden.
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Das europäische Geschichtsbuch: visionär oder überflüssig?Vor knapp zwanzig Jahren ergriff der Franzose Frédéric Delouche die Initiative für ein Projekt, welches die europäische Geschichte aus verschiedenen Perspektiven in einem neuen gemeinsamen Schulbuch für Geschichte vereinen sollte.
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Das große „WUMS“ – ein grüner Wahlwerbungs-SuperGAU?1979 traten die Grünen erstmals zur Europawahl an. Damals bildeten sie noch einen bloßen Zusammenschluss von Bürgerinitiativen und kommunalen Wählervereinigungen. Bei dieser ersten Direktwahl zum Europäischen Parlament erhielten sie noch keine Sitze. Mittlerweile ist Bündnis 90/Die Grünen eine etablierte Partei. Bei der Europawahl 2009 schnitten die Grünen als drittstärkste Partei ab (12 Prozent). Auch grüne Parteien in anderen europäischen Ländern erzielten ansehnliche Ergebnisse, etwa in England (16 Prozent) oder in Frankreich (14 Prozent). Der Wählerfang hierzulande gelang mit einer zwar ungewöhnlichen, aber wohl für die Grünen typischen Werbekampagne.
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Für einen demokratischen Sozialismus in Europa? - die SPD und die EuropawahlenHistorische Wahlniederlagen, damit kennt die SPD sich aus. Aber nicht nur auf Bundesebene fehlt der SPD die Wählergunst, auch bei den Europawahlen will es einfach nicht mehr klappen. Der historische Tiefstwert von 20,6 Prozent bei der Europawahl 2009 lässt die Partei von damals träumen. Damals, das ist 1979, als die SPD bei den Europawahlen noch 40,6 Prozent der Stimmen holte. Doch seitdem ist viel passiert mit der Partei.
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Müde Kämpfer, gleichgültige Bürger – der alltägliche europäische WahnsinnEuropa langweilt. Seine Institutionen sind viel zu kompliziert, keiner weiß, worum es eigentlich geht und wer was zu sagen hat. Das Europäische Parlament beschäftigt sich mit weltbewegenden Fragen wie etwa nach den richtigen Zutaten für Wiener Schnitzel. Schwein oder Kalb, Öl oder Butter? Kalb natürlich und Butter. Irgendetwas stimmt nicht in Europa. Das schlägt sich seit Langem auch in den Europa-Wahlkämpfen, ihren Programmen und Ergebnissen nieder. Was sind Gründe dieser „Europamüdigkeit“ der Bürger?
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„They took our jobs!“ - die europäische Osterweiterung zwischen Pathos und Populismus„Wer Jobs ins Ausland verlegt, handelt unpatriotisch. Basta.“ Diese knappe, polemische Formel stammte von Altkanzler Gerhard Schröder. Kaum waren die europäischen Flaggen an den Grenzen zu Polen und Tschechien gehisst und die Feierstimmung vom 1. Mai 2004 verflogen, wurde es wieder ungemütlich zu Hause. Die Presse witterte bereits vorher innenpolitisches Konfliktpotenzial. Zwischen Bug und Atlantik entstand binnen einer Nacht ein gewaltiger Wirtschaftsmarkt. Die Zollschranken fielen wie Dominosteine. Mit der Aufnahme der acht ostmittel- und osteuropäischen Staaten in die Europäische Union öffnete sich auch das Ventil des Brüsseler Subventionsstromes. In der Bundesrepublik dominierte journalistisch jedenfalls nur eine Frage: Zählt Deutschland wirklich zu den großen Verlierern der Osterweiterung?
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Europas umstrittene Einigung - der Maastrichter Vertrag und die deutsche ÖffentlichkeitIn Maastricht fielen 1991 die Würfel für die Zukunft der Europäischen Gemeinschaft. Die Verhandlungen über den Vertrag, der Europas Währungen einen und eine politische Union schmieden sollte, spalteten die deutsche Presselandschaft. Fehlschlag oder historische Chance? In den Kommentarspalten von „SPIEGEL“, „FAZ“ und „Zeit“ entbrannte eine heftige Debatte.
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Alle gemeinsam oder doch jeder für sich?Der 1. November 1993 wurde in den Medien gefeiert als ein Tag, der in die Geschichtsbücher eingehen würde. Doch es hatte länger als eineinhalb Jahre gedauert, bis alle Staaten der EU den Ratifizierungsprozess zum Vertrag von Maastricht über die Europäische Union abschlossen. Nachdem es endlich alle Länder geschafft hatten, stellte sich vielmehr die Frage: Wie handlungsfähig ist eine EU, deren Mitglieder sich schon bei der Gründung so uneinig sind?
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Großbritannien – ein Problemkind der europäischen Integration?„Wir müssen mit unserem gemeinsamen Handeln noch mal zeigen, dass wir die Lage stabilisieren können. Aber wenn es darum geht, den Euro zu unterstützen, dann ist das ganz klar eine Angelegenheit der Euro-Länder.“ Das sagte jüngst der britische Finanzminister Alistair Darling zum Thema Griechenlandhilfe. Sein Land hält sich aus der ganzen Sache heraus, zumindest wenn es um die finanzielle Unterstützung geht. Großbritannien habe mit der Staatskrise Griechenlands und den damit verbundenen Problemen des Euros nichts zu tun, schließlich bezahle man immer noch mit Pfund und Pence. Und dass, obwohl Großbritannien seit Jahrzehnten festes Mitglied in der Europäischen Union ist. Warum hält sich dieses Land aus so vielen wichtigen europapolitischen Themen heraus oder blockiert sie? Warum hat es stets eine Art Sonderstatus?
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Die treibende KraftZusammen mit Georges Pompidou und Edward Heath bestimmte Willy Brandt sechs Jahre lang die europäische Politik. In dieser Zeit wurden nicht nur weitreichende Beschlüsse gefasst, sondern auch die Krise, in der sich die Europäischen Gemeinschaften zu der Zeit befanden, überwunden. Die Stationen seines Werdegangs und sein Handeln zeichnen den Weg eines echten Europäers, der Europa mit zu dem gemacht hat, was es heute ist.
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Die EVG – Pilotprojekt mit Schwierigkeiten„Das Ding ist tot.“ Mit diesen Worten kommentierte ein Journalist die Ablehnung der Verträge zur Gründung der Europäischen Verteidigungsgemeinschaft (EVG) durch die französische Nationalversammlung am 30. August 1954. Eines der ambitioniertesten Integrationsprojekte der europäischen Nachkriegsgeschichte war gescheitert. Dabei deutete noch zu Beginn der 50er Jahre vieles darauf hin, dass sich Europas nationale Truppen unter einem gemeinsamen Banner vereinigten.
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Der Schumanplan in der Sackgasse?Der Schumanplan vom 9. Mai 1950 schlug nach zahlreichen nicht verwirklichten und/oder missglückten Europakonzepten ein wie eine „Bombe“. Befürworter räumten der europäischen Teil-Integration auf Wirtschaftsebene gute Chancen ein und glaubten eine weitergehende, politische Einigung zum Greifen nahe. Doch etwa ein Jahr später stand dieses Vorhaben schon wieder auf der Kippe.
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Das Fundament des heutigen EuropaAm 9. Mai 1950 hielt der französische Außenminister Robert Schuman eine Rede, die alles verändern sollte. Eine Rede, die die wirtschaftliche Zusammenarbeit der europäischen Staaten einleitete und schließlich in die Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) – auch Montanunion genannt – mündete. Diese legte wiederum den Grundstein für die Europäische Union, die wir heute kennen. Schuman war kein Visionär, der eine neue Weltordnung im Sinn hatte. Vielmehr verfolgte er mit dem Plan einer wirtschaftlichen Kooperation zwischen Deutschland und Frankreich die dauerhafte Sicherung des Friedens.
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Winston Churchill und Europa„Wir müssen etwas wie die Vereinigten Staaten von Europa schaffen“, sagte Winston Churchill am 19. September 1946 während seiner Rede in der Universität Zürich. Die Vereinigten Staaten von Europa - mit diesem von ihm geprägten Schlagwort verband der englische Premierminister große Ziele wie die deutsch-französische Versöhnung und die Bildung eines Europarats. Doch sein politisches Konzept von einem europäischen Zusammenschluss beinhaltete auch Probleme.
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Europa als Wille und VorstellungDie Entstehung der Europäischen Union begann in der Nachkriegszeit. Doch bereits davor gab es ambitionierte Projekte, die für eine europäische Einigung eintraten und große Entwicklungsschritte der heutigen EU gedanklich vorwegnahmen.
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Die Vereinigten Staaten von EuropaIn den letzten Jahrzehnten ist Europa zusammengerückt. Die Gründung der Europäischen Union, ihre Osterweiterung und die Einführung einer gemeinsamen Währung haben einen Staatenbund entstehen lassen, der unser alltägliches Leben immer häufiger tangiert. Doch die Idee eines geeinten Europa ist nicht nur ein Gedanke der letzten Jahrzehnte. Bereits nach dem Ersten Weltkrieg gab es Rufe nach einer Einheit des europäischen Kontinents. Dabei gaben verschiedene Bewegungen unterschiedliche Antworten auf die Frage, wie ein geeintes Europa aussehen sollte. Manche forderten gar, dass sich die europäischen Länder zu einem neuen großen Staat, „Paneuropa“, zusammenschließen sollten.
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