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To je to

Wiese bei Skakavac
Bild von Silja Trimbuch
Katholisches Viertel in Sarajevo
Bild von Silja Trimbuch
Orthodoxe Kirche in Ohrid
Bild von Silja Trimbuch
Ohrid
Bild von Anaid Begovac
Es kommt immer ganz anders, als man denkt. Eigentlich wollte ich ja nur ein dreimonatiges Auslandspraktikum machen, also eigentlich Ende August wieder in Deutschland sein und eigentlich wollte ich dort keinen Freund finden. Jedoch musste ich in Bosnien wieder herausfinden, dass ich mein Leben einfach nicht im Voraus planen kann.

Der Sommer in Sarajevo war wunderschön. Deshalb habe ich mein Praktikum um zwei Monate verlängert und mich dann nicht nur in die Stadt, sondern auch in einen Bosnier verliebt. So läuft es nun mal und wie sagt man so schön "Das Leben passiert, während du es planst". Diese Stadt macht es einen aber auch einfach, sie toll und aufregend zu finden. Viele Straßencafés, viele Veranstaltungen (wie das Sarajevo Film Festival im Juli) und viele schöne Menschen. Vor allem ist die Stadt im Sommer geschaffen für Verliebte: Picknick vor der Kathedrale, Spaziergänge an der Miljacka und sich an der Quelle der Bosna gemeinsam entspannen.


Im August nahm ich mir eine kleine Pause von meinem Praktikum und fuhr für einen ganzen Monat in "Urlaub". Frau Lichnofsky bot eine zweiwöchige Exkursion in den Kosovo zu einem albanisch Sprachkurs an. Super Gelegenheit also auch mal Pristina zu besuchen. Der Sprachkurs machte unheimlich viel Spaß, nicht nur meine Exkursionsgruppe war super, auch alle anderen Teilnehmer - die aus der ganzen Welt stammten -  waren sehr sympathisch. Anschließend fuhr ich weiter nach Skopje (Mazedonien) und traf dort meinen Freund, um mit ihm Urlaub am Ohridsee und in Belgrad (Serbien) zu machen. Ohrid ist eine traumhafte Stadt, um die "Seele baumeln zu lassen". 

Ende September vollendete ich mein Praktikum bei der Konrad-Adenauer-Stiftung und gönnte mir einen Besuch in Deutschland. Wieder zurück in Sarajevo erwartete mich ein graues und kaltes Sarajevo - was für ein Unterschied. 

Um so mehr Touristen, umso mehr Maiskolben-Verkäufer.

Die Touristen waren weg, genauso wie die Maiskolben-Verkäufer. 


Im Herbst wirkt wohl jede Stadt trostlos, aber Sarajevo schafft es wohl auf einen der führenden Plätze. Die Armut erscheint bei Kälte und Regen noch unerträglicher und die Spuren des Krieges treten deutlich zutage. Deshalb war ich sehr froh, als ich eines Morgens erwachte und ganz Sarajevo in Puderzucker gehüllt war. Wie eine Freundin so gut formulierte: "So ist der ganze Dreck unter einer Schneeschicht begraben". 

Mein Auslandsaufenthalt neigt sich nun langsam dem Ende zu. Ich werde noch den Januar in Sarajevo verbringen und dann meine Zelte hier abbrechen. Aber zurückkommen werde ich nächstes Jahr wohl noch häufiger, aber wer weiß, ich kann mein Leben wirklich nicht im Voraus planen. 


Mein Fazit ist, dass ein Auslandsaufenthalt aufregend, spannend, aber auch sehr anstrengend sein kann. Häufig kam ich mir, durch meine geringen Sprachkenntnisse am Anfang, ausgeschlossen vor. Meine Sprachkenntnisse haben sich zwar um einiges verbessert, aber ich kann immer noch keine Unterhaltung fließend

Ich weiß nun, wie man sich als Ausländer fühlt und was es heißt ein Fremder zu sein.

führen. Trotzdem hatte ich eine wunderschöne Zeit, mit vielen interessanten Menschen und mit vielen für mich wichtigen Erfahrungen. 

Ich kann jeden nur ermutigen mehrere Monate ins Ausland zu gehen, es war für mich eine unglaubliche Zeit!















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Das Praktikum soll zum 49. Deutschen Historikertag in Mainz starten (25-28. September 2012) und semesterbegleitend (1 Tag pro Woche) im Wintersemester 2012/13 stattfinden.

 

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Redaktion
16.12.2011 20:32
 

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