Terry Eagleton wischt den Staub von den KlassikernEin katholischer Marxist schreibt über die Aktualität der Marxschen Theorien im dritten Jahrtausend – auf den ersten Blick scheint an dieser Stelle ein Scherzbold mit Hang zum dialektischen Witzeln die Feder geschwungen zu haben. Doch der britische Literaturprofessor Terry Eagleton meint es ernst, wenn er sein neuestes Buch rund um die zentrale Frage konstruiert: „Was, wenn all die sattsam bekannten Einwände gegen Marx´ Werk falsch sind?“. Eagleton startet auf 286 Seiten den Versuch, Marx aus dem Sumpf des im öffentlichen Diskurs oftmals aufbrandenden Halbwissens, der verblendeten Ablehnung aber auch der dogmatischen Überhöhung zu ziehen und wieder Lust auf die eigenständige Lektüre von „good old charlie´s “ Werke zu machen.
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Ein Flaneur spaziert durch die Moskauer VergangenheitKarl Schlögel liest in Städten und ihren Bewohnern wie in aufgeschlagenen Büchern. Mit einer Exkursion in den Alltag der sowjetischen Hauptstadt Moskau im Jahre 1984 und dem daraufhin verfassten historisch-soziografischen Erkenntnisbericht „Moskau lesen“ trat der Historiker in die Fußstampfen des moskaureisenden Philosophen Walter Benjamin. Schlögels erweiterter und ergänzter Klassiker ist nun beim Carl Hanser Verlag München wiederaufgelegt worden.
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Wir kapitulieren nie!Ian Kershaw geht in seinem aktuellen Buch „Das Ende“ der Frage auf den Grund, warum das Deutsche Reich 1944/45 bis zur Selbstzerstörung weiterkämpfte – obwohl der Krieg schon längst verloren war. Eine Rezension von unserem Redaktionsmitglied Johannes Teichmann.
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Der entzauberte KönigDieses Jahr hätte er seinen 300. Geburtstag gefeiert. Friedrich der Große starb 1786, aber das hat ihn nicht davon abgehalten, die Deutschen stets zu beschäftigen. Eine Rezension von Maximilian Kliem.
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Spain is not differentIn seiner neuen Publikation über die jüngste Entwicklung des Landes ordnet der Spanien-Experte Walther L. Bernecker das Land in die europäische Geschichte ein, präsentiert sich auf dem neuesten Stand der Forschung und ist damit nicht nur für Historiker interessant. Eine Rezension von Tobias Helfrich.
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Analoger WiderstandAllein in Berlin: Hans Fallads "Jeder stirbt für sich allein" wird erstmals in seiner ursprünglichen Form veröffentlicht
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Revolutionsappeal im Do-It-Yourself-VerfahrenGianni Vattimo entdeckt sein "starkes Denken" und den "abgeschwächten Marx"
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"Es geschehen keine Wunder, aber Zeichen"Dem Schriftsteller Arno Geiger ist ein wahrer Meisterstreich gelungen: Mit Der alte König in seinem Exil hat der Österreicher ein Glanzstück seiner bisherigen Laufbahn geschaffen. Feuilletons, Kritiker und Publikum jubelten gleichermaßen, prompt wurde das Werk für den Preis der Leipziger Buchmesse nominiert und war im Sommer Anlass zur Vergabe des Friedrich-Hölderlin-Preises der Stadt Bad Homburg an Geiger. Dabei oszilliert Der alte König in seinem Exil zwischen Sachbuch und Literatur; zweierlei Komponenten, die in den Geschichten und Anekdoten rund um den demenzkranken Vater August Geiger gefühlvoll zu einem anrührenden Stück Prosa geformt werden.
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Ein Blick in den HöllenschlundDer Chilene Roberto Bolaño scheint zu einer nicht unbedeutenden Gruppe Schriftsteller zu gehören: Er ist Teil derer, die erst nach ihrem Ableben zu verdientem Ruhm kamen. Der Hanser-Verlag hat sich dem literarischen Vermächtnis des 2003 in Barcelona verstorbenen Autors angenommen. Nach dem Gangsterroman "2666", der im vergangenen Jahr in deutsche Buchhandlungen gelangte und nun für den Preis der Leipziger Buchmesse in der Kategorie Übersetzung nominiert ist, ist nun der "Lumpenroman" erschienen. Und eins sei dabei vorweg gesagt: Das unvollendet gebliebene Werk wird dem Ruf Bolaños als Autor von Weltrang in jeder Hinsicht gerecht.
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Ein Elefant in den AlpenEs ist ein übler Treppenwitz der Geschichte. José Saramago widmete seinen Roman "Die Reise des Elefanten" seiner Ehefrau Pilar del Río mit den Worten: „Für Pilar, die nicht zugelassen hat, dass ich sterbe.“ Nun ist das Werk in deutscher Sprache erschienen – knapp eine Woche nachdem der bekennende Kommunist Saramago im Alter von 87 Jahren nach langjähriger Krankheit verstarb. Dem Roman wurde daraufhin weltweit in den Feuilletons eine Aufmerksamkeit zuteil, wie selten einem anderen Buch. Ist sie berechtigt?
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„Ich will auf die Fassade des Menschen gucken“Benjamin v. Stuckrad-Barres neues Buch "Auch Deutsche unter den Opfern"
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