Kunstwerke von Kindern auf Kleidung
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Die Auswahl an bedruckten Shirts ist groß. Nicht nur große Modeketten, sondern auch immer mehr kleine, lokale Designer verkaufen mittlerweile bedruckte Kleidung. Wer dieses Frühjahr auf der Stijl in Mainz war weiß: Längst ist dies keine Besonderheit mehr! Oder doch? Denn in Mainz gibt es Roman Krug, der auf seine Klamotten Kinderzeichnungen druckt und erfolgreich verkauft. Wie kam er auf diese ungewöhnliche Idee? Und welches Konzept steckt dahinter. Im Interview mit dem UNIversum erzählt Roman Krug wie die Kampagne Kindern helfen entstand und warum es gerade Kinderzeichnungen waren, die ihn so begeisterten.
UNIversum: Die Kampagne „KINDER|N HELFEN“ entstand aus deiner Diplomarbeit „Social Branding“ im Fach Kommunikationsdesign. Was gab dir den Impuls zu dieser Diplomarbeit? Und wie entwickelte sich daraus die Idee zu KINDER|N HELFEN ? |
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UNIversum: Die Motive sind aus Kinderzeichnungen von Zwei- bis Sechsjährigen entwickelt worden. Wie kamst du an die Zeichnungen und wie entwickeltest du dann deine Motive? Roman Krug: Ich verbrachte fast drei Monate lang jeden Vormittag im Kindergarten um mit den Kindern aus verschiedenen Gruppen zu malen. In diesem Zeitraum entstanden die meisten Bilder. Zusätzlich war ich bei befreundeten Familien mit kleinen Kindern als „Babysitter“ unterwegs, was mir auch nochmal eine ganz ordentliche Zahl an Kinderbildern einbrachte. Insgesamt komme ich mittlerweile auf über 800 Bilder, wobei natürlich viele darunter sind die nur aus Gekritzel oder undefinierbaren Konstrukten bestehen. Aber eben genau das ist die Schwierigkeit und meine Aufgabe: Aus der Vielfältigkeit geeignete Werke auszuwählen und diese dann so zu kombinieren, dass letzten Endes einzigartige ansprechende Motive entstehen konnten. Man kann es sich nicht so vorstellen, dass ein Kinderbild auch ein Motiv ergibt, es ist vielmehr so, dass eine Vielzahl an Bildern, bzw. einzelne Elemente aus vielen verschiedenen Bildern von mir zu einem einzigen Motiv zusammengefügt werden. UNIversum: Diese Motive werden dann in kleiner Auflage von Hand auf verschiedene Textilien gedruckt. Wie kamst du auf die Idee die Motive auf Kleidung zu drucken? Roman Krug: Da ich mich bereits seit vielen Jahren mit dem Textildruck beschäftige und auch während des Studiums mir mit dem bedrucken von T-Shirts als Kleinunternehmer ein bisschen was dazu verdiente, stand für mich schon vor dem Diplom Fest, dass ich etwas in diese Richtung machen möchte. Universum: Durch den Verkauf dieser Produkte werden Spenden gesammelt, die benachteiligten Kinder zugute kommen. Welche Projekte unterstützt KINDER|N HELFEN? Roman Krug: Die Spendengelder kommen dem Bethanien Kinderdorf in Eltville zugute. Die geringe Entfernung nach Mainz, meinem Wohnort, gibt mir die Möglichkeit, mich vor Ort davon zu überzeugen, dass die Spendengelder sinnvoll und zielorientiert eingesetzt werden. Auch sollte man nicht unbedingt davon ausgehen, dass die Spendensumme ungeahnte Ausmaße annehmen wird, weshalb sich so eine vergleichsweise kleine Einrichtung anbietet, da hier auch schon kleinere Beträge merklich das Lebensgefühl der Kinder steigern können. In diesem konkreten Fall sprach ich mit dem Kinderdorfleiter, der mich mit den in nächster Zeit anstehenden Ausgaben vertraut machte. Ich entschied mich, den Bau eines Sandkastens passend zum neuen Spielplatz so gut es geht finanziell zu unterstützen. Mein Ziel ist es natürlich, die Kosten für den Sandkasten ganz zu übernehmen. |
UNIversum: Gibt es schon neue Ideen oder Projekte, die du mit KINDER|N HELFEN in Zukunft umsetzen willst? Wie soll es mit KINDER|N HELFEN weitergehen?
Roman Krug:
Neue Ideen gibt es immer viele, momentan bin ich dabei die Produktpalette zu erweitern, zu den Standardfarben möchte ich auch das ein oder andere bunte Shirt mit ins Programm aufnehmen, außerdem natürlich Sweatshirts und für den Sommer eventuell Tanktops. Weiterhin ist für den Sommer eine erste Spendenübergabe im Bethanien Kinderdorf geplant wobei ich natürlich darauf hinarbeite, dass schon ein möglichst hoher Betrag dabei zustande kommt.
Für die Zukunft sind dann natürlich weitere Motive geplant, bislang beschränken sie sich ja auf wenige Druckfarben, daher kann ich mir in einer kommenden „Kollektion“ mehrfarbige Motive sehr gut vorstellen.
UNIversum: Roman, vielen Dank für das Gespräch.
von Anne Raßner
10.04.12
Mehr unter www.gutes-shirt.de